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Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts · 1846-05-03 · Heft 18 (3.5.1846) · page 3

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Journal
Der Israelit des neunzehnten Jahrhunderts
Volume
7 (1846)
Issue
Heft 18 (3.5.1846)
Date
1846-05-03
Page
– (sequence 3)
Language
German
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139 kssct das Jnschlitt von dem Vieh, von welchem ein Op- , fer dem Herrn gebracht werden kann, die Seele, die! das ißt, soll ausgerottet werden aus ihrem Volke. Und! auch kein Blut sollt ihr essen in all euern Wohnungen, weder vom Vogel noch vom Thier, jede Seele, die da Blut ißt, die soll ausgerottct werden aus ihrem Volke."! Das Verbot, Jnschlitt zn genießen, wird nicht wiederholt; dagegen noch oft das, Blut zu essen. Zunächst das. 17, 10 ff.: „Jeder Mann von den Söhnen Israels und von den Fremden, der unter euch wohnt, der ir- ' gend Blut ißt, so werde ich meinen Zorn wenden gegen die Seele, die das Blut ißt, und sie ausrotten aus ihrem Volke. Denn die Seele des Fleisches ist im Blute und ich habe es euch gegeben auf den Altar, eure Seelen zu sühnen, denn das Blut ist es, welches für die Seele sühnt (nsD’ «in mn o). Deshalb habe ich den Söhnen Israels gesagt: Keine Seele von euch soll Blut essen, und der Fremde, der unter euch wohnt, soll kein Blut essen. Und jeder Mann vonden Söhnen Israels und von den Fremden, der unter euch wohnt, welcher jagen wird ein Thier oder einen Vogel, die gegessen werden können, so soll er dessen Blut ausgießen und es mit Erde zudecken. Denn die Seele alles Fleisches, sein Blut ist in seiner Seele, und ich sage zu den Söhnen Israels, das Blut alles Fleisches dürfet ihr nicht essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut, wer es ißt, soll ausgeroltet werden." Dann 5. Mos. 12, 16: „Nur das Blut sollst du nicht essen, auf die Erde sollst du es ausgießen wie Wasser." Daselbst V. 23 — 25: „Nur nimm dich zusammen, daß du das Blut nicht essest, denn das Blut ist die Seele und du sollst die Seele nicht essen mit dem Fleisch. Du sollst es nicht essen, du sollst es auf die Erde gießen wie Wasser; du sollst es nicht essen, auf daß es dir gut gehe und deinen Söhnen nach dir, wenn du das Rechte thuest in den Augen Gottes." Ferner 15, 22.: „Nur sein (nämlich des fehlerhaft gewordenen Erstgebornen) Blut sollst du nicht essen, auf die Erde sollst du es gießen wie Wasser." Die Tradition dehnt auch dieses Verbot dabin aus, daß selbst das Blut, welches im Fleische zurückgeblieben und erst durch' Kochen herauskommen könnte (cnaxn m) verboten sei, daher alles Blut erst durch Salzen aus dem Fleische zu ziehen ist, ehe es genossen werden kann. Die Hauptstelle der verbotenen Speisen ist aber 3. Mos. Cap. 11. Von den Säugethieren darf nur gegessen werden, was gespaltene Hufen hat und wiederkauet. Was keine Hufen oder ungespaltene hat, oder was nicht wirderkauet, darf nicht gegessen werden. Bon dem, was im Wasser lebt, darf nur das gegessen werden, das Floßfedern und Schuppen hat, sonst nichts. Von den Vögeln sind viele Arten verboten. Die Tradition gibt vier Zeichen an, woran die unreinen Vögel zu erkennen sind (Ckullin 59 a 6 t a ff.) Das Hauptzeichen ist, daß die unreinen Vögel (D“in) Raubvögel sind. Das Verbot dieser Tkierarten wird wiederholt 5. Mos. 14, 2 — 20. Im dritten Buch Mos. a. a. Sr. werden dann noch die Heuschreckenarten hinzugefügt, die gegessen werden können (11, 21 u. 22). Dann noch die Gesetze über Verunreinigung bei Berührung des Aases eines dieser gefallenen Thiere (11, 24—39.) Hierauf folgt aber eine Stelle, bei welcher wir etwas länger verweilen müssen. Im 11. Cap. des 3. B. Mos. V. 39 und 40 nämlich heißt es: „Und wenn stirbt von dem Vieh, welches euch ist zum essen, wer da anrührt dessen Aas, soll unrein sein bis zum Abend. Und wer da ißt von dessen Aas soll seine Kleider waschen und unrein sein bis zum Abend. Und wer das Aas trägt, soll waschen seine Kleider und unrein sein bis zum Abend." Offenbar ist in dieser Stelle das Essen von einem gefallenen reinen Thiere nicht verboten; es verunreinigt btös, gerade wie das Tragen desselben verunreinigt, ohne daß man behaupten könne, das Tragen desselben sei verboten. Dasselbe gebt deutlich hervor aus Cap. 17, 15 und 16, wo es heißt' „Und jede Seele, die da ißt Aas und Zerrissenes, sei es Elugefessetter oder Fremder, und wascht seine Kleider und badet sich im Wasser, so ist er unrein bis zum Abend und dann ist er rein. Wenn er aber nicht wascht (seine Kleider) und sein Fleisch nicht badet, so wird er seine Sünde tragen." Also, sobald er sich badet, hat er weiter keine Schuld auf sich. Ebenso aus Cap. 22, 8.: „Aas und Zerrrisseues soll er (nämlich der Priester) nicht essen, sich an ihm zu verunreinigen, ich bin Gott." Der Priester also darf kein Aas oder Zerrissenes essen, dem Laien dagegen ist es erlaubt. Dagegen ist in der schon angeführten Stelle 2. Mos. 22, 30 das Zerrissene jedem Israeliten verboten, und ebenso wird 5. Mos. 14, 21. das Aas mit den Worten: „Ihr sollt keinerlei Gefallenes essen, dem Fremdling in deinen Thoren sollst du es geben, daß er es esse, oder dem Ausländer

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