Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 2 (1929-1930)
- Issue
- Heft 3 (August 1929)
- Date
- 1929-08-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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ser Jugend, die so um zwanzig herum sind, und die ihrer Gefolgschaft bereits die Verbindung mit der älteren zionistischen Generation darstellen. Einzelnes schließlich steuern Palästinenser bei, die dort bereits arbeiten, oder Führer des Zionismus. Der Inhalt — sehr unterschiedlich zu bewerten in den ersten 5 Heften und in den drei letzten recht gut gelungenen Doppelnummern — umfaßt alle Gebiete, die für diese Jugend wesentlich sind. Jugendbewegung: eine Umfrage über das Bekleidungsproblem, Tagebücher aus Mittleren- und Jüngeren-Lagern. Zionismus: Bubers Gespräche über jüdisches Leben, eine Besprechung des neuen Palästinafilms. Jüdische Probleme: eine Diskussion zur religiösen Frage. Sozialismus: Aufsätze gegen den Krieg, über den Eindruck der gemeinsamen Arbeit mit Proletariern, und Palästina in zahlreichen Bildern und Aufsätzen: übe** Kfar Gileadi, die Ruthenbergwerke, eine Nacht im Lande und anderes. Daneben palästinensische Lieder in dem hebräischen Teil, der den letzten Nummern angegliedert ist. Neben all diesem Bücherbesprechungen, die gute und schlechte Literatur empfehlend und abschreckend behandeln. Bedauerlich bleibt das relativ unregelmäßige Erscheinen der Zeitschrift. Die Geldfrage spielt hierbei eine Rolle. Für eine Jugendzeitschrift ist es aber zweifellos erforderlich, regelmäßig jeden Monat herauszukommen, soll sie ihren Zweck erreichen. Inhaltlich ist sicher auch heute noch vieles sehr unvollkommen. Es besteht das schwierige Problem, wie das reale Leben des jungen Menschen und der Umwelt und daneben zugleich zionistische und sozial^ stische. mehr ideologische Fragen hier ihren Ort finden können. Man spürt beim Durchblättern der Hefte gewiß diese Schwierigkeit. Mit richtigem Gefühl hat man aber immer mehr den Weg beschritten, den man der Redaktion auch für die Zukunft ans Herz legen sollte: das reale, undogmatische Leben stark hervortreten zu lassen. Das bedeutet in der Praxis sehr viel Schilderungen über Palästina und sehr viel Beiträge aus dem eigentlichen Jugendleben hier, also demjenigen, was das Leben der Jugend in einem Bunde der Jugendbewegung erfüllt. Nur von diesen beiden Punkten aus kann man zu den Dreizehn- und Fünfzehnjährigen sprechen, ohne sie bereits vorzeitig in spanische Stiefel einzuschnüren. Kurt Loewenstein. Lest Jack London 81