Der junge Jude
- Journal
- Der junge Jude
- Volume
- 2 (1929-1930)
- Issue
- Heft 3 (August 1929)
- Date
- 1929-08-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Stunde an englischer Administration und Strategie im Lande vorgeht, bedauern wir. Wir wünschen eine andere Form der Wiederherstellung des Friedens. Die Ablehnung der Soldateska liegt uns nun einmal zu tief im Blute. Ihren Beruf und ihr Arbeitsgebiet wollen wir nur zu den Notstandsarbeiten rechnen. Noch liegen keine eindeutigen Nachrichten vor, die unwidersprochen melden, in welcher Weise der Kampf gegen die Beduinen und Araberdörfer geführt wird. Wir hoffen und wünschen, daß die englische Regierung die militätischen Operationen auf das Mindestmaß einschränken wird und mehr durch Umsicht und durch schnelle Sicherung der Kolonien der jüdischen Bevölkerung Schutz bietet. Wir weisen jedoch jeden Gedanken einer Strafexpedition aufs entschiedenste von uns. Ebenso lehnen wir jene allerjüngste Regierungsmaßnahme ab, die für die Schäden in den jüdischen Siedlungen den anliegenden Araberdörfern Kontributionen auferlegt. Dadurch würde gerade das vereitelt werden, daß jetzt als erstes Ziel erreicht werden muß: Die Anbahnung persönlicher Beziehungen zwischen den einzelnen Gruppen und Ortschaften beider Völker. Dies ist eine konkrete Aufgabe, das „Ding", das geschaffen werden muß, wenn die Regierung die ,,Bedingungen" garantiert. An diesem Ziel kann auch die Galuth mithelfen, indem sie in diesen kritischen Tagen besonders und auch sonst die Fragen des palästinensischen Lebens mitlebt und — wenn auch vom sicheren Port aus — ihre Erkenntnisse nicht durch die Erregung des Augenblicks trüben läßt. Aber noch eins möge aus diesen Tagen uns bleiben! Die heftige Erregung um unser Schicksal und unsere Zukunft, die Anteilnahme am Geschehen im Lande und die innere Verbundenheit mit ihm. Wird so wie heute unser Denken und Fühlen von Erez Israel bestimmt, so wird uns die Sorge um die Erneuerung und Fortsetzung unserer Bewegung genommen sein. M. R. Noch immer ist ein Teil unserer Leser nicht seinen Verpflichtungen dem Jungen Juden gegenüber nachgekommen und hat es versäumt, seinen Abonnementsbeitrag zu überweisen. Wir bitten diese, den Betrag zusammen mit den Gebühren für das mit Nummer 4 unserer Zeitschrift beginnende neue Halbjahr umgehend mittels beigefügter Zahlkarten auf unsere Postscheckkonten Dr. Qeorg Lubinski Berlin 117048 Wien 137992 Prag 501582 einzuzahlen. Das übrige Ausland bedient sich unseres Kontos Dr. Georg Lubinski bei der Dresdner Bank Berlin, Depositen-Kasse G, 71