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Der junge Jude · 1928-05-01 · Heft 4 (Mai 1928) · p. Seite 118

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der junge Jude
Volume
1 (1927-1928)
Issue
Heft 4 (Mai 1928)
Date
1928-05-01
Page
Seite 118 (sequence 18)
Language
German
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auch Du hin. —--Wegen Warschau kann ich nichts sagen. Sicherlich wäre es gut, wenn Du dort wohnen würdest. Stybl schrieb mir vor einigen Wochen, daß er bereit sei, für Dich alles, was in seiner Kraft steht, zu tun. Ich erhielt heute einen Beschwerdebrief von — — —, daß er Dir das Abonnementsgeld für ein halbes Jahr geschickt und nichts erhalten habe. Warum er nichts erhielt, habe ich ihm geschrieben, aber Du mußt unter diesen Umständen jedem Abonnenten antworten. — — — An---u) Auf Deine richtigen Worte habe ich nichts zu erwidern. Geh und schrei „Schma Jisrael!" Ich kann nicht sagen, daß „ich an Deinem Schmerz teilnehme", nachdem es auch mein Schmerz und der Schmerz aller jüdischen Schriftsteller in dieser Zeit ist. Was zu machen sei . . . Jedenfalls nicht „die Feder hinzuwerfen", sondern als letzte auf der Mauer auszuharren . . . Deine Vorschläge sind gut. Du hast Recht, daß es viel besser wäre, wenn man eine große Tribüne gründen würde anstelle der vielen kleinen einzelnen. Aber zurzeit haben wir weder große noch kleine Tribünen. — — An denselben. London, 22. Juli 1906. —--Ueberhaupt flehe ich alle Schriftsteller an, die auch Jargon schreiben, ihre Geistesfrüchte zuvor oder danach — das ist mir eins — in Hebräisch zu geben. Du aber arbeite. Betrachte alle Seiten des Lebens und arbeite.-- An S. Bichowsky. London, 30. Juli 1906. — — Das 6. Heft ist wegen des Aufsatzes „Sechor"12) konfisziert worden. Was sagst Du dazu? Nun, so ist's jetzt. Solange Du nicht nach Warschau reist, werde ich Dir nichts schicken.--— An denselben. London, September 1906. Nun, und was schreibe ich Dir? Trostworte habe ich keine. Ich sandte heute einen Brief an die hebräischen „Redaktionen" und teilte durch sie unseren Abonnenten die Sachlage mit. Ich bin dieser Arbeit überdrüssig. Der „Tnachijah"13) kann ich die ganze Sache nicht übergeben, da sie zu kompliziert ist. Sie werden nicht aus noch ein wissen. — — Der n) Hebräischer Schriftsteller, der anonym bleiben will. 12J lieber die Pogrome. 33) Hebräischer Verlag in Warschau. 118

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