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Der Israelit · 1904-12-01 · Heft 95 (1.12.1904) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 95 (1.12.1904)
Date
1904-12-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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2056 rietest darüber mit dem dir in den Weg tretenden GeniuS EsawS in den gefährlichen Ringkampf. Nun. fo soll es ein Krügchen Oel sein, an dem sich einst deinen Kindern, den Söhnen Hasmonais meine Wunderkrast offenbart. M. Fr.! Am Chanuka tritt uns Esaws Genius entgegen, wie er mit, unserem Volke auf Leben und Tod -gerungen, da vergessen wir des Oelkrügleins nicht, daS unser Dankgefühl Gott geweiht, dem Gotte der Wunder, der den Oeltropfen rein erhält und ihn leuchten läßt, bis Israel Zeit gefunden, in Reinheit Oel zu bereiten zur erneuten Leuchte. O, m. Fr.! Da erinnere ich wieder an unsere Brüder, die auf hoher See ihr Chanuka-Licht anzünden. Unser Vater apjn hat sein sar? nv über die Jabbokfurt hinüber gerettet. Ach, diese unsere Brüder haben dies Krüglein mit auf's Meer genommen und es nährt dort ihr Licht und — auch ihre Hoffnung. Es senkt sich ein Lichtstrahl göttlichen Schutzes und Trostes über ihre Finsterniß. — Der wt 11? wird sie nicht vernichten. Dank! Vor dem aufflammenden Chanuka-Lickt dankt der Hausvater mit Weib und Kind und allen Genossen, die sich zum Jakobshause zählen, dem Gotte der Väter, der aüs der Wischen Familie heraus die jüdische Nation mit ihren Heiligthümern hat erstehen lassen. Jakob, der Gründer des jüdischen Familienhauses hat seinem Zelte sogar, dem wegen seines Bruders abgebrochenen Zelte, dasp^ bv "ia das Oelkrüalein entnommen, um als brrnro als der Gottes- Preiter auf dem geheiligten Stein, der ihm den Tempel bedeutete das bescheidene Gußopfer zu bringen. Tmaapa aprv “jbntc nsm ra Schön sind deine Zelte Jakob, deine Wohnstätten Israel." Dies mußte sogar Bileam, der schlimmste Feind Israels bekennen. Ünsi dies gilt heute noch für uns als Regel, zuerst di ^Familie und dann die Nation! Dem entsprechend hat nach unseren Weisen die nnue ihren eigentlichen Platz links am Eingang des Hauses damit er sei bxaera sotan patj an» die nrn> die Hauses'Wacht, mit dem Gottesnamen zur Rechten und das Weihelicht zur Linken. Jüdisch sei vor allem das Haus von innen, in allen seinen Gliedern, in allen seinen Theilen jüdisch, unter Gottes wachendem Auge, nach seinem ewigen Thoragesetze gegründet und geführt. Ein solches Haus mit seinen Bewohnern ist dann selbst ein Licht in der Diaspora, das hinausstrablt in die Welt, in die jüdische und nichtjüdischr Welt und an dem sich die Flammen der Tempelweihe, an dem sich das ganze jüdisch nationale Leben entzündet. Keine Tempelheiligkeit ohne Hausesheiliqkeit! Kein Nationaljudenthum' ohne praktisches Familienjuden tbum! Zur Thüre herein, an der nto vorbei tritt apv in's Haus — und zum Fenster leuchtet hinaus! - .. , Damit bewahrheitet sich, wie unsere Wersen so sinnig sagen, der Liebesgruß des Königs an Sulamith: na nanx ipjj ms! iw » Wie schon und wie hold bist du, o Liebe unter de» Wonnen? n’:3BMnso2 irv no Schon bist du, da die Gottesgebote im Hause walten nnraw naea cw -m und wie hold, da das Gesetzeswalten hinausreicht auf den Acker, den'der jüdische Bauer bestellt, auf das Feld, das einst der jüdischen Nationals Arbeitsfeld angewiesen ist. M. Fr.! Zum Schluffe möge unsere rrrxa im Lichte eines herrlichen Ausspruches unserer Midraschweisen erstrahlen: Es ist dies ein Bild, das uns unsere Chanuka- Geschichte vor Augen führt und das wir in den Rahmen der Gegenwart zu fassen haben, um es als einen bleibenden Schmuck im Innern des Hauses und des Herzens zu bewahren. Der Midrasch lautet: bzab anben bxien rx warb n*apn nn an» vx nxxa rrin na avia na nxn '•aamnxa rum nx nbcn *aar xexai apia baa *]^a nbv -raanw .nbn n» narn na’m bx vbx ar»m naw ovsi nan c'pn* rnnai 'xw nnfxFh qwB« nVnrea '•ja nxsn r6npi nairm rrrnn xnv> I'XN;jT> bv nnnx wbaa vxa nan rix rhv sjcn nprm myx Tnei ,Tnp 'bwa bxnvn pn'» "j-anx p n^a nn nam *iai rib nam rtx xam na ava no nvu pp'bna ’nr c'ann nn n*:pn Tpns> M rvaa sp« nav D5B baai ,abvn ja kts? txh* rnax nx m pva invbx pewn 'aa xan na *8 abra mc) nbapvn nanrna •(“D *P R. Pinchas lehrt: Gott stellte Israel auf die Probe und sandte es gesangen nach Babel — wie es von Noa heißt: er entsandte die Taube von sich weg und dieser Taube ist die Gesammtheit Israels _ zu vergleichen. Jene Taube fand aber keinen Ruheplatz für ihre Fußsohlen. denn der König von Babel legte Israel ein gar schweres Joch auf. Israel mutzte hungern und dursten und so viele seiner Frommen, Edlen mußten den Tod erleiden. Da kehrte die Taube zu i h m zurück in die Arche und Israel kehrte reuig zu seinem Gotte zurück, nnd es wurde wieder ausgenommen in sein Haus, doch bald vergaß Israel wieder der Mahnung seiner Geschichte und seines Gottes, Israel sündigte wieder und ward wieder in die Gefangenschaft gewiesen. Heißt es ja auch von na: Er schickte abermals die Taube fort von fick. Diesmal aerieth Israel unter die Hände Jawans — nnd von dieser Zeit sagt R. Juda, daß die Gestalt Israels schwarz wurde vor düsterm Leid und finsterm Weh. — Doch dies schwere Leid trieb Israel zu seinem Gotte zurück. Dort, bei Noa heißt es: Die Taube kehrte am Abend zu ihm zurück und stehe, ein abgepflücktes Qelblatt war in ihrrm Munde — und hier war es der heldenmüthige gottdurchdrungene Geist der Hasmonäer. die auf's neue heiliges Oel in die heilige Schale gossen, um das reine, heilige Licht auf»

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