Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 45 (1904)
- Issue
- Heft 95 (1.12.1904)
- Date
- 1904-12-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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45. Jahrgang. Zweite Aeikage z« 95 des „Israelit." ÄN 1>it LÜtltlllg )ts i Bortrag, gehakte« ^t« Vereine.Tiphereth Jeschuru«' . am erste« Channk«»Abend Vdth in Halberstadt Von Rabbiner A. Wöbet. (Schluß auS d.m Hauptblatt.) Wir wissen es aber auch, daß hoch oben auf dem Berge im Dorfe Modim der alte 'wc seine Söhne zum bevorstehenden Kampfe rüstete. Wir wissen es, daß v nccr: '.n rm nx in« «2' r, als der Feind wie ein Strom daherbrauste, der Geist Gottes das Banner ergriff. Dies Banner war der entwürdigten, entnervten jüdischen Nation entsunken. Da erfaßte sie eine geeinte, durch Gottes Willen geeinte, starke Familie in Israel und hielt sie hoch, und Gottes Ruhm und Israels Ehre, sie waren auf's neue gebannt an die Standarte. Gerüstet und vorbereitet schritten unsere Väter, die Makkabäer, in den ungleichen Kampf gegen 60,000 geübte Krieger. Gerüstet und innerlich geweiht traten sie in den Tempel ein und weihten ihn auf's neue, und zündeten die heilige reine Lampe an auf's neue, und zur vorbereiteten Geschichtsthat trat hierzu das unvorbereitete Wunder i3'7i'2«d D'C3 rxw nm fciz o-n o-tra denn Gott hat Wunder getban an unseren Vätern in jenen Tagen, um diese aus der Geschickt s-E ntwicklung herausgereiften Zeit. oc Tage der Chronik waren es, und sie. die Väter haben aus ihnen Geschichte gemacht — Weltgeschichte! Und wir? Wir nennen uns noch immer das - weltgeschichtliche Volk. Fünftausend Jahre Geschichte blicken auf uns nieder. Die Frage ist: W i e blicken wir zu dieser unserer Geschichte empor? Jst's der freie, offene Blick eines selbstbewußten Volkes, der nicht rechts und links etwas zu erspähen und abzusehen sucht, sondern geradeaus, dem von Gott gesteckten Ziele zugewendet ist? Leben wir ein Dasein von heute auf morgen, ohne festen prinzipiellen Halt und ohne Gewähr für die Dauer, oder leben wir ein geschichtliches Dasein, dessen Tage und Ereignisse vorbereitend ineinander greifen, legen wir bloß vv' zurück, oder schreiten wir einem jw entgegen? Wir können es uns nicht verhehlen: So gut wie in jener Zeit eines Menelaus hat sich auch bei uns ' seit Johrzebnten der religiöse und moralische Verfall vorbereitet. Auch bei uns hat man den Göttern und Göttinnen der Schönheit gehuldigt auf Kosten der jüdischen Wahrheit. Und waren es nicht Feste des Herakles, so waren es andere ähnliche Feste und Spiele, bei welchen die Boten jüdischer Tempel und Priester nicht fehlten. Auch in Israels Lager galt die Losung: schön ist, was gefällt, was — nicht den Griechen — aber was den — Christen gefällt. O. die Zeit ist nicht so ferne, daß ein.Beifallsnicken von vornehm christlicher Seite diesem, und jenem von der jüdischen Hautevolee wichtiger war, als das Gefallen oder Mißfallen aller a*02n. vtdSjv Schön ist was gefällt. — Ja da «rtönt's aber von gewisser Seite: Uns gefällt es am besten, daß ihr verschwindet, „daß, je eher wie lieber, uns Neuzion vpn euch befreit!" Fürwahr, die moralische Gesunkenheit war seit Dezennien verbreitet in einem großen Theile des jüdischen Lagers. Hat sich nun aber dem gegenüber auch das erhaltende, stärkende Element, hat sich die Rettung in Israel, wie einst in der Makkabäerzeit, vorbereitet? Nähren wir in unserem regsten Familienkreise den weckenden aufrichtenden Makkabäergeist? Ist ein Rest da, den der gleiche Sinn.. die gleiche glühende Liebe für Thora und Emunoh in allen seinen Theilen hoch und niedrig, reich und arm eng und enger zusammenschließt? Der Geist Gottes trägt das Banner." Scharen wir uns mit dem,Ernste und dH Begeisterung einer Makkabäerschaar um dies Banner und scharen wir uns um die Männer, die uns.aus der ewigen Thora heraus lehren, was der Geist Gottes spricht, befiehlt und verheißt? Nun, wenn wir's thun« oder es zu thun fest geloben, so haben wir ein Reckt, den zwei genannten W212 noch die dritte anzufügen uv'pi U'Ttra, Gott dafür zu danken, daß Er's uns hak, erleben lassen, daß Er uns hat erhalten nn jci*>. uwrn und daß Er uns schrittweise in unserer Entwicklunghat gelangen lassen an diesen Zeitpunkt, der uns nicht unvorbereitet trifft, am je» geschahen die Wunder, die wir mit dem Zünden der Lichter feiern, und pb mn gelangen wir um vergleichenden Hinblick auf unßre Zeit und auf das aus der Makkabäerzeit stammende. Lichtdenkmal. — nn jvi2 an jvib— Hier ist der Anknüpfungspunkt für die Geschichte der Vergangenheit mit der unserer Gegenwart. M. Fr.! Das erste Gefühl, das beim Anblick unseres nvan-Lichtes in uns rege wird, ist das Dankgefühl. Es ist das Gefüh! im Menschen, das den Gnadenspender sucht, um ihm zu huldigen, um-es an? zuerkennen lobend und preisend: Du bist es. Dü einzig Einer! Rührend sagen unsere Weisen: ,'b'zstz jap nv bv “jtfc: jnsa nnt zprb yapn ick new *KXce?n 132b jap ma -p:2^ bVtk W2 3« ui jctr bv jap ne w) (nte'i) emo jap -zv Vf vr vnb D2 «21.1 ja ,1^7 *nn rcvvz jaVi N2«3 3V ^:b njrwer .&v-no ce*2 'vi>rr pemn Der Geheiligte sprach zu Jakob: Du hast, dein Leben eingesetzt wegen eines Krügchen Oel, das du zu. meiner Ehre auf den von dir errichteten Altar gießenwolltest, das wollst du nicht im Stiche lassen und ge»