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Der Israelit · 1904-12-01 · Heft 95 (1.12.1904) · page 8

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Journal
Der Israelit
Volume
45 (1904)
Issue
Heft 95 (1.12.1904)
Date
1904-12-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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2046 dürfte, so würde man ben großen Unterschied in jedem Punkte finden. Jene heidnischen Gesetzgeber brauchten nur zu sterben und ihr Gesetz gerieth außer Kurs. Daß aber unser Gesetzgeber Moscheh sterben konnte und sein Gesetz doch ewig lebt, daß wir es lesen und lernen und es wieder lesen und wieder lernen, daß wir es nicht schließen, ohne es neu zu beginnen, an demselben Tage, an dem wir auch des Todes von Moscheh gedenken, das zeigt, daß es eben nicht Moscheh's, sondern Gottes Gesetz ist. das uns Moscheh gebracht." „Das ist eine schöne, wahre Erklärung," sagte das wackere Weib, ..die ich heute bei unserem Besuch meiner theuren Mutter erzählen will. Etwas schöneres könnte ich ihr nicht mitbringen, als eine solche Erklärung, wenn ich ste ihr gar in Deinem Namen sagen kann." III. Am Ausgange des Festes, nachdem die Kleinen zur Ruhe gebracht wären, saßen Abraham Metz und seine Frau wieder in traulicher Zwiesprache zusammen. „Heute Abend," sagte Sara, „könntest Du mir den Kopf einmal zurecht setzen, wie ihn heute Schneider Pinkerle Dir zurecht gesetzt hat. Der Abschied von unseren schönen Jomim towim, fällt mir immer so schwer auf die Seele. Aber gar am Ausgang von Simchas Thora! Ich meine immer mit ihm ginge erst die Heiligkeit von Rosch-Haschono und der Ernst von Jom Kippur und die Freude von Sukkos fort und jetzt kommt das schwere Leben und der kalte Winter, hu, mich fröstelt, wenn ich dran denke!" „Das ist ein ganz berechtigter Ernst, den man sich gar nicht auszureden braucht. Aber ich hätte heute Abend auch keine Zeit ihn Dir auszureden. Ich muß ja noch zu Reb Mordchai Mellerich, um die 4000 Rtlr. Dänisch zu holen, die ich für Elia Vallin in Hamburg gewechselt habe; ich muß das Geld morgen Früh mit nach Hamburg nehmen." ..Was willst Du über Nacht so viel fremdes Geld im Hause haben?" fragte das kluge Weib. „Du hast ja Zeit genug, wenn Du morgen Früh nach Schul daS Geld abholst und es direkt mit nach Hamburg nimmst." „Das ist schon wahr," gab ihr Mann zurück, „aber wenn ich morgen Früh erst gehe und das Geld ist noch nicht in Bereitschaft, so können einige theuere Stunden damit verloren gehen und dem kann ich doch Vorbeugen, wenn ich das Geld heute schon hole." „Da gibt's ja einen Ausweg; Dü gehst heute Abend zu Reb Mordchai Mellerich und bittest ihn, das Geld in Bereitschaft zu stellen, damit Du's morgen Früh sofort mitnehmen kannst." „Für den möglichen, ja sogar wahrscheinlichen Fall, daß das Geld schon bereit steht, muß ich es aber dann doch gleich in Empfang nehmen; also hielten wir immer noch da, wo wir angefangen haben." „Da gibt's immer noch einen Ausweg," entgegnete das überlegte Weib. „Wir gehen Beide zu meinen Eltern und lassen uns Bensen; dieser Weg führt uns an Mellerichs Hause vorbei. Du gehst hinauf und bringst die Sache mit dem Gelde in Ordnung, wahrend ich unten auf Dich warte. Falls man Dir das Geld heute Abend schon mitgeben will, so sagst Du, daß Du nicht direkt nack Hause gehst, daß ich unten auf Dich warte, um unsere Eltern zu besuchen." „Ich weiß nicht zu was das alles soll, ich kann ja direkt den Emmes (Wahrheit) sagen, ich wolle das Geld erst morgen holen, weil ich nicht so viel Geld über Nacht im Hause haben möchte." (Forts, folgt.) «sW des UmkchWsMthfels. ♦PDOT (25. Kiskw) HD (ruhen) 121 Unter den Einsendern der richtigen Losungen wurde geloost und erhielt die Gewinnerin Aelah Samberger in Bad Riffingen, einen Charruiah-Leirchter mit Mnftt, »Moaus Znr" spielend, gratis und franco zugesandt. Der „JSraelit" erscheint wöchentlich zweimal, Montags und Donnerstags, sedeSmal t» mindestens zwei Bogen. Preis pro Vierteljahr bei der Post 3 Mark ohne Bestellgeld. Ausland entsprechend höher. Man abonnirt ganzjährlich, halbjährlich oder vierteljährlich. Alle Buchhandlungen und Postämter nehmen Bestellungen an. — Der Suchhandrl verkehr! durch V. A. Skriuackrr, Leipzig, Notzplah )S. — Inserate 25 Pfennig die vtergespalteue Nonvareillezeile oder deren Raum. Preis der Zeile im Reclamethell 75 Pfennig. — Direkte Francozusendung unter Streifband vro «kaLraans kür Deutschland und Oesterreich 14 Reichs-Mark oder 16 Kronen Ssterr., fftr’8 Ausland 16 Mark, an die pro ^uyrguus Expedition franco einsenden. Postzeitungsliste 393L Telephon 1015. Stellensuchede und sonstige Interessenten können auf Wunsch die jeden Dienstag und Freitag erscheinende ^Sleiue Ausgabe deS ZSraeltt" vier Wochen lang gratis und franco erhalten. Wünscht man den Empfang der .Kleinen Ausgabe" löuaere Oeit To kann man sich für 25 Pfennige daS Vierteljahr, indeß ausschließlich bei der Post auf dieselbe unter Nr.3933 abouoire» Ans Wunsch stunde« wir die Zahluug deS JufertionSbetragS au außer Stelle Vefiudttche bis »ach _ Erlangung einer solchem» Snbalt <Hsavtb!att: liebet die Bedeutung dcS ChanukafesteS. — Daß neue isr. Waisenhaus in Wien. — Marianenwngreß und "tufcMi — Die Juden, in Rußland. — Streit zwischen dem Großsunten Serams und dem Mrllionar Morosow. — Befehl des Zaren. — Versonalienr'Gelsenlircheru — Svrechsaal: Wiesbaden. — Mittbeiiunaen aus den jud. Armenoereinen und für dieselben: Schisterüadt. — Vermischtes. — Feuilleton: Der Hamburger Doppelmord lllortseMmgl. . . ..... « . - ^sU srr ttütn Beile"*: Der Spiegel des Hauses Jakob. — Joka, und das Judenthum. — Vermischtes. — Personalien. der »weit«» Beilage: Ueber die Bedeutung des ChanukafeUeS. (schlud) — Zum Antisemitismus in OstfrieSland. — Dersonalien: AuaLburg. Wiesbaden, Kopenhagen. „ . EtUcß«: Zu tzhanuka I — Cbanukawunder.. Verantwortliche Redaktion: Dtcac Lehmann in Mainz. — Expedition deS ^JSraelU7. Cchottürahe 9Zs> 2 Druck und Qedoa der S ob. EBitt&fäen vofbuchdruckeret Acttru-GeseMbaft tat Brin Hierzu vier Nettageu.

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