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Der Israelit · 1903-06-08 · Heft 45 (8.6.1903) · page 9

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 45 (8.6.1903)
Date
1903-06-08
Page
– (sequence 9)
Language
German
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44. Jahrgang. eilage zu ^§ 45 «t UM'ilht NghrpliiPWtt »iil> ihre titufllc i»fj» Von Dp. P. Münz, (N ü r n b e r g), 1 Badearzt in Bad K Usingen. ■IV.*) Anfügen will ich hier noch im Interesse der Zuckerkranken, deren es unter den Juden leider eine verhältmßmaßkg sehr große Zahl gibt, daß außer den Äleurcnatgebäcken auch Jnulinbrod und das Pavy'sche Mandelbrod e°inen Ersatz für die gewöhnlichen Weizenbrode bieten wollen; auch das Weizenschrot- oder Grahambrod vermag in gewissem Sinne diesen Ersatz zu bieten. Die im Handel vorkommenden Inulin- und Mandelbrode enthalten neben Inulin oder Mandeln Eier, Butter oder Milch. Die Grahambrode sind frei von derartigen Zusätzen und werden aus gemahlenem, auch die Hülscntheile enthaltendem Weizen dargestellt. Den Fleischcxtrakten machen in der letzten Zeit die beiden Präparate Ovos und Siris schon wegen ihrer größeren Billigkeit erfolgreiche Concurrenz. Beide Präparate sind Pflanzenprodukte; sie werden aus dem Ztllsafte der Bierhefe gewonnen und kommen als dünnflüssige oder dicksyrupartige, braunfarbige Bräparate, welche einen angenehm würzigen Geruch '.ins Geschmack haben, in den Handel. Als ihre Vorläufer sind die in Deutschland nur wenig gebrauchte Eurostase und Carnos zu betrachten; etwas mehr Verbreitung haben die beiden Hefepräparate Onaglio und Wuk gefunden, welche freilich von fremden Beimischungen nicht frei sind. Die Herstellung von Ovos und Siris geschieht im Großen und Ganzen nach denselben Prinzipien. Nachdem die Hefe, wie ste bei der Bierben-itung abfällt, gründlich ausgewaschen und durch filtrirte Säcke gepreßt ist, werden die gepreßten Vcstan'dtbeile mittels Dampf gekocht, wodurch einPlatzen der Zellen u. ein Freiwerden des Zellinhalts zu Stande kommt. Die nunmehr gebildete dickflüssige Masse wird filtnrt und dann im luftleeren Raum zur richtigen Consistcnz eingedampft. Das so gewonnene Präparat enthält neben würzhaften Stoffen auch bestimmte Mengen von Eiweiß (etwa 70 Prozent), so daß ihm außer, einer anregenden,, dem Geschmacke zusagenden Wirkung, ein gewisser Nährwerth nicht abzusprechen ist. Die Anwendungsweise von Ovos und - Siris. ist ganz,.dieselbe, wie die der. Fleischextracte... In Wasser, SoctseMng aus NumiNer 37. ' dem etwas Salz oder noch besser Snppenkräüter zugö-' setzt sind, aufgekocht, geben sie eine wohlschmeckende Bouillon, die in Nothfällen als Ersatz der Fleischbrühen'7: dienen kann. Als Zusätze zu Fleischbrühen oder zü Kartoffel-, Hafer-, Gries-, Reissuppen oder Saucen sind sie schon in geringen Mengen geeignet, diesen ‘ einen angenehm würzigen Geschmack zu verleihen;..' ste können darum nicht pur in der Diät'von Gefunden,'' . welche den Geschmack von Suppen oder sonstigen Speisen verbessern wollen, sondern auch in der Ernahrittig von Kranken, bei denen.mild anregende Mittel ange- ' zeigt sind, gute Verwendung finden. Es istdeßhalb'^ ivillkommen. daß die Firmen David Bauer, 9ldolf.' Goldschwidt-Frankfurt a. M. PräparateVonOvosund..' Siris in den 'Händel bringen, die " unter des anderer " Aufsicht fabrizkrt werden, und darum au<hin strengreligiösen Haushalte ohne Bedenken gebraucht werden dürfen. Eine etwas gesonderte Stellung nimmt unter den Minnigpräparaten der aus denn Eiweiß von Hiihnereiern dargestellte Nährstoff Heyden ein, da er bislang . . . das einzige derartige Präparat ist. Das Protogen, welches ebenfalls aus dem Eiweis, und zwar, durch . Einwirkung von Formalin dargestellt ist, wird noch so 'wenig verwandt, daß es wohl kaum in Betracht,,^ kommt. Aber selbst der Nährstoff Heyden, der sich als. ’/ ein gelblich ans sehendes Pulver von etwas / Leimgeschwack repräsentirt. konnte sich ebenfalls in der Dia- . i teiik noch nicht recht einbürgern, wiewohl, er ein ganz . , brauchbares Präparat darstellt/ Da dem Nährstoff V Heyden fremde, unzulässige Bestandtheile. nicht anhaf- - len, so kann er auch zu rituellen Zwecken für Kranke angewandt werden. Eigentlich liegt der Gedanke, ausdem reinen Eiweiß der Eier Nährpräparate herzu- / . stellen, so nahe, daß es auffällig erscheint, daß die Jnr- . .. dustrie sich diesen Umstand nicht schon, mehr nutzbar gemacht hat; es ist der Zukunft noch Vorbehalten, a^ns :- dem Eiweiß der Hühnereier brauchbare Präparate-FU bereiten. - ... j : . ,; Aber nicht nur da? Eiweiß und die Kohlehydrate, <; stnd für die Zwecke dc.r Ernährung in. ohen angegebener Weise nutzbar gemacht worden, auch das Fett*).-das - - nicht minder in dem Haushalte des.Organismus.eine. .? *) ,ni bn.u-ü-usrii brp 2cini, eine chivifwlin», , lüijo 9.WIiiiibunn'nohört. gelt-'» nIS bir FiinuitforöTirfirtci* f^ciucTip« ' Inlfeer bcc- Hörners; niiberemito. fjonnt mit wrvr'in ben.yir.tjt'niuv..;: aufqcnomincnrii9J?piiopin erfter!fteihc b»e Airöfn’ desyVrbrrnmum'K ganges und bco banmrfr bebjiiateit LpliPiisoriizekseÄ ziisaniiiü'»^l'l Ti? (Sliüpi^itonr. ftrl.I.cn, herum-beii..miifitiaftm Besta,,bLbeil-'bec » NahrtmaSmiitel batrblp^etke u'nb die Klik>Nbbb'rmp ifrifo» J#h’fti'Ti * '1' jin.Saute beö ScbcusorcueneS' in einander iibcrfleitfn ijtib sich in ihrer Wirkung gegenseitig vertreten könne»!. ' : >

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