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Der Israelit · 1903-06-04 · Heft 43-44 (4.6.1903) · page 6

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 43-44 (4.6.1903)
Date
1903-06-04
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Sprechsaa U Sar-Bogard, im Mai. Soeben sehe ich im „Israelit", Nr. 37. am Anfänge Folgendes: „Allgemein interessiren wird, daß das Anfangszitat. in der Rasch! zum Pentateuch ne» pnr ’i aus dem von Salomon Buber herausgegebenen Midrasch Tanchuma stammt." Ich fühle mich veranlaßt. dazu zu bemerken, daß diese Stelle auch im nnn Paraschah »3 Blatt 39, ausführlicher jedoch im Midrasch Jalkut zu: caS nn enm vorkommt. Somit ist unrichtig, was im v'van Commentar zu Nasch! gleich zu Beginn steht, daß Raschi deßwegen so begann: weil sein Vater pnx* *v hieß; denn diese Stelle kommt nirgends vor^ Ignaz L'öwy, Rabbiner. MMHeilllv-k» aus den M. ^tienoeielnru unD [Qi üleftlbtn. (Sämmtttche tüv. Wanderbettelvereine uno Waisen für Durchreisende sind gebeten, unS Mitthettungen über Erfahrungen, die sie auf dem Gebiete ihrer Thätigkelt machen, zukommen zu lasten.) Rothenburg o. d. Tauber, 26. Mai. Ich warne vor folgendem Schwindler, der seit Jahren in sehr kurzen Zwischenräumen und immer wieder unter anderen! Namen an die hiesige Kaffe kommt. In einem Paß führt er den Namen Morus Gedaljah, 68 Jahre alt, aus Polno, in einem zweiten heißt er Sknniewsky Israel Moschesty, 71 Jahre alt. Es. ist ein alter Mann mit weißem Bart und echt polnischem Dialekt. Moses Hofmann. Lehrer. Fkrsonalini. - Mainstockheim. (Unterfr.) In einer kleinen Gemeinde ist der Verlust eines jeden Mitgliedes sehr schmerzlich. Um so empfindlicher ist aber der uns dieser Tage betroffene Schicksalsschlag; denn seit kaum einem Jahre ist es das dritte Gemeindemitglied, das Gott abberief, und außerdem war es auch eine der Zierden unserer Gemeinde, die uns der unerforschliche Rathschluß des Allmächtigen entriß. Am ra verschied hier nämlich im Alter von 68 I. Herr B. S. .ß o n b e x, dessen Vorzüge. es wohl verdienen, auch in Ihrem gesch. Blatte gewürdigt zu werden. Da in unserer materiellen Zeitströmung die Glaubensstarken leider immer seltener werden, so hat mit seinem Hingange nicht nur die hiesige Gemeinde, sondern das ganze prthodöxe Judenthum einen herben Perlust erlitten. Pflegte der Entschlafene doch nach Kräften' die Säulen des Judenthums: -isn nb'ON rrnsy, nm Obwohl er nur die hiesige isr. Volksschule besucht hatte, eignete er sich viele profane Kenntnisse und jüdisches Wissen in solch hohem Maße an, daß ihm von Rabbi S. B. Bamberger s. A. der Ehrentitel nan verliehen wurde. Die Aneignung eines solch' hohen Schatzes von Thora ermöglichte ihm seine vorzügliche Begabung im Vereine mit aufrichtiger Liebe zur Thora. Was rmnj? den Gottesdienst, anlangt, werden wir alltäglich an seinen allzufrühen Verlust erinnert, denn er gehörte zu den regelmäßigen und eifrigsten Besuchern des ri2za.n n'2. Wie sehr vermissen wir seine Person und können uns nicht sobald daran gewöhnen 'pBrc -poi '2 seinen Platz leer zu sehen, nen nb'e: und npns übte er nicht nur als 'X2J für die p*n und für "» sondern auch aus eigenem Vermögen mit vollen Händen aus. Auch unerschütterliches Gottvcrtrauen zierte den Entschlafenen. Prüfungen blieben auch ihm nicht erspart; denn er mußte geliebte Kinder im Knabenu. im Jünglingsalter in's Grab sinken sehen. Doch das Gottvertrauen erhielt ihn aufrecht, und noch während seines Krankenlagers blieb sein Wahlspruch: bn'rr ib (rr. Ferner verdient seine Friedensliebe Erwähnung; nicht nur seinen Verwandten, sondern allen Nebenmenschen gegenüber bewies er dieselbe, so daß er. ohne einen Feind zu hinterlassen, von dannen scheiden konnte. Gewiß findet er für alle erworbenen Verdienste in jener besseren Welt den Lohn, der ihm gebührt. .in nnb nran yby. Hechingen, 15. Mai. Nach mehrjährig schwerem Leiden wurde Frau Julie Philipp, Ehefrau des Herrn Heruiann Philipp hier, unter zahlreicher Betheiligung aller Konfessionen, zu Grabe getragen. Mit der Verblichenen ist eine Frau dabingegangen. die im wirklichen Sinne des Wortes fromm gewesen, eine Frau, deren Leben und Wirken reich an Wohlthaten für Arme und Bedrängte war. Wie mancher herumirrende Fremdling hat an ihrem Tisch sein Elend vergessen und ist unter ihrem freundlichen Blicke wieder emporgcstiegen zur Menschheit, die ihn von sich gestoßen hatte. Die unerschöpfliche Quelle, woraus ihre Liebe floß, war die Religion, welche ihr ganzes Herz erfüllte. Das letzte Werk der guten Frau waren edle testamentarische Stiftungen. ' Möge der nun in Gott Ruhenden die Erde leicht werden. Vermischtes. . Arftn. Bei dem Hilksverein der Deutschen Juden sinh br4 letzt für .Ulschmrw 34ÖOOO M. eingeganaeu. Triest. (lob csfal I). Am 13 v. verschied plötzlich Herr A. (5 urriel, Herausgeber des „Corriere israelitUo*.

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