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Der Israelit · 1903-03-26 · Heft 24 (26.3.1903) · page 5

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 24 (26.3.1903)
Date
1903-03-26
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Der „D.-J. G.--B." zahlt vorläufig Mk. 160 jährlich unstellt sein Vüreau in entgegenkommendster Weise zur Verfügung. Die Paragraphen 1 und 2 des Verbandes werden lauten: Paragraph 1. Zweck des Verbandes ist der Zusammenschluß der Vereine zur Förderung des Handwerks und der Bodenkultur unter den Juden Deutschlands. Paragraph 2. Der Zweck des Verbandes soll hauptsächlich erreicht werden: 1) durch Austausch von Erfahrungen; 2) durch Anregung der Jugend zu Handwert, technischen Berufen u. zur Bodenkultur; 3) durch Bekämpfung des gegen Handwerk und jüdische Handwerker bestehenden Vorurtheils; 4) durch Einwirkung an maßgebenden Stellen, bei Vergebung von Arbeiten thunlichst jüdische Handwerker zum Mitbewerb heranzuziehen; durch Zusammenschluß der bestehenden und neu zu gründender Arbeitsnachweise; 6) durch Gründung, und Unterstützung von Darlehnskassen. Der Mirümal-Jahresbeirrag der Vereine ist auf Mk. 20 festgesetzt. Der „D.-J. G.-V." hat sich vorläufig zur Zahlung von Mk. 160 verpflichtet. Der neue Verband soll in das Vcreinsregister eingetragen werden. - In d'en Ausschuß wurden gewählt: Die Herren Dr. Julius Moses, erster Vorsitzender, Max Her?, zweiter Vorsitzender, Dr. Ernst Tuch, Schriftführer, Jlia Ber. Kassenfübrer. Prof. M. Philivpson, Marcus Adler, Louis Rosenbaum. Lehrer Falkenberg. Konsul Simon, Alphons Jacobson und Auerbach. Hiermit ist ein neuer, großer Schritt vorwärts gethan auf dem Wege der wirthschasilichen Vereinigung der Juden. Heute, wo wir unter den allgemein wirthschasilichen und sozialen (antisemitischen) Verhältnissen so schwer leiden, verdienen alle Bestrebungen, welche uns neue Berufe eröffnen wollen, volle und eingehende Beachtung. Dieser Verband stellt keinen neuen Verein dar. er will nur die bisher bestehenden und in Zukunft entstehenden Vereine zu einheitlichem Zusammenarbeiten zentralisiren.' Es ist selbstverständllch, daß er nicht in die Arbeitssphäre irgend einer Vereinigung eingreifen wird, daß also alle ibm beitretenden Vereine ihre volle Selbstständigkeit behalten werden. Vor allen Dingen wird es wünschenswcrth sein, daß sich alle jüdischen Gemeinden diesem Verbände anschließen, sie werden den größten Bortheil davon haben. Der Beitrag ist so niedrig bemessen, daß der kleinste Verein ihn auch zahlen kann. Hoffen wir. daß diese Zentral-Organisation aller wirthschastlichen jüdischen Vereine bald ganz Deutschland umspanne; dann wird sie einen bestimmenden Einfluß auf die Reaulirung von Angebot und Nachfrage jüdischer Kräfte haben, sie wird in wesentlichem Maße die Uebersührung der Juden zu „prodüktären Berufen" fördern können. Möge das Verständniß fiir.diese Bestrebung recht bald in jüdischen Kreisen allgemein werden. Anfragen sind zu richten an das «Bureau, des „D.-J. G.-B." Berlin W.. Sieglitzerstr.. 86. Frankfurt a. M. Von dem Komitee zur «Errichtung einer S. R. Hirsch-JüMäumstfftung" . wird uns mitgetheilt, daß die anläßlich des bevorstehenden 5Ojährigrn Jubiläums der Unterrichtsanstalten der isr. Religionsgesellschaft eingeleiteten Sammlungen einen erfreulichen Fortgang nehmen. Da die. Adressen einer großen Zahl ehemaliger Schüler und Schülerinnen nicht mehr ermittelt werden konnten, richtet das Komitee auf diesem Wege die Bitte Um recht ausgiebige Förderung der geplanten Stiftung an alle Diejenigen, die ihre Jugendbildung den Unterrichtsanstalten der. isr. Religionsgesellschaft verdanken, und denen die dauernde Fortentwicklung unserer Anstalten und das Wohl der an ihr wirkenden Lehrkräfte am Herzen. liegt. Geldsendungen sind an den Kassierer des Komitees, HerrN Leopold M e r z b a ch, Frankfurt «. M., Schillerstraße 16, zu richten.- . Hannover, 22. März. Hierselbst fand in dem von dem hiesigen „Isr. Frauenverein" errichteten Mädchenheim in den neuen, schönen, seit Oktober bezogenen Räumen eine Purimfeier statt. Unter Leitung der Vorsteherin führten die Kinder ein Festspiel auf, sangen einige Lieder und wurden zum Schluß mit neuer Kleidung und Spielsachen beschenkt. Die Feier, die ihre Weihe durch eine sehr gehaltvolle, auf die Bedeutung des Purimfestes hinweisende Ansprache des Herrn Seminarlehrer Levy erhielt, . verlief zur vollen Befriedigung aller Anwesenden; besonders erfreute allgemein das blühende, zufriedene Aussehen der Kinder, die ausnahmslos ihre Sache vortrefflich machten. Die Anstalt ist jetzt nach Ueberwindung Mancher Schwierig-, leiten, auf dem besten Wege, das bei ihrer Gründung gesteckte Ziel zu verwirklichen. Nachdem es dem Frauenverein gelungen ist, sich der Heinemann'schen Stiftung, zur Errichtung eines Mädchenwaisenhauses ' anzüschtießen, dürfte sich sogar bald die Notwendigkeit der von vornherein ins Auge gefaßten Erweiterung ergeben. Wünschen wir der wahrhaft wohlthätigen Anstalt ferner Blühen und Gedeihen. •. - •. , Lübeck, 24. März. Gerade zur Zeit, da der Frühling seinen Einzug hält und die milden Sonnenstrahlen die Natur aus ihrem Winterschlaf zu neuem Leben erwecken.. ist Trauer eingekehrt in unsere Gemeinde, denn wir mußten hinaustragen der Vesten Einer,' auf daß er schlafe den Schlaf des Gerechtem- - ••:« Elias Mannheim •fsr*1» "> -mr hat bis’ Zeitliche gesegnet.' Was dieser Mann unserer Gemeinde war,, läßt' sich schwer in Worten sagen, denn5Herr. Mannheim war ein item /mt n« n nv'vn wie es. leider nur wenige noch gibt, und um den man. Uns beneiden durfte. Nicht durch Rcichthum ragte er.her-

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