Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 23 (23.3.1903)
- Date
- 1903-03-23
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Spende eines Privatmannes erhalten,- und so. neue, hygienisch befriedigende Schulräume bekommen. -Für die Mädchenschule wurde ebenfalls eine Theatervorstellung^ gegeben, mit dem Reinerträgniß von Frs.. 1600. Eine höhere, israelitische Töchterschule wurde gegründet und die dazu nöthigen Mittel wurden unter den wohlhabenden Juden gesammelt. . Die von der Vnei-Brith-Löge gegründeten, jetzt von der Cul-. turä-Gesellschaft geleitete Handelsschule, hat eine.dritte Klasse eingerichtet. Die von Herrn A. S. Goldenthal in's Leben gerufene Ackerbauschule entwickelt sich-und berechtigt zur Hoffnung, daß sie in der Zukunft allen. an sie gestellten Anforderungen entsprechen wird. Neben dem Culiurellen wurde, auch an das Cultuelle gedacht.: Die? Jahrhunderte alte, große Synagoge, welche baufällig "war,- würde seitens der Chewra Kadi scha renovirt, und unter großer Feierlichkeit durch die Herren Rabb. Dr. Niemirower und Taubes ein--^ geweiht. •'''.. ’ Gegen 300 Personen mußten auf dem Wege freiwilliger.Beiträge erhalten. werden, der strenge Winter hat noch größere Belastung verursacht.. Die Bekleidung der Schüler der Cultura, Junimea, der fünf Knaben-' schulen,, der.. Mädchenschule und der drei Talmud- Thora-Änstalten <hat gegen 4000 Frs. gekostet. Für Holz wurden in der Stadt durch die Herren Schnürer, Garfunkel und Salomoniea mehr als Frs. 4MO..gesämmelt,' abgesehen von dem,..was.durch..das,.Komitee d'Assistänce vertheilt wurde« " .. -Für das Ättenhaus, welches durch einen Handwetkss.rvereln.'erhalten: ivird.: wurden ebenfalls einige Wöhlthaiigkeits-Veranstaltungen veranstaltet, die mehr als 1000 Frc. e'inbrachten; ebenso hat die unter Leitung des Herrn Dr. Lippe bestehende Lesehalle, der Verein der Handlungsgehilfen, der Verein jüdischer Studenten und^der'Stern-Verein litterarische und musikalische Abende zu Zwecken ihrer Erhaltung gegeben. Das jüdische Krankenhaus, welches gegen 100 Betten hat. veranstaltete, wiealljährlich, . einen Ball, der gegen 4000 Frs. erzielte. . Bald beginnt die. Sammlung für Mazzöth, Wenn -man all', das zusammenrechnet und sich bergegenwärtig!, düst, die Masse der jüdischen Bevölkerung nichts geben kann, die wenigen Großkapitalisten nicht.allzu viel spenden, .und nur'der eigentliche Mittelstand fast alles gegeben hat, und neben der öffentlichen Wohlthätigkeit -eine priväte,'stllle vorhanden sein. lnuß,..M, 'ohne Uebertreibung. die.nach Täu-, senden zählenden-verschämten Armen-vor dem Hungertode zu retten, so tmrd.man es begreifen. d.aß für.,die jüdiAej DolDück^ in.'der Stadt nur'.wenig^u .er-, bringen ist. sDie Volksküche, wel^unter ^citung^deZ -^r.rnWoldenthalsteht/...ist. cti^c Noshwendigkeit ge-- wordeit/'besön^rff-füp?die r izählcstde Wchutz} ler, welche theils gratis, theils für 6tslbeköstigt werden. Auch die Familien, deren Häupter ausgewandert sind. und deren Zahl sich täglich vermehrt, sind auf' die Volksküche angewiesen. Leider -sieht, sich aber die „Alliance Jsraelite", ivelche die Anstalt reichlich unterstützt, gezwungen, dieselbe zu schließen. Man muß jedoch hoffen, daß diese notwendige Wohlthatig-. keitsanstält bald wieder eröffnet werden-wird.''Wenn? mau die. Emigranten'unterstützt, so muß auch an ihre' armen Familien'gedacht werden, für welche die Volks- , küche , eine Quelle großer Hilfe war. Die ausländische Philantropie, welche für die Juden Jaffy's so drei ^geleistet, wird sicherlich die Auslassung einer solchen Anstalt, verhindern und die.Volksküche weiter Unterstützen, bis bessere Zeiten kommen, in welchen es den Juden Jassy's möglich sein wird,'dieselbe aus eigener Kraft zu erhalten.' ' ' - : JH,raelowitz.' Eng l' a n d. ---? -i- '' London, 12. März. (Z u r F r e m d e n f r a g e.) Die königliche Kommission für Untersüchüng.der Fragje der Einwanderung von Ausländern hielt, am 5. d. M. wieder eine Sitzung. Herr stewis Lyon s,- Generalsekretär des GewerkvereiUs der Vereinigten: Bekleidungs-Arbeiter von Grötzbritani^n, warder?erste. Zeuge,' der vernommen würde.'. Er sagte, die Bilbüng; von jüdischen Gewerkvereinen sollte ustterstützt werden, damit man dadurch genau erführe, wie die Lage-der' jüdischen Arbeiter ist, und dann sollten die Informationen darüber in hebräischer Schrift gedruckt im Auslande verbreitet. Mrden... Aie..schlechten Arbeits-, bcdingungen der früheren Jahre seien wiedergekehrt, theils in Folge der verstärkten Einwäuderung,'.theils in Folge der Einführung von'Maschinen, die Arbeiter überflüssig machten.. Er sowohl, wie dieMehrzaylder Ausländer, seien der Ansicht. es'soMch hegest die Hxtdauernde Einwanderung „Grüner" Maßregln ergriffen werden. Ausländische. Arbeiter. Würden; voy? ausländischen Arbeitgebern oft schlecht behandelt und-es kämen nicht selten ihätliche Angriffe vor. Ungünstig "für die Ausländer sei auch, daß weder die PMzeirichter» noch die englischen Juden,, die sie beschäftigten» den -jüdischen Jargon verstünden. Auf die Fragd des-Vorsitzenden, was der jüdische Jargon seierwiderte der Zeuge, es sei eine Mischung von Deutsch und Hebräisch. „Sehr wenig Hebräisch." fügte Lord Rothschilb'Hiüzu. Der Vorsitzende meinte, "es stecke auch' Arabisch Und Sanskrit darin, worauf der Zeuge erwiderte:. „Jeder fügt ein oder ein paar Worte hinzu. ' Jch'thue es Mitunter auch." Der Zeuge bemerkt noch, cs.fei wünschenswcrth,. daß wenigstens die Fabrsk-Jns^ekkÄen'detl-W- .dischen. Jargon verstünden.» Nebenbei'wurd^ üoch oer Zionismus erwählü. und der' Zeuge sagt-, er stüyde zp^r ZiöurZmüs' in: guten Beziehungen._T vch /. wenn die Juden nach Palästina kämen, so. bräuchten.sie.ddLt^Äßch . Gey^kvAM^^UHerMI »bestehe - nb<h^ Hine'-UußWt, dass sie'doWy^tame^_? j ■s