Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 23 (23.3.1903)
- Date
- 1903-03-23
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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und weggeschloffen sein. Nachdem all' dieses geschehen, sagt man Kol Chamiroh, was durchaus nicht zu ver- Zettrmgsrrachrichterr und Correspondenzen. D e u t s ch l a n d? Mainz, 22. Marz. 'Mt Uebersetzüng und Kömmentirung des Buches Job war Mendel Hirsch s. A. beschäftigt, als ein jäher Tod ihn aus seiner schaffensfreudigen Th'ätigkeit Herousriß. Die verehrte Gattin des allzufrüh Verblichenen hat angesichts seines Jahrzeittages die wenigen. Kapitel, die ihm niederzufchreiben vergönnt waren, uns zur Veröffentlichung übergeben, und sich damit, das sind wir gewiß, den Dank, weiter Kreise' verdient. Die Veröffentlichung erfolgt in der vorliegenden und den folgenden Nummern in einer besonderen Beilage. .Das Titelblatt wird später geliefert, Die Hagadah schel Peßach mußte aus diesem Gründe für heute noch einmal zurückgestellt werden. . - Frankfurt a. M. Der Verein „Lemaan Zion", dessen Verwaltung hir^elbst seinen Sitz hat (Vorsitzender ist Herr'Rabbiner Dr. Horovitz)?hat im Jahre 1902 in seiner Klinik 23,828 Kranke behandelt; davon waren 10,737 augenleidend. Sechs Aerzte besuchten die..Kranken zu Hause und machten insgesammt 8029 Visiten. Hierfür würden 629 Karten zu 2 Piaster (gleich 30 Pfg ), 4483 zu 1% Piaster (gleich 20 Pfg.) und 2717 gratis ausgegeben. - Die Ausgaben des Vereins für die Klinik übersteigen die Einnahmen um ca? 6000 Frs.. DL Apotheke gab . 8724 Rezepte, aus. Ferner verwendete der Verein für Darlehen Frs. 2304, für'den Schachet und.Melamed in Ramleh, und Spesen auf das dortige Vereinshaus mit Bad und Synagoge ca. Frs.' 700, für Unterstützungen Frs. 1810^ für Lehr-. geld an.50 Lehrlinge Frs. 1210, für arabischen Unterricht in Jerusalem; und Hebron, zwei Abendkurse für Handwerker» und für die Talmud-Thora in Meah Schearim und Gaze zirka Francs 1900, .für ärztliche Hilfe' in Safed Frs. 312, für den Arzt in Hebron Frs. 125 u. f. w. Von den' für die Cholerabedrängten gesammelten Geldern gelangten im Jahre 1902 nur ca. Frs. 2000 zur- Verwendung. der Rest wurde im neuen Geschäftsjahre im Jerusakew^ Jaffa, Hebron, Tiberias u. s. w. zur Vertheilung gebracht. - -? .-. März^ Erzbischof .Dr. Fischer, hat heute den-ersten Hirjenbrief erlassen. Er ermahnt die - Erzdiözefäyen/die andersgläubigen ' Mitbürger nicht uur-Mdülden/lsondern-zU Neben. Und für sie zu beten. Es wäyrgeNsiezu.em an dew deutschen Volke, öegange-. . nes' Verbrechen,: wenn.man '.durch gewissenlose- Aufsei-,. MsWr-Än? wnsefflonellea' Haß-^chüren^und - &n emen!. Volkstheil wider den anderen verbittern und verhetzen , und dadurch den einmal bestehenden Zwiespalt noch-vergrößern und verschärfen würde. Der Hirtenbriefs schließt mit der nochmaligen Aufforderung andie^ErzA diözesanen, bei aller unentwegten katholischst- GlÄu--^ benstreue stets liebevoll und verträglich gegen^hL^än^- gläubigen Mtbürger zu bleiben. ' ''' Bremen, 18. März. Der „Kranken-Wohlthätig^ keitsverein" der jüdischen Gemeinde in Bremen feierte am letzten Sonntag sein 50jähriges Bestehen.''Aus die^ - sem Anlaß fa nd in der Synagoge eine herrliche' Feierstatt, zu welcher sich eine außergewöhnliche große Anzahl - von Theilnehmern eingefunden hatte. Rach-'deln- Maarivgebet wurde vom Knabenchor. nnmtz.. r gesungen, worauf Herr Rabbiner Dr. R o ste n tchal.. die Kanzel bestieg und in anerkannter Meisterschaft ,dü^ Festrede hielt,- welche einen so tiefen Eindruck ansi.dLj Anwesenden machte, daß man nach der Feier, allsej.tjgi . den Wunsch äußern hörte, diese thatsächlich schöne Rede^ durch Drucklegung der Vergessenheit zu entrüßen.,-.ZüWs Grundtext dieser den Höhepunkt der. Feier - chisdettden- Rede hatte der Herr Rabbiner das Prophetenwort (Jjohs '8, 7) genommen..’i. ‘ •-? Aus kleinen Anfängen entwickelte sich der , Herein-- zu dem, was er heute ist. - Es war vor 60. Jahren,- als-, die bis dahin für Juden geschlossenen Pforten -Bremens - für diese sich öffneten. Da schlossen sich einige -junge.. Leute zusammen und bildeten einen Krankenverein.! Es ist derselbe, dessen 50jähriges Bestehen jetzt ..gefei.ert wurde.- Rach dem Programm der Mischnah.. nrn abwb nv"p ppnv. nrn. nbm vn'nnv tei« aw entwickelte der Redner, der Reihe nych die Thätigkeit Und Wirksamkeit der.. Ktpnp man. von cxi ax 7022,-welches Grundlage und Vorbild für jlldisches Gememde- und Vereinsleben,, bis übv Jüan und rrnn -nvtzn,.- welches. Endziel und Endzweck alles Gemeinde- und- Vereins lebens sein soll. Wenn die xpnp nun es denSöhnell ermöglicht, in den Trauertagen und alljährlich am Sterbetage der . Eltern in frommer Pietät, düs Kadisch'-- 'gebet zu verrichten, so hat der Verein ein Antheil an orn an -N22. Namentlich wurdedie Wirlsawkeik-deL Vereins in Bezug auf sw y.yi und «sa jvfxi.fö tief-h. ergreifender Weise geschilderte An diese Schilderung^ knüpfte sich eine Seelenfeier, in welcher der Manesi-her,, Gründer des Vereins gedacht und der Segen. Gottesherabgefleht wurde für den zeitigen Vorstand,' an 'desseir- Spitze der in ünerreichbür rühriger. - WW.-,.DirkeE' Herr M. Schragenheim steht.. Nach. dieser^timmüsigs'-.' vollen Feier fand in Levis Hotel -einFestessen,' --Wt, . welches durchaus angemessen und schön verlief.v.Bei der Tafel sprachen die Herren. M. .SchragWeun,Mt^^or^ sitzender des Vereins, / fy; HbwhanEL^MÄHLÄLPrL. , Gemeinde, Rabbiner Dr. RösentK^äh^^rL^r^ Hte- . biger M. Lewinger. In seiner TischrM.kennzeichnete 'Herr.Rabbiner.Dr. Rosenak mit geradezu hinreißender