Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 23 (23.3.1903)
- Date
- 1903-03-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Ni •-?- ' ** . *8 XV*, 4‘ .^.....Dke. dritte Sabbat-Mahlzeit,.Süudah. Schelischith, soll-eigentlich nach Mittagszeit, stattfinden. An dem in Rede^ stehenden Sabbat darf selbstverständlich Chomez hierzunicht verwendet werden; aber auch Mazzoh am Ereb Peßach zu essen ist untersagt. Deßhalb darf, die" Mahlzeit nur aus Fleisch, Fischen. Früchten etc. bestehen.^)> -- -- - . •; v:vr ,i -. Wenn übrigens die Andacht in der Synagoge so früh stattfindet, daß nach Beendigung derselben noch so viel Zeit übrig bleibt, daß man noch zweiChoMez- Mahszeiten genießen kann, so soll auch dieses geschehen, ’ da. nach, manchen Autoritäten auch hierin der Skudah Schelischith entsprochen wird.; .. §11. ■; ' ' Die'-sämmtlichen Vorbereitungen für den Seder-! Abend dürfen erst nach Ausgang des Sabbat besorgt - werden, - da man auch an und für sich am Sabbat erlaubte Beschäftigungen nicht als Vorbereitungen für einen' anderen Tag.verrichten darf. — Eharofes, Ei und Seroa müssen schön vor Sabbat zubereitet werdest.-'V'T'r.-- -t *::■ ■ ■ . 8 12. . Jeder Hausherr ist verpflichtet, vor dem in Rede stehenden. Sabbat die Hausfrau darauf aufmerksam zu machen, daß sie nicht vergesse, die Challah 'von den Sabbatbroden zu nehmen, da es nicht, wie zu anderen Zeiten/noch nachträglich -geschehen kann. .!‘in” iiai. i ■ t.... In der ersten Sedernacht wird in diesem Jahre in' 'der- Hagadah. wnvm. ^vi' vviLd,n jv' statt öTOi sv fiYicßn; |m: gefagt :(nb» riniv'win : - . Praktische Rrthschläge für Erew Petzach .t -^:v am Sabbat. : " Am Freitag, bevor man mit dem Kochen für den 'Sabbat beginnt,, bringe man die Küche vollkommen in d.c.n "Stand, in welchem dieselbe sonst erst am Ereb .^eßäch.in der. Zeit, des völligen Chomez-Verbotes sein ..Mllß. '^Der .Herd sei geglüht oder nach Vorfchtift mit Eisenpsatien neu belegt, die Geräthe gekaschert, neue, Geräthe /getaumelt. Küche und Schränke sorgsam ge remigiV Es. de finde sich, kein Chomezgeschirr und sejbst-i .verständlich keinerlei Chomez mehr in der Küche. 'Dastn' Dcht.setzt. nran.Ar.-deM.SäLbat.gLn'z^so/'^äls sei es für Peßach.; In unseren. Gegenden^kocht man' vUv;'*) Oh nutz SHaiSüö gekochte Spesen m« Ereb Pemch genbksett' meroeu dürfen, darüber geben die Meinungen der Dotzkitn aus» > ei ,'änder; in -unseren Wegenden isteS Gebrü-ub. -solche, nichtszu det nicht., auf diesen Sabbat bezieht, sondern auf nwn Ni»L"> selbstredend keinerlei aüj Mäzzoth bereitete Speisen für diesen Sabbat. Vor Eintritt des Sabbat schließe man alles Chomezgeschirr fort, mit Ausnahme derjenigen Gefäße, die man am Sabbat noch gebrauchen will. Diese hebe man außerhalb der Küche, mit den Sabbatbroden und etwaigen anderen Chomez an einer besonderen Stelle auf. Auch alles Chomez. das man nicht für den Sabbat nöthig hat, schaffe man aus dem Hause und eventuell durch vorschriftsmäßigen Verkauf aus dem Besitze. > Während in der Küche Alles,, wie für Peßach bereitet ist, darf auf den Sabbattifch, worauf sich die Sabbatbrode, also Chomez, befinden, kein Geräth gebracht werden, das man am Jomtof gebrauchen will. Der Tisch wird mit Chomezgeschirr gedeckt. Leert man daher in der Küche die Speisen in ein neues oder sonstiges Jomtofgeräth und bringt dieses ait den Tisch, so kann man diese Geräthe nicht mehr für Jomtof gebrauchen. . Man kann sich ja einfache und'billige'neue Geräthe lausen, in welchen man an diesem Sabbat die Speisen anrichtet und'welche man darin für den. Chomezgebraüch äufhebt. Schüssel für Suppe, Topf öder Kanne für Kaffee, einige Teller, das wird für die meisten Haushaltungen der ganze Umfang dieser Neueinrichtung sein. ' ' (Wer wegen der. wenn auch geringen Kosten der Neuanschaffung nicht so Vorgehen will und kann, der verfahre mit der größten Sorgfalt und Aufmerksamkeit folgendermaßen: ' . . . ' ' ' ' V r :>r r ’ Man gieße das in einem Jomtofgesäße Gekochte, z^B. Suppe oder Kaffee, zunächst in ein kaltstehendes Jomtofgeräth. und von diesem'erst in das 'Chomezgefäß? das auf den Tisch, kommen soll. Man kann auch mit Anwendung. der peinlichstes Vorsicht die. flüssigen Speisen, wie z. B. Suppe, mit einem Jomtoflöffel in das Chomezgeräth eusschöpfen. Es' ist nämlich 'verboten, direkt aus dem Gefäße, das auf dem Herde stand, m das Chomezgefäß zu überleeren.. Feste Speisen, wie Fleisch und Fische, nehme man mit Jomtofgabeln und ebensolchen Messern aus dem Topfe oder der Pfanne und lege sie dann vorsichtig auf das reine Chomezgeschirr.) Das verwendete Chomezgeschirr läßt män nach den Mahlzeiten (wenn möglich durch einen Nichtjuden) reinigen und abspülen, und schließt es 'zum.änderen Chomezgeschirr. 'Die. Tischdecken schüttelt ' man gut und sorgfältig aus' um das Chomez'davon zuMjerneh und schließt sie' ebenfalls zum Chomezgeschirr. Was' übrig bleibt vom Chomez fchenkf Man'einem Mchtjuden; 'der nicht zum KgushaÜ'dWk./?In'^kM/^te, 'an welchem man nicht tragen/ darf? gibt' Mst> das ^hv- .mez. dem Nichtjuden nicht in die Hand, söüdern>kW es hin und' fa^t.üian schenke es ihni; er^sM^es stcH Nehmen. r: Eine^Stimde ndch dem - Beginiie' M..P'erbots'/'Ch'ckl^z M.Hessen,'.7 Muß aDTc^ .Mömez^weggegebenFälle''Ä^bfriirnert weggeschäfft und alles i§hömvzgefDrr gKKi^t