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Der Israelit · 1903-03-19 · Heft 22 (19.3.1903) · page 2

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Journal
Der Israelit
Volume
44 (1903)
Issue
Heft 22 (19.3.1903)
Date
1903-03-19
Page
– (sequence 2)
Language
German
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tödtlich W-Zweitens, indem . d!e Gemeinschaft mit dem Todten-'Mur-üoch.eiyL stoffliche, reinirdische ist, während wi^LiuMyßi^aus.Geist unp'Stoff bestehen und nur in Dieser Verbindung allein zu etwas' 'Höherem" und Besserem.uns hinausschwingen können, daher wir uns nie..zum bloß Irdischen hinneigen dürfen. Drittens endlich ist auch der schwächste Zusammenhang mit dem bloßen' Stoffe für uns. deren Aufgabe eine geistige ist. störend, denn Geist und Stoff in ihrer Trennung von einander,'sind unvereinbare Gegensätze. Daher diese intensive 'nsirs bei Berührung eines Todten. Ein Mittel nur gibt es,, wodurch wir den früheren Zustand der Reinheit wieder erlangen, prr nrx np'cn ncnx rrs b'V" n’by ..r.Sy vh “E’x do rs.. Natürlich nur das Reinste,' das. Fehlerlose kann Reinigung bewirken. Die Kuh'.ist das^exste unter .den nvivip nicne., Eine r.2r und kein, -.d ' darf, es sein, denn dieser könnte ein "tfö sein, er.hat Eigenschaften, welche mit der Reinheit, die mit.der Unschuld verglichen wird, sich nicht gut vereinigerr lassen. n.r'L^.Nv'^rr ganz roth muß sie sein, extr nSies' \rvrsv w'« rn nur zwei etwas dunkler gefärbte Haare an ihr machen sie unbrauchbar. . Die natürliche Farbe der Kuh. ist. roth,, allfjibrigen Farben an ihr^ sind dem Einflüsse des KÜmas, der Nahrung.iniV änderen Ursachen zuzuschreiben, w-e ja die^,Erfahrung , lehrt, daß solche Veränderungen durch'die..angedeuteten Ursachen vorzukommen pflegen. Jede Ab'iveichung aber von ihrer Ursprünglichkeit, von der Iätur, kann nur nachtheilig sein, daher eine rothe, ganz', rothe Kuh erforderlich ist. Die Seltenheit einer solchen zeigt eben, wie unter-Millionen, von Geschöpfen die unverfälschte Natur sich so überaus schwer, erhält, .v'-v ri2 'pn kein, körperliches' Gebrechen, durfte ihr anhaften^.^" nSj? ab 2e>a auch nicht einmal in Verührüng mit irgend einem außer ihr liegenden Gegen fkände darf sie gekommen, sein, wodurch ihr natürliches. Wesen auch nur im Geringsten beeinträchtigt worden, wäre.' Der.Vorgesetzte der Priester mußte das Schlachten überwachen.,. Das . Blut,.' das Beseelende im Tlsiere, wurde gesprengt, alles Uebrige verbrannt. Das^gersNgste , irdische Maß von ihr durfte übrig bleiben;"ihre'Äsche mit Quellwasser vermischt, welches verglichen.wird, zur heiligen Lehre tm. o'b 21.22 srp, das 'wav.M. Extrakt der reinen, sn ihrer vollsten Natürlichkeit''gewesenen ^22., welcher allein fähig war, die. verlorene ^Reinheit w'iedex ' herzustellen.. ^'ÄM'bleseuN.Abfchnitt,ersehe'u'ivir,..wie schwer es hält'.stübefdflrbcn, sind^najn.rljch' zu.bleiben, wie. schwef'esist,'dle. iirfhrgngliche Reinheit und Natürlichkeit 'wieder,.herzustellen, wie selbst, alle.'Diejenigen,. di; sich Ünt 'der Wifd/rherst.ellstn ' h,er selben ..'beschäftigen',, dcnrwchsrckf n^cht ^Vem'"nächshelligen Einflüsse,. welchen Reinheit und verwischt das blendende Weiß der Unschuld. Darum muß alles Unreine von uns sorgfältig ferngehalten werden. Zu diesem Zwecke wird auch am kommenden Sabbat der Abschnitt von non« ms vorgelesen, ^>2-22 snv-Ls lerer 2r.eS S«2en ri« 2’mnS ne um gleich beim Beginne des Monats w'2, des Befreiungsmonats, aus körperlicher und geistiger Knechtschaft, uns anzuspornen, das Peßachopfer in Reinheit zu bringen. Peßach ist so recht das Fest des Geistigen, per. als Bild des Irdischen, muß aus unserem Bereich verbannt werden. Auch nicht das Geringste darf uns angehören, so lange wir nicht unsere Aufgabe des Reingeistigen erfaßt haben. Aber nur durch die Gotteslehre ist dieses möglich, durch ihre heiligen Vorschriften, welche uns zu veredlen und' zu reinigen bezwecken. Darum ist es ganz besonders für uns, die wir kein äußeres Mittel haben, die verlorene Reinheit des Geistes ] wieder zu ersetzen, nothwendig, diese Reinheit und die Hoheit des Geistes uns durch die Thora zu verschaffen. Zeltnngsrrachrkchteir und Corresponderrzen. der leisesten' Berührung verletzt wird, so'ist es auch bei dem'Menschengeist; ein unedler Gedanke zerstört die Deutschland. * Berlin, 18. März. („33 abel und Bibet.*) Professor Delitzsch wird im Lause des April einen dritten Vortrag über „Babel und Bibel" halten. In den nächsten Tagen, wird vom zweiten Vortrage des Prof. Delitzsch über „Babel und Bibel" das sechsnndzwanzigfte bis dreißigste Tausend erscheinen, eingeleitet durch ein „Zur Klärung" überschriebenes Vorwort, in dem.der Verfasser, ohne auf die jüngsten Ereignisse selbst einzugehen, jedoch mit unverkennbarer Bezugnahme auf sie seinen Standpunkt gegenüber dem alttestamcntlichen Schriftthum, speziell gegenüber dem isr. Prophetismus, noch weiter präzisirt. Dieses Vorwort zur neuen Auflage der vielbesprochenen Schrift wird ohne Zweifel Aufsehen erregen. Zum dieser * Tage stattgefundenen Diner beim Reichskanzler, welchem Kaiser Wilhelm beiwohnte, war auch Professor Delitzsch geladen. Es wurde viel über „Babel und Bibel" gesprochen, und der Kaiser hielt mit seinen Anschauungen gegenüber Professor Delitzsch, wie er sie in dem bekannten Schreiben an den Admiral Hollmann niedergelegt hatte, nicht zurück. Die Diskussion über dieses Thema dehnte sich bis gegen Mitternacht aus, und erst um?/,12 Uhr verließ der Kaiser die R,äuiue des Reichskanzler-Palais. Auch Admiral Hollmann nahm an dem Diner theil.... , .Berlin. 14. März. Bon der Anlage wegen Beschimpfung der jüdischen Religionsgemeinschaft, begangen durch. Abdruck , und , Verbreitung des bekannten. Knlnidrcgebctes,' wurde heute der Redakteur Röhl von der Strafkammer zu Stolp in Pommern freigesprochen.

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