Jüdische Korrespondenz
- Journal
- Jüdische Korrespondenz
- Volume
- 3 (1917)
- Issue
- 36 (6.12.1917)
- Date
- 1917-12-06
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 36 Jüdische Korrespondenz. Seite 3 5. allen Pie Wirtschaftliche Ländern. Lage der Jaden in 6. Jie sozi«ke Gesetzge»n»g m»d di« Jade«. 7. Mdische Kmigratio« mch Aokonisatk» — mit besonderer Berücksichtigung der H^akSstina- Arage. 8. Arvriter-Krgamisatiove«, soziale Kinrichtnvge«, Arbeitsvermittlung rc. 9. Wirtschaftliches Hrzießnugswesen. 10. Jüdische Aerufskatiliik. 1t. Wirtschaftliche Monographie«. 12. Sie Jude« i« der La«dwirtschaft. 13. Wiederaufbau nach Sem Kriege, Htepatriierung der Kluchtlinge und Wiederaufrichtung ihrer Existenzen. 14. Wirtschaftliche Kachltteratur. Jede Frage, die mit dem jüdischen Wirtschaftsleben im Zusammenhang steht, soll in der „Zeitschrift für jüdische Wirtschaftsfragen" erörtert und Wien, im Dezember 1917. beleuchtet werden, ohne Einseitigkeit, ohne Engherzigkeit, ohne Parteirncksichten,—sineira et Studio. H ervorragende Fachmänner haben uns ihre Mitarbeit in Aussicht gestellt. Die einschlägigen Fragen werden von berufener Seite behandelt und aufgeklärt werden. Die Redaktion legt aber auch großes Gewicht auf das inforniative Material und deswegen werden alle jüdischen Organisationen, Korporationen, Vereinigungen, Kultusgemeinden rc. ersucht, regelmäßig Berichte über ihre Tätigkeit einzusenden, die fortlaufend zur Veröffentlichung gelangen werden. Selbstverständlich geschieht diese Veröffentlichung unentgeltlich. Pas erste Keft der „Zeitschrift für jüdische Wirtschaftsfragen" gelaugt rm Jänner 1918 znr Ansgave. All diejenigen, die ein Interesse für jüdische Wirtschaftsfragen bekunden und bereit sind, unser Unternehmen geistig und materiell zu fördern, werden ersucht, sich mit der Redaktion ehestens in Verbindung zu setzen. Das Unternehmen verfolgt keine materiellen Ziele und will nur der Sache dienen. Es verdient daher die Förderung aller, denen das WW der Juden am Herzen liegt. Von der Mitarbeft und Mitwirkung der berufenen Faktoren hängt der Umfang und die äußere Ausstattung, wie" nicht minder der geistige Inhalt der Zeitschrift ab. Die Redaktion gibt sich der Erwartung hin, daß ihr Unternehmen, dessen Tunlichkeit und Ersprießlichkeit besonders in der gegen-, wärtigen Zeit keinem Zweifel unter-' liegen kann, den allgemeinen Beifall und die allgemeine Förderung finden wird. Ist doch das Wirtschaftsgebiet dasjenige, auf welchem sich alle Kreise und Schichten des jüdischenVolkes ohne Parteiuntcrschied zur gemeinsamen Arbeit vereinigen können und sollen. Im Sinne dieser Erwartung nehmen wir die Arbeit auf. Die Redaktion. Kämpfer für das, was Ihnen als Recht und Wahrheit erschien. Sie werden auch jetzt, ich bin dessen sicher, Ihrem rumänischen Alliierten gegenüber dem Recht und der Wahrheit zum Durchbruch verhelfen. 1913 ließ mich Luzatti an Sie als an einen ,Herd der immanenten Gerechtigkeit' wenden und ich wende mich 1917 an Sie mit der Bitte: tun Sie, was in Ihrer Macht liegt, um meinen unglücklichen Volksgenossen in Rumänien Gerechtigkeit widerfahren zu lassen." Wird Clemenceau etwas diesbezüglich veranlassen?! Vederemo! Die Autonomie der jüdischen Glaubensgemeinschaft in Ungarn. Aus Budapest wird geschrieben: Die Regierung beabsichtigt, ihrem Programm getreu, gleichzeitig mit der katholischen Autonomie auch die Autonomie der Juden ins Leben zu rufen. Doch ist von ihrer Seite der Wunsch laut geworden, daß vorerst die zwischen der neologen und der orthodoxen Richtung des Judentums bestehenden Gegensätze aufgehoben werden, weil eine einheitliche Organisation die unerläßliche Voraussetzung der Autonomie bildet. Ein Mitarbeiter der Keleti Ertesitö befragte hierüber den Präsidenten der Israelitischen Landeskanzlei Dr. Moritz Mezei und den Präsidenten der autonomen orthodoxen israelitischen Zentralkanzlei Adolf Frankl. Dr. Moritz Mezei äußerte sich über diese Frage wie folgt: „Am 15. Oktober hielt der VI. israelitische Distrikt seine Repräsentantensitzung. In dieser Sitzung beantragte Hofrat Franz Szekely, in Verbindung mit der Feier der fünfzigsten Jahreswende der Emanzipation auch einen Landeskongreß abzuhalten, der sich mit den Fragen der autonomen Organisierung der Konfession zu befassen hätte. Das Vorbereitungskomitee beschloß in seiner letzten Sitzung, sich vorläufig auf die Feier der Emanzipation zu beschränken. Das Komitee hat sich derzeit nicht mit den Fragen der Autonomie befaßt. In der Frage der jüdischen Autonomie ist vonseiten des auf der Kongreßbasis stehenden Judentums in erster Reihe die Versammlung der Distriktspräsidenten zu entscheiden berufen." Adolf Frankl sagte folgendes: „Unser Standpunkt in bezug auf die Judenautonomie ist, daß beide Parteien, Orthodoxe und Kongrcssisten, ihre eigene selbständige Organisation vollkommen ausgestalten und ihr dm absolut gesetzmäßigen Charakter durch parlamentarische Genehmigung und königliche Sanktion verschaffen. Ist das geschehen, so soll nach Vorbild der protestantischen Konfessionen und unter Berücksichtigung der speziellen Verhältnisse ein gemeinsamer Landessenat auf Delegierungsgrundlage gebildet werden, in dem beide Organisationen mit der gleichen Zahl von Mitgliedern vertreten sind und der in gewissen Zeiträumen zu erneuern ist. Aus seinem Wirkungskreise muß aber jede religiöse Frage ausgeschaltet «leiben; es können dem Senat bloß weltliche, nicht auch geistliche Mitglieder angehvren. Sein Wirkungskreis hätte sich auf gemeinsaui-jüdische kulturelle, Wohltätigkeits¬ und soziale Fragen zu erstrecken. Der Senat "würde für eigene Zwecke eine Dienst- und Verhandlungspragmatik ausarbeiten. In den gemeinsamen Beratungen würde abwechselnd der Präsident der einen Kanzlei den Vorsitz, der Sekretär der anderen das Protokoll führen usw. Das tväre unseres Erachtens der einzig richtige Weg für die ungarische Judenschaft, ihr Gedeihen zu sichern, an der großen nationalen Arbeit patriotisch und mit Erfolg mitzuwirken, dabei aber auch ihre eigenen konfessionellen Interessen entsprechend zu fördern. Hierin glauben wir die endgültige Lösung der Frage der Judenautonomic zu erblicken." Rundschau. sGeneralverstnumluttg der „Agndas Jisroei".) Sonntag, den 9. d. M., um 6 Uhr abends, findet im Lokale der „Agudas Jisroel", H., Große Pfarrgasse 23, die Generalversammlung der „Aguda" statt. Tagesordnung: 1. Tätigkeits¬ und Kassabericht. 2. Erteilung des Absolutoriums. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Anträge und Interpellationen. <Rabbinerko«ferenz i« Pole«.) Für den 3. bis 6. Dezember wurde nach Warschau eine Rabbinerkonferenz einberufen, welche die Konstituierung des vor einiger Zeit gebildeten Rabbincrverbandes vornehmen soll. In den Kreisen der Rabbiner in Polen gibt sich für diese Konferenz ein lebhaftes Interesse kund, und man erwartet eine zahlreiche Beteiligung. Wir werden über den Verlauf der Konferenz ausführlich berichte». (Entente—Polen—Palästina.) Unter den geheimen Dokumenten, die seitens der gegenwärtigen russischen Regierung veröffentlicht wurden, befand sich auch ein diplomatisches Schriftstück hinsichtlich der polnischen Frage. Aus demselben geht hervor, daß, während sich" die Entente äußerlich für die polnische Frage interessierte und vielseitige Versprechungen machte, den Polen zur Erringung ihrer Selbständigkeit behilflich zu sein, sie andererseits dem russischen Verlangen zustimmte, die polnische Frage als interne russische Angelegenheit zu betrachten, bezüglich welcher kein auswärtiger Faktor eüvas dareinzureden hat. Zieht man diese Heuchelei der Entente den Polen gegenüber in Betracht, so kann man sich leicht vorstellen, was man von deren Versicherungen hinsichtlich Palästinas zu halten hat. (Verein „Sinai".) Aus Prag wird geschrieben : In der am 26. November abends im Chewrasaale abgehaltenen ersten Mitgliederversammlung, die von Herren und Damen zahlreich besucht war, wurde programmgemäß die erste Aufgabe der Vereinstätigkeit erörtert. In Vertretung des durch Krankheit verhinderten Herrn Oberrabbiners Dr. Brody sprach Herr Dr. N. L. Kohner in ausführlicher Weise mit beredter Motivierung über die Notwendigkeit, den Synagogenbesuch am Sabbath durch geeignete Mittel zu heben und hob den Gegensatz zwischen Prag und anderen Städten hervor. In der darauffolgenden Debatte, an der sich die Herren Viktor Kvhn, Spiro, Professor Dr. E. Lieben, Dr. S. Adler, Oberingenieur Slonitz, G. Leigen, Josef Kraus und Herr kaiserlicher Rat D. Troller beteiligten, wurde sowohl dieser Gegenstand, als auch andere wichtige Aufgaben des Vereines, insbesondere die Sorge um einen wirffamen jüdischen Schulunterricht, in sachlichster Weise mit allseitigem wärmsten Interesse besprochen. (Verlobung.) Fräulein EstiPinkaS, Tochter dos bekannten Wiener Restaurateurs Herrn Jakob Pinkas. hat sich mit Herrn Anton Rieglcr, Sohn des Herrn Jakob Riegler aus Kirchschlag, verlobt. Spendenaustveis für die Schule« der „Agndas Irfroek", Wie», II., Große Wfarrgaffe Ur. 23, für de« Monat Küefchwa« 5678. Großrabbiner Friedmann, Czorlkow, K 63-42; Großrabbiner Hager, Wiznitz, K 54-—; Großrabbiner Abraham Jacob Friedmann, Sadagora, K 49 —; Großrabbiner Schapira, Gwozdzic, K 13-—; Rabbiner Galler, Brünn, K 29-—; Rabbiner Abraham Heschel, Kopyczyme, I! 6*48; Rabbiner Moses Heschol, Kopyczyncc, X 324; Gesammelt durch Herrn Heilpern, Lemberg, K 476-80; Hilel Badian, Wien, K 100 —; Landau, Berlin, K 100 —; Heitner & Rosenzweig, Angetzt, K50'—• Dr. Korn, Basel, lt 30 —; Hersch Preminger, Bnczaez, u 36-—; Salamon Blum, Sokal, K 30'—; Elias Soldowitz, Wien, X 20'—; Gottfried, Podheice, K. 1224; Koh». E-tanislau, K 12-—; Sammler, Nadnwrna, K. 10 —. Je E 8—: Feierstern, Podheice; Elftem, Kolbuszow; Kästner, Sadagora; Neumann, Husiatyn; Beinu. Wiznitz; Blaukopf, 'Stanislau; Schnüre, Brody; Sammet, Kalusz; Rabbiner Moszko» witz, Suczawa, K 8 60. Je K 8'—: Mieses, Janow; Spira. Drohobycz; Rosenfeld, Tremdowla; Taubes, Oddesse; Weintraub, Kotzmann. Je S 7‘—: Kellner, Rohatyn; Simchowicz, Wien; Reihold; Kahn, Buczacz, K 6-48; Kerner, Sadagora, K 6 48. Je K 6*—: Friesner. Stanislau; Marbach, Podheice; Stemberg, Best; Kümmel, Kalusz; Teitler, Czernowitz; Eisenberg, Radymow; Melamed, Dubiecko; Feigenbaum, Tarnopol: Schütz, Stanislau Stecke!, Tarnopol; Strablberg, Belz; Mermelstein, Sokaj; Rosenblum, Brody; Obstfeld, Baligr>>d; Freithauser, Wien; Gottlieb, Rawa-Ruska; Hilsenrat, Kolomea; Danhirsch, Grodek; Akselrot, Bursztyn; Vogel, Kolomea; Klügler, Probuszna; Auerbach, Zlotszom; Rotstein, Kalusz; Jager, Pomarzany; Gutniann, Czernowitz; Blazenstein, Horodenka; Schenker, Suczawa; Rosenkranz, Siglitz; Friesner, Stanislau; Dornbaum, Lemberg; Fried, Kuty; Zellerniayer, Monaftrisz; Preis, Olejow; Schein, Turka; Klausner, Gorlice; Engel, Buczacz; Mader, Cieszanow; Goldstein, Stryszöw; Rokach. Brody. 3tK5'-: Reis, Zloczüw; Orszitzer; Samet. Nilitszyk; Bergmann, Halicz; Weinert. Bursztyn; Kohn, Wien; Post, Kamionka;Lamm, Wien; Teitelbaum, Zydaczow; Heilpern. Wien; Ammerand, Zakozec; Aschkenarcz. Brody. Je X 4*50: Singer, Waschkautz; Äruitt, Tlumacz; ©1er, Kalusz; Heller, Tarnüw; Kirschner, Tarnoiv. Je X 4*—: Tepper, Sniaty«; Hilsenrat, Kolomea; Natan, Leiter, Dynajow; Einhorn, Czernowitz; Borncki, Czortkow; Kristmmpoler, Brody; Leitmann, Trzcbina; Jacob, Muszyna; Spitz, Przemy^l; Kupfermann, Husiatyn; Reumann, Husiatyn; Bokshorn, Podheice; Schächter,Zawalow; Plesser, Stanislau; Hochmann, Stanislau; Landmann, Wiznitz; Nachmann, Wiznitz; Heilpern, Chodorow; Hilsenrat, Bursztyn; Treister; Kohlmann; Hasel, Chodorow.