Mannheim
Compact Memory

Jüdische Korrespondenz · 1915-10-15 · 9 (15.10.1915) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Korrespondenz
Volume
1 (1915)
Issue
9 (15.10.1915)
Date
1915-10-15
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3495278-3495279-3495288--0046-3520635
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Nr. 9 Jüdische Korrespondenz Seite 3 GMejrnann, KuKu^ptäsident Dr. Alfred Stern, Bethausvorsteher Dr. Markus Spitzer, Advokatenkammer-Präsident Dr. von Feistmantel, Chewra-Kadischa-Präsident Salo Kohn, Qemeindesekretär Dr. Adler, Reichsratsabgeordneter Baron Hock u. A. Sein Andenken sei gesegnet! Streiflichter. Wozu die lieben Juden des Zaren gut sind. Aus Rotterdam wird geschrieben: Der Erfolg von Barks Bemühungen zwecks Erlangung englischen Oeldes ist immer noch zweifelhaft, obwohl Bark mittlerweile London verlassen hat. Die Hilfe Rothschilds hat sich als unerläßlich notwendig gezeigt. Da Bark infolge der ablehnenden Haltung Lord Rothschilds sich nicht noch einmal an diesen persönlich wenden wollte, hat er den Vorsitzenden des großen Vereines zur Befreiung der Juden, Appleton, wenige Stunden vor seiner Abreise aus London zu sich gerufen und ihm folgende Erklärungen gemacht : Die russische Regierung ist ernsthaft bemüht, die Judenfrage in Rußland zu lösen. Zweifellos haben die Juden Ursache zu klagen, und die russische Regierung ist dringend aufgefordert worden, Gesetze einzurichten, um den Juden weitere Rechte zu verleihen. In Anbetracht des Umstandes jedoch, daß derlei Gesetze falsch aufgefaßt werden könnten und unnötige Feindschaft erwecken würden, erscheint es der russischen Regierung weiser, die Lage der Juden in eigene Hand zu nehmen und denselben Freiheiten und Rechte auf dem Verwaltungswege zu verleihen, in der Hoffnung, daß ihre Handlungsweise bereits bis zur Beendigung des Krieges Früchte getragen haben wird. Es ist bereits den Juden an verschiedenen Stellen erlaubt worden, ansässig zu werden und mit der übrigen Bevölkerung zusammen zu leben. Allerdings sind noch verschiedene Gegenden den Juden verschlossen, besonders diejenigen, wo Kosaken wohnen, jedoch geschieht dies nur im Interesse der Juden selbst. Rußland braucht Kapital und Unternehmungsgeist. Rußland weiß, daß die Juden, beides liefern köitr Uk^MWWeMS-'hd^WiVni^rMmng leihen würden, würde das neue Rußland glücklicher und stärker sein, als es unter der alten Herrschaft gewesen ist. Die russische Regierung wird sich ihrer Pflichten bewußt sein und die Tatsache, daß sich Rußland mit dem republikanischen Frankreich und dem demokratischen England zusammengetan hat, um für Freiheit und höhere Zivilisation zu kämpfen, ist der Beweis ihrer löblichen Absichten und kann denjenigen, deren Herzen noch immer sorgenvoll sind, als Ermutigung dienen. Bark bat Appleton, von diesen Worten denjenigen Gebrauch zu machen, der ihm gutdünke. Wir glauben kaum, daß sich irgendwo ein Jude finden dürfte, der diesen Versicherungen Glauben schenken wird. Der Zar als „Beschützer" der Juden vor den Kosaken — diese Rolle steht Nikolaj II. wenig zu Gesicht . . . Der Geis! des weißen Rabbi. Auf dem belebten Sachsenplatz neben dem monumentalen Barockbau, in dem noch vor kurzem der russische Qeneralstab domizilierte und der heute der deutschen Kommandantur als Wohnstätte dierit, hält eine große Schar von durchziehenden Gefangenen kurze Rast. Sie sind von vielen Neugierigen umringt, die die müden Russen mit Zigaretten, Brot und Obst bewirten. Einige versuchen es, mit den Gefangenen eine Unterhaltung einzugehen. „Was geht nur mit euch vor, Brüder?" fragt einer aus dem Publikum, halb mitleidig, halb höhnisch, „warum schlägt man euch denn so auf allen Schlachtfeldern?" Der Soldat, ein russischer Bauer mit braungebranntem, stupidem Gesichte, kaut abwesend und ruhig sein Brot und antwortet dann mit dem Fatalismus des gefangenen Russen, für den der Krieg abgetan ist: „Das ist nichts zu raachen. E r, da oben, führt selbst gegen uns Krieg." " „Rufe nicht den Namen Gottes umsonst an," fällt ihm ein Kamerad, wie es scheint, aus der gebildeten oppositionellen Jugend, ins Wort. „An alldem sind nur unsere Offiziere schuld, unsere korrupte Beamtenschaft. Wir gemeinen Soldaten werden vor die Schlünde der Kanonen getrieben, während sie selbst weit vom Schuß die großen Herren spielen und sich am Unglücke des Volkes bereichern." „Nein, es ist nicht das," ereiferte sich ein riesengcefler, voifbärtiger Soldat, der typische Bauer vom Wplgaufer. „Es liegt nicht daran. Schuld an all unserem Mißgeschick ist ganz allein der Geist des alten Juden nft deni langen weißen Barte." -„Was für ein Jude, was für ein Geist?" fragen mehrere Stimmen auf einmal. : Der Soldat aus der Wolgagend schaut sich ganz erstaunt die Umgebung an, die vom alten Juden mit dem weißen Bart nichts wissen sollte. Er .und die Kameraden seiner Kompanie werden ja von diesem Oeist begleitet und'verfolgt, Tag und Nacht, unausgesetzt. —„Das ist -ein jüdischer Pope, ein Rabbi, wie man sagt," erzählt.der Soldat. „Unsere Kosaken haben ihn aufgehängt, in der Judenkirche, mitten im Gottesdienste, Die Juden in Polen. Die Köln. Ztg. berichtet: Die jüdisch-amerikanische Zeitung in New- York, „Die Wahrheit", berichtete in ihrer Ausgabe yom 29. August d. J. über die Stellung der deutschen Regierung zu den Juden Polens. Der „Wahrheit" zufolge hat der Direktor der Reichskanzlei, Unterstaatssekräter Wahnschaffe, sich gegenüber dem Komitee für den Osten, das sich mit der Lösung der Ostjudenfrage beschäftigt, folgendermaßen geäußert: „Es ist selbstverständlich, daß wir alle Teile der polnischen Bevölkerung gleich behandeln. Unsere Behörden wurden angewiesen, die Juden nach den Grundsätzen der Gleichberechtigung und Menschlichkeit gleich den anderen Nationalitäten zu beschützen. Wer die deutsche Staatsverwaltung kenntt weiß, daß wir Gegner der Ausnahmebehandlung und der unmenschlichen Verfolgung sind, denen die Juden in Rußland ausgesetzt sind. Wir haben aus den besetzten Provinzen keine Beschwerden, im Gegenteil, wir erhalten Tausende von Dankbriefen für die Loyalität und Unparteilichkeit unserer Verwaltung." CKroniR. Kaiserlicher Dank. Aus Drohobycz (Galizien) wird berichtet: Der Oberrabbiner Dr. B. Margulies, >ler anläßlich des Namenstages Sr. Majestät zu Händen des k. u. k. Militär-Stationskommandos zu Drohobycz im Namen der jüdischen Bevölkerung in einer warmen patriotischen Ansprache die Loyalität der Juden zum Trone zum Ausdrucke biachte, erhielt die folgende Antwort: Miiitär-Stationskommando zu Urohobycz. Seine Majestät danken herzlich für die Allerhöchst de nseiben in beredter treuer Anhänglichkeit zum Namenstage dargebrachten Glückwünsche. Im Allerhöchsten Auftrage: G. d. K. Graf Paar. Die Judengeselzgebung in Rußland. „Rjetsch* zufolge erhält der jüdische Abgeordnete Friedmann von allen Seiten Klagen der Juden, daß die Rundverfügungen des Ministers des Innern nicht befolgt würden. Besonders in Taganrog und Baku würden weder jüdische Fabrikanten noch jüdische Arbeiter geduldet, da die Runderlässe für diese dem Generalstab unterstellten Provinzen angeblich nicht maßgebend seien. Die Juden In Kiew. Die „Frankfurter Zeitung" meldet aus Petersburg: Der Kiewer Gouverneur verbotentgegen einer Verfügung des Ministeriums die Niederlassung der Juden. Die Juden In-Saloniki. In einer Beschreibung von Saloniki, welche Stadt gegenwärtig infolge der Kriegsereignisse am Balkan eine solche große Rolle spielt, finden wir folgende Schilderung über die dortigen Juden: Em eigenthümliches Bild bietet Saloniki am Freitag Abend und Samstags. Saloniki ist eine Stadt der Juden, die hier mehr als dreL Fünftel der Bevölkerung bilden, während Griechen nicht mehr als ein Fünftel sind. Die Juden geben also der Stadt das Gepräge. Am Freitag Abend, wenn die Sterne am Himmel aufleuchten, wandern die Frommen in die Bethäuser, deren Zahl in die Dutzende geht und die doch nicht genügen, so daß auch in den Privathäusern und selbst unter freiem Himmel Gottesdienst abgehalten wird. In den Wohnungen und auf den offenen Terrassen sieht man die Sabbatlampen brennen, und um weißgedeckte Tische in festlicher Kleidung die Hausleute sitzen, und hört sie jubelnd Lieder singen zu Ehren der Sabbatbraut, zum Preise Jerusalems. Am Samstag entwickelt sich in den engen Gassen ein Feiertagsleben. Alle Geschäfte sind geschlossen, alle Räder stehen still, alle Arbeit ruht, denn jeder Kutscher, jeder Lastträger ist Jude. Die Schiffsladungen werden vor den Augen aller Betenden, die in weiße Gebetmäntel gehüllt waren. Man sagt, er war ein heiliger Mann, welcher sein Leben lang nur gebetet und in heiligen Büchern geforscht hat. Nun zieht sein Geist mit uns und jagt uns von Niederlage zu Niederlage." „Phantasiegebilde eines bösen Gewissens," konstatiert der Gebildete, der gegen die Obrigkeit raisonierte. Der Wolgaer Soldat versteht den gelehrten Ausdruck nicht und erzählt weiter: „Der Geist des Alten mit dem weißen Barte ist es, nicht die Deutschen, der uns all das angetan hat. Sein Schatten schwebt über unsere Stellungen und wo er sich zeigt, ist das Unglück schon da. Erblicken wir den weißen Bart, da wissen wir, daß uns nichts mehr helfen wird. Das ists am besten, die Waffen hinwerfen und fliehen . . ." „Einer meiner Freunde," setzt der Soldat, nachdem er die zweite Brotkruste in Ruhe fertig gekaut hatte, fort, „hat in der Nacht vor der Schlacht bei Zichanow selbst gesehen, wie über dem Graben der Alte mit dem weißen Barte hin und her flog. Er fuhr mit der dürren knochigen Hand aus, als warf er alle Flüche des Himmels auf uns herab. Am Morgen waren wir so geschlagen, daß mehr als die Hälfte unseres Regimentes getöt war, die übrigen liefen davon oder kamen in die Gefangenschaft, verfolgt vom weißen Barte, von der fluchenden Hand." Der Aufgeklärte, der darauf bestand, daß die Offiziere und Beamten die Schuld an den Niederlagen tragen, bemerkt dazu, als schäme er sich des Aberglaubens seiner Kameraden: „Sie haben sich ihn einmal in den Kopf gesetzt, den Oeist des alten Juden, den sie umgebracht haben. Die Mär hat sich sogar auf alle anderen Regimenter übertragen. Auf der ganzen Front sieht man jetzt hoch in den Lüften den weißen Bart und die drohende, zum Fluche ausgeholte Hand des alten Rabbi. Die Angst vor diesem geheimnisvollen Feinde ist weit größer als die vor dem deutschen Angreifer. Viele Soldaten wurden schon "wegen Verbreitern! dieser verwirrenden Legende hart bestraft. Allein, es nützt nichts. Der ilte Rabbi mit dem .weißen Barte wird noch, so manche Gefangenengruppe über diesen Platz führen ..." (Der Israelit.) nicht gelöscht, am Samstag liegt auch der Verkehr im Haien still. Man sieht am Ouai und in den Straßen nur Spaziergänger. Diese Juden von Saloniki sind ein Geschlecht von großen Männern und schönen Frauen, und wenn s:e in ihren prunkenden orientalischen Gewändern erscheinen, könnte man sich nach dem alten Palästina versetzt wähnen. Trotz ihrer großen Zahl sind nur wenige der Salonikier Juden, die aus Spanien eingewandert rind und noch das Spanische als Muttersprache reden, kdnz arm. Die Meisten sind wohlhabend, einige immens reich, wie die Modiano. Morpurgo, Bensoussan, Saias, Allatini. Von Modiano sagt man in Saloniki, daß er so viele Millionen habe, als ein Mensch Zähne in einem gesunden Gebiß. Von Allatini rühmt man besonders seinen Woliltätigkeitssinn, den Stiftungen und Spenden von Millionen bezeugen. Sein Name ist auch in Europa bekannt geworden, als seine Villa seinerzeit als Gefängniß für den entthronten Abdul Hamid eingerichtet wurde. Diese Villa liegt in einem Garten am Meere, von hohen Mauern umschlossen. Eine Gemeinde in der Gemeinde bilden in Saloniki die Anhänger der Sekte des Sabatai Zewi. Au Zahi Zweitausend, leben sie, als Überläufer und Glaubensverräther, von den spanischen Juden gehaßt und von den lürken verachtet, ganz für sich. Man behauptet aber, daß diese Abtrünnigen im Geheimen noch die hohen Feste der übrigen Juden mitfeiern. Man erzählt jedoch noch Anderes von ihnen, und ein Eingeweihter flüsterte mir zu, daß diese Minim oder Dönme, wie sie genannt werden, am Vorabend des neunten Ab sich mit ihren Frauen in einem geheimen Bethaus zu versammeln pflegen und abscheuliche Orgien leiern. Saloniki wäre ja nicht eine Stadt des Orients, wenn es dort nicht auch Märchen gäbe. Das Testament einer Wohllälerin. Die am 2. d. M. in Wien verstorbene Frau Betty Frankel hat ihr warmes Interesse für alle Werke der Nächstenliebe auch durch ihre letztwilligen Verfügungen betätigt. Zur Universalerbin ihres bedeutenden Vermögens hat sie eine zu scnaf.'enjo.Julius- und Betty-Fränkel-Stiftung" berufen, deren Erträgnisse dazu dienen sollen, Wiener Wohltätigkeits- und Humanitätsanstalten auszugestalten und zu fördern. Das der Stiftung zufallende Kapital, welches allerdings teilweise mit Rentenlegaten belastet ist, dürfte eine Million Kronen übersteigen. Ferner hat Frau Frankel folgende Legate angeordnet: Der Wiener israelitischen Kultusgemeinde einen Betrag von 300.00(1 Kronen zur Errichtung einer Kinderambulanz im XX. Bezirke Wiens; den Armen der Stadt Wien 20.000 Kronen, welche durch den Polizeipräsidenten nach freiem Ermessen verteilt werden sollen, den israelitischen Armen in Wien 10.000 Kronen. Der schon bestehenden Julius- und Betty-Fränkel-Stiftung für arme Schulkinder und andere Bedürftige in Reichenau hat sie 10.000 Kronen ausgesetzt. Dieser letzteren Stiftung soll auch der Erlös aus dem zu verkaufenden wertvollen Besitz in Reichenau zufallen. Ferner hat die Verstorbene noch folgende Legate ausgesetzt: dem Verein zur Erhaltung der Tuberkuosenheilanstalt „Alland" 12.000 Kronen, dem Kaiserin Elisabeth-Lehrmädchenhort 3000 Kronen, dem Mädchenunterstützungsverein in der Kaiser Josef-Straße 5000 Kronen, der Poliklinik 3000 Kronen, der Freiwilligen Rettungsgesellschaft 3000 Kronen, dem israelitischen Kindergarten in der Brigittenau jährlich 600 Kronen, insolange dieser Kindergarten bestehen wird, dem Asyl für- Obdachlose jährlich 600 Kronen insolange dieses Asyl bestehen wird, und den Armen der Gemeinde Reichenau 1000 Kronen. Die von dem verstorbenen Gatten der Frau Frankel ins Leben gerufene „Julius Frankel-Stiftung für arme Studierende an der Wiener Universität israelitischer Konfesson", deren 1,200.000 Kronen betragendes Vermögen mit dem lebenslänglichen Fruchtgenuß der Erblasserin belastet war, wird in naher Zeit ihre Wirksamkeit beginnen. Zur Geschichte des judischen Zellungswesens. S. Zinsberg hat ein Buch über die jüdische Presse in Ruß'and erscheinen lassen. Als erste jüdische Zeitungen überhaupt stellt er „Gazette de Amsterdam" 1678 und „Kurant", gleichfalls in Amsterdam, 1687 —88 fest; erstere erschien in spaniolischer Sprache, letztere in deutschjüdischer. Die Zeitungen waren nur Nachrichtenblätter und hatten keine Tendenz. Um 1750 herum erschien in Deutschland unter Redaktion eines Benjamin Krageberg eine belletristische Zeitschrift: „Der große Schauplatz. Lust- und lehrreiche, auch traurige und wunderliche Geschichten.* Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann in der deutschen Judenheit die Aufklärungsperiode (Haskalah) und damit nicht nur der Kampf gegen das traditionelle Judentum, sondern gegen ales, was jüdisches Gepräge trug. So erscholl denn auch der Ruf gegen das „Judendeutsch" und unter diesem Kampfruf erschien kurze Zeit eine hebräische Zeitschrift („Meascf"). Bald aber war das Ende der Aufklärer Assimilation und Taufe. Neue BUclier. »Flugschriften fUr Österreich-Ungarns Erwachen«. 1. Heft: Dr. Friedrich Freiherr von Wieser, Universitätsprofessor in Wien: »Die Lehren des Krieges". 2. Heft: Dr. Ottokar Weber, Universitätsprofessor in Prag: .Österreich und England". (Herausgeber Robert Strache, Warnsdorf. Literarische Leitung: Ferdinand Gruner, Trautenau. Verlegt bei Ed. Strache, Verlagsbuchhandlung, Warnsdorf in Böhmen. Ladenpreis eines Heftes 1 Krone oder 80 Pfennige. Sonderbezug 6 Hefte 5 Kronen oder 4 Mark). Der Vierverband und Rumänien ist schon längere Zeit ein stehendes Kapitel der Tagesblätter und eine geographische Orientierung über diesen Balkanstaat und seine Nachbargebiete daher ein Bedürfnis, dem eine sehr schöne, neue Karte: Rumänien, 1 : 1 Mill., 60 : 90 cm groß, Preis K L20 M P—, mit Postzusendung K 1-30 M 1-10 (Verlag von G. Freytag & Berndt, Wien, VII. und Leipzig [Robert Friese, Seeburgstraße 96]) bestens entspricht. In 7 Farben ausgeführt, mit zahlreichen Ortsnamen versehen, zeigt die saubere Karte das Gebiet zwischen Belgrad, Sofia, Odessa, Kolomea, Miskolcz, so zwar, daß außer Rumänien auch große Teile von Serbien und Bulgarien (bis zu ihren Hauptstädten), dann das viel genannte Bessarabeien, endlich die Bukowina, ein Teil Galiziens und ein beträchtliches Stück Ungarns dargestellt erscheinen. Das sehr verständnisvoll tearbeitete Gelände, der Aufdruck von Bahnen und fraßen, die Angabe der Befestigungen usw. erhöhen den Wert dieser neuen Karte, die gegen Einsendung des Betrages (auch in Briefmarken) von jeder Buchhandlung wie vom Verlage zu beziehen ist.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.