Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 740 (4.3.1938)
- Date
- 1938-03-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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*•»!• 4 Wien, Freitag, den 4. März 1938. — Nr. 740. Junge Polin__ I akademisch gebildet, Deutsch, Französisch, Erc-li-rh, Hebräisch, W(M sagen freie Sie len entsptechftt.de Betätigung, auch zu Kinder» Telephone A 39 0-47 oder A 88-2-80 Autorenabend Martha Hofmann Im Rahmen emas Autorenabends, der vor kirnen; im Wiener „Frauenkinb“ stattfajid, lerute man neue Gedielte von Martha H o fmann kennen. So bot sich un« willkommene Gelegenheit, die reife Kunst Martha Hofmartns auf iw» einwirken zu lassen, zugleich aber auch Neues und Entscheidendes in ihrem dichterer iie-n Wesen zr spüren, Wm die Gedicht« Martha Hofmarin? von so vielen modernen Lii< hfungeti unterscheidet ist; der Mangel an gewollter Gedanklicbkeit und £kUoete!i«> Spraeh.form.uag, Gebunden und ch leicht hießen die Verne, farbig und anschaulich sind die Bilder, :wiegend die Gedankenassoziationen. Besonders charakteristisch s>nd die BefeebiMer, d.e eine eigenartige, glückliche Verbindung des landschaftlichen und des historischen Moments darstellen. Wir fühlen, Soeben erschienenl Siddur Pessach. ein Sederbudi für groß und klein, von Oberkantor Israel Rosenberg. Aast g CSR. Zu beziehen hei Tarbuth, Prag 1, Dlouha 4t. oder direkt beim Verfasser. Vollständige Notenbeilage Prets S 4 — wie dem klassisch geschulten Geigt, dar Bild der Landschaft und das Geschehen, dessen Babmeu sie war, zu Einem verschmilzt, wie die Landschaft dag Geschehen bedingt und. umgekehrt, da* b’storiseh Gewordene der Landschaft seinen Stempel aufditiekt. So gesehen, gewinnen die „N eiten Palästinensischen Romanzen“, die eioh an den früheren Zyklus palästinensischer Romanzen anschließeu und an dem Autorenabend durch die Gedichte „ Ein Traum“, „Die Bettlerin vor dom Tor“ und „Bulcslimpfe" vertreten waren, einen neuen Sinn, so lernen wir Verse wie zum Beispiel die dos „Toskanischen Klosters“, der ,.G r i e c h i s c b e o In «ein“, der „Lagunen“ neu versieben. Diese fast mystwehe Verbindung von Natur und Mensel zeigt auch die im Jahre 1932 mit dem Ersten Noveüenpreis gekrönte Novelle „Der Blut» me Knech t“, die man an dienern Abend ebenso wie eine Anzahl früherer Gedichte von Martha Hofmann gern wieder hörte. Besonder» eindrucksvoll in ihrem Gofuhls- und Gedankenreichtum waren unter anderen auch die schonen Gedichte „D i e Träne' und ,-Die Fragezeichen“. Elisabeth Ortaer-Kallina (BurgtheaterX Elteabetb Ganter und die Dichterin selbst brachten die Gedichte in liebevoller Gestaltung zum Vortrag, Grete Bosenfeld sang, von Adolf Fleischner vemtändnisvol! begleitet, {jeder von Franz Mittler, Mineiski, Rosönthai und Adolf Fleiscbu er nach Wotten vom Martha Hofmann. De Abend wurn - durch Ernst Waid Inger etegeleitet deüber die Dichtkunst Martha Hofmanne und über Frauendichtung Überhaupt, sprach, deren besondere Vorzüge etr suf de’n Gebiet des Märchens, der Legend« und all deswas zu den „Müttern“ führt, flndet. Dr. Benny Licbteuslefa. Arbeit des Keren Kajemetb Chajes-Aktion Gruppen und Personen, ,he die Cbajee- Saanmolbogen noch nicht altgerechnet haben, worden dringendst eiwicht, dies, tu tun. Anläßlich des Abschlusses wird der Keren K&jemetb «Ine Rede des Oberrabbiuers Cbajes erscheinen laesen und im Anschlüsse an dieselbewerden alle diejenigen Gruppen angeführt werden, die eine komplett e G o I d b u c b e i n t r a g u n g zustandegebraeht haben. Der Keren Ka.iemetb wir! sodann beim Hauptbüro die Eintragungen durchführen lassen; die Diplome werden dann den einzelnen Gruppen überreicht werden. Cvoidbuch-Eintragung Oberkantor Genelion Herz Margolies Die durch Freunde und Verehrer der Kunst dieses ausgezeichneten Oberkantors durchgefilhrte Goldbuch Eintragung wurde jüngst komplett. Dtw Dipiom der Eintragung wurde dem Geehrten aut-gehändigt. Zusammenkunft der KKL-Konüs- Zarinnen der WIZO Mittwoch, den 9. März. >47 Uhr abend«, im KJ'J.-Büro, Merkas Lanoar Sitzung der Maskiruth: Sonntag, den Ö. März. >-.12 Ihr. Sitzung des Merkas Lanoar: Montag, den 7. März, 7 Uhr abend«. Zionistischer VeranstaltungshMender Samstag, 5. März: t. Bet.: Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität in Jerusalem. I., E*cheiihachjrasee ll, »8 lUn abends, Prof. Dt. Ham Tore. xy net: „Die Ausgrabungen von Laehiseb.“ 1. Bez.: WIZO, Schottenring 25. fi Uhr abends: Ooegg-ixibbath. Vortrag Dr. Arje ßer- ^»r: „Historisches und Ewiges im jüdischen 2. Bez : Histadruth Iwrith n. Taborstraße 8, Cafe Zentral, M9 Uta abends. Schlomo Auerbach: „Meschorer-tnetaken olam Totetov).“ 2. B«z.: WIZO Prater. Stnwerstraße 1, 4 Uhr nachmittag«: Onegg-Sabbath für Kinder unter Leitung von Frau Aschkemasy. 2. Bf::.: Jtmgsekt'on H. Praterstraße 13, 8 Uhr abends: Heimabend und Dtekueeions- > abend. t 9. Bez.: Sektion tmd Jungsektioa VITI/IX,! Hörlgne«) 2, }*9 Uhr abends. Gesellige Zuteiikunft mit Referat Prof. Dr. Kar! Bst.: Sektion und WIZO XVTH, Weimarerstraße 7, S Uhr abends- Geseliaftsabend mi* Tanz. Es wirke« mit: Ros! Saphir, Richard Axelrad, Ernst Ceis, Bruno Klein, Ernst Lewifus gnd J. Segai- Roeenbticb. Am Klavier Sigmund Stibak. j Montag, 7. März j 1. Bez.: Jurig-WIZO-Mirjam, Jordaagasse 7, 8 Ulr abends. Vereinsabend. j 1. Bez,: Jüdischer Klub der Jungen, Kai 8,1 8 Uhr abend«, Dr. Siegfried Schmitz: „Schij ')Hi Asch, vom 0 brr« euer gesehen“. j 1 Bez.: WIZO, Scbottonring 25, >47 Uhr i bends: Gesellige Zusammenkunft mit Referat j ir. Martha Hoff mann: „Cliai-m Aiosoroff.“ j 2. Bez.: Klub Em Israel, Praterstraße 13, <9 Uhr abend«; Vereinsabend. I 4. Bez.: Sektion und WIZO IV/V, Haaslabj aese 2, »8 UW abends: Zusammenkunft der I!r!ZO-Mitzlieder; >49 Uhr abends: Gesellig« iis:nnn,etikunft der Sektionsmitglieder. MR teterat: Frau Rat Krüger: „Di« Berufe- Dr.g«n der jüdischen trau.“ 12. Bez.: Sekten und WIZO Meidling. Seebsaiififietra&e 52, Uafc Marieasäle. fl Uhr abends, Dr. Alfred Werner. „Vom Lachen Wernen deifldischen Seele.“ bez: Sei tim und WIZij XX. Jäger- ■e 30, * »9 Uhr abends Fortsetzung dos Zr klus: „Tenaok“ (Jesaja). Referent.: Rabbiner Dr, N. H. Frostig. Dienstag, 8. März I 2. Be«.: WIZO!! im WIZO-Heim, Schottenj §< ring 25, 8 Uhr abends: Vfrtrnsabsnd. j 3. Bez.: ,)ungsektion TO, L, Marc-Aurelj Straße 5, 8 Uhr abends: Vereinsäbend.! 9. Be».: Jtmgsektion VIll/lX, WShnnger-1 atrobe ft--8, 8 l'nr aicrids: Vereinsabend. i 20. Bez.: Sektion und WIZO XX, Jhg-Tj Straße 30. >49 Uhr abends'. Gesellige Zusammen- 1 kunft mit Referat Dr. Leo Goidhammer-i „Die VCir!Ä,-!a.tts.;iel)uug .h-r Juden.'1 | 26{äUz. Maut* Vertreter erster Wiener Finnen, sucht zwecks Eh« ein Mädchen aus gut jüdischem Hause mit arztenesteile zur Besetzung. Zug Anstellung sind erforderlich: Die österreichische Bundesbürgerschaft, lediger Staad, die Berechtigung zur Ausübung der Heilkunde im 6st«rreichiecher: Bundesstaate, dfa körperliche Eignung (nachgewiesen durch ein von einem Primararzt« des eigenen Spitals au=gestelit,? rem Mit der Steile ist nebst dem in der BesoldungsordDuug für die Abteilungsärzte d e Soitaig der Kuitirsgem-einde fixierten Barbe»ug die Benützung einer möblierten Naturalwohnung samt Be-leuchiuag. Beheizui« und Bedienvng sowie die volle Verköstigung verbunden. Für di« tetzter« werden die Eigenkosten von den Montitsbeztttren in Abzug gwbraclit, wobei der Abzug ein Viertel der Bezüge nicht überschreitet. Mit den Pe «onaldoku-eenten Gfhuitsschein. Heimatschein. Doktordiplom, Zeuin'sse über die, bisherige fachliche Verwendung) belegte Gosuclte sind in der Amtsd'rck;:<>ii der Tzraelitieelten KuUvMremeinde, L, Bei'ensVettenga&se 4, HI. Stock, b i s 1 ä n g s t e n s 3,1 Märr 1038, 12 Uhr mittags, zu überreichen. Kundmachung. en gibt bekannt, daß Ai« W«? Herrn Ma.rkus B a r t f e! d, ituellen Aufsicht. stcliL Konkursausschrelbung. itaie der Israelitischen Kultusgemeinde Währ ngergürte! 97. gelangt an aäkologi hc ti«n Abteilung eine L, XV tid e k u a d. a Austritte Gerta Herlinger, geh. 18. VII. 1908 in Wien, ledig, v.. Bräubausgaese 11; Ottilie Schweinburg, geh. 8. VI.. 1895 in Wien, ledig. Private. III., Custozzagasse 3; Elsa Eitetberg. geh. Bi’litz, 2ö. V. 1894 in Wien, ger. gwsch., 11.. Obere lustrafte 107; Siegfried Mases, geb. 2C. I. 1887 in Wiesettmrg, verheiratet, Auskimfteibesitzer, XIX., Baraw-itzkagaese 6: Berta Schlesinger, geb. 7. VI. 1912 in Wien, ledig, Verkäuferin, IX., Liechtensteinstraße 58: Ouo Eibeschütz, geh. 19. IX. 1890 in Wien, verheiratet. PrivatBeamter, XVI.. TlwÜasttaße 188; Gisela Basso, geb. Oestrei&her, geb. £5. VII, 1914 in n, verheiratet, Kanzleibeamlit:. L, Wetheile 27: Nike (Athen, geb. 23. II. 1381 in Tuni- Severin. Rumänien, verheiratet, XIII., Einwan.ggaisse 20; Frida, Retter, geb. Müneteir, geb. 28. VL 1898 in Wisrhau. verheiratet., XIII.. Pierrongas?« 7; Hans Beran, geb. 5. X. 1901 in Wie::, verheiratet, II. Große Sperlgasse 12: Herta Mayer, geh. 2. II. ll»14 in Wien, ledig, Verkäufern], I.. Roienturmstraße 12; Theresia Sommer, geh. Heller, geb, 15. V. 1903 in Braiia, ger. gcccb, Wien VII.; Karl Zerner, geb. 14. IX, 1913 in Frankfurt a. M., ledig, VII!, Wickenburggatee 16: Liesie Ruth Jakl, geh. Key er, geh. 13, X. 191X1 in Cbarlotteoburg, verheiratet, Private, I1L, Gottfried-Keller-Gasse 13. Die sicherste Politik ist Sdiaffuns von Tatsachen: Daher Fördert den Keren Kajemeth! beit. Auch hier erscheinen vor Gott der auf dem Throne sitzend, gedacht sein durfte, Wesen, die vor ihm und ihm zur Seite sich aufsttllen. Sie heißen hier Gotteswesen, oder Im Text wörtlich: „Göttersöhne.“ Da« sind sonst, in der Bibel allerlei göttliche Weeen. Aber hier dürfte das Wort „Göttertöhne“ an Stelle eines alten Beamtentite!* gesetzt sein, der dem Ausdruck in Secharja entspricht: „Die Söhne ha-Jizbars, die vor dem Herrn der ganzen Erde stehen.“ j An Stelle der Augen des Königs aber, „die das ganze Land dureh-ebweifen (mesohotetiiTi) und Uber die Menschen Bericht enstatten“, steht hier der Säten, der kommt „vom Streifen auf der Erde (misohsobut ba-aroz) und vom Si-liinndern drauf“. Kein Zweifel, daß dieser Streifer ursprünglich hebräisch nicht Satan hieß, sondern, wie dieselben Zeichen ausgesprochen werden können, Sehatan, der Streifer. Und mit einem Schlag wird un* klar, daß dir» wirklich die ursprüngliche Bedeutung des Begriffes Satan war. An der Hiobstolle i ist die Sache einleuchtend genug. Nun erst verstehen wir Frage und Antwort, Der Sehatan »I da* Auge des Könige, das im! Land timhorstreift und über die politische; Zuverlässigkeit der Untertanen berichten1 soll. Damm die Frage: „Wo kommet du j her?“ Darum di« Antwort: „Vom Streifen durch das ganze I<and“ in Erfüllung der, amtlichen Pflicht. Darum die weitere Frage:! „Hast du im besondem auf den und den, meiner Untertanen achtgehabt?“ „let dieser wirklich zuverlässig?“ j Unter dem Eindruck der Geeanrtgestalt des Satan hat man in seiner Äußerung, er komme vom „St reifen“ (echut), tlicbte ate ein Wortspiel mit Namen Satan ge-: eohtm. In Wirklichkeit Hegt hierin der Schlüssel für das Wesentliche «einer Rolle- War evs bisher rätselhaft,, wa um am Hof Gottes ein eigener Geist der Verleumdung tätig ist, so wird ee nun eoibetveretättdiieh, daß am göttlichen Hof, «ne am Hof jedes irdischen König«, Geheimboten geben und kommen, die über das Treiben der Untertanen berichten. Und dies ist auch der Grund, warum der Satan im Abschluß der Rahmenerzählung nicht mehr anftritt und für »eine verleumderischer, Angaben nicht bestraft wird. Der Sehatan als politischer Beamter tat nichts als eeino Pflicht getan. Ee ist seine Aufgabe, auf jeden Untertan aufmerksam zu machen, der etwa an Empörung denken könnte. Er hat «einen König zur Vorsicht gegenüber allen Untertanen zu warnen, auch gegenüber denen, die scheinbar in aller Anhänglichkeit ihrem Herrn ergeben sind. Und x ist War, wie sich aus diesem Urbagriff sprachlich und inhaltlich die weitere Gestalt des Satan entwickeln konnte. Sprachlich: Es ist bekannt, daß im hebräischen Text und innerhalb der «emitischen Sprachen überhaupt die Aussprache von Schin und Sin wechselte Bekannt ist die Erzählung von den Efraimiten, die das Sohin in SchTbbolet nicht sprechen konnten iRichter XTI). ebenso der Lautweehse! zwischen dem Hebräischen und dom Arabischen, der es verursacht, daß eitern Sohin im Hebräischen ein Sin im Arabischen entspricht und umgekehrt. Und so mag der Sehatan eines Dialektes in einem andern Satan gesprochen worden eoin. Die Endung „an“ ist im Bibikch-Hebräisohen ungewöhnlich, und «o scheint es, daß da« Wort in der Aussprache „Satan“ au« einem verwandten Dialekt ins Hebräische zurüokgekebn ist. ebenso wie zum Beispiel das deutsche Wort Warte, Wacht in der Form Garde aus dem Französischen ine Deutsche zurtiokgekommen ist*). *) In derselben Weise ist das Wort „sek er“ {SeW'nke) im Hebräischen und Aramäischen zu „scheker“ (Lüge) geworden. Wer Schminke auf da« bäßl'che oder Masse Gesicht legt, »t ein Schönfärber, oder, kur» gesagt, ein Lügner 1 (Hi. 18, 4). Streifboten, Sobatane oder Sate.ne hat ee ja an alten Königsböfen de* alten Oriente gegeben. Da:- Wort ist in d« Form „Sehaitan“ auch me Arabische gelangt, mid dort zeigt der Diphtong der ersten Silbe noch die Zugehörigkeit zu einem Verbum „echot“, nicht „stn“. Dagegen ist ee begreiflich, daß die ankiagendc Tätigkeit des Sehatan oder Satan zur Entstehung eines neuen Zeitwortes „stn“ führte, da« „anklsgen, befeinden“ bedeutete, und von dem sich weiter ein Substantiv „sitna“ Anklage entwickelte. Ganz ähnlich hateich auch itn Arabischen von dem späten Lohnwort „SchaUan“ aus ein Zeitwort „sohaitaoa“ ähnlicher Bedeutung entwickelt. Aber auch von der ursprünglichen Form Sehatan aus, beziehungsweise von dem ihr zugrundeliegenden Zeitwort ,.«chut“, nrnherstreifen, ist eine ähnliche PedtHutungeentwic-klnng ausgegangen.1 Denn en istee wob] zu erklären, daß dasselbe Zeitwort ,Achut“ im Aramüiechfw wie auch kn Hebräischen auch die Bedeutung „verachten“, „berabsetxen“ hat Die Tätigkeit des Streifers und «eine Aussage waren für dar Betroffenen herabsetzend und vrri äohtiiehsKraehen.d. j Und damit ist auch schon die Entwicklung des Begriffes klargelegt Der Streifer Sehatan oder Satan hatte nichts Gutes zu berichten. Ate Geheimpolizist und Staatsanwalt war er der Ankläger, und begreiflicherweise in den Augen de« Volkes, und vielmals wirklich, Diabolos, der Verleumder. Und so personifiziert «ich in ihm alles Widerstrebende und Schädigende. Wenn Bi!am «ich auf den Weg macht, tritt ihm der Bote Gottes als hindernder Polizist,] hebräisch „eatan“, entgegen. Der Polizist (Satan), der Herst die Kunde von de* Untertanen Verfehlung vor den König bringt, «teht, um ihn anzuklagen (lesitna), an dm Angeklagten Rechten (Seebärja HI, 1; Psalm 109, 6). Wen» dev Bote nicht« Schlechtes von einem Menschen oder einem Volk zu berichten hat. eo betätigt er sien allenfalls als Lookspitzel, der zu einer bösen Tat verleitet, um sie dam» zu- Anzeige zu bringen: „Und es erstand ein Satan gegen Jisrael und er verlockte David, das Volk zu zählen.“ (I, Chronik XXI, 1.1 Kurz, der Ursprung des Satan als eines Beamten dar geheimen Polizei erklärt, auf» natürlichste seine ganze spätere Entwicklung. | An der Hiobstelle sagt dar Streifer in paralleler Ausdruckswefee, r-r komme vom Streifen auf der Erde und orn Schien lern : (blthalleeh, wnherwandeln) auf ihr. Ee flogt i nahe, daran zu denken, ob nicht auch das! parallele Wort mithallech, „der Umherwan- ] dernde“. eine ähnliche Entwicklung gehabt hat. In der dem Hebräischen nahe verwandten akkadiächen Sprach*' der Babylonier und Aesyrer wird das entsprechende Wort, „muttaliku“, in verschiedener Weise verwendet So heißt das böse Aus«, das umherwandert, und zwei Dämon«, männlich uni weiblich, heißen muttallik (muttallikfm) snki, die Straßenwandier. Ob man hier schon etwa dieser Form eines Teufels und einer Hexe dem politischen Straßenwandier als ursprüngliche Vorstellung zugrunde legen darf? Auch in der Bibel erscheint der „Mithallech“ oder „Meohallech“ als substantivierte Figur, in Proverbia VI, 11, und XXIV. 34; „Und es kommt wie ein Mehailech deine Verarmung.“ ln allgemeinen denkt man hier an da« Bild ein« Kriegers. Sollte vielleicht doch auch hier genauer der Streifer, der Polizist und nicht der Krieger im allgemeinen gemeint «ein? Der Satan ist als politischer Geheimbeamter am Königshof entstanden. Erst die spätere Entwicklung hat ihn zum Wi iemreist gemacht, der nicht im Dienste seine« Herrn wirkt., sondern gegen dessen Willen das; Böse schafft