Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 731 (11.2.1938)
- Date
- 1938-02-11
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Seit* 2 Sil STIMME Nt 731, — Wien, Freitag, 11. Fahrn» 188$. SCHÖNES MÖBLIERTES ZIMMER mit ritueller Verpflegung preiswert per sofort i, II., Odeong . Tür' t, Tel. I? 49-7-82 nitioii weg. Unmittelbar naeb dem Überfall wurden Truppen auf d«, Tatort entsandt, I doch waren die Bandit« bei der« Eintreffen bereit« ven-chwunden. Die Arbeitslosigkeit Jerusalem, 10. Februar. (Pahor.) Die Zahl Städte eher A r b e Städten auf die hariden fet. Ferner „„ „„f 4250 B - Der Amber Moua me d e! Raschid e t [ ,g e n, während sich die Lage in den Kt, vom Militärgericht in Jerusalem zu zehn Dörfern Eebee*ert hat. Diese Tat- Jahren Gefängnis verurteilt. |Sachen wurden bei eher Sitzung des Aribeitobaros der Histadnith festgestdlt, wo Büros aller jüdischen religiösen und sozialen Syrien WSWt tot Moftt | mitgeredt wurde. daß wahrscheinlich Institutionen von Czernowit* untergebracht 500 Arbeiteaus sind, neben anderen, Juden gehörenden Beirut, 10. Februar. Der Mer im Exil!*-1 Kwuzzoth verteil! Hüusern und Grundstücken gemäß einer toßde Mufti von Jerusalem ist von der gern! Arbeit für t-u Verordnung der Regierung enteignet syrischen Regierung in Kenntnis gesetzt sollen in Kürze große öffentliche and der Verwaltung de« griechisch-1 worden, daß seine in der letzten Zeit ent- Arbeiten in Angriff genommen werden, orthodoxen Patriarchats überfaltete politische Tätigkeit unerwünscht, bei denen Tausende von Arbeitern Besehäfgeben worden. Dieaef Tage kt eine Son- ‘tägung 5a i« werden, aerkomuueefin der Regierung in Czernowitz eingetroffon, die sich an db Verwaltung der Jüdischen Gemeinde mit der Aufforderung wandte, Vertreter zu dei Kommission zu entsenden, mit weichen dir Höhe der E Schädiger, gssum me, die der ineinde zu zahlen wäre, vereinbart werden soll. Die Jüdische Gemeinde w e i g e r eich, ihre Verfaßter zu der Kommission entsenden, und teilte mit, sie werde ge*.. die Enteignung im Gerichtswege Einspruch erheben. Restaurant Bidet Bestrenommierte Küche 'v: Reidiltaltige Mendt von S 1*90 aufw. II. HanmerpurgstaHgaue3 (nächst SalztorbrOdte; Revision der Arzte* und Apo thekerdiplome In Rumänien Bukarest, 10. Februar. Das Amtsblatt ver öffentlich! eine Verordnung des Ministers für da« öffentliche Gesundheitswesen über die Revision der Ärzte- und Apothekerdiplome. Ärzte und Apotheker, die ihr», Diplome nicht im Inland« erworben haben, müssen innerhalb von zw anz i g T ag on ihre Dokumente einem Sointerawse-hnß verlegen. der au* fünf Richtern dar Bnkarester Königlichen Tafe! und einer noch unbestimmten Anzahl von Regierungs- Vertretern bestehen wird. In den neuramlaij«eben, Gebieten müssen die Ärzte und Apothekm, wann sie nicht schon vor der Übernahme durch Rumänien dort tätig waren, außer Ihren Diplomen a u c h die 8 t, aat «bürge rs oh afts papiere Juden ans dem diplomatischen Dienst aasgeschaltet Der New Yorker Presseattache Rose nthal und der Konsul m Cleveland, Farcasean u, die jüdischen Ahstammnng sind, sind abbenifen worden. CAFE BUCHSBAUM Kleine Pjai rtjasse 21 Telephon A 43-5-19 Wauchope wird den Tel-Aviver Hafen eröffnen Jerusalem, 10, Februar. (Paleor.) Sir .Arthur W a n ob o p o wird noch vor seiner für Ende Februar geplanten Abreist' von Pa- ’ästina den für Landungsmögiiehkeiten für Passagiere umgebauten Hafen von Tel-Aviv feierlich eröffnen. Der Tel-Aviver Stadtrat hat beschlossen, die zu dem Hafen führende Straße nach der Landung von Passagieren „Schaar- Die Beschlüsse der Flüchtlingskonferenz Genf, 10. Februar. Di« Flüchtlingskonferenz der 13 Staaten hat. heute abends eine Konvention angenommen, deren wichtigste Punkte besagen: 1. Als deutscher Flüchtling wird jeder betrachtet, dar au* Deutschland kommt oder daselbst seinen ständigen Wohnsitz hatte und nunmehr den Schutz des Deutsch« Reiches nicht mehr besitzt. Es wird betont, daß die aus rein persönlichen Gründen Deutschland verlassen, Im Sinne der Konvention nicht als Emigranten betrachtet werden. ä. Den deutschen Flüchtlingen wird von •n Signatarstaaten ein Reisedokument oder ein anderes, den Reisepaß voll ersetzendes Ausweispapier aasgefolgt. Der Paß wird jeweils auf den Mann ausgcetclli und gilt auch für Kinder unter’ 10 Jahren. Der Paß gibt die Möglichkeit, au« i D dem betroffendru Land auszureisen oder I ’ Frankl jederzeit wieder emzureteen. (l‘ei! nächsten 3. Die Ausweisung dee Flüchtlinge treten, um t kann nur erfolgen, wenn die Anwesenheit | dates für d des Emigranten gegen die nationale Sicher-: M :t 1 c o 1 ro. heit oder gegen die öffentliche Ruhe vorberao-n. bir stößtj Konferenz in Die soziale Lage dar deutschen Emigranten wird hauptsächlich durch nachstehenden Punkt, gert-gelt: Das Arbeitsree hl behält ein Flüchtling nach einem dreijährigen Aufenthalt im Lande, aber auch dann, wenn er mit einer Inländerin verheiratet ist oder Kinder besitzt welche die Staatsbürgerschaft des Landes inne haben, Diese Konvention wurde mit Vor behalten Polens, Hollands und der Echweiz angenommen. Die Schweiz sprach sieb te-ennders gegen diejenigen Emigrante.’ m i 1 i t ä r i * cb e n Gründen Deutschland verlassen haben. Die Völkerbundkommisslo» Der Ausschuß de« Vh 1 k e r b i rate s zur Behandlung des Flüchtlingsd aus den Vertretern Eng _T~1~ Schauk umen zure eojäbrig«« Jublltum Sonn'af, den 13. ftbnw 1933 SOFIENSÄLEN WIEN, ill., MARXERGASSE 17 Anschließend Ball KAPKLLt IST G B I G KR JUDEN, KOMMT IN MASSEN! Warnungen Graf Betbien, der ehemalige ungarische Ministerpräsident, bat im Wahlreformausschuß des ungarischen Abgeordnetenhauses •iaige »ehr kräftige Worte gegen den mißaiiten Antisemitismus gesagt. Ein Sieg der Stremen Parolen würde die Wir t- , letzten Nummer t t Ror h ,i f Ur das Land Zion“ i 28. d. Wauchope «oll, wie es noch vor der Ankunft seine« Nachfolgers Sir Harold MacMicbael abreisen. BLAU - WEISS Zünder (Keren-Kajemeth- Zünder) erhältlich bei; Viktor Adlersberg. Trafik- und Hauebaitortikel, Wien, VII., Zoliergaese 5, Tel. B 33-402. Der Mörder Avinoam Tellins verhaftet Jerusalem, 10. Februar. (JTA.) In Jerusalem wurde ein Aratier verhaftet, der verdächtig ist, den jüdischen Inspektor der Regierungssciiulen Avinoam Yel!in ermordet zu haben. Zu dem überfall auf einen Autobus auf der Straße Beer-Scheba-Hobron wird naobträglich gemeldet, daß es «ich uni einen arabischen Auto b n s handelt- Der überall erfolgte am Dienstag um 4.45 Uhr nachmittags. Die Bande nahm, nachdem sie lanp Skia V cn Berlins degra d Die Rede hat großes Aufsehen gemacht, weil nan sie in der Gff utlichkeit Ungarns als 'ine sehr aktuelle Warnung angesehen hat Die Agitation Berlins ist in der letzten Zeit stark und umfangreich geworden, daß bereits die Aufmerksamkeit der bürgeren Kreise erregt hat und daß sogar die Gefahr des Bürgerkrieges offen besprochen wird. Große K reise der magyarischen Jugend eüd der Arbeitslosen sind von Deutschland gekauft, und arbeiten im Bold dee. Dritten Re.cbf'S an der Unterwühlting de* Rechtsordnung. r Wurzeln dieser Erscheinung geben auf die Zeit zurück, da Graf Be-thlen Ministerpräsident war und die Tätigkeit der Bbredö unter Rogierongssebutz sich voliziohen ließ. In dieser Zeit ist von Ungarn das erste offiziell antisemitische Gesetz, der Numerus clausus, an den Hochschulen durehgeiührt. worden, und Bethlene Unterrichtsministei Graf Klebeisberg verteidigte es vor dem Völkerbund. Freilich nur durch die Feigheit der ur Assimilanten ermöglicht worden. | roj.i bereits gegen einzelu* jüdische Perso- I nen vo.-gn'-.t. Belanglose Konflikt.' zwischen . Kaufe* und K.>n'"inent werden zu Aktionen; aufgebauRch*. um eine jüdische Gefahr zu konstruieren. Die Bedenklichkeit solcher I Akte ergibt sich aus den Folgen, aus dem Fenstcreiri.-cMagen und Banzinflasehenwerfei». Der Bürg fahr erkannt b Unter der Devise , Tollet* Zoo* Samstag, 22, Februar Lruuriitf«« Masheaufmtbel De- GmW. hu J.K.J.-Heim, L, Franz- Jr-aefr-Kai Nr, 3 (Telephon R 28-9-43; Bofinn 8 Uhr alendt Aus der Sagenwelt Palästinas* Dieses Buch verwirklicht eine hast,rickend „ , hone Idee: dem heutigen realistischen und dies | tatenfreudigen Geschlecht, der Generation I der ßtädtf griinder und Chaiuzim, der Siedler! UDd Techniker, Forscher und Entdeckei öffentlich vom Minderheitenschutz lossagten. [ da« vom Schleier verklungener Sage ver- Was heute in Ungarn sich abspielt, ob vorj hüllte Antlitz des Landes zu zeigen, dem »der hmtftr den Kulissen, ist ein Resultat ihre helle ZeKiinftshÖffnung gilt — ihnei •eichten von den Wundern und derliohen Leben d-r «eilsainen Menschen •■rzählen. die vor ihnen jenes he k K’Je mit ihrer grenzenlosen, aus >r G läufigkeit gespeisten Liebe dieser Politik und muß sich noch weiter schärfen, wenn nicht rasch zugegriffen wird. Die Szilassy und Nagy werden bisher mit Handschuhen angefaüt. Aber das, was notwendig ist, die rückhaltlose Absage an alle antisemitischen VeiMtäten, wird wohl kaum erfolgen. Denn auch Bethlen lehnt ja nur brüske Aktion ab ,.. Und so geht die Zerstörung der Gesellschaft weiter. jener Bürgermeister S climitz hat großen Po rte an die katholischen | n Akademiker auf du- Gefahr des Rassen-it hasse* hingewiesen. Es ist bekannt, daß| ,.,u.,u die deutsche Theorie im Ausland insbeson-1 seinem ies dere in die katholischen Kreise einzudringen | ruhelose g trachtet und sich christiioh-religiös gibt,' der paläs Jahrhu ’ Von Prinzes F.-ibelti während in Deutschland mit dem Konzentrationslager und mit der Verfemung gearbeitet wird. Spuren dieses Waltens zeigen sich in Blättern wie dam „Deutschen Volks¬ und die übrigen Mitreisenden ausgeblatt“, in den Versammlungen des Antteeniirauht hatte, den den Autobus begleitenden, tenbundes mitdem Galgenwappen und in Hilfspolizisten Unüoraeo, Waffen und Mu-1 dem GewerbeOuad, dessen Organ in der :an verzauberten Prinzen und n, keinen Drachen und anderen berichten diese merkwürdigen h.kmgen. es sind — wiewohl sich ihr Gehen im Orient abspielt — weder Märchen Tausendundeiner Nacht, noch Sagen von?ersci-hei) und Liebesabenteuern, nein — ihnen enthüllt sich“, wie der Autor in sra lesenswerten Vorwort festste!!?,, „das lose sorgenvolle und kümmerliche Lobten (sollen Juden in den letzten Dennoch sind es echte, aus den Tiefen des jüdischen Volksgeistee geschöpft!; Sagen, Niederschläge alter Kunde D Cüajim Bloch „I)ae geliebte Land“, Sagen au* Palästina. R.-LöwÄ-Verlag, Wien und Jeruühcm, 1937. ' und Weisheit, würdige Nachfahren der klassischen, auf dem altrabbioiscben Schrifttum überlieferten frommen Legenden. Seltsam sind sie ans dem Zwischeoroich emporgewachsen. das von gottergebenen Rabbinern im Bereiche der heiligen Städte, Jerusalem, Hebron, Safed und Tiberias errichtet wurden, „Wisset, meine Lieben, daß ich mir liier wie ein fürstlicher Gesandter an einem königlichen Hofe vorkomme! Ich vertrete i meine Freunde an allen heiligen Stätten und | bete für ihr leibliches und seelisches Wohl. Keinen Tag vergesse ich ihrer.“ So schreibt gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts einer von diesen begnadeten Männern, Rabbi Aieiiachem Mendei von Witebek, dessen acht aus Palästina an seine Freunde in Rußland gerichtete Briefe einen wertvollen Anhang des reich haltigen Buches bilden. Wie Statthalter des zerstreuten Volkes wahren diese Au--, rwrti'tcu uen Zusammenhang zwischen d-'r Judenheit und dem Lande Israel schützen «1 die winziren jüdischen Gemeinden vor grausamen Verfolgungen der fanatischen Mass.m und der türkischen Obrigkeit. Die Wunder, die Gott durch diese Männer vollbringt, bilden das tröstende Gnindntotiv_der Sagen, In dieser nie auasetzenden dc-müt%en Beziehung zu Gott liegt ihr sie vom Sagengut anderer Völker unterscheidender Reiz. AD eines der schönsten Beispiel hiefür sei die Geschichte von Rabbi Kalonymos erwähnt, der durch Niederschrift des unaussprechlichen göttlichen Namens einen Toten erweckt und dadurch das Unheil der Blutlugt - de« furchtbaren Gespenstes, daß immer von neuem in der jüdischen Sagenwelt umgeht — von den Juden Jerusalems abwendet, sich selbst jedoch wegen des von ihm verübten Frevels zu schwerster Sühne verurteilt. Das Gegenstück hiezu ist die faustisch bewegte Sage vom Gelehrten Josef ans S.-iied, der das Kommen des Messias und uit Erlösung Israels durch grenzenlose, sich und seinen Jüngern auferiegte Prüflingen zu erzwingen unternimmt, sich jedoch durch dieses Streben selber zum Untergang verdammt. Cbajim Bloch, der treffliche Kenner und Mittler der chassidischer. Welt, hat mit vorbildlicher, höchsten Danke* würdiger Sorgfalt diesen kösti'chen Schatz jüdischer Folkzuaan mengetragen. Gedruckte, ungedruckte and mündlich überlieferte Stoffe sind hier zu einem harmonischen Ganzen ver- ■unden. Denn Bloch tot für die jüdischen .egenden d°n richtigen, aus echter Gläubig- :eif summenden schlichten Erzähl ertön gefunden. Wir lauschen ihm voll Spannung und Ergriffenheit und schöpfen Trost und Stäraus diesem reinen Quell frommer ieferung. Franz Kotier 80.000 Jaden in der Türkei Ankara, 8. Februar, (JTA.) Aus den vor turzem veröffentlichten statistischen Ziffern rehi hervor, daß in der Türkei 80.000 i u den leben, von ihnen 50.000 in Istanbuh 30.000 leben in Adrianopel, Bmssa, mir und Samsun, sowie in einer Reihe, ein< re- Städte. Zum Tode Armin Biels. Frau Lina Biel, die Witwe und Mitarbeiterin des verstorbenen Herrn Armin Biel (Würstl-Biel), gibt in einem Schreiben an uns bekannt, daß sie für die innige Anteilnahme anläßlich des Hinscheidens ihre« unvergeßlichen Gatten allen Freunden, Gönnern und Kunden des In- und Auslandes aufs herzlichste dankt In ihrem Dankschreiben bringt Frau Biel auch zum Ausdruck, daß sie die beiden populären Betriebe am Schottenring und in der Führichs kn Stil ihres verstorbenen Gatten weiführ e n wird und mit dem Wohl wollen rechnet, das seitens aller dem bisherigen Chef, Armin Biel, entgegengebracht wurde,