Mannheim
Compact Memory

Die Stimme · 1938-02-09 · Heft 730 (9.2.1938) · page 4

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 730 (9.2.1938)
Date
1938-02-09
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/3053752-3054431-3054487--7290-3520483
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. m — 'Wien, Mittwoch, 8. Febraw 198a einem Artikel der Pariser Zeitschrift „LTl- Instration“, der die Wahlen in Siam behandelte und erzählte, daß in Slam für die Analphabeten Punkte als Kennzeichen der Parteien eingeführt seien und daß praktisch Immer die Parteien mit wenig Punkten am besten abschneiden... Man kann sich auf Wahlen gefaßt machen, wie sin selbst Rumänien noch nicht erlebt hat. Wenn überhaupt von ernsten Gegnern Gogas gesprochen werden kann, so können das nur di« Leute Codreanns sein. Er verfügt über eine disziplinierte Tr.rroristengarde. die den „Lancier*1, Gogas sicher überlegen ist Ob sie aber die Vorteile wettmachen kann, die Goga durch die Verfügung über den Verwaltungsapparat genießt, ist fraglich. Eine Änderung des Systems ist jedenfalls nur nach der radikaleren Seite möglich. Was will Amt König? Et hat Goga mit etwa« mehr als 9 Prozent der Mandate zum Ministerpräsidenten ernannt. Er hat Rumänien ,iem Faschismus ausgeliefert, obwohl sieh für alle faschistischen Parteien zusammen nur 26 Prozent der Wähler ausgesprochen hatten. Warum sollte er, selbst wenn der Faschismus wieder In der Minderheit bliebe und auf alle < Gruppen zusammen nur etwa 86 oder 40 Prozent und auf Goga. nur ein Teil dieser Stimmen entfiele, auf einmal die Sprache der Ziffern respektieren gelernt haben'l Er hat Goga ernannt, weil er den Faschismus will und well Ihm Goga sympathischer tot als der andere, der nationalbolschewistische und antidynastische Faschist Cornelia Zelea-Codreanu, Der Faschismus rntisemitüseber Prägung beherrscht Rumänien. Seit der Ernennung Gogas hat er auch die Führer der repräsentativen demokratischen Partei, der Nationalzaranisten, ergriffen. Er ist zu einer elementaren Kraft geworden, der sieh auch der König rdcht entziehen könnte, selbst wenn er wollte, selbst wenn er nicht auch selbst in automatischen Oedankengängen befangen wäre. So ist es heute kt Rumänien: Es gibt dort nichts als Faschismus. Die Ernennung Gogas war einem Staatsstreich sehr ähnlich. Staatsstreiche wurden aber noch nie durch Wahlen rückgängig gemacht. Fallen die Wahlen nicht nach Wunsch aus, so kommt eben ein neuer Staatsstreich. Es könnte höchstens noch darüber diskutiert werden, wer den Staatsstreich machen wird: wieder der König, um seinen Mann an der Macht zu halten, oder Corneliu Zelea-Codreanu mit, seiner Eisernen Garde, die nicht mehr lange warten wird, daß man sie zu den lange versprochenen Taten führe. Die Juden in der Tschechoslowakei Von unterem Prager B.-M«arbrftor*) ln der sehr tschechischen literarischen Zeitschrift „Pfitomnoet“ („Die Gegenwart“) erschien in diesen Tagen aus der Feder F. Peroutkas ein aufsehenerregender Artikel über „Tschechen und Juden“. Man weiß vielleicht außerhalb der Tschechoslowakei nicht, wer Peroutka kt und was sein Wort bedeutet. Hier geht es nicht um irgend einen unbedeutenden Leitartikler eiues kleinen Provinzfolättchens, sondern um eine Persönlichkeit aus dem Ideenkreise um Masaryk, die schon in vielen Fällen, zuletzt ak Anwalt der politischen Emigranten, einen sehr gewichtigen Beitrag zur öffentlichen. Meinung geschaffen hat, «inen vollständig unabhängigen Schriftsteller. Poroutka untersucht die Situation der tschechoslowakischen Judenheit, wobei er, ebenso wie sein großer Lehrer Masaryk. den Antisemitismus als barbarkrlie Erscheinung mit dem Verstände ablehnt. Das Problem des Fremdseins dem Juden gegenüber, die gefühlsmäßige Ablehnung des Jüdischen beherrscht ihn ebenso, wie sie Masaryk beherrscht hat. Peroutka definiert, daß der moderne Antisemitismus ein Minderwertigkeitskomplex kt und findet »ehr ironisch« Wort* für den angeblichen Kampf gegen die „jüdische Vorherrschaft“, Er konstatiert, daß der Tscheche diesen Minderwertigkeitskomplex bis heute nicht kennt, weil in de- Republik eine stillschweigende Übereinkunft zwischen Tschechen und Juden bestehe, daß nämlich der Anteil der Juden auf allen Gebieten des öffentlichen Lehens. Wirtschaft und der Presse jeneD Anteil nicht übersteigert, der überall auf der Welt, drt« Kriterium für ein reibungsloses Zusammenleben zwischen Juden und Nichtjuden bedeut«. Für Peroutka wird das Wort „Ed“ (Der Jude) mit kleinem Anfangsbuchstaben geschrieben, womit bewiesen werden soll, daß, solange es die Juden der Tschechoslowakei verstehen werdet), sich ln den ihnen zugewiesenen Grenzen des ökonomischen und politischen, des sozialen und kulturellen Lebens zu bescheiden, eine Judentrage in der Republik nicht aultaticben wird. Er gesteht sehr freimütig, daß der Rat, den er den tschechoslowakischen Juden gibt, «eibet darauf zu dringen, daß die Landesgrenzen hermetisch abgeschlossen werden müssen, um jede neue jüdische Immigration zu vermeiden, war nicht, human, aber vom Stand- *) Siebe „Stimme“ vom 2 Februar. punkt des Staatsvolkes und der Juden selbBt eine zwingende Notwendigkeit sei me Lage der ostslowakischen und harpatortisstschen Juden Der Artikel Peroutka« hat, wie schon wähnt, in der gesamten Presse de« Landes Beachtung gefunden, ein Beweis dafür, daß die Behauptung, die Republik kenne gar kein Judenprobism, auf sehr schwachen Füßen steht. "Wenn wir von der Rechtspresse ganz aheehen wollen, welche die Ausführungen Pmoutkass unter der Balkenüberschrift „Sogar unsere linken Journalisten bekommen Angst vor den Juden“ bringt, scheint, es doch gar zu bequem, ein Problem, da« eo brennend geworden ist, durch die Forderung nach dem etatue quo zu lösen. Ganz abgesehen davon, daß die Argui tierung Peroutkas nicht, stimmt, denn könnte sonst, in Italien, mit seiner schwindenden jüdischen, vollkommen assimilierten Minorität, ein Antisemitismus besteben, der in den letzten Monaten a< unrohigende Formen angenommen ganz abgesehen davon, daß die Behauptung dee ruhigen Nebenanderlehens lediglich ein Proportionsproblem sei, übersieht Peroutka, daß im Osten der Republik die Verhältnisse, unter denen die Juden leben, so furchtbar traurig sind, daß die Forderung nach dem Weiterbestehen dieser Zustände einem Rückschritt gleichkommt, dessen erbittertoter Feind bisher gerade der ~reie um Peroutka gewesen ißt. Das tschechoslowakische Judentum existiert nur von Gnaden der ostslo rakii : heg und rpaton Juden: deren Bevölkerungsüberschuß allein erhält überhaupt noch die Judenheit der ganzen Republik. Und wer einmal nur die unvorstellbar armen Karpatendörfer gesehen hat, wer nur einmal Gelegenheit hatte, mdt diesen jüdischen Menschen, Taglöhnern und kleinen, besitzlosen Handwerkern und Gelegenheitsarbeitern zu sprechen, wer, wie der Verfasser dieses Berichtes, die Möglichkeit hat, vor allem d’c Jugend aus dem Osten der Republik keimen zu lernen, der versteht nicht, wie der Humanist Peroutka seinen rechtschaffenen Ypreuch, einem bestehenden, europäischen Problem näher zu kommen, mit, so untauglichen Mitteln unternommen hat — mit dem Verschweigen von Zuständen, zu deren Abhilfe ein Mann, wie Percutka, seine ganze Persönlichkeit einsetzen würde — wenn er diese Zustände kennen würde. Hunger, Hunger Mac darf niemand einen Vorwurf daraus machen, daß das Judentum in Karpatorußland hungert; es hungert der rueeinische Gebirgsbauer genau i hungert der slowakische Landarbeiter, dem die Möglichkeit genommen ist, wie vor dem Kriege Saisonarbeit in der ungarischen Tiefebene zth finden. Das Land ist arm, unerechlossen und lag bis heute abseits, vom Wege. Wenn man sich aber mit jüdischen Fragen beschäftigt, dann soll man es sich nicht so einfach machen; die Entvölkerung der jiidiscbenLandgemeinden in B ü h men und Mähren ist gewiß ein Mittel, um die Reibungsflächen zwischen Juden und Nichtjuden zu vermindern, doch scheint dies weniger im Charakter des tschechischen Volkes, als vielmehr in der soziologische!! und wirtschaftlichen Entwicklung *W tschechischen Judentums zu hegen. Es stimmt, daß der Tscheche im allgemeinen ein viel zu ruhiger und politisch geschult« Menschenschlag ist, um kritiklos demagogischen und verhetaerischen Schlagworten zu folgen — das scheint aber weniger ein Verdienst der jüdischen Bescheidenheit, als vielmehr dem Umstand zuzuschreiben zu sein, daß bisher die große Tradition Masaryks und I Zionisthdre Bezirkssektion und WIZO 4/5, Hauslabg. 2. Montag, 14, Februar, V,P Uhr abends; Staatsrat Dr, Deslder Friedmann, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde, Dr, I. H. Körner: »Die politische und wirtschaftliche Lage der Juden« I die Ideen BeneS* und Capeks ta Volke lebendig sind. Oer Schtchsalswinkel Im Osten Man darf nicht vergessen, daß die Tschechoslowakei ja doch in Mitteleuropa liegt, un i daß die Zeit, in der wir leben, die jüdische Frage zu ein« Tagesfrage gemacht hat. Da nützt keine Bescheidenheit, so sehr gerade wir Zionisten Wertdarauf legen, daß der neue jüdische Mensch da« Bewußtsein «eines Werte« nicht durch die Auffälligkeit «eine« alltäglichen Lebens, eondern durch die opfervolle, widerspruchslose Mitarbeit am großen Werke des Neuaufbaues seines eigenen Volke-« leistet. Mit dem Verkriechen hinter angeblich wettergeschützte Winkel schafft, man das Elend von Hunderttausenden nicht au« der Welt — und Peroutka könnte ebenso wenig schweigen, wenn «einem Volks täglich neues Leiden auf erlegt wird, wie wir schweigen können. Im Osten der Republik, in Karpatorußiand, entscheidet sieb das Schicksal der tschechoslowakischen Judenheit Zwischen Eger and Jasina liegt eine ganze jüdische Welt; so klein sie ist, so bestimmend für da« Leben der Juden und aller übrigen Völker der ganzen Tschechoslowakischen Republik wird ee «ein, ob ein Weg gefunden werden kann, um die quälenden Fragen der Existenz der jüdischen Bevölkerung, vor allem der Jugend, in den Dörfern und kleinen Städtchen der Karpaten sicberzustellen und auf eine mögliche Basis zu stellen. zweig begonnenen Übertragung der hebräischen Bibel in sein geliebtes Deutsch arbeitet — diese vier, fünf und mehr Gestalten sind nur die Entfaltung einer schöpferischen Substanz, die schon in dem welt-hungrigen Wiener Hocbecbüler, ja schon in dem ahnungsvoll den Frommen und Gerechten begegnenden Knaben ptäformiert war. Zn den für die Sehnsucht der jüdischen Seele so bezeichnenden Elementen; Gegenüberetehen, beziehungsweise Zueinanderkommen von Mensch und Gott (Chassidismus) und welterobemdo Weitoffenheit Haskala) kommst aber noch ein drittes, das nationale Moment, welche« erst dem Buchenden und schweifenden Jüngling den Halt gibt Ist ihm der Zionismus die Schale, die den jüdischen Wesenekera schützend umgibt? Ist er ihm Inhalt, letzte« zu erkämpfendes Ziel, wie den Nur-Poütikera? Zionismus ist, für Buber Gestalt und Gehalt, ein Gebäude das Raum bietet für den ganzen jüdischen Menschen. „Daß mich der Zionismus erfaßte trad dem Judentum neu angelohte, war nur der erste Schritt“, bemerkt, er 191S in seiner kleiner; Schrift über seinen Weg zum Chassidismus: „Das nationale Bekenntnis allein verwandelt den jüdischen Menschen nicht: er kann mit ihm ebenso «oelenarm, wenn auch nicht ebenso haltlos «ein, wie ohne es. Wem es aber nicht ein Genügen, eondem ein Aufschwung, nicht eine Einfahrt in den Hafen, sondern die Ansfahrt aufs offen« Meer iet, den vermag es wohl der Verwandlung zuzuführen. So ist es mir ergangen.“ Verwandlung — Wort, das den Künstler verrät, dem sich alles, wa« je seine Seele betrifft, unwillkürlich zum Weltbild formt, wäre nicht „Umkehr“ (sozusagen „tesehuwah“) Standes der urjttdischen Seele wider die für den jüdischen Künstler ein noch Rationalisierung de« Innentums, wider die bezeichnenderes Wort gewesen? „Die Au«- Mechanisierung der äußeren Tätigkeit Verbauung dieser Weltanschauung ist (Be -danken. Aber sollten wir nicht ihm, dem Pflicht der inneren Agitation“, erklärt er (Gott sei’« gedankt!) noch rüstig Lebenden schon 1899 auf dem HI. Kongreß ate Redie Dankesschuld abstatten, wo die Älteren, ferent des Agitationsausschusses. ..Sie eoü wie A. D. Gordon, unbedankt oder zu dafür sorgen, daß dieser großartige Komwenig bedankt, wie Bialik, von uns geplex von Ideen aller Art (eben der Zioniegangen sind? Dein Weetjuden vor mus) sich zu voller Größe auswachse und allem, der nicht das Glück hat, gleichsam in subtilster _ Feinheit, herausdiffereaziere. mit der Muttermilch all die Schätze der jü- Die durch die äußere Agitation GewondIschen Tradition mitzubekommen, war nenen sollen nicht Zionisten sein, wie man (und ist zum Teil noch) Bubers eehriftstclkonservatlv oder liberal ist, sondern wie lerisobee Werk ein Lebensquell, der ihn man Mensch oder wie man Künstler ist. mählich auch den Urquellen des Judentums Dies soll durch die inrere Agitation, durch näherbringt. Noch immer mögen die Pflege der jüdischen Kultur, durch Volk»-loh assi di sehen Schriften dieses erziehimg bewirkt werden.“ | Mittlere zwischen Ost und West für den Welch seltener Glücfesfall, wenn einer, Sechzehnjährigen, der im Widerstreit zwiwie eben Buber, sich auch nach vierzig sehen Assimilation und zu nichts verpflic-hwecheelvollen Jahren nicht genötigt sieht, tendem nationaljüdiechem Bekenntnis heranaueb nur ein Jota von den Formulierungen wächst, ein „Sesam-öffne-dic-h“ bedeuten, seiner Jugend wegzunehm-n! Ist die in Padas ihm den Blick schärft, auf daß er des lästina so herrlich aufgeblühte neue funkelnden Gatteslebens hinter anscheinend Volkskultur, mit ihren Musikfesten, toten Buchstaben und Bräuchen gewahr Theatern, Museen, Schulen nicht ein Segen, werde; noch immer wird der Zwanzigjährige wie ihn sich die Kulturrionisten um 1900 mit Genuß und Gewinn die „Drei Reden kaum hatten träumen lassen?! Da steht über das Judentum“ in sich aufdie hebräische Universität, Bub«' (vornehmen, worin die Überwindung der unheilmals deutscher Professor in Frankfurt a. M.) vollen, alle Möglichkeiten von Gut und gehört ihrem Kuratorium an und hält Gast- Böse zulassenden Polarität des Volkes und Vorlesungen auf dem Skopusberg; da führt Israels Heiligung gefordert wird — um der die „Habimah“ moderne hebräische Gesamtmenschheit willen. Für den Dichter auf; da zaubern jüdische M a- Erwachsenen aber bedeutet Buber, sowohl ler die flimmernde Schönheit des altneuea Werk als auch Gestalt, ein Stück in die Landes in kräftigen Farben auf die Lein- Zukunft weisende Vergangenheit. Wie von wand — das schöpferische Ich des «lösten einem Rundfries liest er die jüngste Ge- Juden feiert den Werktag als Fest! jschiehte de« Zionismus, nein, des Jaden- Gewiß, Buber ist nicht der einzige unditums, nein, der Menschheit am» den dreißig alleinige, dem wir die Entfesselung des Auf-1 oder mehr Buchveröfientliehungen heraus, in denen eich die trotz aller etwaigen Irrtümer reine Gektseele Bubers manifestiert, „Kampf um die Seile Israels“, diesen Titel könnte die Bücherfolge tragen. Hat Buber den Kampf nur von seinem Schreibtisch aus, gar in den schwindelnden Höhen der Dialektik geführt, wohin ihm der einfache Mann nichtfolgen kann? Zum Lobe dee Kämpfers sei es gesagt, daß eT sein Herz nie mit Unnahbarkeit umgürtete, daß er gerade in Gefahrenzeiten (ach, wie haben ihn doch gerade seine christlichen Freunde und Mitstreiter für ein utopistisches Weltmenschentum verfasse« und verraten), ein Leidend« unter die Leidenden sich mengte und ihnen die göttliche „T r ös t u n g Israels“ verdolmetschte, bescheiden, wie jener Rabbi Jecheskel Landau, d« zu Piag der Gemeinde statt Tiefsinn der Deutungen und Scharfsinn der Erörterungen nur ein „Helft!“, „Helft“! ztirief und der den sich daro-b Wundernden endlich das Gleichnis von dem dreifüßigec Tisch erzählte, dem man, da die Tischfüße zerbrechen, nach und nach diese Füße kürzen muß, auf daß er stehen könne: „Unsere Weisen sagen: .Auf drei Dingen steht die Welt: au! der Lehre, auf dem Dienst und auf den Taten der Liebe.* Als das Heiligtum zerstört wurde, brach der Fuß des Dienstes. Da stützten ihn unsere Weisen, indem sie sprachen: ,D« Dienst, mit dem Herzen, damit ist da« Beten gemeint.* Wenn nun ab« die Taten der Liebe hinschwinden und der zweite Fuß Schaden litt, wie soll die Welt da noch beharren? Darum bin ich aus dem Lehrbaue weg und auf den Markt gegangen. Wir müssen den Fuß der Lehre verkürzen, daß der Tisch de? Welt wieder standhalte.1*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.