Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 727 (2.2.1938)
- Date
- 1938-02-02
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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Preisausschreiben Der Zionistische Landesverband für Oster» reich schreibt für den Entwurf einer Serie Verscblußmarken aai Gunsten des Keren Haowed, darstellend Motive de* Landwirtschaft, des Gewerbes und der Kulturarbeit in Erez Israel, mit der Wertbezeichnung von 50 Groseben, 10 Groschen and 2 Groschen, folgende Preise aus: 1. Preis: S *o.~ 2. Preis: S 10.— 5* Preis: S §.— Bedingungen: Ke Entwürfe sind, Kennwort versehen, an die Redaktion Ws spätestens 10. Februar L j. einzusenden, über die Annahme der Entwürfe und die Zuerkennung der Preise entscheidet ohne jeden Rechtsanspruch eine vom Zionistischen Landeskomitee eingesetzte Jury. Mit der Zuerkennung des Preises erwirbt der Zionistische Landesverband für Österreich auch das alleinige Recht der Vervielfältigung. abends, im Fasteaale des Caf6 Central: Var-! Außerdem findet, an den vorläufig nachanstaltung der Hfetadruth Ivritb: Bistritzkyjstehend fixierten Tagen ein Jugendseminar Abend und Hebräer-Tagung. Eröffnung:’ statt: Mittwoch, den 2., Samstag, den 5., Prof. Jona, Gelernter; Dr. Chaim Tarta- Sonntag, den 6. (vorbeha’tlich des Ansialk «wer: Der Dichter Nathan Bistritzky; Hilde eint» Tijul mit BfctriteKv), und Montag, Duiitzkaja: Hebräische Lieder; Nathan Biden 7. Februar (Abschluß des Seminars), «tritzky: Pionier des Hebräischen, wo bist Ort: Jiid. Klub der Jung«. I.. Kai Nr. 3. dur Dkkuwioj- _Zeit: Hl bis 8 Uhr, 40 Jahre Makkabi-Turnen , wai 5® Jahr« 1898, als die Wiener, Kommunallehrer Rudolf Po llak anverjüdi sehe Studentenschaft, einerj traut wurde, der in der Wiener-Nenstädter seits unter dem wachsenden Druck des 1 Militär-Turn- und Fechtlehreranstait seine unter der deutschen Turnerschaft sich ausj Ausbildung erhalten hatte. Die Periode der breitenden Antisemitismus, anderseits aber,' vollständigen Konsolidierung des Vereines unter dem Eindruck der faszinierenden Per-j begann aber erst, als 1901 der damalige erste sönlichkeit Dr. Theodor Herzls und sei-1 Schriftführer Hofrat Dr. Ludwig Werner ner Idee dem Gedanken nahetrat, der eige-1 zum Obmann des Vereines gewählt wurde, nen körperlichen Ertüchtigung besonderes Seinen unausgesetzten Bemühungen war es Augenmerk zuzuwenden. Es entstand bald | zu verdanken, daß der Verein?n den r Tätigkeitsgebiet. Ersten jüdis weitert wurde. dem Vorsitz des Mediziners1 folgenden Jahren - der Turnverein! wart dessen i eine; . . „ Institution . . B-freiung des Ver- ’OTi seinen drückenden Gründungs- Der Kampf gegen die Assimilation ln der Turnerschaft ■iiiiiiiiiiiiiiiiiiriiii j jjje Gründung einer eigenen jüdischen ili ich ver-; Turnerschaft war aus nationalen Rücksichslowakische! ten ®° I“ebr geboten, als nach dem Ausgeschmlnktcs Bild zu geben, suchen, das Wissen um dies«, - -- und karpatliorussische Judentum, da« für I scU«ß der Jaden aus der Deutschen Turnerjede jüdische Bewegung Mitteleuropas von schaft sich in wien <*®r Deutech-österreiebi- Bedeutung sein kann, zu ergänzen und zu - sc^e Turnverein gebildet hatte, dessen Mitberichtigen. So wie sich in den Bergen und fUedsofaaft zum überwiegenden Teil allgemeinen schulden und stellte das finanzielle Gleieh- ' gewicht her. Im Jahre 1902 konnte der Erste Wiener jüdische Turnverein seine turnerischen. Leistungen der jüdischen Öffentlichkeit vorführen; cs fand das erste geregelte Schauturnen jüdischer Turner im Hotel Äavoy statt. Tälern der Karpaten da« Völkergemisch de« alten Österreich erhalten hat, so verharrt auch hier das Judentum in alten und ältesten Formen, die nur ganz selten abgelöst werden durch das Moderne, sei cs mm in nationaler, wirtschaftlicher oder religiöser Hinsicht. (Fortsetzung folgt.) Die Arbeit dies Keren Kajemeth Nachstehend geben wir die Daten der nächsten in Aussicht genommenen Veranstaltungen mit Nathan Bistritzky bekannt: Mittwoch, den 2. Februar: Besprechung aktueller Fragen mit der Landeskomm«don des KKL, den KKL-Kommfasftren und den WIZiO-KKL-Referentinnen (KKL-Büro, 8 Uhr). Donn erst»gj den 3. Februar, K5 Ubr nachmittags, Jüdische Künetlerspiele, II., Pratetstraße 34: Die Frauen und das jüdische Schicksal. (Für Frauen, frei zugänglich.) Donnerstag, den 3. Februar, 8 Uhr abends: Vortrag im Israel. Humanitäteverein. (Geschlossene Veranstaltung.) Freitag, den 4. Februar, Hotel Continental, II., Taborstraßo 2, 8 Uhr abend«: Onegg - Sabbath. Regiekarton nur im Vorverkauf beim Keren Kajemeth und den KKL-Referr' ten der Leopoldstadt und der angrenzenden Bezirke. Einen rech», merklichen Aufschwung nahm Samstag, den 5. Februar, 8 Uhr der Verein, als die turnerische Leitung dem Ein trauriger geschichtlicher Gedenktag Besondere Bedeutung gewann jedoch, die erste, zugunsten des Turnhallenfonds arrangierte Veranstaltung, da Theodor wesend war. Theodor Herzl sprach sich über die Disziplin und die Strammheit bei der Vorführung der Übungen in der anerken- . nendsten Avise «us und erklärte, durch diese i Vorführung prachtvoller jüdischer Jugend sieh im Innersten erfreut und beglückt fühlen. Leider sollt« dieses Schauturnen einem traurigen geschichtlichen Gedenktag werden, denn es war die letzte jüdische öffentliche Veranstaltung, bei der Theodor Herzl anwesend war. Um so niederschmetternder traf die Turnerschaft die Nachricht von dem jähen Hmscheio-n Herzls, war doch kräftigen Anregungen Herzls Juden bestand, die aber trotz aller Ablehnung durch die Deutsche Turnerschaft nicht von der schwarz-rot-goldenen Fahne lassen wollten. Dieser deutsche Verein,- der fast! ausschließlich mit, jüdischen) Geld konsti- ] tuiert wurde, galt in den Wiener biin liehen Kreisen als jüdischer Verein. Es - ... daher um so schwieriger, die Notwendigkeit der Schaffung eine« im nationalen Sinn jüdischen Vereines in Wien zu propagieren und für diesen Gedanken insbesondere in der Wiener jüdischen Bürgerschaft Freunde zu werben. Die ersten Jahre der jüdischen Turnerschaft waren dalier ausgefüllt mit dem Kampf um die materielle Existenz, und mehr als einmal stand der Erste Wiener jüdische i. , ,, - , Turnverein vor der bangen Frage, ob es Ir1 ihm möglich sein werde, sich zu behaupten, j J JJ S fÄ Arbeit der Vereinsmitgkoder und der großen, VeruiB) der später den Naffien kabi“ annabm, gelang es, in zäher und opfervoller Arbeit, da» Interesse der breiten jüdischen Öffentlichkeit derart zu gewinnen, daß die W inner jüdischen Turnvereine moralischen Unterstützung zu verdanken, die dem Verein durch die Gründung der ofliziellen „Jüdischen Turnerschaft“ und durch den Wetteifer mit anderen inzwischen gegründeten jüdischen Turnvereinen zuteil wurde. Da« offizielle Judentum Wiens dagegen begnügte sich in diesen ersten Jahren der jüdischen Tumbewagung damit, durch eine mäßige Subvention den Verein als nnterstützungswürdig anzuerkennen. Katzen nach Vogelnestern suchten, unter mir eine wüste Auseinandersetzung zwischen zwei unsichtbaren Hunden und um mich geisterhafte Fledermäuse. Nie habe ich auf einer Veranda mehr Fledermäuse gesehen als in dieser Nacht. Zuerst versuchte ich —• an aller Zoologie bereits desinteressiert — diese fliegenden Stoffetzen zu verjagen, wobei ein größeres Gurkenglas, in dem sich eit: Kumäleon mit seiner Familie aufhielt, über die Veranda hinunterging — die Hunde verschwanden daraufhin — und ein Sessel durch den Bruch eines Beines jede« Anrecht auf den Namen eint» anständigen Sessels einbüß te. Kant zehen schrien einander mir Unverständliches zu, Kamele und Rinder brüllten irgendwo und Schakale, weinten t der, denen etwas passiert, war, als ich, ein verzweifelter Reisender auf der Veranda, die mein Freund, irrtümlicherweise anscheinend. von innen abgesperrt hatte, so daß ich mit diesem ganzen gottverdammten zoologischen Garten ausgesperrt war, anf- und ablief. Man wird verstehen, daß meine Laune sich rapid verschlechterte, denn ich hatte einen zehnstündigen Ritt vor und eine achtstündige Autofahrt, hinter mir. Leider hatte ich nicht allzu lange. Zeit, mich meiner verzweifelten Stimmung hinzugeben, denn ich machte, da ich versuchte, meine einzige, kunstgerecht aus dem Moskitoslarvenbeobaehtungsaimarium wieder herausgezogene Zigarette anzuzünden, eine interessante Entdeckung: Vom Rande der Veranda zog sich ein schwärzet Band, da« ich am /bend nicht bemerkt hatte, zur Hauswand Es war aber — beim näheren Hinsehen konstatierte ich es mit Genugtuung — kein Band, sondern ein Zug jener riesigen Ameisen, deren fünf — aus den soziale). . . , erzieherischen Institutionen des Wiener; Judentum« nicht, mehr wegzudenken sind, j Tausende von jüdischen Jünglingen und Mädchen sind in den vier Jahrzehnten des I Bestände« de:. Makkabi durch diese Vereine j gegangen, haben hier gediegene körperliche lind sportliche Ausbildung genossen und darüber hinaus auch vielfach geistige Belehrung und Anregung empfangen. Bedent ten de Persönlichkeiten des Wiener Juden- Biß nur ganz geringe« Vergnügen bereitet, j tums sind in der Leitung des Makkabi-T Auf alles gefaßt, folgte ich dem Band und | vereine tätig gewesen, so daß der Makkabi hatte mich nicht getäuscht,: es mündete I nach außen stets io würdiger Weise repräselbstverständüch im Zuckersack meines sentiert war. Die Wiener Israelitische Kul- Ou erste jüdische Schauturne» Gepäcks. Daß ich hei dieser Gelegenheit zwei ganz bestimmt der Familie der Riesenkröten angehörige Individuen, wenig duftend und schleimig, auf meinem Bmu-orrat sitzend vorfand, wäre noch angegangen, wenn mich nicht infamer Hunger geplagt hätte. Zu meinem Glück fand ich in einer Ecke der Veranda einen Topf, dessen Inhalt wie Honigaussah. Mit großem Appetit aß ich ein gehöriges Quantum, wobei ich die Entdeckung machte, daß man in dieser Gegend Rosinen in den Honig einlegt. Es waren aber keine Rosinen, sondern eine ‘ kleekliehe Anzahl von Hornissen, die Honig erstickt waren, wie ich hinterher Gelegenheit hatte, u konstatieren. Sie hatten aber Immerhin ganz passabel geschmeckt. Ich werde daher in Zukunft nur Honig mit Hornissen essen. Inzwischen war rot das Licht des Tages über die Berge herüber gekommen, so daß ich zur rechten Zelt auf dem mittleren Sessel, der den gewichtigsten Teil des Körper« zu tragen hatte, einen Skorpion begrüßen konnte. Trübselig setzte ich mich auf das Geländer und starrte verzweifelt in das rotentzündete Auge der Sonne, die sich breitspurig und zufrieden, wie jemand, der über Sandfliegen, Moskitos, Fledermäusen, Skorpionen und Ameisen steht, über den Berg hinauf schob. Seit dieser Nacht in Rosch pinnah ist mein Bedarf an romantischen Nächten gedeckt Zoologische Gärten hingegen besuche ich überhaupt nicht mehr. tusgememde hat die überragende Bedeutung dieser Institution in den letzten Jahren gewürdigt und den Bestand nach Kräften gefördert Wenn die Wiener jüdische Turnerschaft ihr vierzigjähriges Bestandsjubiläum Sonntag, den 13. Februar, begeht und ihre Freunde aus diesem Anlaß in die Sophiensäle zu einem großen Schauturnen einlädt, so wird dieser Anlaß ohne Zweifel neuerlich die große Anziehungskraft einer Organisation beweisen, die alle ihre- Kräfte daransetzt die jüdische Jugend trotz der Schwere der Zeit glücklich und gesund zu erhalten. Die Prager Tagung der Neuzionisten Am 31. Jänner (abends) wurde in Prag der Nationalkonvent der Neuzionistischen Organisator., zugleich auch die Siebente Weitkonferenz der Union der Zionieten- Revi&ionisten (Har.ohar), mit einer Ansprache dos Präsidenten Wladimir Jabotinsky eröffnet, in der er u. a. ausführte: Die ~ “ ä, s s e n e m i g r <•* t i o n der Juden ist ht bloß eine Judenfrage, sondern ein W eltproblem. Die Zukunft Palästinas ist keine Privatangelegenheit der Mandatarmacht, sondern die gemeinsame Angelegenheit aller Staaten, die an der Lösung der Judenfrage interessiert sind und den Zionisbe jähen. Der Bericht der Royal Commission enthält brauchbare Körner und und wertlose1 Nr. 727. — Wien, Mittwoch, den 2. Februar 1938. Schalen. Zu den „Körnern“ gehört die An- , erkennung dessen, daß in der Balfour-Dekla*! ration das Wort „Nationalheim“, einen 1 Judenstaat mit jüdischer Mehrheit, und da« Wort „Palästina’ beide Seiten des Jordan bedeutete. Zu den „Körnern“ gehört auch j das Geständnis: „Es wäre lächerlich, sich einzubilden, daß die Regierung nicht imj stände sei, mit einem so schwachen und so! schlecht ausgerüsteten Aufstand fertig zu I werden“, sowie die Anerkennung, daß man im Ost- und Westjordaniand Boden- und Wasserf-.irschungen durchführen sollte, um Boden ca erschließen. j Zu den „Schalen“ des Berichtes gehört | vor allem der Teilungsgedanke I Ein seltenes Beispiel politischen Leichtsinns, | nie ernst überprüft, nicht einmal gründlich i durchdacht. Die Auswanderung der I A r a b e r, welche in diesem Gebiete beij nahe die Hälfte der Einwohner bilden, wäre, zwangsweise oder freiwillig, groß oder klein, als absolut ausgeschlossen zu betrachten. Jabotinsky teilte noch mit, daß er vor einigen Tagen an den Völkerbund eine Petition gerichtet, hat, in der die Forderung! nach „demokratischer Reform“ j det J-wish Agency erhoben wird. 1hweUkct* Bund schickeich meinländ? Diese Frage beschäftigt seit Erlassung des Jugendgesetzes alle Eitern. Insbesondere sind die jüdischen Eltern besorgt, denn der Eintritt in das österreichische Jungvolk ist den jüdischen Kudern — wie bekannt — nicht ermöglicht und die Schulbehörden sind veranlaßt worden, über die Zugehörigkeit der Schüler zu Jugendvereinen zu wachen. Bis jetzt steht ganz wenigen Jngendbünden das Recht zur Führung von Jugendgruppen zu. Jiigeudgruppen im Sinne des Gesetzes sind Vereinigungen von Jugendlichen bis zum vollendeten th. Lebensjahr. Die Schulleitungen haben in letzter Zeit die Schüler um ihre Zugehörigkeit zu anerkannten, das heißt, v-om Unterrichtsministerium mit Dekret genehmigten Jugendgruppen, befragt. Für jene Kinder, weiche noch nicht anerkannten Jugendbünden angehören, besteht nun die Gefahr, daß sie mit dem Jugendgesetz in Konflikt gelangen könnten. Der allgemein zionistische J ugendverband „Britft Zion“ (Vereinssitz: 1. Bezirk, Marc-AurcJ-' traße 5) sieht sich daher veranlaßt, bekamn-zugeben, daß mit Dekret des Bundesministerium für Unterricht Z. 37.745—1/4 vom 24. I. 1937, dem „Brith Zion“ das Rech» zuerkannt wird, Jugendgruppen im Sinne des Jugendgesetzes zu führen. Diejenigen Eltern, deren Kinder in diesem Bund organisiert sind, können beruhigt sein, daß die Schulleitung dit Zugehörigkeit zum „Brith Zion“ nicht beanstanden wird. Alle Auskünfte in dieser Richtung und auch wegen Neuaufnahme erteilt das Bundessekreta-riat nur auf Grund von schriftlichen Anfragen. Telephonische Auskünfte werden nicht, erteilt. Der Bund verfügt über Heime im II. V„ VH., IX-, X., XII.. XVI., xvm. und XX. Bezirk. Jüdischer Liederabend hi bunter Reihenfolge sang J, Begal- Rosenbach im Jüdischen Klub der Jungen Lieder aus Erez Israel und jiddische Lieder des Ostens. Hier Lieder der Chain zim, aus denender kämpferische Geist der palästinensischer: Jugend deuti ch in Melodie und Rhythmus spricht, vor allem der Marschrbytkmus in Dur, dort die traurigen lethargischen Weisen des gepeinigten Ghettojuclea in Moll. Segal-Roscnbaeh verste' f diese Lieder mit guter Einfühlungsgabe individuell zu gestalten. Besondere Ereignisse in Palästina sollen im Lied festgehalteu werden. So bewahren die „Schigunim Schambachai“ die Erinnerung an da« Wüten einer Araberhorde gegen eine jüdische Baumpflanzung, während der „Hymnus“ die ersten Ansätze eines Hafens in Tel-Aviv lobpreist. Charakteristisch auch das jemenitische „Schir Bachur“ aus der Feder Posners. Besonderen Erfolg brachte dem Konzertgeber da« Liedchen „Tili, tili“, in dem er sich, sowie in einigen anderen, als begabter Komponist vorstelite. Julius C h a j e s und Albert- Schwarz schrieben dazu eine passende Klavierbegleitung. Die verbindenden Worte trug Sprachmeister Zeiß mit ausgezeichneter Diktion vor. Mitwirkender de« Abends war Professor Josef Zimbler, der durch den Vortrag von Achrons „Hebräischer Melodie“ und Stücken von Braun, Barmas und Kirman dem Konzert eine höhere künstlerische Bedeutung verlieh. Lili R i e g 1 e r bewährte sich am Flügel als anschmiegsame Begleiterin. Das zahlreiche Auditorium spendete reichen Beifall, Ernst Winkler,