Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 724 (26.1.1938)
- Date
- 1938-01-26
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Ml* 2 Ml 9TMM1 Kr, 731 — Wien, Mittwoch, 86. Jänner 1988. malten Juden des Auslands geaian nimmt es den Juden fjhel, zu den Vnrgltngeß in Polen, zu 'romm uni Ohottobänken nicht in «Tillen. Das nimntt ciniger- »ijüder L>o; einer Regierung, die für ihre Volksgenossen in der Tschechoslowakei die stärksten diplomatischen Mittel anweadet Oie . Juden des Ausfas gleiche Recht, jf mit den Juden in Polen zu mnmfwttera! und gegen eine Behandlung anfzutnnen. die als scbiech tes Beispiel auf sie selbst zurück wirken Volksver Amerika Segen den Rassismus awcrovanäichc lijuemnir.isier lekee t ar ’ 1 ’t" t hi. Än mgron >, it dankenfreihoü glM un.i in denen dieee Fr* heit de« Gedankens . r=1 de« Wortes 'hin Diekriminienmg der eigenen Bevölkerung bezug »ul die Rasse, die religiös« oder p,, steche fiherze‘.mutig unterdrückt wird. ten de» Jo'dan denke®, damit rtfc Möglichkeit Mit entspreche:..!, n Entwicklung h"Ktehi. Träger deneuen jü.i' vhen Kampfes soll dann nicht mehr eine iknuatiMbe Ürgani.-atten sein, sondern ein nationaler Kongreß, gewählt von allen Ju i f ► m <■ ■ t precbetule Beziehung »an Prohhsn de» jüdischen Palästina, haben. Der Redner bezeichnete die Idee der Transferisruiur der Araber als absurd und erklärte *ue Gefahr des Panaxabisnras als ein SohrecRgespenat, Der ar&likohe Widerstand werde im Lande immer geringer, und d o r SD b «tsefcutz der J « d c. n werde die Sit.ua.tirm von Tag zu Tag bessern. Da das gesamte indische Volk Anspruch au! ein gesamtes jüdiscinee Land habe, müssen alle Kräfte in d-m Dienst geteilt werden, um die Idee der Verwirklichung zuzuftihren. 1 Die Ausführung«! Jabotiaskya wurden stellenweise durch lebhaften Beifall unterbrochen. Doch ist ali«n Zuhörern aufgefalten, daß sieb Jafcotia&ky in der Umstedlangsfrage in Wido-spruch zu allen schier früheren programmatischen Darlegungen gesetzt hat. Was er sonst auegeführt bat, ist nichts Neues, und diese Fragen gehören zum eisernen Bestand all« zioafetische® Di» > ‘onen Will er eine einheitliche Stellungnahme des nationalen Judentums, so muß er davon auagohen, daß außer der alten zionistischen Organisation keine positive Bezieh uiag ztun Palästina-Problem besteht. Die t-'n>w können rrnr innerhalb der zionistischen UrgaaL&tion geklärt werden. Bleibt er weiter außen, sc bleib; er auch weiter von allen Entoffen* Nu c Dank an Dr. Jakob Ehrlich Die zionistischen Mandatare der Israi sehen KuJiuszemeinde Innsbruck haben schlossen, dem Rat der Stadt Wien, Do! Jakob Chili <•für sein offenes und schieden©» Eintreten für di*. Hechte Tuteressen Jet .iudt-nsebaft Österreichs f ter'vun io otorei t o it (1 iudensi hart . Die Rektorswahl des Freiherrn von Schey Da* „Neue Wiener TagblaU“ veröffentlicht Erinnerungen an den kürzlich verstorbenen und aut dein jüdischen Friedhof bestatteten in rv<HTBgiti.den Kachtegelehrved mid Mitglied des alten örerrckiiischei' Herrenhauses «ioüef Freihem. v. 8 c h v - K o r o sn 1 a. Es heißt, dann- „Der Guns; Kaiser- Franz J osephs dürft. Schey in hohem Maße sieh erfreuen. »< daß anläßlich d«s Htoee-heiden? seines Schwagers Josef Enger — des berühmten Juristen — der Kaiser ihn in Privataudienz empfing, n ihm seine Teilnahme auszudrücken, und hin zufügte, daß es ihm .ein Bedurfte; gewesen sei, Schey als Vertreter der Familie zu sagen, wie sehr er den Verstorbenen geschätzt, in dem er einen wahren Freund verloren habe.“ Wie charakterfest Scney war. wenn es galt, seiner Überzeugung treu zu Heiben, bewies er, der sonst, fast schüchtern auftrat, anläßlich dos kaum bekannt, gewordenen Zwischenfalles bei der Rektorswahl i n d er Wiener Universität Als die juristische Fakultät bei der Besetzung des Rektorats an di» Reihe kam. nominierte diese Sehev als Kandidaten der wiederholt1 in Graz und Wien Dekan war so daß esich diesem Ruf nicht, entziehen zu »ollen j glaubte. Die theologische Fakultät! stimmte ohneweiters zu. hingegen wurden! weltlic 'äkiiitär „pri u * i^p i e 11 f v sofort ab und gerade e Kandidatur aufrecht gewählt und — ver- Jabotlnsky in Wien ' ■->!- der T.ur, Itwregiorung, -der i it'.'haf* M'wU' den Prä-Ute* *«! renvoin.te, Staofsra! Dr. Fried- •riißt hat», ergriff Jabotinsky das Tagung der Judenschaft Palästinas: Weizmann und Ben Gurion nach London Jerusalem, 23. Jänner. {Paicor.; Heute; Britannien morgen fand eine Sitzung des Waad Leumi i d e s j i s . statt, an der Dr. Weizmann, Mitglieder: Auf jyj, Weizmenne politische Ansprache der Exekutive der Jewteb Agency und die;{ofew, Diskussion, an der die Herren Vertreter aller lastrtutiotien de# Jlsdrow i R 6',,, 6 6 k i e. Suprasky Smi- und der Gemeinden in den Städten und! ian» k y." R.iaiei AI mal eh We i nhiedelung«! teiinaiimen. Dr. Weizmai» i # t. * i n, ‘ David Y t hin* und andere teil- Sneit eint lange Aa^racbe, to Verlauf! nahmen, TIctüsohton betonte auf? nachdrickuerer er miUeüte, er würde sich in Kürzet üchst« «eine Opposition p 9 "er, »me nach London begehen, unt in überein-; -p e i 1 ti rtir Paläetinae. ° Stimmung mit der vom Ziöiustmkongreß! angenommenen Resolution zu versuchen, die j Der NütiOIMlrat att äle bestmöglichen Bedingungen! _ m 1 für einen Juüenstaaf zu erreicheiL! DlÄSpOffi Er werde der Mandatarmacht mättellen,! der sit,niTl„ veröffentlichte der das Falasttnaproblem kön-“’— - - e Zustimmung des jüdisch i Wa; rk lär t nicht e fb Ben Zwis EröfSnungaansprache j Zwi, iffnet, .... sein«; Eröffnungsansprache darauf hinwies. daß in den zwei Monaten, die seit, der letzten Sitzung de» Waad Leumi ««strichen «ind, dreizehn Juden den; arabischen Terror zum Opfer fielen. Weiter berichtete er über seine kürz,liehen Besuche in Polen und Rumänien und erklärte, Jaß die Juden in beider. Ländern geschlossen hinter dem Jischuw ständen. Juden I in der Diaspora, besonders, in! Rumänien, Deutschland und Polen 1 IksscIiüftigt. In der Erklärung heißt ee. der Waad Leumi sendet der leidenden Jude»heit seine Botschaft, nicht den Mut zu verlieren. Er ruft alE zivilisierten Nationen zu einem Propst. g< gen die Judenverfolgungen auf. Ine Lage den jüdisch'’» Volkes ist darum verzweifelt, weil es kennen andere» Zufluchtsort als Erez Israel hat. *Tn Bezug auf die zi-omattehe politische: Situation führt die Erklärung au». daß das jüdische Volk niemals einem Minder hmtsstatus in Palästina zustimrnen wird. der Regierung. Rede Dr. Weizmanas ] Der Jfeobuw fordere ■ W e i z ju an t; führte in seiner An-; der politischen Dt» . .. ...v . 'ne aus. daß du Majorität, dr# Kon- Ende zu »et.zen. Schiießlioh ruft die Erklä- «v bisher uoei;. nicht iloe-r Meinung, rnng alle Gruppe® des juJise-lxen Volkes Iruck verliehen habe, weder auf die ■ auf. sich zu vereinigen und in dem Daher Mü I entscheiden den Kampf um die volle natioverptl'ri erklfiren. daß < Er i Majoj r.ale Freiheit in Eres Israel ß hinter der zionistischen politischen Führung Teil von' Pa läs t i nä” prin z ip j«l lj ” n i c ’n t i. u r « ck weise. jedoch eine j Be» GtlriOtt abgereist Verbeseerung des Planes der Peei-Kommiss io n verla-ner. und; Jerusalsm, 23. Jänner. Ben G »r i zwar eine Verbesserung in der Weit e, daß|*t beute nach London abgereist Doktor die fundamentalen Bodiirfaiese der Juden | W e i? m?. n n wird ihB. in Kürze f< N f , Ftt mnt* kbu'itru. nämhen. j * 1. Eine richtige strategische Verteidigung: wirtet bat'tllche Selbsterhaltung, und 3. beträchtliche Einwanderung in das Land, Man stehe vor der Alternative, entweder! epei in eine jüdische Minderheit in einem, ganz , eim'' s I: Palästina umfasseml«i Araberstaat oder {hat. eia JudeiwtiiHt in einem Teil von Palästina. | Er s"i sicher, die Mehrheit des jüdischen; Die ji Volke# würde die zweite M ögl i eh-| der e!getragenen Arbeitslosen in k ei t ’i.obk'ii, ohne jedoeb in irgendeiner! Te 1 - A > i v mehr als 2200 Iwträgt, wäb- WoDe auf ihre großen H o f f n u nj rend weitere 1200 Arbeitslose darüber hing e n f tt r d i o Z u kunft zu v e rj sus nicht eingetragen sein dürften und etwa z i e h i in. i 3000 keine ganztägige Besrbäftigung haben. Die nächsten zehn Jahre würden! Per städtische Erziehungsausst.huß versorgt »ntenheidend für die Zukunft des jüdischen 3000 Kinder mit freien Mittagsmablzeit-en, Volkes »eh. sag’-e I>r. Weizmann, und er'da die Eltern dieser Kinder außerstande wunsdue. Ab ganz zu erleben, uni den' sin 1 für si« zu sorgen. Trotz dieser ungün- Fortec-hritt dos jüdischen Volkes zu sehen.' stisren Verhältnisse wird da« im Laufe des T» jLeii Ion werde « erklären, daß diej Jahre* 1937 in Palästina investierte jrniirer: die glauben, das Paläetinaproblem, j ü d i s c h e Kapital auf etwa sechskönne ohne Zuelimmung dos jüdischen j MiII ion en Pf und geschätzt. T f.Ilce» <rc'.ösf werden, sieh in einem großen! ... ' " " T>“' tisc*e. | Die zwei Araber, die am 20. Jänner om Militärgericht zum Tode verurteilt wurden, sind heute im Gefängnis von Knisalem hingerichtet worden. Abg,-ordnete Frau Dugdal« ' dte°'Rtür-1-,.Vfe.neralfn.aj0.r W_avell hat das vom misch begrüßt wird? führt ißbuch von Mr. Ormebv Kilometer entfernten Ort Givat Schani begeben wollte, wurde auf der Straße von Onhekannten angehalten und beschösse a Ak der Fahrer sich anschickte, weiterzufabren, wurde dem YVagen eine Bombe nachgeworfen, die an der Außenseite explodierte und die vier Insassen mehr oder weniger schwer verletzte. Die Polizei, die von Passanten alarmiert wurde, hat bisher keine Spur von den Tätern entdeckt. Der Führer der britischen Faschisten, Sir Oswald Mosley, hat sich jetzt auf die antijüdische Propaganda in Palästina geworfen. Das Organ seiner Bewegung „Aetiou“ wird in tausenden Exemplaren au Privatadressen in Palästina geschickt, insbesondere aber an britische Beamte des Polizei korps, an Offiziere sowie an arabische und andere nicht jüdische Journalisten. Eine andere, vermutlich vom faschistischen Hauptquartier in London versendete Schrift, die in Ägypten der britische.!! Polizei und den britischen Truppen zuge.-teckt wird, trägt die Aufschrift „Das Geheimnis des Juden“. Die jüngste antisemitische Publikation, die wahrscheinlich auch aus Mosieys Lager stammt, kt das Pamphlet „The Britisher“, das in London ausgegeben wurde. Es wurde per Pos t allen britischen Beamten, Offizieren und Polizisten in Paläp t i ii a zu ge schickt Außerdem haben unbekannte ''Agenten Araber bestochen, damit sie das Pamphlet an auffälligen Plätzen in aik-s Militärkantinen niederlegen. „The Britsher' ist dadurch gekennzeichnet, daß es Bilder nach Art des Streichers eben ,,S türme r“ enthält Die palästineneischen Behörden sind bisher vergeblich bemüht festzusteiien, von wo aus diese ßetzliteratur vorteilt wird. Zur: stimmai na sich die palästinensische Regierung entschlossen, auf jüdischem Privatboden, und »war in Yaaroth Hast a t i o n zu errichten. Die klimatischen Voraussetzungen sind gerade in Yaaroth Hacarmel besonder# gegeben, weil das ganze Gebiet, vor allem der Hügel auf dem die Station errichtet wird, 450 Meter über dem Meeresspiegel liegt und für Wettermessuagen sehr günstig ist Die Station wird der Zivilfliegerei und auch den übrigen ähnlichen Organisationen dienen. Die Bulletins der Station werden in den verschiedenen Zeitungen erscheinen und außerdem im Jerusalemer Radio bei der Wettervoraussage Verwendung finden. Um die Resultate der Messungen der Station mitteilen zu können, hat sich dir: Palästina-Regierung bereit erklärt. eine Telepkonleitung nach Yaarotb- Hae:xr:nei zu legen. Es wird also bald möglich sein, sich mit Yaaroth-Hacarmel telephonisch verbinden zu lassen. Allerlei aus Eve% Israel!>ae Tlauptdirektorium dos Jüdischer >. t i o n a I f o n d s teilt mit daß ec vor ei iingenar.ii' bleiben wollend«: Persot e Spende von 5000 Pfund «haltet -ehe Presse meldet, daß die Zah ■kchor Kraft aufgebaut t o hunge i Zweifel darai I t:#cho Regierung Winsche. den Plai I einen Jude ' ' e englieche ^dannue I Müit'ärgerich*'in NaWu8 am 19- Jänner über . lasse keJ-h^?5! Al»-bir Z6g?a Tra*OT®. von Muili‘ brii für' verhängte Todesurteil bestä%t luezuhihren. Se betrachte| Bei einem Überfall auf einen Autobu an die Details de» Peeli in der Nähe von Jerusalem wurdet wurden i o c verletzt Der Autobus, >d Jerusalem nach dom etwa zehn Wir bitten für unsere altes und srbeittunfj® BtlndWIt om Spenden- Für di» blinden _iUehrer, Klavierstiramer, Korband Sessel- Sechter sowie Bürstenmacber bitten wir am Arbeit. Hüfsvereln der iflllscheii Bllndee Me jüdische Jugend Im Jungvolk Der jüdische Tarn- und Sportverband Österreichs tm „Makkabi-Weltverband“, hat Staatsrat Georg Graf T hum - VaDn rsina, Bundos-Jugendführtir des österreichischen Jungvo:kee, dir nachstehende Resolution der am 19. d. stattgefuad.-aeD Verbands leituogssitzung zur Kenntal» gebracht hat: „Der Jüdische Tarn- und Sportveriraud Österreichs begrüßt (he vom Bundes- Jugendführer das österreichfcchen Jnzigvolkef: angekündigte Zusamm e nfas# a ng der jüdischen Jugend Österreichs auf der Basis der Gleichberechtigung inoerhaib'des organisatorischen Aufh&ues der österreächischen Staatejugemd, wodurch ihre sitrlich-religiöse und vaterländisefie Erziehung gewährleistet wird.“ Aktion „Rettet die Jugend“ Herr Kar! Diener antwortet auf Aufforderung des Herrn L Friedländer mit S 8.— und lädt zu Spenden ein: Leo B&umann, Michael Brimmer, Joaef Elte», Dr. Hirschhorn, Ing. Wilhelm Fingerhut, Otto Gersii, Max Gärtner, Julius Goldfinger, Otto Gerstl, Max Gärtner, Benjamin Haller, Siegmund Halpern, Dr. Mäuler, Siegbett Krakauer, Ernst Uima, Dr. Gez* Landau, Michael Marguliee, Dr. Norbert Maules, Leopokt Miciutlk, 'lax Morgenstern, Eugen Sulzer, Moritz ichwarz. Leo Zloczower.