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Die Stimme · 1938-01-10 · Heft 717 (10.1.1938) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 717 (10.1.1938)
Date
1938-01-10
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Nr. 717. - Wien, Montag, den 10‘ reiehisc!i*ii Juden betrauten Faktoren — und da? ist, weder Herr Oppenbelin, noch Mrine Union1' — werden darüber zu wachen haben, daß die jüdische Jugend im österreichischen Jungvolk tatsächlich die gleichet- Rechte genießen wird, wie. die katholir.« he Jugend. Herr Oppenheim aber möge endlich die Öffentlichkeit mit seinen Anmaßungen verschaltem. Vor allem hat, die „Union“ kaum eine Jagend und zu den paar Buben und Mädchen stehen die langatmigen Erklärungen des Herrn Oppenheim schon in gar keinem Verhältnis, Die Überprüfung der Tätigkeit der söge nannten „Jugend-Union“ hat nämlich ergeben, daß nur einzelne Jugendliebe in Gesellschaft einer überzahl von älteren Herren und Damen festgestellt werden konnten Nach dieser Feststellung hätte man meinen können, daß den Herren der „Union ‘ der Mut für solche Erklärungen fehlen sollte. Aber weit geirrt. Die „Union“ hat ein Statut für eine neue1 Union-Jugend unter den Namen « Jugend- Krcfe“ der Behörde übergeben, ah ob man mit einem Statut und einem oF-r an~ detem, weniger durch sein Wissen als di» rb sein« in weiten Kreisen urtsvmpatiselio Art der Offc-nt:;ch'.-n Betätigung bekannten Religionslehrer eine Jugendbewegung machen könnte. Zieht man noch in Betracht, daß in diesem „Jagendkreis“ die eine oder andere Person aus ihrer früheren Überbetonten pol.tischen Einstellung in jüdischer« Kreisen keines wegs in guter Erinnerung ist. so kann man sich nicht vorstellen, wie der „österreichische-Wiener-jüdische“ Jugendkreis die vaterländische Erziehung besorgen soll und kann. Die Jüdische Jugend steht im zionistischen Lager. Herr Oppenheim will daran vorbeisehen. Die Öffentlichkeit wird an ihm vorbeisahen, Regierungsrat Dr, H. Oppenheim holt «Ich Sn der „Re'ehepost“, die »ich gegen seine Ergüsse über die jungvolkfrag«! in einer Wiener Tageszeitung wendet, folgende Abfuhr: Die ^sittlichen Grundsätze“ wären, wenn sie nicht im Christentum wurselt-en und iiu- ’Sf.” yi''ßf>r ms Jhri sich orientierten, eine höchst unsichere, wandelbare Sache. Den ChilMan gilteine christliche Erziehung ihrer Jugend als die Voraussetzung «iner sittlichen Erziehung, Dm österreichische Jungvolk will nun «her nicht die ihm selbstverständliche Christin-!),? Erzieher.:’ auch dei Jugend jüdischen Glaubens aufnötigen. _ Jüdischer Aktivismus Die britische Regierung zieht alle ihre früheren Erklärungen zu dem Teilungsvorechlag der Peel-Kommission zurück und deutet ein neues Verfahren an, das aber erst nach dem Bericht der neuen, noch abzusenöonden Kommission bestimmt werden soll. Ob der Teilurgeplan überhaupt abgegeben wird, ist nicht erkennbar, doch rückt die Regierung von ihm an. Sie hat der neuen Kommission die Instruktion erteilt, sich völlig frei zu fühlen. Dieses Verhalten London? schiebt die in bezug auJ Palästina zu «eilenden Lnta<‘beul ungen in weite Ferne, und der Zustand der Unsicherheit wird fortgesetzt Die» kommt unter den gegenwärtigen Vr-rRältuisscn einer Verschlimmerung gleich, die politische Konim ßdJwnng verzögert sich mul damit wird auch das Tempo der Aufbauarbeit ungüuHig beeinflußt Diese Entwicklung hat sich «chon in der ersten Zeit nach dem Züricher Kongreß ab gwetehnet und du- Stellender sogeuanntea Neinsager bestätigt. Die Begeisterung für die Teüung konnte »ich mcht lange buten jik) »enn auch große Teiie de? jüdischen Bevölkerung Pak;#?, na? tu ihrem bogreiflL-hen Streiken nach Ruhe und sreordneten Verhältnissen sich für den „Judenstaat' ier Mandatspolitik ' Die britische Rete u dichten Nebel gelagert hat,! itere Lockerung; allen anderen wichtig*« Problemen der Weitpolitik sucht sie «ich hier einer Entscheidung auszi-.v-eiobeD. Aber wie in allen anderen Fragerist auch hier das Zögern nur ein Ausdruck der Schwäche. England na? die arabischen Radikalen gewähren lassen und steh der Infiltration durch Deutschland und Itaiieo nicht widersetzt. Dms hat zu den Unruhen und zu ihrer Ausbreitung geffihrt Die# bat den Tailuagspian erzeugt, de**er. Schädlichkeit heute aneh die. britische Regierung einsieht, aber nach der antijüdischen Seit*: bin korrigieren will. Englands. Streben ist, das Mandat ui irgend behalten, um seine politischen nd i will s ' für s i Mandi gegebenen Verpflichtung Ibsen und den Juden ein garantiertes Ghetto zoweisen, das v.-ileioht'’ den Ehrgeiz einzelner Personen befriedigt, für das jüdische Volk aber in der ZakuiJi völlig wertlos wäre, weil ea kaum eine sichtbar.- Lösung der Not mit sich bringt. Für die Assimilantec von der Kategorie Herbert Samuels ist der nationale, alli:'-!i*cbe Inhalt d»s Zionismus ein rotes Tuch, für die Antisemiten Ist die Schaffung eines großen Judenstaates, der die Hälfte de* jüdischen Volkes umfassen und auf die Lage der ganren Nation einen wohltätigen Einfluß ft:-er. kann, ein unerträglicher Gedanke. Mit diesen Elementen will England einea Ziuagleich treffen. Aher da fei n«'»ch das jffdlscne Volk da»! ,ia, im Zionismus den Träger seines Willens, ( Vn E.-fuller «einer Hoffu ngec erkenr-t.; Da* ivi.se iw Volk ist durch die Ereignisse der Setzten Zeit, durch die Vorgätp in; Deutschland und Rumänien schwer betroffen. Aber diese Verschlimmerung im Lxü kann seine Halter zur Palästinafrage nicht beeinflussen und es nicht *um wtlfenlosen: V°rzteht bringen- Unsere ganze Geschichte ist Trotz und Widerstand gegen eine Welt von Feinden. Wir haben um erhalten, weil wir uns treu geblieben sind. Wir haben me verzichtet und werden dies auch jetzt nicht tun. wo doch der Zionismus den indischen Akts Visum« erzeugt hat Wir sind nicht so schwach und so ohnmächtig, wir haben noch die Kraft, da* zu verteidigen, was wir uns seifet genant haben. Wir haben den tmek besiedelt, bähen in Jerusalem, in Paula« und am Toten Meer festen Fuß gefaßt. In der Bail* -« -Erklärung _ wird ebenso wie im Mandat die historische Verbindung mit Palästina um; unser Recht auf dieses Land festgestellt. Daran halten wir _ uns i ÄÄ 36 Jahre6 alt* verhd-! f(t Vater zweier Kinder und seit 13 Jah-!m ’bei der Tel-Aviv* ***£*$£ I Der 20jährige Cbaim DutjJ. K‘ ™ar- 1 als er im Steinbruob von Giwat b-ji5aliiS*. * ir.e“,s ss;SS5r«Ä »;'> ” e „ f in. Krankenhaus seinen : u “g . Katz, der Mitglied der;io A^dahVar, war vor zwei Jahren s Ungarn in Palästina emgewandarti i für d s Recii Wir b’tten für nneere alten and arbeitsam sss!" "’s t ss Rochier sowie Büretenr-adter bitten wir um Arbeit Hiifsvereln der lüfliscüen » Tatsache, daß z . «P™ olkes die künftiger - Intrigen, Stimmen zum Weißbuch Die palästinensische Presse befaßt eich eingehend mit dam neuen Palästina-Weißbuch der engikohen Reiterung sowie mit den der neuer Untersuchungskommissuin erteilten Weisungen. Die Blätter schreibtm, -laß die Verwirklichung der Errichtung eines i'uljHien Staate« d*f T-b; Schaffung wie Pt i haben woran. Im Verlaufe «es aber können hinsichtlich anea und des. Planes der * jüdische* Staate« gftwW**, gegen da« jüdische Volk gerlohieto Anctarungeo Platz greifen. Die Exekutive der Jewfeh Agency stehe daher voi wichtigen Aufgafen; sie udSe:* diu Rechte des jüdischen \olkes mit ä ußerater W&.'-b- « a m k «! t verteidigen. „Dawar“ schieibt, die neue Erklärung der engltechcn Regierung mache trotz der vieler, Vorbehalte, di« eie enthält, den Gerücht« ein Ende, wonach Großbritannien die Politik der Sctaffcuc: 'teiee hl Eschen Staate* in Palästina nie-K fort tzr-n gedenke- ..naarez“ schreibt, dar, wei"' Die amerikanischen freie Eii k eit eil fiij solange k' sc nnter?/*L'metes Tele-, m sie ihre: Bestürzung Weißbuch, betreffend die n/j/./ift, Ausdruck gebt. Jaden fordern randerungsmöglicbile Juden nach Palästina, endgültige Lösung des Palästlnaprobleins gefunden s- Aus der englische» Presse Botschafter Dood über die deutsche Judenpolitik New York, 0. Jänner. (JTA.) Der amerikanische Botschafter Dodd, der als einziger aller in Deutschland akkreditierten , | ausländischen Diplomaten es abgefeimt hat. »1 dem letzten Nürnberger Parteitag beizuwoh- 1: ton und lieber auf seinen Posten verzich- 11 tete, als offizieller Z-ahörer der dort gefaal*! tenen antisemitischen Reden zu sein, klärte j nach seiner Rückkeb« aas Deutschland die I Gründe auf, warum er Deutschland verlassen hat Dodd, der bedeutende Historiker I und frühere Professor an der Universität Was kann der Vertreter der Vereinigten Staaten in einem Lande tun, in dem die religiöse Freiheit unterdrückt wird und unkontroiiierbare wissenschaftliche Meinungen sowie Rassenhaß gepflegt werden? Dodd fügte hinzu, daß zahlreiche hervorragende deutsche Persönlichkeiten seine Nichtteilnahoe an dem Parteitag in Nürnberg gebilligt habt»«. c, d<a „Times“ schreiben, abuch der englischen Regierung — sehen, daß diese den Tei 1 u n *sp Weiß-; c 11 g e . „Haboker" f teilt :< aiie Ruh' , --laß mai Stephen Wl#e an Onmby Gore London, 9. Jänner. (JTA.) Die Zion Paläsdna'Oampfer „Hakarmel“ Auvth Brand?er nlchtet Da» Blatt betont, daß Neu-Jera-i Bukarest, 8.' Jänner. (JI.'v.) Der Damr-fet salem, welches aussc'nließSicb von Ju-1 ,,Hak a« m eV‘, welcher dsa Passagierdca bewohnt ist, in dec jüdiseben Staat dienst zwischen dem rumänischen Hafen ebtgegliedert werden müsse. i Ronstantza und dem palästinensischen Hafen „Manchester Guardian“ übt scharfe Kritik!^6 . '6«^% , an'dem Umsten.i US die Durchführung (i(* j»t »c t z a d n roh Brat; ’ ■•.■Innern'-am* * die bchaffun«’ ulnee' H*ii- ‘ woxaziu Dto ße-sat?.ixag mwj uuiuut \ Colien %t*‘i** iiiTi*iu<?‘-'-cschobnt3 Ver ' re?tea* ^er ^renneude Dampfer wurde i tem \md 'äußert, die Befürchtung/ daß' die : ^.'?escl-leppt, damit die itn Hafen j Regierung von dem Plan der Schaffung “egenden Schiffe nichtbedroht werden. Der I eines jüdischen Staat« und von dem ganzen; vernichtete Dampfer „Hakarmel“ war einer Teiiangsolan »brücke. Da» Blatt g-rrift die'der zwei Dampfer der einzigen paiäsünen- Rezierung an. daß sie im Gegensatz! sisch-iüdisebet! Dampfsebiffabrtef r nich te d e r s Ede tri b asj kung der jüdischen Einwanderung z B'-'Jstsrl vorübergehende sei, diese zu einem r sider. vn * sehen System gemacht habe. .. .. ti-iUdiscbec Dampfscbiffabrtegesc.i’schaft, I de« *A u ßen-l Der Schaden beträgt mehrere tausend Pfund, der fetzten Tagung; .Die Inhaber der „Hakarmel“ haben belach die Beschrün-; erklärt, Fa kt»» Sdiach 70 Jaltre alt Allerlei aus Eres Israel mnto d nnnbhnnc sehe Kräfte entfesseL. d;-‘ ein« der antizionistisciien Ass-miiante aatiiüdlsr.bea ftrömurgen m der Politik dsrjt.'l n trao zur-äer-st di buch hervorgebracht reiben, das h ier noufs: jttdkohea Siedlung Beth J •*) ■; u ,i wurde von einer Jugeudamtppt der A M ■’ a m e! - e n Zionlster., Gruppe B, mit der Arbeit am Pflug begonnen. Diese Sieteung wurde vom Toren Hajoszod auf Koren Kajorr-eth-Boden in Scharon gegrün Jet und nach dem verstorbene;-. Dr. Osiae Thon, dem berühmten Zior-Ht«nführer in Bei einet Sitzung des Ständigen Komitees de. Jischuw and dos Waa-i Lc imi wurde die F'-s/te \on jüdische-, ßesehäfti- Kampa t; c b * f t i i e;nng ihrer Löhne v salem. Die Behörde! feubnk für_ das Ery h u b** die von derselben Druckerei hergo- »teilt werden wi-d wie die „Alliwa“. Ern arabischer Seaafhirt wurde vom Militärgericht in Haifa wegen Tragen«-' eine? Gewehres zu lebenslänglicher Ha>'> venirteiit. Eit) Beduine von Trans- ’ rar - . «u-te ’ tb Mit tärgf -vt in Ter-, svfem wegen Besitzes von 81 Gewehrkugeln s T o d e ertaubten Waffenbeeitee« tum Tode' verartffiJe Araber Fadul Suieiman Mobamed ist in Gefängnisbof ’-on Akko bingericbt« t worden Ein Autobus cer „Egged“-Ge66lteehait v iide auf fler Fahrt von Tel-Aviv nach J:rut=amtn be; Ba(> al Wad htech<m*'T.. Dab i w urden der jüdische Polizist. Jakob Dünger schwer, ein jüdischer Passagier iteohter verletzt; der Vergaser de« Auto- 5'^ wurde zewtert. im Augenblick, da „ ,, „ „ ,,, „ „ . .... .. “,T AutoSu* hielt, «prangen die angreilnc " . £'g ~A11 v 8. . Arar’2r hinzu, wurden aber von einem ) beute vor. neu «v-nördeu für drei jüiwchen Fahrgast, der den Revolver des . . . Zeitung ervcrf-ur.änU'!, jüdischen Polizistf® an eich riS rtv,..*le^/r, Si-;! vorigen Samstag, j una auf die Angreifer feuerte, vertrieben, iwi.i.ger ftuisteuung ihres Erschei-j Bude \ erletzteu wurden mit. einem Mietauto Diüclif. uf-6 Mufti von Jeru-i in ein T*i-Aviver Krankenhaus gebracht, wo I Beute, Montag, wird der bekannte jüdi- | sch« Journalist Fabiim Schach 70 Jahre; alt. Schscb wurde in Weksc-hnc bei Riga i geboren. Er studierte bei Steinthai, Lazarus . , _ i «nd Üifzvkl In Köln gTündoto er die Jitr ^..^Jjtionaliüdische Vereinigung“, -»«« der ' die Zionistische Vf-rfunigiing für Deutschland“ hervorgim;, deren Sekretär von 1805 bis 1899 er war. Später war er in Karlsruhe Sekretär der „Vereinigung badisch«* Israeliten“ und redigierte auch deten Monatsschrift. 1910 kam er als Gescfcäftefflbret der «Freien jüdischen Vereinigung“ nach Berlin, wo er sieb bis zum Kriegsausbruch vor allem auch ata Schrlfi-su-Her betätigte, Schach lebt jetzt in Berlin; er ist Mitarbeiter der „C.-V.-Zeituag“, Abschiedsabend Doktor E. M. Zwelg'Jcrusalem Samstag, 15, Jänner, Bezirkt Sektion Leopolds tadt, Der Rer«t K n jemetb veranstaltet zu tai'en Dr, Egon Michael Zweies, der im Narctn des Bauptbüsos des KKL.-Jerusa!em dir te -tees- Aktion in Csterreich erfolgreich durchgefübrt hat, einen Abschiedsabend Die Einladungen für diesen Abend lauteten für Donnerstag, den 13. Jänner, ins Hotel Metropo!. Aus technischen Gründen findet diese Feier nicht Donnerstag-, den 18., sondern Samstag, den 15. Jänner, g Uhr abends (m der B e zi r k see k t ion Leopold- IIIIIF NI?.hre'da* Andenken Eures Lehrers und Führer» Prof. 25. P. Chejes dor«£ JUUEIli GoId-Bucl\-Spencien fUr den KEREN-KAJEMETH!

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