Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 716 (7.1.1938)
- Date
- 1938-01-07
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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Nr. 716. — Wien, Freitag, 7. Jänner 1988. CAPE BUCHSBAUM daß in einem Augenblick, in dem eine j Balfour-Dekiaration. Werden wir so stark einheitliche Front zum Kampf mit den j sein, um diesen Dolchstoß in den Rücken großen Schwierigkeiten, in einem Mozu verhindern? Ein Volk, das in 11 io n 19381 jiddische Film dem die Anspannung Kräfte des gesamten .Judentums notwendig ist, um die große politische Schlacht zu gewinnen, in dieser historischen Stunde, die über unsere Zukunft, entscheiden wird, wir unsere Kraft nicht nur im die Kampfe mit unseren Feinden, sondern hen auch mit den inneren Gegnern zernen splittern. für, „Ich nätte eine unvenv&sserte Balfourmit i Deklaration erhalten, wenn nicht der! Gegendruck verschiedener Juden geeine dritte Möglichkeit Ist \ wesen wäre“, sagte vor einigen Tagen vorhanden. England wird seine Ver-, Weizmann. Ich fürchte, daß uns auch pflichtungen gegenüber den Juden an-! jetzt eine solche Gefahr droht. Meiner erkennen und am Rande des Mlttelmeen ■ ' Meinung nach besteht jetzt die Gefühl ihnen die Schaffung eines kleinen Staates | eine» größeren Unheils als zur Zeit der ermöglichen, der ebenfalls mit der Mandatarmaelit, einen Vortrag abacliließen wird, der ihr gewisse strategische Positionen sichern würde. Ich ha.be den Eindruck, daß augenblicklich in England diese drei Konzep- ‘ i einem hanen Kampf miteinanübergeben, nach Abschluß träges, der für lange Jahre den EnglÄi dem entsprechenden Finfluß auf Politik des Landes, auf die strategis Pos'tiont.ii und auf die Häfen einräi wird, urn auf diese Weise die Arabei den Fall einer Auseinandersetzung Italien für sich zu gewinnen. Alarmbereitschaft uni Unruhe lebt, und das so viele Opfer für den Aufbau eine», ff eigenen Landes gebracht hat, steht vor j einem für sein Schicksal entscheidenden | Moment. Werden es in diesem Augenblick Menschen aus dem eigenen Lager noch überfallen? Ich glaube, daß die Viertel Juden nicht den Mut aufbringen werden, aufzutreten, Wenn nur die Maximalsten unter uns ihre Taktik ändern würden, wenn sie ihren unglückseligen inneren Kampf bis zu dem Zeitpunkt vertagen, an dem sie sicher sein können, daß das Mandat erhalten und ausgeführt, werden wird, wenn die Teilung nicht erfolgt. Da« sind gewisse Zionisten ihrer Vergangenheit und unserer Zukunft schuldig. SKI MONTAGE-REPARATUREN f*|«i Jf , AUSRÜSTUNG. B» KLEIDUNG, SCHUHE, K ANTEN MONTAGE |JIK * (*.. Wirtin Haimtnrat» t. T«U n_ UMlrttuMtninta tl, T»!.: 4 1M-M ■ * * der tr--f Du Leit, sehen icht entschlossen, ie zur Aufhebung des der oiitik unbequemen Mandats- ■hlagen sollen. Die diktato- 'chitrfen.e Judoi lohen f i kön i sich Knsenbekämpfimg In Palästina: Öffentliche Arbeiten ja! - Aber welche! Von Dr, Ing. A. Werber, Hydrolog-BaiSa Wenn ■ richtig l stellen uni nicht der Wirt erweisen, daß die Juden im Gegenteil ei konstruktives Element sind, und. daß d ganze Rassentheorio falsch war. Die Diki fnn; tateir,Staaten sagen es ganz offen und! He deutlich, -ie haben auch England jnforj b**< miert, daß sio die Entstehung Restaurant Rillet wj Eestrenommlerte Küche t: Relchhaltlfe Menüs von $ V*0 aufw. iL,Hemmerparpta%as$e3 inadut Salrtorbrödte it den Auedie Di: eilen Einzelversuchen, eich mit Katalwmu« zu ne. üsn wir dein ut)q ck ph>L.nthrop>eohe (dorm mi a Raum, du ,1;,; Bit, ün.m No.slanJ- 4!,"-,^: dem drohenden Unheil einer Fluch w 1 *'■ Menschen und Kapital und einer Df rang los Wirtschaftsleben« entgt Von vieler Seiten, offiziellen, halb- «tcct!.. Wir müssen trachten, da« Z offiziellen und privaten, bürc-u wir jetzt, daßi £ri>:ij;ynfr der Wirtschaft, wenn at J ■ ".einige Rezept für die Kriscnbekämp-i ^.„-heidenen Maße, zu erreichen, die Durchführung von ö f f e n tn Arbeiten «ei. Es ist dae pro- naieete Mürel, das in aller Welt angewen- I dpt, wird, wenn dae Wirtschaftsleben ins | .Stocken gerät uui die Aroeits- und Verdienstmöglichkeiten einschrumpfen. Ef scheint mir nicht ganz klar zu sein, oh dieses sonst fast allgemein geltende Rezept. 3 «0 ganz ofineweitew. auch für unsere,' immerhin eigenartigen VerhäRnhsee gölten 14 DER PÜRIMSPIELER" Mus;L Nikolaus Brodsky ZYGMÜNT TURKOV, MIRiAM KRESS N, HYM1E JACOBSON Ur- und AI > * i n # u f f ü h rung AUGARTEN-KINO zielt werden zu können; jedenfalls nicht mit gemein w irtschaftl icben Bauten, die ja jede solche Aktion umfassen soll. Kein Zweifel: vorübergehend wird ein großer Teil von Arbeiter, und anderen d> von lebe» könneu. Wenn nur dieses Ziel erreicht werden soll, wird man nicht fehlaehen. Aber eine gewisse Vorsicht in dem Ansaroßfu dieser Aktion ist unbedingt ge- 3. Straßenbauten Sic haben der. Vort< Ausmaße liehen Arbeiten Gruppen. terungepro- ,'on öffentnscrhüi S obläge 1 wirtsc-h *ftliclir-?i Als die Pulsader ... : ,•» miwi" ...iu). .... Bestandes hat man leider zu lange die Ei»-! **s onteruegt. k«u Wanderung von Kapital und Menschen an-! erbaute Lau« emo; .. . , 1 f »"'IHS«, lbvi UW I *■?* «Ij 1 w-episr. d»wtjn -11 Bov>»gu.V j'wfenstaates nicht wünschen. Es wird I Rukttmmert,^ wa« tu Zeiten de« Stillatesdes Juzdftteo und -Ikäc, sogar behauptet, daß angeblich Hitlc selbst, dom Lord Halifax diese seine Stellungnahme angedeutet haben soll Aber auch gewisse Juden, die Gegner des Zionismus sind, sind der Ansicht, daß jetzt, da England sich in politischen Schwierigkeiten befindet, die Zeit gei kommen ist, um an die Mandatarmacht > mit dem Verlangen heranzutreten, daß! sie ihre Verpflichtungen den Juden gegenj über nicht erfüllt, Wenigstens wollen sie' * - geschehen eoli. Man baute nicht, vor. Das T>l.,rt* da* entemnJem ganze wirtschaftliche Tun drehte eich um Mietraum verringert eic Allijah Für die, die sofroc da warft» und Leben verbilligt eich, .»an m\ bleiben sollten, hatte man wenig Sinn. Man' verdienen, urn leben zu keimen. I tat herzlich wenig, um den Eigenbedarf sn mit weniger, Arbeit oder gering! Nahrungsmittel» zu produzieren und dae oder, mit _ beiden komV Erzeugte in vernünftiger Weise dem Kob-: werde» Summen suraenten znzuführen. "Wir Ständen und ,steben noch immer im Zeichen einer Wjrtscbaftsanarchie. Sic konnte «ich ineolange fühlbar machen, ate dae eodynaraiechc Element, vorherr - das ständige Kr.-nmen von Zweifel, daß jede« ■m Anzahl Arbcitst und MaterkUproin 'N'ufefcu bangt. Mehrangebot an 1 der Mietzins und Oder kibeit, besteht, die Summe viel mc'i «egung setzen. Aber ■ enüber Häuseriöercr Teil dar Mau kann also 2 Klubräume fürJugendVereinigung | par sefert im 3, liezirk GES> c e noch 1 der Einze einen Druck auf England in der Richtung j Arbcitshänien und Produkamismittein. ausübon, daß die Schaffung eines Juden-; N-m, da dies zu fehlen beginnt, ist. die Staates fallengelassen werde. Diese Juden i Anarchie In voller Wirkung da. Diese Tatsind alshundertprozentige Asslmiianteu j eache wird durch keine Verschönerungen um ihro eigenen Positionen in einigen «“d keine noch «0 beruhigende Statisf.il beunruhigt und fürchten die ,Ut Wel!. g«*cha3t. Die Wirtechaftsana Ländern Schaffung eine» jüdischen Staates. Eine ..Entaehuldigung“ für ihr Vorgehen vollen sie in der im zinnistis sieb Lager vorhandenen Opposition sehen, die (w6; Ein, lurcb £ miHerii, sich zwar nicht der Entstehung des Judenstaates, wohl aber der Teilung Palästinas eiitgegeustellt. Und da gewisse. Zionisten im Kampfe gegen die Teilung | epre« die Hilfe seiten» der N'ehtzionisten n ablehr.cn. so ermutigt dies» Tatsaci’e schicrlene Assimiiam.cn dazu, bei tuglischcn Regie."t.» "egen 111 Ui .ul die Assimilauten odei Nicht Zionisten gegen die Teilung Palästinas allem testieren, könnte man ihre Schritte n als nationalen Verrat bezeichnen. Juden «eiben L Gehalt oder sonstigem Einkommen, für andere Bedürfnisse, die :iaB auf dein Markte deckt: Andere Wirtschafteteile beleben sieb , ,.llurl die Allgemeinwirkuug . \y^ri nug auf die unmittel-’ *? bar vom Häuserban Genießenden, Da« stimmt «dies. Aber e« währt nur ineolange, als dieser forcierte Häuserbau dauert. Dann hört diese Belebung auf: der Batiarbeiter kommt wieder auf die Straße, der Ma- _ terialienprodozent muß auf den „normalen“ -.hie i Bedarf reduziert», die Lager der Händler ihrer ganzen Nacktheit. I leeren «ich mir »ehmäßig, so viel, als noch Wirtschaftsdepfession läßt «ich 1 weiter Hauser für diesen normalen Bedarf thaffung von Arbeitsgelegenheiten gebaut werden. Und dieser, dae sehen wir eine wirtschaftliche Eoeorgaaisation; K i*t untcedimonsionicn. Wirtachaft st eine GifJize gcaebm^ vielleicht eil ziel engere als Beim nluherbau. De corgmßert sich der Bedarf, wenn jr uäiiti« eben Straßen abeieht. nicht Proportional der Einwanderung. Große, Phaussenn, die die Wirtschaftszentren verenden. eiua einmalig. Die Verbindungswege :Ior Siedlungen unt.eremander und mit den Ihawseen erweitern sich nur sehr spärlich, je nach der fortschreitenden Siedlung. Imnerhin sind wir heute noch weit davon iitfemt, ein vollkommenec Straßen- und haben, und die Wahl bei der Aufstellung von Krisenprogrannnen fällt nicht schwer. Di« Straßer,Projekte werden bestimmt ein großes Arbeitsreservoir daricht hi te Woi Ank. ibaftefm wenn sie von Krisenbekämo- ■n. Schlecht gebaute und funkuomerende Maßehinen können nicht arbeiten, ai'ch wenn «ie angekurbolt werden. Selbst gute bleibe,: stnheu, wenn ihnen der, Betriebestoff ausgeht. Unsere Wirtschaft ist! keine gut gebaute Maschine und so muß! jede Ankurbelung fehlgehen. Die Räderi körnen sich vielt-licht zu drehen beginnen,) »b;‘V baM «teilt sich em Zustand ein, wo die j Arbei Fribtionswidcrstände größer werden als die : hpuee liehen Maß«. 1 erkor; der! keit unmöglich 2 atu liehen Un . Es 1 sieb stoff würde da ivon «0 knapp, und nicht ■ werden formell 1 i Judentum eine Prou-st.- Die Fundamente müssen unterj langen werden Unserer Krise, die em» langdauernde zu| werden verspricht, kann man also nicht mit gewöhnlichen Mitteln belkoronwra. Man) kann hiemit vieileicht das Dach de« Ge-j bändes ansboasera and den Regen eine Zeit, ring abhalton und so di;- Zerstörung de«1 Hause« von ober, verhindern, aber die Fundamente werden «ich weiter senken und dadurch dae ganze Haue bedrohen. Wir müssen unser Reparatiirwerkzeug an den ■apxt nur!?’,.c,<kment9n “»«Ken. Wir haben die Mög- , ' {t ncnkeit, nicht zerstören zu müssen, um das ,r‘ un i launt nun 1 Gebäude von Neuem zu erriohten. sondern .!r verwirklicht. _ -wir können es regten durch Unterfangen der! emmai unser .cclucksuJ, Fundamente. Wir müssen nur ehrlich «ein, j len. U: mir Wirklichkeit!, a's sie otTizi ir.gehörten, 1 , ,. Eine Grenze für jede Häuserbauaktion , w,le i Ist stets gegeben. Mari kann nicht ungestraft viele Häuser bauen, dem: die leeren Fensterlöcher sprechen dann Hohn. Es mögen die Statistiker recht haben, daß wir noch sehr, sehr weit davor) entfernt sind, selbst für die im Lande befindliche Bevölkerung genug Wohrräump zi haben, bei einem angemessenem Kolturzastand selbstverständlich. Wir können noch viele Koopcrativb&user, Miethäuser und Private Man so'! «ich jedo’b hüten. r Betriebs-! » Z-Sm ':u über -hüteen. Man treibt! T,..„pp„ ,t„„ - unerbaup: bei un« mi: Ziffern viel Unfug, j p^hten-i Man sagt, Ziffern sprechen eine «ehr beredt! Sp-aohe — nicht immer verstehst) wir d< ch diese Sprache. Wir werden in ei allgemein»» Nctsiamteaktion nur summte Zahl für welche die JUeten oder die Abzahl' werder:. gjieritet werden können. 1 weite ' erie» öffantlicbe Eon* auegiebis. -- wirKen sollten, um di..- Last de« Einzelnen miig'iiclist, zu mindern. Wer wird Mieten und Anzahlungen leisten könne-.)? Wohl nur der, der ein ständiges Einkommen vor Kapital oder Arbeit hat. Dieses ständige Einkommen muß aber in der Wirtschaft, die außerhalb _ einmaliger Notstandsaktionen ,teg‘, verdient werden. Dabei sind ‘-tra(knbauten, sofern sie nicht rein strategischen Zielen dienen, wirtschaftlich gerechtfertigte Unternehmen. Jeder ausgebaute Straßenzug vermindert die wirtschaftlichen Distanzen; der Bezug von Rohstoffen und der Versand der Produkte verbilligt sich, sie haben unmittelbaren Nutzen davon, die meisten mittelbaren. Im Kreisläufe der Wirtschaft. Falle « Die Straße verbiligt zwar die Produkte, >er ecnalTt keine, «io schafft keine raen Rrwerbetnöglichkeiten, keine neuen . wenigstens nicht im wesent- Dcr Straßenbau als NotstanAsten« gerechtfertigt. In 1 er eine wichtige Rolle «pie.eii zu köniH-11. als Arbeitsgelegenheit für viele. Sowohl die Trassierung neuer vvege im Nort on dos lindes, als der Aue- „f“... z!jfai^,9f;traßen zU den Haupt- .. ", der PardeasiiL, sind .racb.enswerte Vorschläge. Es sind Pläne . orhanden, die emstos Studium zur GrundnLr! r?e ha!>eP' bli!l-?p Straßen und Feldwege zu mteaktion nur eine he! | wc,.chei‘ an Material gespart und Häusern hauen können.!*0 ^treem werdet, «oll. Aber auch hier muß man damit rechnen, «aß mit der Ausführung des Notstandsprogramms durch den Straßenbau keine dauernden und neue Existenzen geschaff^n werden. Der Kem des Problems bleibt also immer: Ausbau der Möglichkeiten für ^s‘“L'Ä'Ä.,aS Ä m,'US2.ti*’B»3ff Am Wesen der Kr» naiimp.n vorbei, wen „u,;„ r-u« die Not bedeutend mildern helfen. gehen diese Maßauch eine Zeitlang (Fortsetzung folgt.) 7fl»sAF'^5?^ Zaadw IKemi-Kalemeth- Zünder) erhältlich bei: Viktor Adlera- Traflk- und Hatwhaltartlkti, Wien,