Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 712 (29.12.1937)
- Date
- 1937-12-29
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Salt« 5 Nr. 712. =-«• Wien, Mittwoch, 29. Dezember 1987. DIE STIMM! größerer Unterschied besteht, als zwischen Jud und Tier. Denn das Tier wird geschützt, der Jude dagegen um jeden Schutz, auch den Selbstschutz, betrogen. Gefährdeten Vögeln verhilft man zur Freiheit, die Juden behandelt man ungeniert als vogelfrei. Dr. H. Sp. Radiovortrag Dr. Richard Pokorny Heute, Mittwoch, 18 Uhr 20 Minuten, hält Im Radio Dr. Richard Pokorny, Vizepräsident des Zionistischen Landesverbandes für Österreich, einen Vortrag über: „Fristen, Versäumnis und Verjährung bei den Personalsteuern“. Jüdische Folklore Der menschliche Geist ist beschränkt. Er muß daher komplizierte Prozesse in der Natur und in der Geschichte in Einzelprozee.se oder in besondere Kapitel zerlegen, um sie zu erfassen. Allzu sehr in die Zeit verstrickt, in der wir leben, gehen wir an vorangegangenen Zeitabschnitten oder bedeutenden Menschen achtlos vorüber, die ihre Bedeutung auch in unserer Zeit nicht eingebüßt haben. So kommt es, daß, wenn une eine Erleuchtung überkommt, wir plötzlich den faszinierenden Glanz solcher Zeitperioden und führender Menschen einzusehen beginnen, für die wir bisher kein Interesse aufbringen konnten. Wir wundern uns dann, wie wir so achtlos über sie hinweggehen konnten. So beginnt es uns bezüglich der der Haskalah .und unserer nationalen Periode voraugegangeiien Epoche der Thoraliebe und Thorahingabe zu ergehen. Man braucht gar nicht. orthodox zu sein, um zu verstehen, wie tief, die Wirkung dieses Thorastudiums . moralisch und geistig auf die Menschen war, die. sich ihr mit ganzer Seele hingegeben, haben. Einen solchen Bück, eine solche Erleuchtung gewährt uns eine Sammlung wie die von uns jüngst besprochene von M. L i p s o n: „Midor dor“, nach der wir heute folgende Erzählung wiedergeben. Die zionistische Redewut. Rabbi Schmuei Mohiiewer berief nach dem ersten Zionistenkongreß alle zionistischen Führer Rußland»,-«n. einer. Beratung über die nächste zionistische Arbeit ein. Er verlangte von ihnen einleitend zwei Dinge: sie sollen mit bedecktem Haupte sitzen und nur jiddisch sprechen. Dr. Kohan Bernstein erklärte sich namens aller Teilnehmer mit der ersten Forderung einverstanden,' die zweite lehnte er ab, weil die meistern das Jiddische nicht gut beherrschten und sie daher in der Äußerung ihrer' Meinung behindert wären. Darauf Rabbi Mohiiewer: „loh beharre auf meine Forderung im Interesse der Sache. Es ist bekannt, daß Moses stotterte. Warum hat aber Gott gerade ihn zum Unterhändler mit Pharao auserwählt? Hätte nämlich Gott einen begeisterten gewiegten Redner zu Pharao entsandt, so hätte er eine große Bede über Freiheit und Knechtschaft gehalten, jedoch die Hauptsache, die Erlösung des jüdischen Volkes zu verlangen, vergessen. Nun wählte Gott Moses aus, der, weil. er stotterte, zu Pharao kurz sagte:. ,Scbalach et Ami‘ (Schicke mein Volk fort). Ich weiß, daß Ihr alle brillante Redner seid. Jeder von euch wird nun, wenn er zu Worte kommt, fulminante Reden über Zion halten und die eigentliche Aufgabe, die nächste Arbeit, vergessen. Wenn Ihr aber jiddisch sprechen werdet, das Ihr nur schwer beherrscht, werdet Ihr bei der Sache bleiben müssen.“ * Zum Titel: „Rabbi Sctomuel Mohiiewer. der Jischuw und die Thoratreuen“ in der „Stimme“ Nr. 704 vom 10. Dezember möchte ich noch folgende — meines Wissens nach nicht veröffentlichte — Erzählung mitteiien: Zum Rabbi Mohiiewer kam eine Deputation von besonders Frommen, die gegen seine Förderung das Jischuw Erez Israel Stellung nahmen und über sein Zusammengehen mit nicht ganz einwandfreien frommen Leuten sehr erbittert waren. Rabbi Mohiiewer tief ihnen zu: „Ihr seid Toren: Wie soll ich es euch nur erklären? Hört zu! Stellt euch folgende Situation vor: Ich sitze in meiner Lernstube, bin in der heiligen Thora vertieft, indes ein wütender Brand in meinem Hause entsteht, der mich so überrascht, daß ich beinahe keine Möglichkeit mehr finde, dem Flammentod zu entgehen. Da tauchen im letzten Moment beherzte Männer auf, um mich unter eigener Lebensgefahr zu retten. Ihnen soll ich, nach eurer Meinung, Zurufen: Hände weg! Rettet nicht! Ihr seid doch keine frommen Leute.“ Nuchtm Drimmer. Onenf HI. Die Republik Libanon Von Joseph Schur (Tel-Aviv) Der Teil des ehemaligen türkischen Wilajets Beyrouth, der im Süden von Erez Israel, im Westen vom Mittelmeer, im Norden von der syrischen Provinz Latakien und im Osten vom Libanongebirge begrenzt wird und die ehemaligen Sandsohaks von Tripoli und von Beyrouth teilweise und die Libanonprovinz zur Gänze umfaßt, ist-. das Gebiet der heutigen Republik Libanon, des ■ zweiten ganz selbständigen Staates, den die Franzosen im Orient geschaffen haben. , Sein Gebiet umfaßt 10.500 Quadratkilometer oder 10K Millionen Dunam, seine Bevölkerung zirka 890.000 Seelen, was einer durchschnittlichen Dichte von 80 per 1 Quadratkilometer entspricht. Diese Bevölkerung besteht zu mehr als der Hälfte aus Christen und zu etwas weniger als der Hälfte aus Mohammedanern, während die Anzahl der Juden ziemlich gering ist. (Die Gliederung nach der Religion ist hier im Orient die viel wichtigere, weshalb die nach Nationen vernachlässigt werden kann.) Den Hauptteil der Christen stellen die Maroniten, welche zirka 230.000 Seelen zählen und sich trotz aller Verfolgungen und Kämpfe durch die Jahrhunderte behauptet haben. Die übrigen Christen, Griechen, Armenier, Syrier, Assyrer, Katholiken und Protestanten, sind unter sich gespalten und bilden keine so feste Einheit wie die Maroniten, die eine ausgesprochene judenfre-undiiehe Politik verfolgen. Die mohammedanische Hälfte wieder zerfällt in Sunniten, Schiiten und die dTusischc Sekte; noch andere kleinere Sekten werden hier gezählt Der Präsident der Republik Libanon, Edde, wird von den Christen gestellt, während um die Macht im Staate ein wilder Kampf tobt. Bisher harten die Franzosen die Christen gegen die Mohammedaner unterstützt, weil eie sich sagten, daß diese stets unzuverlässig sind, während jene auf die Unterstützung Frankreichs zu ihrer eigenen SelbsteThaltung angewiesen sind und daher Stets loyale und sichere Bundesgenossen abgeben werden. Aus diesem Grunde hatten sie auch die Stadt Tripoli, den Endpunkt der französischen Pipeline, die das Petroleum für die französische Marine von Moseul an das Mittelmeer bringt, der libanesischen Republik eingegliedert, obgleich hier die Mohammedaner die Christen an Zahl weitaus übertreffen.'Alle Versuche Syriens, diese Stadt ihrem Staate einzugliedem, wurden daher glatt abgelehnt und Tripoli waT und blieb libanesisch. Dadurch harten zwar noch immer nicht die Mohammedaner das Übergewicht erlangt, aber -die. Sunniten, die stärkste der mohammedanischen Gruppen, waren dauernd numerisch stärker als die Maroniten und beanspruchten infolgedessen das Amt des Ministerpräsidenten. Da auch gleichzeitig zwischen dem maronitise-hen Patriarchen und dem französischen High Commissibner, Comte de Märtel, eine Verstimmung bestand, schaltete er die Maroniten aus der Regierung ans und bildete eine Koalitionsregierung aus Mohammedanern und den diversen christlichen, nicht maronitisohen Gruppen, welche die Regierung von Libanon übernahmen und sich in die Ministerien teilten: zwei Mohammedaner und zwei Christen wurden Minister, wobei einer der beiden Mohammedaner Premier war. Dieses Ministerium führte die ganzen Unterhandlungen über die selbständige Staatsbildung mit Frankreich, wobei aber auch stets Separatdelegierte des Patriarchen in Paris anwesend waren und dort ihren Einfluß geltend machten, nicht immer ganz übereinstimmend mit der herrschenden Regierung. Die Wahlen, die dann in Libanon abgehalten wurden, brachten, wie zu erwarten, den Sieg der Regierung, wobei es aber in vielen Orten zu Unruhen kam und selbst Todesopfer zu beklagen waren. Comte de Märtel benützte diese Geschehnisse, um die Bevölkerung zu warnen, daß eie doch gerade jetzt ihre politische Reife erweisen müsse und um gleichzeitig anzudrohen, daß die Franzosen einfach noch im Lande bleiben würden, wenn eich das Volk als politisch unreif beweise. LeideT nahmen die Unruhen nicht ab und so schritt die Regierung, nachdem sie sich ungebildet und gestärkt hatte — wobei aber an der Zusammensetzung nichts geändert worden war — daran, die Webrverbände aufzulösen. Vor allem sollte dadurch die ,,Phalanx“, der Wehrverband der Maroniten, getroffen werden, der diesem wichtigen Bevölkerungsteil bisher das Gefühl der Sicherheit gegeben harte und bei allen Ausschreitungen der Mohammedaner, welche ihnen gemeinsam gelingen wird, die schwierige Frage der gutnachbarlichen Beziehungen zu ihrem großen arabischen Brudervolk zu lösen. ab und zu vorkamen, energisch eingriff und die Angreifer mit blutigen Köpfen heim-* schickte. Diese Aufiösungsorder begegnete J Widerstand und es kam neuerlich zu Un-i ruhen, die aller, nachdem Blut geflossen ' war, durch das Einsetzen französischer! Truppen unterdrückt wurden. j Diese Ereignisse spielten sich in der letzj ten Zeit ab und die Eingeweihten fragen | sich nur, welchen Preis die Regierung be-j zahlen mußte, um diese Hilfe zu erlangen oder ob man wieder vor einem neuen Rich-J tungswechsel in der französischen Kolonial-; Politik stellt, wie man dies hier oft genug j erlebt hat. > Die Franzosen haben sich nämlich seit j langem bemüht, mit Hilfe von französischer j Kulturpropaganda eine Art „Mittelmeer-! rasse“ zu bilden und dieses Völkerbabel zum französischen Kulturträger im Vorderen Osten umzugestalten. Sitz dieser Stelle istj die St. Josephs Jesuiten-Univensität in] Beyrouth, die Studenten sind die Jünger der | neuen europäisierenden Lehre. Der Gegenspieler ist die amerikanische Universität in Beyrouth, an der 'den arabische Nationalismus im ganzen Li-1 banon seine festeste Stütze hat und von wo aus die Bewegung in die Masj sen getragen wird. Unter diesem Ge-j sichtswinkel betrachtet, erscheint übrigens die Ermordung das amerikanischen Generalkonsuls durch einen offenbar geistig nicht, vollwertigen Menschen in völlig anderer Be-i leuohtung.-Die Drahtzieher dieser.Bewegung! waren aber natürlich nicht Amerika, da-j gegen Italien, Deutschland (der Chef der) Ausländsdeutschen und Führer der Nazijugend, Baldur vou Sehirach, weilte eben in Beyrouth) und auch Rußland, das auch hier im Trüben zu fischen hofft. Hatten nun die Franzosen früher an den libanesischen Christen, allen voran an den Maroniten, eine feste Stütze, so sind diese dadurch, daß Frankreich sich von ihnen zurückzuziehen scheint und die Mohamme- :dan.esi stärkt unsicher geworden , und sie Sfehen sich nach neuen Freunden um. Ein solcher sind di© Juden im benachbarten Erez Israel, deren Lage in ihrer arabischen Umwelt analog der der libanesischen Christen ist. Von Seiten der Maroniten erfolgen daher nicht nur Freundlichkeiten und Aufmerksamkeiten an unsere Adresse, sondern auch ganz positive Bündnfeangebote. Auch zu den Türken, den-einstigen Oberherren, werden neue Fäden gesponnen und .viele.] Kreise Beyrouths sehen es durchaus nicht ungern, daß sich der Einfluß der Türken über den Sandsohak Alexandrette wieder südwärts ansbreitet. Fäden gehen auch nach London. Frankreich aber, die alte Macht der orientalischen Christen, hätte es auch heute noch leicht, sich diese ganzen Gruppen zu attackieren, wenn es die schwächliche Politik Blums, die alle Positionen räumen will, aufgibt und sich offen und energisch wieder für seine Schutzbefohlenen und deren Interessen und damit auch für die eigenen Interessen einsetzt. Die Koalitionsregierung, welche jetzt im Libanon herrscht, ist in außenpolitischer Beziehung durchaus nicht hundertprozentig arabisch orientiert. Mit dem benachbarten Syrien bestehen viele Differenzen, nicht nur wirtschaftlicher Natur, und der einfache Selbsterhaltungstrieb zwingt daizu, sieh vielfach gegen die Araber zu stellen. Auch die Beziehungen zu Erez Israel sind, schon um den jüdischen Fremdenverkehr nach dem Libanon zu erhalten, durchaus freundschaftliche und es werden viele Versuche gemacht, jüdische Kapitalisten zur Einwanderung nach Libanon zu gewinnen. Gilt dies auch nur ihrem Geld und nicht den Menschen, so schließt es doch eine antisemitische Politik aus. Der Handelsverkehr zwischen Libanon und Erez Israel iet ein sehr reger und wird sich während einer Periode des Aufschwunges sicher noch entwickeln. So besteht die Hoffnung, daß diese beiden kleinen aber bedeutenden Staaten auch in Zukunft gute Freunde bleiben werden und daß es Baalbrit: England und Israel Mit einem vielseitigen, vertieften Wissen um die jüdische Geschichte, aber auch um die inneren Zusammenhänge menschlicher Gesittung und nationaler Eigenart, der Araber und Engländer wird in Baalbrits Schrift „England und Israel“ (R. Löwit-Verlag, Wien) die Grundursache aufgedeekt, warum nach vierzigjährigem Kampf in Palästina das kolonial-interessierte und pbilosemitisebe England plötzlich keinen anderen Ausweg weiß, als den Teilungsplan für Palästina zur Diskussion zu stellen. Die Schuld wird nicht nur den Feinden eines jüdischen Eigenstaates zugesehoben. sondern auch den halben Freunden und zu einem gewissen Teile auch den Juden selbst. ..Abrechnung“ heißt schon das zweite Kapitel dieser Kampfschrift: Nach der sachlichen Darstellung der politischen und .psychologischen Situation, die eine Zerreißung des Heiligen Landes androht, weist der Verfasser nach, daß der jüdische Mensch an einem Instinkt-Defekt leidet. Wir haben es nicht verstanden, die arabische Schicht zu gewinnen, wir haben aber darüber hinaus den Fehler begangen, beim Zentralproblem Palästina die Individual- und National-Psychologip des Engländers und des Arabers nicht in Rechnung zu. stellen. Wir haben schwächliche Politik in einem orientalischen Lande getrieben: wir haben uns zu sehr auf Venvandtsefanftssentimentalitäten eingestellt, haben das Rassengemisch der Bevölkerung Palästinas nicht genug berücksichtigt. Unser schlimmster Fehler bestand jedoch darin, daß wir die Mandatarmacht England politisch und gesellschaftlich nicht verstanden haben. England, das Imperium, das ohne imperialen Geist nicht zusamrnengehalten werden kann. Nur ein klares Bekenntnis zur Englisch- Jüdischen Zusammenarbeit, eine Instinktsicherung unserer weiteren Schritte, aber auch eine ästhetische Veredelung unseres Daseins kann die Lebensdynamik, der Juden in Palästina wieder hochbringen und über das geschichtliche Schicksal hinweg eine zukunftsreiche Staatspolitik gestalten. Der männlich offene Klang der Sprache unserer Propheten verbunden mit der pulsierenden Gegenwart und ihren Aufgaben, das ist das Echo der Kulturpolitik, wie sie der Verfasser erwartet: „Alte Form mit lebendigem Inhalt gepaart zu neuer Einheit.“ A. G. JÜDISCHER KJIIENDER 31. Dezember 1937 bli 6. Jlaner 1938 27. Teweth bis 4. Sdiwat 5698 freiteg (31 Sebbeth-Elagaag 4« Uhr Semsteg (1.), Ssbbstfi-Assgang 522 Uhr WoAeaabsdnitt: Waelra Montag (3.) Roach-Chodcsch Die Arbeit des Keren Kajemeth Cha]e«'Aktion Es freut uns, mitteilen zu können, daß die Bäreingänge: für die Chajes-Aktion bereit« auf S 11.500 gestiegen sind. Der Eingang weiterer Beteäge ist uns avisiert, Die Spezifikation der bisherigen Bareingänge nach den einzelnen Vereinen und Institutionen, die sich an der Goidenbach-Eintragung Dr. Z. P. Chajes s. A. beteiligen, folgt in der Freitagsnummer. Jüdischer Klub der Jungen Ein neues kulturelles und gesellschaftliches Zentrum der jüdischen Jugend Wiens ist. im Entstehen. Der Jüdische Klub der Jungen (J. K. J.) ist cs nach Überwindung großer Schwierigkeiten gelungen, die gesamten Souterraineräumlichkeiten des Hanse», I., Franz- Josefs-Kai 3, nach vollständigem Umbau in ein Klubheim zu verwandeln, das wohl eines der größten und schönsten Jugendheime Wiens sein dürfte: zwei große Vortragssäle, eine Lesehalle, mehrere Klubzimmer und eine große Ausstellungshalle mit Buffet, Durch kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Veranstaltungen im Rahmen seiner neuen Heimes wird der J. K. J. alles daransetzen, den Platz, den er sich im zionistischen Leben Wiens errungen hat, zu behaupten und immer weiter auszubauen. Die feierliche Eröffnung des neuen J. K. J.- Heimes findet nun für geladene Gäste Donnerstag, den 13. Jänner, 8 Uhr abends, statt. Sonntag, den 16. Jänner, ist die allgemein zugängliche große Eröffnungsveranstaltung (reichhaltig« künstlerisches Programm und Ball in allen Sälen des neuen Heimes). Eine jüdische Geschichte in Briefen aus * und West. Franz Kobler, der sich durch se berühmt gewordene Darstellung der .,* schichte der Juden in Briefen aus drei Ja hunderten“ einen Namen gemacht hat,!■ jetzt einen neuen Band vor, der da« Zeital der Emanzipation behandelt. Auch dieser Bs ist . ein monumentales Mosaikgemälde, schlitternd und aufwühlend, aufschlußreich i anregend, Geschichte in lebendigster Form, historischer Roman in Briefen, wie er * keinem Historiker und keinem Dichter fesse der gestaltet werden kann. Zu beziehen dm B, Löwit, _Wi«n. I., Fleischmarkt 1, Teleph R 21-4-25, oder WoHzeiie 6, Telephon R 25-4-