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Die Stimme · 1937-12-29 · Heft 712 (29.12.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 712 (29.12.1937)
Date
1937-12-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seit« 4 Dil ITIMMI Nr. 718. — Wfem, Mittwoch, 89. Dezember 11». hat die Initiative zur Bildung einer geeinigten zionistischen Organisation in Rumänien, die den Namen „Nezaeh Israel“ (ewiges Israel) führen soll, ergriffen. Die neue Organisation soll sämtliche zionistische Parteien und Verbände zu einer einzigen Körperschaft zusammenschließen; auf diese Weise sollen der zionistischen Bewegung in Rumänien neuer Geist, neue Initiative und neue Arbeitsharmonie zugeführt werden. * Dr. Manfred Reifer, 50 Jahre Cernautl, 28. Dezember. (JTA.) Der jüdi sehe Historiker und frühere Abgeordnete der Jüdischen Partei im rumänischen Parlament, Dr. Manfred Reifer, wird am 3. Jänner 50 Jahre alt. Bereits als Gymnasiastwar er Führer der Mittelsehuljugendbewegung und Mitarbeiter der „Welt,“ und von „Unsere Hoffnung“. Als Hörer der Universität kämpfte er für die Anerkennung der jüdischen Nationalität an der Universität. Nach seiner Rückkehr aus der russischen Kriegsgefangenschaft half er die zionistische Organisation der Bukowina wieder aufbauen, reorganisierte den Keren Ka.jemetb und leitete mehr als ein Jahrzehnt den Keren Hajessod als geschäftsführender Präsident. Er war Führer der Fraktion der Jüdischen Reiehspartei in der Czernowitzer Kultusgemoinde. 1930 io das rumänische Parlament gewählt, setzte er sich leidenschaftlich für die jüdischen Interessen ein. Über seine Initiative wurden in Cernauti, der Hauptstadt der Bukowina, die „Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität“ und die „Jüdisch-historische Gesellschaft“, deren Vorsitzender er ist, gegründet. Seit mehr als 30 Jahren ist Dr. Reifer in der jüdischen Publizistik und Wissenschaft tätig. Liquidierte Iwria'Bank zahlt 35 Prozent In dem am 17. Dezember in Berlin stattgefundenen Termin im Vergleichsverfahren der I w r i a - B a n k e. G. m. b. H. hat das Gericht den von der Iwria-Bank e. G. m. b. H. gemachten Vergleichsvorscblag, die Gläubiger mit 35% zu befriedigen, bestätigt. Für die Auszahlung der vorgesehenen Quoten hat bekamt flieh die Jüdische Gemeinde zu Berlin die selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen. Die Annahme des Vergleichs durch die Gläubiger erfolgte mit überwiegender Mehrheit. Die Forderungen bis zu 250 Mark werden voll ausbezahlt. Ist der Rheumatismus eine Jüdische" Krankheit? Von Kurarzt Dr. Ladislaus Lichtenstein, Bad PieSfany. Wer sich die Mühe genommen hat, die nismäßigkeit zu erklären. Überdies wird Preis für ein Jüdisches Drama Paris, 28. Dezember. (JTA.) Der Vorsitzende des Komitees der Union de la Culture Juive, hat einen jährlich zur Verteilung’ kommenden Preis im Werte von 300 Dollar (9000 Francs) geschaffen, der dem besten, in jiddischer Sprache geschriebenen Drama odeT deT besten, dem jüdischen Theater gewidmeten Abhandlung zuerkannt werden soll. Der Preis wird erstmalig am 17. September 1938 zuerteilt. Großtat eines jüdischen Arztes Oslo, 28. Dezember. (JTA.) Die norwegische Presse berichtet in großer Aufmachung, daß es dem aus Deutschland emigrierten jüdischen Arzte Dr. S a e n g e r in Fredrik-sstad gelungen ist, das Leben einer Patientin durch Überführung von Blut aus einem Körperteil in den anderen zu retten. Die Frau war infolge großen Blutverlustes dem Tode nahe. Da griff der eie behandelnde Arzt zu dem Ausweg, von dem Blut, das in die Bauchhöhle geflossen war, einen halben Liter zu entnehmen. Er setzte Natrium- Citrat hinzu, seihte das Blut durch eine sterilisierte Kompresse und spritzt« es dann in ein Blutgefäß des rechten Armes ein. Auf diese- Weise wurde das Leben der Frau gerettet,. Zwei Jaden Boxmeister von Litauen (JTA.) Bei der litauischen Box- Kaunas, 28. Dezember. Austragung der jüngsten meisterschaftskämpfe haben die beiden Juden J o 1 k Kowno und Segal-Memel die ersten Plätze besetzt und somit den Titel ,,S t a a t s m e i s t e r“ errungen. Mlsrachi-Ländesverband. Freitag, den 81. d., te!) Uhr, referiertim Rahmen des önegg- Sabbath Prof. Aron Schwertfinger. Wochenausweise übeT die Sterblichkeit der Juden in Wien — die einzigen dieser Art — zu studieren, wird gefunden haben, daß da« erreichte Durchschnittsalter verhältnismäßig sehr hoch ist. Ich habe auf Grund mehrerer solcher Ausweise festgestellt, daß die durchschnittliche Lebensdauer der Wiener Juden ungefähr 63 Jahre beträgt. Was für die Wiener gilt, kann auch für alle städtischen Juden Mitteleuropas angenommen werden, die unter annähernd gleichen Existenz- und hygienischen Bedingungen leben. Es ist kein Zweifel, daß unsere Stammesgenossen länger leben als es früher der Fall war. Dies hat seine Ursache darin, daß die Sterblichkeit im Kindesalter dank der besonderen Fürsorge, die den Säuglingen jetzt zugewendet wird, und dank der Bekämpfung der Infektionskrankheiten geringer geworden ist und den Durchschnitt nicht im gleichen Maße verschlechtert wie früher. Es gibt jedoch eine Reihe von Krankheiten, die trotz Prophylaxe und trotz modernster Therapie dem Volkskörper schweren Schaden zufügen. Beträchtliche Mortalität, dauernde und bestenfalls vorübergehende Arbeitsunfähigkeit sind die Folgen jener Volkskrankheiten, zu denen wir die Tuberkulose, die Krebskrankheit, die Zuckerkrankheit und den Rheumatismus zu zählen gewohnt sind. Im letzten Jahrzehnt fallen auch den Gefäß- und Herzerkrankungen un- -eheuer viel Menschen zum Opfer. Trotz aller Fortschritte der Medizin ist es der Wissenschaft noch nicht gelungen, den Erreger der Krebskrankbeit zu entdecken, auch die Ursache der Diabetes ist eigentlich noch immer nicht bekannt. Es ist daher nicht zu verwundern, wenn wir bei diesen Leiden nicht von einem Sinken, sondern im Gegenteil von einem Ansteigen der Zahl dieser Erkrankungen sprechen können. Hingegen ist die Tuberkulose unbedingt im Rückgang begriffen, was einerseits auf den großen Aufwand an Geld und Sorgfalt, die in den letzten SO Jahren zur Bekämpfung dieser Erkrankung angewandt wurden, nicht zum mindesten aber dem Umstande zuzuschreiben ist, daß wir dank dem Genie Koch ihren Erreger kennen. Dem nervenaufreibenden, raubbautreibenden Anforderungen der modernen Arbeit ist das rapide Austens gen der Erkrankungen der Zirkulationsorgane zuzuschreiben, an denen ganz unglaublich junge Menschen in zunehmender Zahl tödlich erkranken. Es ist nachgewiceen, daß die Juden einen hohen Prozentsatz der Zuckerkranken und auch der Gefäßkranken stellen. Man hat eigentlich keine genügende Erklärung dafür efunden, daß es unter den Juden so viele Diabetiker gibt Das Ansteigen der Gefäßkrankheiten unter unseren Volksgenossen st hingegen wohl auf die enschwerteren Existenzbedingungen und auf den vollen Einsatz der Persönlichkeit zurückzuführen, zu dem der jüdische Mensch mehr denn je gezwungen ist. Eine wirtschaftsschädigende Volksseuche Ich will nun die Frage untersuchen, ob der Rheumatismus zu jenen Krankheiten gehört, welche unter den Juden verbreiteter sind, als unter ihren Wirtsvölkern. Bekanntlich zählt der Rheumatismus zu jenen Volksseuchen, die der Wirtschaft eben schweren Schaden durch dauernde und vorübergehende Invalidität zufügen. Man hat errechnet, daß der in Geld ausgedrückte Verlust bei 49 englischen Krankenkassen in einem Jahre fast eine halbe Milliarde Schilling betrug. Nicht zu berechnen ist aber der schwere Schaden, der dem Volkskörper durch dauernde Invalidität und Verkrüppelung und Verminderung der Arbeitsleistung seiner einzelnen Mitglieder erwächst Mit Recht beginnt man allseits dieser sozialen Frage jene Aufmerksamkeit zuzuwenden, die sie verdient. Unter den Besuchern Pistyans befinden sich schätzungsweise etwa 15% Juden. Ich betone, daß dies nur meine persönliche Schätzung mit allen ihren Fehlern ist, denn eine amtliche Erhebung des Glaubensbekenntnis«* doT Kurgäste erfolgt bei uns nicht Es wäre nun irrig anzunehmen, daß 15% aller Rheumatiker Juden sind. Bekanntlich sind unsere Volksgenossen auf ihre Gesundheit sehr bedacht, schon um Ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Sie sorgen in verhältnismäßig frühen Stadien ihrer Erkrankung für deren sachgemäße Heilung. Aus diesem Umstand ist diese Unverhält- Pistyan nicht nur von Rheumatikern, son dern auch von Gichtikern, Unfallkranken, Hautleidenden usw. besucht, auch gynäkologische Fälle und Neuralgien sind nicht selten. Es hat nun seine Schwierigkeit dieses Krankenmaterials statistisch gesondert zu gruppieren, es ist auch die« noch niemals präzise versucht worden. Auf Grund meiner langjährigen Erfahrung kann ich behaupten, daß die Juden nicht nur kein größeres Kontingent unter den Rheumatikern stellen, sondern ein verhältnismäßig geringen». Wenn auch unverhältnismäßig viele Juden zu den Besuchern Pistyan6 zählen, so stimmt dies mit den Verhältnissen in allen Kurorten überein. Kritisch wäre festzustellen, daß es unter den Juden relativ wenig schwer- und . sch werstkranke Rheumatiker gibt, weil sie keine Kosten und Mühen scheuen, sich einer zeltgerechten entsprechenden Behandlung zu unterziehen. Es ist dies eben ein Grundzug des jüdischen Menschen, der sein wichtigstes Kapitel in seiner Gesundheit sieht Alles in allem — der Rheumatismus ist keine „jüdische“ Krankheit! Vogelfrei Die Wiener Gemüter sind aufs tiefste er- J es nicht so gut: Eist jüngst wurde der Reinsebüttert Amtliche Stellen haben erklärt,! fall der Ica bekannt, die deutsche Juden in daß in Wien gewisse Kreaturen unheimlich Brasilien ansiedeln wollte, aber dabei nur ihr überhandnehmen, die, ohne sich irgendwie Geld los wurde, das sie in Bodenkäufen innützlich oder wenigstens angenehm zu mavestierte. Die jüdischen Siedler mußten das chen, das goldene Wiener Herz mißbrauchen, rechtmäßig erworbene Land auf behördliche um sich füttern zu lassen und zum üblen Anorlnung schleunigst wieder verlassen. Dank hiefür die schöne Stadt skrupellos Und darüber hat sieh niemand aufgeregt, beschmutzen. Man empfiehlt behördlicher-: Es handelte sich eben nicht um Tauben oder seits eine gründliche Reinigungsaktion, die sonstige Vöjjel. , sich nicht bloß auf die Entfernung des an- Als vor einigen Jahren sich die Sch w a 1gehäuften Unrats beschränken, sondern b e n auf ihrem traditionellen Flug nach dem auch gleich die Erzeuger des Unrats besei- Süden verspäteten und in Österreich vom tigen soll Wenn man schon nicht die gänzliche Ausrottung dieser parasitären Existenzen erreichen kann, will man ihre weitere Duldung wenigstens auf einen Numerus clausus beschränken. Aber trotz dieser Reduzierung des ursprünglich totalen Vertilgungsplanes stößt das Vorhaben auf erbitterten Widerstand der humanen Bevölkerung. Es fehlt zwar auch nicht an Znstim- Erfrieren bedroht waren, hat sich der Wiener Tierschutzverein nicht nur ihren Transport per Flugzeug angelegen sein lassen, sondern er hat auch die italienischen Behörden veranlaßt, dem landesüblichen S c h w al b e n b r a t e n Einhalt zu gebieten. Gegen das in unseren Zonen beliebte Judenfressen hat der Tierschutzverein nicht nur nichts einznwenden, sondern er tuug. .Ott itniifc iwdi auou un-ut «tu Luetuu* . , , ... . '_„ , , mungskundgebungen für den obrigkeitlichen * ffelegentlu* sogar mit. So hat Kriegsplan, aber das sind bloß die Stimmen lu.n?st, fas Vorstandsmitglied des Wiener vereinzelter, offenbar zugereister Elemente,! Ticrschutzve-reines Herr Melkus n den tadle sich an der schönen blauen Donau noch ^«nalen „Wiener Neuesten Nachricht genug eingelebt haben, um sich die' behauptet, daß das be äubungslose bodenständige Tierliebe anzueignen. Denn selbstverständlich bandelt es sich um Tiere. Wer auch nur einen Augenblick glauben konnte, daß sich eine solche Aktion, wie die eben geschilderte, hierzulande gegen Menschen richten könne, noch dazu unter Führung behördlicher .Organe, der ist entweder ein zynischer Verleumder oder ein arger Verkenner der bodenständigen Wiener Toleranz, die jüngst in der Polemik gegen die Rede des Stadtrats Dr. Ehrlich im Rathaus so betont in Erscheinung getreten und den jüdischen Beschwerden entgegengehalten worden ist. Um solch groteskes Mißverständnis zu beseitigen, genügt es, auf die Gegenvorschläge hinzuweisen, mit denen die Bevölkerung die amtlichen Kriegserklärungen an die Tauben beantwortet, die von der Obrigkeit als Schädlinge qualifiziert werden, weil sie die schönsten Gebäude rücksichtslos beschmutzen und auch die Passanten belästigen. Besonders radikale Tierfreunde wollen nicht einmal das Wiener Heimatrecht dieser angeblichen Frevler preisgeben, sondern verlangen, daß die aus dem Rathaus und anderen Palästen Ausgenisteten in leerstehenden Bauten minderer architektonischer Qualität neue Nistgelegenheiten erhalten sollen. Schon diese Idee zeigt einen charakteristischen Unterschied in der Behandlung von Tauben vögeln und tauben Menschen. Denn als die Wiener jüdische Kultusgemeinde nach dem Kriege ihr vorbildlich gewesenes Taubstummenheim auflassen mußte, hat sich kein Mensch den Kopf darüber zerbrochen, wie man den betroffenen Pfleglingen das Schicksal der Delogierung ersparen oder wenigstens mildem könne. Auch die anderen Vorschläge, die der Anteilnahme der gutherzigen Wiener an dem Los der Tauben entspringen, müssen in uns Juden Neid erwecken. Da wird z. B. der Plan zur Diskussion gestellt, diejenigen Tauben, die sich in Wien nicht assimilieren dürfen, systematisch in eine südliche Gegend zu verpflanzen, die als Tautanheimat schon eine geschichtliche Tradition besitzt, nämlich nach Venedig. Leider stellt sich heraus, daß momentan auch in der historischen Heimstätte der Tauben, auf dem Markusplatz, diese Vögel wegen allzu großer Vermehrung von Verfolgung bedroht und ihre Zulassung eingeschränkt ist. Das erscheint allerdings als ein beinahe jüdisches Schicksal, aber nur beinahe! Denn was im Augenblick in Venedig nicht geht, wird man sicherlich ohne Rücksicht auf die Kosten anderswo versuchen. Die Tierfreunde,, die den Taubentransport finanzieren und organisieren, werden schon irgendwo ein Platzer! für ihre Schützlinge finden. Uns Juden geht Schächten dem deutschen Kultureropfinden widerspricht. Wenn man den Sadismus der Judenpplitik des Dritten Reiches mit deutschem Kulturempfinden identifiziert, hat der Mann allerdings recht. Denn das Schächten ist ein Akt der Humanität und steht daher zu jedem Sadismus in Widerspruch. Herr Melkus faßt die Sache aber umgekehrt auf: Für ihn sind die deutschen Konzentrationslager, deren Insassen ohne vorhergehende Betäubung zu Tode gequält werden, ein Ausdruck der Kultur, das betäubungslose Schächten aber, das dem Tiere die Todesqual erspart, ein, Symptom jüdischer Grausamkeit. Dies ist für alle Juden von Interesse, die aus Liehe zu ihrem Hund oder Kanarienvogel, vielleicht auch nur zur Rettung bedrohter Tauben- oder Schwalbenexfetenzen dem Tierschutzverein Mitgliedstaiträge bezahlen. Zumindest sollten sie sich bei der Vereinsleitung erkundigen, ob auch den Jägern das Betäuben des Wildes, bevor sie es schießen, als Kulturpflicht gepredigt wird. Ober bezieht Herr Melkus das deutsche Kulturempfinden nur auf das Rindvieh? Uns Juden ist der Tierschutz sittlich-religiöses Gebot, ebenso wie die Nächstenliebe gegenüber den Mitmenschen. Da es aber im Leviticus, Kap. 19, Vers 18, ausdrücklich heißt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ und nicht etwa „mehr als dich selbst!“, brauchen wir auch über dem Tierschutz nicht zu vergessen, wie schutzbedürftig wir Beltar sind. In Polen sind jetzt Pogrome an der Tagesordnung. Was tun die um den Tierschutz so besorgten „Wiener Neuesten Nachrichten“? Sie stoßen den Warnungsruf an die österreichischen Behörden aus: „Ostjuden wandern ein!“ Und das katholische „Wiener Montagsblatt“ assistiert ihm fromm mit der neckischen Frage an die Obrigkeit, ob man der Abwendung dieser „Gefahr“ nicht nachhelfen könnte. Das betont christliche Blatt weiß ebenso gut wie das betont nationale, daß es eine sehr gute Abhilfe zur endgültigen Fernhaltung jüdischer Zuwanderung in alle europäischen Länder gibt: die Öffnung Palästinas für uneingeschränkte jüdische Immigration. Merkwürdigerweise wollen aber die Antisemiten aller Couleurs von diesem Mittel, das sie einfür allemal von dem Kopfzerbrechen über die Judenfrage befreien würde, nichts wissen. Die deutschen Nationalsozialisten schicken sogar den Arabern Geld, Munition und jetzt auch schon ihren Führer Baldur von Schirach und Dr. Goebbels, um den Juden, deren Dissimilierung in ihren Heimatländern eie auf ihre Fahne geschrieben haben, auch noch die letzte Zuflucht in der jüdischen Heimstätte zu rauben. Sie desavouieren aber dadurch bloß ihre eigene Lehre, daß zwischen einem Juden und einem Menschen ein JUDEN! Ehret des Andenken Eures Lehrers und Führers Prof- Z. P. Chafe» durch Gold-Bucti-Spenden ftlr den KEREN-KAJEMETH!

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