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Die Stimme · 1937-12-27 · Heft 711 (27.12.1937) · page 2

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 711 (27.12.1937)
Date
1937-12-27
Page
– (sequence 2)
Language
German
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Sei!« Z Dil STUMM Ki. 711. — Wies, Montag, 27. Dezember 1827. erster Linie ihre eigene Jugend auf dietlizeloffizier und drei Araber ge- Füße zu stellen und es ihr zu ermög-; t ö t e t. Im Distrikt von Akko wurde ein liehen, ungehindert von Gewissenszwang I Ä r a b e r, der Waffen bei eich trug, von und abseits von Faschismus und Marxis-‘"* einer Polizeipatrouille erschossen, da er der Aufforderung, stehen zu bleiben, nicht! Folge leistete.! Arabische Terroristen durchschnitten die Telephoaleitnng zwischen Palästina und Ägypten, sowie die Leitung Jerusalem—Hebron. „Die Schwarze Hand“ von Jaffa Der Stadt Hebron wurde eine Kol* lektivstrale von 2570 Pfund zur Erhaltung eines 40 Mann starken Polizeiposten, der zur Verhinderung von weiteren mus als Allgemeine Zionisten ihren Beitrag zum Aufbau Erez Israels zu leisten, denn sonst ist die Anerkennung des Irgun nichts als eine Falle der Histadruth und der Mapei. Die Allgemein-zionistischen Chaluzim erwarten von uns, daß wir ihnen durch die Tat beweisen, daß wir zu ihnen stehen. Ein eigener Fonds, analog dem Arbeiterfonds, wurde gegründet. Er heißt Keren Haowed. Es ist die Ehrenpflicht aller Allgemeinen Zionisten, bei allen Gelegenheiten für den Keren Haowed zu spenden. Aus den Spenden werden Mittel zum Aufbau Allgemein-zionistischer Siedlungen geschaffen, die auch jenen Allgemein-zionistischen Kibbuzim und Kwuzoth zufließen, die der Histadrnth weiter angehören wollen, zum Beispiel denen der Akiba. So wie der Weltverband der Allgemeinen Zionisten keine Partei, sondern eine Bewegung ist, so ist auch der Irgun eine Bewegung der Allgemein-zionistischen Arbeiterschaft, die wie der Weltverband für den wahren Volkszionismus eintritt, der keiner Klasse und keinem Stand dient, sondern dem ganzen; Einer der Stammeschefs sagte nach Übery0jke nähme des Geldes zu dem Beamten: „Wenn Niemand darf sagen: wieder ein Fonds ugj** mehr. Denn neben Keren Kajemeth und, <jaß (jjeses schlechteste während Keren Hajessod muß der Keren Haowed seiner ganzen Regierungszeit war.“ Beschädigungen des Telephons und des Tele graphen aufgestellt wurde, auferlegt. Da« Dorf Tahayiba hat eine Kollektivstrafe von £000 Pfund zur Erhaltung eines 25 Mann .starken Polizeipostens zu mit* richten, der im Zusammenhang mit der Ermordung eines arabischen Hilfspolizisten in dem Dorfe strafweise dort eingesetzt wurde. Die Stadtverwaltung von Jaffa hat eine aus 150 Mann bestehende Zivilgarde gebildet, um die Bevölkerung gegen die arabische geheime Terroristenorganisation „D i e Schwarze Hand“ zu verteidigen. Das Militärgericht in Nablus hat einen Araber, in dessen Besitz Waffen gefunden worden waren, zum Todeverurteilt. Nachdruck verboten. Palästina neben den Unruhen Von M. Y. Ben-gavrlM Wegen der außerordentlich bedrängten wirtschaftlichen Lage der Beduinen im südlichen Wüstenbezirk entschloß sich die Regierung, an die Stämme eine Geldunter- Btützung auszuzahlen. Ein Vertreter des Gouverneurs reiste vor einigen Tagen von Stamm zu Stamm und übergab den Scheichs die auf ihren Stamm entfallende Summe. uns heilig sein. Es ist der Fonds unserer Kinder, unserer Zukunft. Der Allgemeinzionistische Chaluz, der in Erez Israel ans Land geht, soll das „Baruch habah“ aus Freundesmund hÖTen. Er soll wissen, wo er Rat und Hilfe findet, seine Seele soll durch Gewissenszwang nicht verkrüppelt weiden, er soll wissen, wo er sich wirtschaftlich einordnen kann und muß. Wir kennen keinen Haß. Jeder soll nach seiner Fasson selig werden, man soll aber auch unserer Jugend dieses natürliche Recht gewähren. Nachrichten aus Palästina sprechen von Parteimüdigkeit links und rechts. Jetzt ist die Zeit für die befreiende Bewegung des Allgemeinen Zionismus gekommen. Dem Weltverband der Allgemeinen Zionisten gebührt der Dank aller Zionisten für die Gründung des Keren Haowed. Wir bitten für unsere alten und arbeitsunfähigen Bünden um Spenden. Ffir die blinden Mosiklehm, Klavierstimmer, Korb- und Sesselflechter sowie Bürstenmacher bitten wir um Arbeit. Hilfsverein der indischen Blinden Wien, 11., Rembrandtstraße 18 Telephee A <1-2-71 r Fwtapartmw-Xwto *»• A 13Z2U Das Bandenwesen Jerusalem, 25. Dezember. (JTA.) In der Nähe von Jerusalem ist ein jüdischer Autobus von arabischen Terroristen beschossen worden. Der 26jährige Josef Ben- Jizchak Simon aus Jerusalem wurde schwer verletzt. Der jüdische Hilfspolizist Schlomo Bin Nun aus Klar Ohittin, der am Montag während eines Patrouillenrittes in der Umgebung seiner Kolonie von einer ArabeTbande überfallen und verschleppt worden war, ist in der Nähe von Sadjera erschossen aufgefunden worden. Er hinterläßt eine Frau und ein 15 Monate altes Kind. Bei der geriobtsärztliehen Untersuchung ergab sich, daß seine Mörder ihm die Goldzähne herausgerissen hatten. In Hebron wurde ein arabischer Polizist von unbekannten Terroristen getötet Die Täter klopften au _ die Tür der Wohnung des Polizisten. Als dieser Öffnete, streckten sie ihn durch elf, aus drei verschiedenen Richtungen ahgefenerte Schüsse nieder. In einem Dorfe bei Hebron ist ein Araber von unbekannten Tätern e r- «cbossen worden. Auf das Haus des Mufti von Hebron, Abdullah Tahbub, wurde ein Anschlag verübt, der jedoch m'i-'p.ng. Der Mufti hatte den Behörden verspro V n. auf die Bevölkerung von Hebron dahin zu wirken, daß sie sich Sabotageakten enthalten. Die Polizeistation in Hebron wurde beschossen. Im Dorfe S a k i a bei Ramleh wurde eine Bombe geworfen, durch die das Hans des arabischen Mukhtars schwer beschädigt wurde. Auf das FäftlingsLager in Nur-el-Schamsoh wurden etwa 50 Schüsse abgegeben. Bei Zusammenstößen arabischer Terroristen mit Polizei und Militär wurden ein arabischer Po- Militärgericht?“ Es scheint, als hätte man in der südlichen Wüste Palästinas noch nichts davon gehört, das die Engländer vor rund zwanzig Jahren das Land eingenommen haben. Man kann aber, wie man sieht, auch ohne dieses Wissen leben. * Zeitungsnachricht aus diesen Tagen: „Das Militär umzingelte den Ort Mandah, versammelte die Einwohner in der Moschee und untersuchte dann jedes der Häuser des Dorfes. Es wurde nichts Verbotenes gefunden. Etwa zwanzig Leute aus dem Dorf kamen am nächsten Tag nach Nazareth, um sich ärztlich behandeln zu lassen. Sechs wurden verhaftet « Moderner palästinensischer Roman: „Eia Mann ging am Dorf Bafad esch scheoh vorüber. Das Begräbnis fand um drei Uhr statt“ * Ke Jerusalemer hebräische Universität bekam vor kurzem von einem bekannten Gelehrten in Europa einen Brief, in dem er sich für einen anderen Gelehrten verwendete und hat, diesen anzustellen. Am Schluß des Briefes heißt es: „Sollte aber eine Anstellung an der Jerusalemer Universität nicht möglich sein, dann mag sich doch vielleicht die Verwendung des Herrn X. Y. an einer der kleinen Landuniversitäten ermöglichen lassen.“ Vielleicht in Qalqiliye oder in Deganyah? * Ich wohne in Jerusalem knapp neben der Zentralpolizeistation. Dieser Tage wurde mit mir dort ein Protokoll aulgenommen. Auf die Frage des Polizisten, wo ich wohne, antwortete ich: „Nebenan.“ Worauf der Polizist weiter fragte: ,Jn welcher Straße?“ Ich: ,Jn ebendieser, in der sich eure Station befindet. Du mußt doch den Namen eurer Straße wissen.“ Worauf es sich berausstellte, daß weder dieser Polizist noch auch einer der andern auf der Station anwesenden Polizeibeamten eine Ahnung hatte, wie ihre Straße heißt. Ich glaube, ich bin der einzige in Jerusalem, der ihn kennt, weil ich ihn zufällig einmal auf der Stadtkarte, die sich im Besitz der Stadtbaukommission befindet, sah’. Ich habe aber gar keine Veranlassung, ihn preiszngeben. * An einer Straßenecke prügeln sich ein paar Junget» mit restloser Hingabe. Ein arabischer Polizeisoldat schaut ihnen eine Zeitlang interessiert zu. Schließlich aber bekommt er es mit dem Pflichtbewußtsein zu tun und fordert sie auf, ihre Beschäftigung einzustellen und zu verschwinden. Die Jungen aber kümmern sich weder um den Polizisten, noch um seine Wünsche und prügeln sieh weiter. Da reißt ihm schließlich die Geduld und er schreit: „Wenn ihr nicht sofort verschwindet, ruf ich den englischen Polizisten, der dort unten geht!“ In Palästina arbeiten nun die Militärgerichte, die eine Großzahl der Angeklagten zu lebenslänglichem Kerker verurteilten (was natürlich über kurz oder lang durch eine politische Amnestie aufgehoben werden wird). Daraus eigibt sich folgendes Frage- und Antwortspiel: „Was ist für die Beschuldigten unangenehmer: das gewöhnliche Gericht oder das „Natürlich das Militärgericht, denn vor dem gewöhnlichen bekommt man fünf Jahre für Waffenbesitz, vom Militärgericht aber lebenslänglich.“ „Trotzdem oder ebendeshalb ist das Militärgericht angenehmer, denn: welche Strafe ist schwerer: lebenslänglich oder fünf Jahre?“ „Dumme Frage: natürlich lebenslänglich!“ „Nein, umgekehrt: fünf Jahre!“ „Wieso?“ „Nun, lebenslänglich hält auf alle Fälle jeder aus, fünf Jahre aber nicht.“ Allerlei aus Evex Israel Ke neue Autobusverbindung Paläs t i n a—Ä g y p t e n wird demnächst eingeftihrt werden. Die Strecke wird durch die Wüste Sinai und über Kantara führen und große strategische Bedeutung haben. Aus dem vor kurzem veröffentlichten star tis tischen Bericht des Gesundheits-Departements der Palästinaregierung geht hervor, daß gegenwärtig in Palästina 2202 Ärzte, 45 Pharmazeuten und 484 Hebammen ihren 'Beruf -ausüben. * Bis Anfang Dezember wurden in der laufenden Saison 2,070.773 Kisten Zitrusfrüchte, darunter 1.523.669 Kisten Orangen, 503.920 Kisten Grape Fruit« und 41.616 lüsten Zitronen aus Palästina ausgeführt. über Haifa gingen 1,104.303, über Jaffa 715.363, über den Hafen von Tel- Aviv 136.661 (gegenüber 5495 im vorigen Jahr) Kisten. * Die Palästinaregierung verhandelt zur Zeit mit den ägyptischen und den Behörden Arabiens über Maßnahmen, die ein Umsichgreifen der Heuschreckenplage hintanhalten sollen. Es droht nämlich eine richtige Heuschreckenplage, da dieser Schädling in der arabischen Wüste große Mengen von Eiern gelegt hat. Das palästinensische $j. gebiet Das Tschechoslowakische Preßbüro meldet: Im palästinensischen Gesetzblatt wird heute ein Gesetzentwurf veröffentlicht, der für Palästina eine ähnliche Rechtsgrundlage für ölschttrfung einführen will, wie sie in den ölreichen Nachbarstaaten besteht. Damit tritt die ölfrage für Palästina in ein neues Stadium. Der Distrikt Beerscheba, der zum ölgebiet gehört, wird für den Fall einer Teilung Palästinas von den Juden beansprucht. Drei jüdische Bibliotheken in 4er Lenin-Bibliothek. Moskau, 25. Dezember. (JTA.) Der Lenin-Bibliothek in Moskau, die in kurzem der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden wird, Bollen drei Bibliotheken, die zahlreiche wertvolle jiddische und hebräische Werke enthalten, einverleibt werden. Es handelt sich um die Bibliothek des früheren Oberrabbiners von Moskau, Dr. M a z e, mit 5000 Bänden, die berühmte Bibliothek von Baron G i n z b u r g mit 20.000 Bänden und die Bibliothek des „Lubawit-[ scher Rebbe“. Die Bibliothek de« Barons’ Ginzburg war bereits fertig in Kisten verpackt und sollte nach Palästina gebracht werden; im letzten Augenblick wurde sie entdeckt und von den Sowjetbehörden beschlagnahmt. Ke Bibliothek enthält u. a. kostbare Manuskripte aw dam 10. Jahrhundert. Geschäft mit Antisemitismus Im Grazer jüdischen Tempel fand kürzlich eine vom B. J. F. einberufene Protastver-sammlung des Judentums gegen die derzeitige antisemitische Propaganda statt. Nach den Begriißungsworten dos Führers der Grazer Ortsgruppe, Leo Kaufmann, sprach der Abwehrreferent der Ortsgruppe, Kar! Zdlz, der den Mangel der Stichhältigkeit aller gegen das Judentum vorgebnaohten Beschuldigungen nachwies. Anechließead sprach LanSesfübrer Dr. Ing. Ernst Wechsler, der u. a. ausführte: In strafbarer Geduld hat die stedmehe Judenechuit bisher das verantwortungslose Treiben des Antfoenmteobundes hängeaammen. Sie hat mit Sicherheit damit gerechnet, daß die Regierung und die Vertreter der Regierung in Steiermark nicht dulden werden, daß gemeine Verleumdungen und faustdicke Lügen in öffentlichen Versammlungen vor einer erfahrungslosen Jugend, die keine Möglichkeit hat, die Richtigkeit der vorgebrachten Behauptungen zu überprüfen, in demagogischer Weise vorge tragen werden. Ich mache meine christlichen Mitbürger darauf aufmerksam, daß dar Antisemmtiämus in jenen Gegenden am stärkstem äst, wo keine oder fast keine Juden wohnen. Wo viele Juden sind, frage man die Angestellten und Dienstboten, wo sie lieber arbeiten. Wo viele Juden sind, frage man die Armee, an welche Tür sie lieber klopfen. Die Gefahr für das Judentum liegt nicht bei jenen, die die Juden kennen, sondedn bei jenen, die sie nicht kennen. Sie liegt nicht bei jenen, die ihrer Umwelt dienen wollen, sondern bei jenen, dfie in dem Antisemitismus ein Geschäf t irgend welcher Art seihen. Was man den deutschen Juden zum Vorwurf machen muß, ist, daß eie sich nicht rechtzeitig gewehrt haben. Herr Endermarm hat gesagt, daß der Anitisemitenibund eine öffentliche Aussprache mit dem Judentum ablehne. Er weiß genau, warum; denn damn wüde sich die Unwahrheit seiner Behauptungen erweisen. Wie sehr es aber diesen Herren schon gelungen ist, die /Seelen zu vergiften und die Geäster zu verwirren, beweist die Tatsache, daß die Zuhörer es geduldig hmnehmem, wenn ihnen erzählt wird, daß 75 Prozent des Haus- und Grundbesitzes den Juden gehören und von den Großobjektem gar 90 Prozent! Halten.' wir aber in Steiermark Umschau, damfi.ftn1* den wir kein einziges großes Werk, keine einzige große Fabrik, die einem Juden gehört! Wo sind die Großobjekte, de zu 90 Prozent den Juden gehören? Wo sind die Güter, der Foretbesitz, die Häuser und Bauernhöfe, die zu 75 Prozent Eigentum von Juden sind? So ist es mit der Wahrheit der gegen uns geführten Hetzreden bestellt! In einem Atem wird behauptet, daß die Juden durch ihren Reichtum die Welt beherrschen und den Welt-Kommunismus proklamieren wollen. Aber die Juden fehlen unter den Reichsten dieser Erde, und sie fehlen unter jenen, die die Geschicke des Kommunismus leiten. Weder Rockefeiler noch Henry Ford, weder Krupp noch Thyssen, weder Berta von Suttner noch Graf Coudenhove, weder Lenin noch Stalin hatten oder haben einen Tropfen jüdischen Blutes in eich! Die heutige Jugend weiß es nacht mehr, daß die polnischen Juden nicht freiwillig nach Österreich kamen. Wer aber draußen stand und die Kolonnen von Frauen und Kindern gesehen hat, die, Hab und Gut verlassend, in eisigem Wetter neben der Heerstraße — denn auf dieser hatten sie keinen Platz — mit der zurück flutenden Armee, Schutz im Innern des Lande« sachten, der wird dieses Bild nie vergessen. Sie waren dort oben die österredchisoben Patrioten, in ihren Räumen hingen die Bilder des Kaisers und der Kaiserin. Die polnischen Juden waren es, in deren Quartieren sich unsere Soldaten sicher wußten. Antisemitismus ist ein Geschäft, ein gigantisches, weitverzweigte« Unternehmen, das Stellen und Ämter verschafft, Häuser und Fabriken billig vermittelt, em Geschäft, das Macht gibt; es ist durch Propaganda groß geworden, es kann nur durch Propaganda bekämpft werden! Darum ist es Zeit, daß wir uns rühren! Die Mehrheit der Menschen Ist nicht schlecht, aber die Methoden des Antisemitismus sind es, däe die Menschen schlecht machen! Hierauf wurde eine Resolution angenommen, in der gegen die Methoden des Antäsematentrandes, durch unwahre und erfundene Behauptungen Haß gegen die Judenschaft in der Bevölkerung zu erzeugen, protestiert, an das Gerechtigkeitsgefühl und an die Wahrheitsliebe unserer christlichen Mitbürger appelliert und erklärt wird, willens za sein, einträchtig und eifervoll an dem Aufbau des Vaterlandes mitzuarbeiten und die dem österreichischem Staatsbürger aiuferlegte® Pflichten treu zu erfüllen, wie bisher, und schließlich gefordert wird, daß auch den Juden die jedem Staatsbürger gewährleisteten Rechte zuteil wenden.

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