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Die Stimme · 1937-12-20 · Heft 708 (20.12.1937) · page 3

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 708 (20.12.1937)
Date
1937-12-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Hr. 708. — Wie», Montag, 80. Dezember 1937. DIE (TIMME Belte 3 Wahlen in Runtinien Man würde et flieht glauben, wenn inan * nicht ifl verläßlichen Zeitungen läse: ln Rumänien, im Lande der „Ebern«! Garde“, Jorgae, Gum und Zelea Ceireanu«, müssen Juden einen nervenaufreibenden Kämpf führ«!, um die Juden aut Wahl jiiibcher Abgeordneter, zur Stiuunenabga.be auf eine eigene jüdische Liste zu bewegen. So hat »an noch selten Juden den Stuhl vor die Ttir gesetzt, wie in Rumänien, so deutlich haben kaum je politische Parteien nicht nur jedes Zusammengehen mit Juden, sondern sogar die Duldung jüdischer Stimmen für ihre Listen abgeleitet, wie es jetzt vor den Neuwahlen in die Bukareeter gesetzgebenden Körpereohäften alle Parteien bk auf die Soziäldemohräten tun, und dennoch agitiert 4ie Union rumänischer Juden (die kongeniale Organisation unserer österreichischen Union) lei ienschaftiie-h gegen jede ,,Absonderung der Juden“, gegen „freiwilliges Ausscheiden aus der Nation“ (nämlich der — rumänischen). Sie Sind längst gründliohst äusgeeonlett, die rumänisohen Judeh, aber sie sollen Sieh, Gott behüte, nicht absondern schreien die rumänisohen Uüionisteü. Daß Säohseö, Magyaren und was für Nationalitäten Äs sonst in Rumänien gibt, ihre eigeneh Kandidaten äufetellen, empfindet jeder als natürlich und selbstverständlich und Melber — äfft allerwenigsten irgend jemand aus den Reihen dieser Nationalitäten — behauptet,. daß diese sächsischen und magyarischen Listen einen Rechtsverzicht der Sachsen oder der Magyaren in staatsbürgerlicher oder sonst eifier Hinsicht bedeuten. Nur Juden behaupten, daß man, wenn man zur Währung der eigenen, so schwer bedrohten Interessen Männer des eigenen Vertrauens, die mit eine» jüdischen Programm auftreben, tos Parlament schickt, damit die eigenen Interessen aufgibt. Wo die jüdische Assimilation anfängt, dort scheint jede Logik endgültig aufgehört Zu haben. Ein Glück nur, daß die jüdische Partei Rumäniens wirklich von Männern geführt ist, deren Energie und politisches Geschick doch den Sieg der jüdischen Vernunft garantiert. Es ist in diesen Wochen edn besonderes Verghügeü, die Kampfötgane der Jüdischen Reichspartei Rumäniens zu lesen, vOfäü ür. Meyer-Ebners „Ostjüdteohe Zeitung“ und die von Dr. Marion redigierte ungarisch-jüdische Tageszeitung ,.Uj Kol et“. Mut, treffsichere politische Psychologie nbd vorbildliche Taktik zeichnen diese publizistischen Vorkämpfer de« Bukowinaer und des elebenbürgischeü nationalen Judentums 1b hohem Maße aus. Manche Argumentation Meyer-Ebners hat — über ihre augenblickliche lokale Bedeutung hinaus — Ailgem&ingüitigkeit in der großen Diskussion zwischen nationalem Judentum Und Assimilation. Listenführer der Juden ist Dr. Theodor Fischer, ein in allen jüdischen Kreisen Rumäniens beliebter und angesehener Mann, der mit seinen Propägähdaroden da« Vöfbiid für den Kampf der Juden gibt. Sie werden die zwei Prozent Stimmen, die nach dem rumänischen Wahlgesetz zur Erlangung einer parlamentarischen Vertretung erforderlich Bind, doch bekommen. Ee wäre eine Schande Sondergleichen, wenn fünf Prozent Juden nioht zwei Prozent Stimmen produzieren konnten — eine Schande für die rumänischen Juden, aber auch für das ganze jüdische Volk. Man macht den Juden natürlich auch von der anderen, der rumänischen Seite, alle Schwierigkeiten, den tapferen Kämpfern u» die Ehre, die Interessen und die Rechte aer rumänischen Juden. Offiziell erklärt der Innenminister, es sei «ehr zu begrüßen, daß die Juden ihre eigenen Listen anfstellen. inoffiziell machen «eine Organe den Beauftragten der Jüdischen Partei aber die größten Schwierigkeiten bei der Einreichung der Listen. Mancher dieeer Vertrauensleute hatte wahre Wildwest-Abenteuer zu bestehe», ehe er seine Liste loewerdeu konnte. Daß die Hetze gegen allen „Fremde“, sprich: gegen die Juden rriit dem Herannah»! das Wahltages immer schlimmer wird, kt nicht mehr verwunderlich. Sie treibt bei aller Tragik für die Juden manchmal ihr® absonderlichen Blüten. So veröffentlicht das Blatt Väjda Voevods eine „Beriifsstatistik“, Wötlä&h das wirtschaftliche Leben des Lande« zu 95 Prozent in den Bänden der Fremden sei. iS* zählt dann Berufsgruppe um BerUfsgruppe auf, wobei zunächst aöffällt, daß nirgends mehr *tt 90 Prozent Juden angeführt wirten, so aas es schwer kt, die 95 Prozent als Durchschnitt zu er*sehnen. Aber da« wäre nicht wichtig, «Chon dafti® nicht, weil es ölteeMn au* den Fingern gesogene Ziffern sind. In* terwSiant wäre nur, von dem Blatt am Antwort auf eine Frage zu bekommen: Wovon lebe», we* tun eigentlich die Bumäfteft, Wo sind sie überhaupt und gibt es denn m.Rumänien gar auch Rumänen? Däs Blatt spricht von zwei MülHefien Juden, wewt ** deren »uä nur read SÖÖ.Ö0Ö in ftuaäai« gibt; aber selbst wenn zwei Millionen wären, Zur Wahl gebenden Juden terrorisieren und i beim bewiesen hat, daß er seine AusgestaJwie sind sie imstande, 95 PföZeüt des Löjichön ist man die ganze Stadt Vijnica lös-j tungs- und Reforfnprogramme durehzu führen bens einer Bevölkerung von siebzehn Milliegeworden. ' '.. nen airnzu füllen, öhfte daß die raitÜÄÄ I Am EG. Dezember Wählt Rumänien, Die fünfzehn Millionen längst verhungert wären rumänischen Unionisten wollen sich „nicht und weht) diese verhungert «Änd, Wen saugen die Judeh dinn äus? Einet» besonderen Scherz hat sich die Regierung mit den Juden von Vijnica geleistet. Separieren“. Am II. Dezember wurden in yzernöwitz 21 neue Ausbürgerungen Von Juden bekanntgÖMbea, deren Vor fast t#»i Dezennien im Wege der Öptierung erWör- Diese Stadt Ist Zu 95 Prozent (diesmal sind i bene rumänische Staatsbürgerschaft plötz , es wirkliche 95 Prozent!) jüdisch. De® Jü-jllch Formfehler aufweist. In der Hauptstadt den von Vijöieä würte nun das mehrere! der Bukowina gibt es nunmehr bereits 22Ö Kilometer eitferbtO Döff Vijeneä äle Wähl-; äUegebürgerfe Juden. Ein unbelehrbare« ort zugewiesen. Vijnica ist Standort eines Volk, das sich hartnäckig und andauernd Gericht« und näch dem Gesetz tou6 in jeder Separiert, bis es irgendwo am Rande der solchen Stadt eine Wählsektioh eingerichtet Menschlichkeit landet. Ob die Jüdische Union werden. Die Absicht dieser „komischen“ ( Rumäniens schon eine Sektion für AusgO- Verfügung Ist, so »eint die „Östjüiiscbe J bürgerte (zum Zeichen ihrer unzerreißbaren Rundschau“, durchsichtig: Man braucht äuf I Zugehörigkeit zur rumänischen Nation Und de& Weg von def Stadt ins Dorf hUr Wifi {ihrer absoluten Ablehnung jeder jüdischen paar RöWdir* zu postieren, die die ersten | Absonderung) errichtet hat? Eine Wiener Sehenswürdigkeit: Das erweiterte Spital derKulfusgemeinde Der Vorstand der Kultusgemeinde, def: auf der Abteilung Elias, auf der Abteilung dieses Jahr das Spital der Kultusgemeinde auf dem Währingergürtel mit eine» großen Kostenaufwand vergrößern und durch die Schaffung neuer Abteilungen, insbesondere der Herzstation und de« Radiuminstituts, ausgestalten hat lassen, arrangierte Montag mittags im Spital einen Presseempfang, der mit einem Rundgang durch die Institute des Krankenhauses verbunden war. Was die Krankenanstalt, die nach dein Erbauer Anselm Freiherrn v. Rothschild im Volksmund einfach Rothschild-Spital heißt, für die jüdische Bevölkerung Wiens, aber auch für zahlreiche NiChtjuden bedeutet, braucht wohl nicht näher ausgeführt zu werden. Aber auf einem Raitdgang durch das Hau« ist man doch immer Wieder überrascht über das Schöne, Gute und Neuartige, dag man da sieht Prächtig sind die drei Operationssäle, welche die Kultüsgemeihde mit den modernsten medizinischen Hilfsmitteln ausstatteh und mit den aJlerheüesten Beleuchtungseftekten versehen ließ. Schön sind die Krankensäle, die von Luft und Lieht durchflutet werden. Interessant ist die auf der ganzen Welt einzig dastehende Zuckerkand! Sammlung, ein kleines medizinisches Museum, in de» Steine aus Bla*« und Niere vereinigt sind. Katakomben und Stockwerksgarten Ähnliche Dinge kann »am von anderen Spitälern eventuell auch sagen, doch das Spital der Wiener Kultusgemeinde birgt Dinge, die man anderswo kaum antrifft. Es Bind gewissermaßen Sehenswürdigkeiten Wiens. Da sind vor alle» weit Unter das Straßenniveau hinabreichende regelrechte Katakomben, die sieh die mit dem Gasschutz und mit dem Luftschutz betrauten Stellen anschauen sollten, um sie als Vorbild ZU verwenden, oder der Garten mit den ans seiner Anlage sich ergehenden Konsequenzen. Der Garten liegt nämlich ein Stockwerk höher SIS das Straßenniveau, gegen das hin er durch die Gartenmauer gehalten wird, ln weiser Voraussicht hät der Erbauer des Krankenhauses im gleichen Niveau zwei Säle errichtet, die, wenn das Erdreich entfernt werden sollte, sofort in neue Kraftkensäle Umge Wadelt werden könnten. Die sträßenseitig gelegenen SdUterräitiratuM Wurden von der jetzigen Leitung nach Entfernung der Erde bereits zu erstklassigen Ambulatoriumsräumen eingerichtet. Dort befindet Bich die Her zst4tidd, die Rädiumabteilung und das erweiterte Röntgeninstitut, das einen Zulauf Wie Mete« «Weite derartige Institution te Wien hat. Da* Denken und Fühlen der Anstalisärzte und auch der Leitung geht ununterbrochen dahin, die entsprechenden Gelder aufzubringen, um durch Wegrlumung des bis zum ersten Stock refohenden Gartens die Säle freizubekommen, sowie das Gebäude auch nach obrthia äUsZftdehnen, was bei den soliden Fundamente» des Spitals ohneweiteft ttögliöh I« WM. Olt Sorge um die Ausbildung pOtdtt» Aalte AU dies geschieht i» Interesse der kranke» Menschheit, sowie in jenem des Jüdische» Äfzteftä eh Wuchses. Pehfm heut« Ist tos Rothschild-Spital der Bort der jüdischen Ju&g&rtte, di« in andern Spitälern nioht Unterkommen, 118 Arzte haben hier Gelegenheit, unter def Leitung von Kapazitäten, die in der ganzen Weh anerkannt sind, Ihr Wissen zu erweitern nna ihre Erfahrung zu Schärten, Heß, in der Herzstation Scherf, bei Professor Königstein, bei dem als Chirurgen überall geschätzten Primarius Goldschmidt, bei dem Laryngologeft Tschiänßy, bei Primarius Buchbänd, auf der durch ihre therapeutischen Neuerungen weltberühmten röntgenologischen Abteilung Borak, Im Räuliutna.mlml a tori n in des Primarius Schloß, dag die zweitgrößte Einrichtung dieser Art in Wien ist. auf der im Sinne des eigentlichen Begründers der Urologie Otto Zuckerkand] geleiteten Station des Primarius Sehwarzwald, auf der Abteilung de« Chrobak-Scliiilers Dozent Blau und ln den Ambulatorien der Primarärzte Infeld und Meißner. Diese großartige Ausgestaltung de« Spitals, die keineswegs schon abgeschlossen ist, ist ln erster Lime dem derzeitigen Obmann der Spitalskommission Dr. Körner zu verdanken, der, ohne Rücksicht darauf, daß gemäß einem Übereinkommen zwischen der Majorität und der Opposition in der Kultus- Stube, jedes Jahr abwechselnd ein Mitglied der Mehrheit und eines der Opposition die Obmanns teile zu bekleiden hat, einen Vierjährplan aufstellte, dessen erster Teil einshhließlieh der Aktion für die JnngärZte erledigt Ist Dr. Körner, der bereite im Altefsvereteht, wird sicherlich alle Sorge dafür tragen, daß auch der zweite Teil de« auf die Erweiterung de« Rothschild-Spitals abzielenden Programme« verwirklicht wird. Propaganda für Fremdenverkehr Bemerkt sei noch, daß «ich Unter 40 Pflegerinnen und sonstigen 71 nach dem Kol* lektivvertrag angestellteÄ Personen 60 christliche Angestellte befinden, daß die Zahl der Patienten von 2537 Im Jahre 1936 auf 3437 bis Ende November 193? stieg, daß für die im Spital unter» gebrachten unbemittelten Patienten mit 14.784 Verpflegstagen die Kultuegemeinde im Rahmen der von ihrer Fürsorgezentrat* geführten Krankenfürsorge die Kosten im Betrage Von über 8 200.000 trägt, daß die Zahl der ambulanten Patienten sich im Jahre 1937 auf 30.000 und die der durchgeführten Operationen auf 1383, die Zahl der Röntgenzuweisüngen für Zwecke der Diagnose auf 4300 und für Zwecke der Therapie auf 450 belief Hnd daß die bestehenden mustergültigen Einrichtungen auch eine Anziehungskraft für die im Ausland« lebenden Patienten bilden, deren Zahl in den 11 Monaten des Jahres 193? auf 715 angewachsen ist, weshalb man mit Rücksicht darauf, daß mit den Patienten meistens aueh Begleitpersonen nach Wien kommen, die in Hotels und Pensionen Unterkunft finden, sagen kann, daß das Spital auch für den Fremdenverkehr ln Österreich Propaganda leistet. So ist es der zionistischen Leitung der Wiener jüdischen Kultusgemeinde gelungen, eine vorbildliche Krankenanstalt zu schaffen, der auch religiöse Juden sieh mit ruhige» Gewissen anvertrauen können. Sie hat da« zustandegebracht, ohne Schulden zn machen, und hät vermocht, der Wiener Judenschaft unter Hinzurechnung des mit eanem Spitälsbetrieb unter Leitung dos Primarius Dozent Strifiöwer versehenen Versörgungshäuses über 500 Betten zur Verfügung zu stellen, nicht viel Weniger, als da« voh den Wiener Unionisten in den Hkntnel gelöbte Budapester Gemeindespital hat, das mit. Hilfe einer Anleihe von einer Million Dollar ausgebaiut wurde, und zwar zu elfter Zielt, als die Uriionteten noch die Wiener Kültusgemeinde leiteten, ohne «ich viel utt die Erweiterung des Rothschild-Spitals zu kümmern. Große Männer über Judentum und Antisemltismusi Nobelpreisträger Dale: Bereicherung der Wissenschaft durch Juden London, 19. Dezember. (JTA.) Der Direkist in unserem Bewußtsein stete wach. In tor des National Institute for Medical ’ ~ Research, Sir Henry Dale, der im Vorjahre zusammen mit dem jüdischen Professor Otto Löwi au« Graz den Nobelpreis für Medizin erhalten hat, hielt als Gäat ä'uf eine» Bankett der Londoner JeWish Hospital Medical Society elfte Ansprache, in der von ihm die Leistungen der Juden auf dem Gebiete der Wissenschaft und der jüdische Patriotismus gewürdigt Wurden. Es ist unmöglich, sagte Sir Henry Dale, Zu einer jüdischen Versammlung zu sprechen, ohne zu erwähnen, tläß däs jüdische Volk ln gewissen Läftdeft gräulamen Verfolgungen Und Beleidigungen auegegetit ist. Rechtsraüb, Vergewaltigung, öffentliche Ächtung und Stellung außerhalb des Gesetzes sind für das jüdische Volk to «einer langen und tragischheroischen Geschichte keine neuen Erfahrungen. Das einzig neue aa all dem ist, daß diese Verfolgurtgeh in Ländern stattfinden, die behaupten, sich über die Bafbärei des Mitttttltefs erhoben zu haben. Sir Henry sprach dahn übet seine Verbindungen zu Jute», die hervorragendes auf dem Geltet dir Wissenschaft geleistet England hat en vertriebene jüdische Gelehrte, mehr als in anderen Ländern, warm« Aufnahme gefunden, Das hat ihnen neuen Glauben gegeben und die Möglichkeit, ihr fruchtbares Werk zugunsten der Menschheit und des Fortsehritts fortzusetzen, I Bischof Manning: Antisemitismus ist Barbarei New York, 19. Dezember. (JTA.)Der New- Yorker Bischof Manning hat als Antwort auf eiften Angriff des „Stürmer“ gegen ihn einen Appell an die nationalsozialistischen Führer veröffentlicht, endlich zur Vernunft zu kommen und die Verfolgung der Juden einzustellen. Er brandmarkt den Antisemitismus als Barbarei und als unchristilch und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß das deutsche Volk sich von seinen gegenwärtigen Führern befreien werde. Lord Cedi dankt dem jüdischen Weltkongreß Genf, 19. Dezember. (JTA.) Die Exekutive des Jüdischen Weltkongresses hat von Viscount C e c i 1 of Ghelwood ein Schreiben erhalten, in welchem dieser für das ihm anläßlich der Verleihung dos Friedensnobelhabeft! zu Paul Ehrlich und Karl j preise« vom Präsidenten des Kongresses Weigert, die beide Ihrem Stamme treu geblieben seien; Zü ftndölf Magnus, der längst vergessen hätte, d*6 er ein Jude sei Und elft fänätischer Deutscher Wurde. In den allerletzten Jäh Hä ft habe er viele aus Deutschland Vertrieb«»« jüdische Gelehrte getroffen, deren Stolz 6s ihften verbot, über Deutschland schlecht au sprechen, da« sie ftöeh immer liebem Ich glaube, tagt« Sir Hftfiry Dale zu« Schluß, däß fite Vertriebenen die geistigen Schätze Ihrer WaUiänder, insbesondere England«, bereichern werten. Der Vorsitzende de« Jüdischen Nationalfdnds in England, Frof. Samson W r i g h t, erklärte: Die TrtgMit 4*r dmscheö Jnfle» Dr. Stephen S. Wise gesandte Glückwunschtelegramm dankt- „Wir wollen hoffen«, schließt Lord Cecil, „daß die Dummheit Und die Brutalität unserer modernen Welt bald wie ein böser Traum Vorbeigehen werden.“ Deutscher Rassismus in der französischen Kammer verurteilt Paris, 19. Dezember. (JTA.) Anläßlich der Debatte über den Budgetvoransohlag des Kolonienministeriums in der französischen Deputfeftefikammer verurteilten sämtlich« Redner, auch die der extremen Rechtsparteien, die deutsche Rassentheoric.

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