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Die Stimme · 1937-12-17 · Heft 707 (17.12.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 707 (17.12.1937)
Date
1937-12-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Satt« 4 Ul STIMM Nr. 707. — Wien, Freitag, 17. Dezember 1987. Wanderung jener, die zum Verlassen ihrer Wohnländer gezwungen sind, statt Schließlich wurde eine Reihe von Fragen betreffend jüdische Kolonfeationsprojekte aufgerollt, die jedoch zusammen mit anderen Problemen auf der nächsten Konferenz der Vertreter werden sollen. Es war dies das zweitemal in diesem Jahre, daß die Vertreter der größten jü . . disoh-philantropischen Organisationen zu Eine Reihe von Wirtschaftszweigen, ins-; einer Konferenz zusammengetreten sind, besondere die jüdischen Verleger, [>as unmittelbare Ergebnis der beiden Kon- Zionistisdie Sektion und WIZO Prater, sprechen ihrem Präsidialmitglied Herrn Josef Kampf, anläßlich des Ablebens seines Bruders, Sektionsmitglied Heisch Kamot, ihr tiefstes Beileid aus und Buchhändler, wurden von einer Reihe gesetzlicher Bestimmungen hart betroffen. Am 1. August trat eine Verordnung in Kraft, die es Juden verbietet, ohne ausdrückliche Erlaubnis des Bevollmächtigten des Propagandammisteriums zur Überwachung der kulturellen Tätigkeit der Juden in Deutschland, Hinckel, Bücher zu verlegen, beziehungsweise in den Handel zu bringen. Von dieser Verordnung ist die Existenz der jüdischen Buchhändler bedroht Tatsächlich haben von den etwa zweihundert jüdischen Buchhändlern nur sechzig die Erlaubnis zum Buchvertrieb erhalten, aber auch diese sind kaum mehr in der Lage, ihr Geschäft zu betreiben. Sehr tragisch gestaltet sich auch die Lage der jüdischen Arbeitslosen. Seit der behördlicherseits erfolgten Schließung der jüdischen Arbeitsvermittlungsbüros sind die jüferenzen ist die Schaffung eine« internationalen Komitee« zur Koordinierung der Tätigkeit der großen jüdäschphilantropfechen Organisationen. * Vorbereitung der zwischen* staatlichen Flnchtlingskonferenz Amsterdam, 16. Dezember (JTA.) In Anwesenheit de« Hochkommissars für die deutschen Flüchtlinge, Sir Neill Malcolm, nnd der Vertreter von 20 jüdischen und nichtjüdischen internationalen und innerstaatlichen Hilfsorganisationen ist im Rathaus zu Amsterdam die Sitzung des Beirates des Hoohkommissariates für Deutechlandflüchtlinge unter dem Vorsitz von Prof. Dr. D. Cohen eröffnet worden. Auf der Tagesordnung steht unter anderem das Problem dischen Arbeitslosen gezwungen sich an die d incimmer größerer Zahl auftretenden allgemeinen staatlichen Vermittlungsbüros . - 8 ----- - zn wenden. Man bemühte sich zwar von jüdischer Seite, die Erlaubnis zur Vermittlung gewisser Berufe, an denen ausschließlich jüdische Kreise interessiert sind, zu erwirken, doch ist bisher eine Entscheidung hierüber noch nicht gefallen. Da die jüdischen Büros infolge dieses Schwebezustandes nicht in der Lage waren, jüdischen Arbeitslosen Arbeit zu vermitteln, ist ihre Not weiter gewachsen. Gegenwärtig beträgt ihre Zahl etwa 40.000. Zur Unterstützung der jüdischen Angehörigen freier Berufe wurde ein besonderer Fonds ins Leben gerufen, doch war es infolge der geringen Mittel nur ln [ ganz wenigen Fällen möglich, zu helfen. Für Bertifsumschichtung wurden im ersten Halbjahr 1937 457.976 Mark ausgegeben; für Zwecke des Studiums Flüchtlinge aus der Freien Stadt Danzig. Es wurde der Vorschlag unterbreitet, daß die Behandlung der Emigranten aus dem vleiehgesohalteten Danzig ebenfalls in die Hände des Kommissars für die deutschen Flüchtlinge gelegt werde. Die Sitzung befaßt sich ferner eingehend mit der Lage der deutschen Emigranten in den Gastländern. Hauptaufgabe der Konferenz ist es jedoch, die von einer Reihe von Regierungen zu beschickende zwischenstaatliche Flüchtlingskonferenz vorzubereiten, die für den 7. Februar 1938 vom Völkerbund nach Genf einberufen wurde. 50 Jahre jüdische Hand werkersthule in Warschau __5 _ Warschau, 16. Dezember. (JTA.) Die Warjüdischer "Knaben und Mädchen im Ausland (schauer jüdische Gesellschaft hat in diesen wurden von deren Verwandten in Deutsch-1 Tagen ein Doppel jubiläum gefeiert; land 469.244 Mark durch den Zentralaus-! d®8 50jährige Bestehen der ersten jü di schuß überwiesen jschen Handwerkerschule und die Der Bericht schließt mit einem Überblick j fjährige öffentliche Tätigkeit des Präsiüber die finanzielle Lage der Reichsvertrej Renten dieser Schule, "" tung der Juden in Deutschland, deren Ein-, , , . . , nahmen im ersten Halbjahr 1937 741.000,8 3 w 8 k Die -leerende Schule entstand Mark — 312.000 Mark wurden in Deutsch-1 unter des bekannten Ban- 1 kiers und früheren Senators Rafael S z e r es k i. Die jubilierende Schule entstand dem Einfluß der Haskalah-fAufklärungs-)Bewegung und hatte zum Ziel, das rückständige jüdische Handwerk zu modernisieren und sogenannte „Luftmenschen“ zu qualifizierten Handwerkern auszubilden. land selbst gesammelt und 429.000 Mark gingen dmc-h Pflichtbeiträge der VeTbandsgemeinden ein — betrugen. 1,491.000 Mark flössen in Form von Subventio- Jahre verhjnderte die zaristische nen des American Jom-Distribution Com- Gesetzgebung die Gründung solcher Schnmittee des Council for German Jewry und j lgg7 * Dr. Josef Pog. der ICA aus dem Auslande ein so daß d» ’ kJ Md seinig6en Mitstrebenden, die , Re’obsv5tretung sich | eme jüdische Handwerkerschule ins Leben auf 2,232.000 Mark beliefen. Ihnen standen ] zu Hente wird die Schule von 270 Schülern besucht nnd hat ein Jahresbudget von 120.000 Zloty; Gebäude und Einrichtungen haben einen Wert von rund einer Million Zloty. Gesamtausgaben in der Höhe von 1,855.202 Mark gegenüber. Wir bitten für nnsere alten nnd arbeitsunfähigen B Inden um Spenden. Für die blinden Mnsiklebrer, Klavierstimmer, Korb- und Sesselflechter sowie Bürstenmacher bitten wir nm Arbeit Hiifsie ein der Jüdischen Blinden Wien, 11., Rembrandtstraße 18 Telephon A 47-2-77 - Peeteporkeesae-Konto Nr. A 1S3.21J Internationales Wohlfahrts-Komitee Paris, 16. Dezember. (JTA.) In Paris fand unter dem Vorsitz von Max Gottschalk (Brüssel) eine Konferenz von Vertretern der größten jüdisch-philanthropischen Organisationen Europas und Amerikas statt, auf der Vorschläge zur Koordinierung der Tätigkeit der jüdischen wirtschaftlichen und sozialen Vohlfahrteorganisationen in der ganzen Welt erörtert wurden. Vertreten waren: Die American Jewish Joint Agricultural Corporation (Agrojoint), das American Joint Distribution Committee, die American Joint Reconstruction Foundation, die EMICA, (He Hias-Ica Emigration Association (HICEM), der Hilfsveredn der Juden in Deutschland, die Jewish Colonisation Association (ICA), die Reiche Vertretung der Juden in Deutschland und die Refugee Economic Corporation. Die Konferenz befaßte sich eingehend mit der gegenwärtigen Lage der Juden in D a nz i g und erwog konkrete Pläne zur Durchführung sofortiger Hilfsmaßnahmen. Besondere Aufmerksamkeit wurde den Problemen de- Juden in Deutschland und Polen gewidmet. Es fand ferner ein Meinungsaustausch über konkrete Schritte zur Unterstützung notleidender Juden in ihren Wobn- Die Verdienste des Schul Präsidenten Szereszowski Die Feier galt gleichzeitig dem 25jährigen Jubiläum der Tätigkeit Rafael Szereszowskis an dieser Schule. Dem Präsidenten Szereszowski wurde vom Kuratorium der Schule eine Deklaration feierlich überreicht, in der es u. a. heißt: Rafael Szereszowski hat der Schule über die schwersten Jahre hinweggeholfen, er hat auch an ihrer ideologischen Konsolidierung hervorragend mitgewirkt und eine Atmosphäre kollegialer Zusammenarbeit verschiedener geistiger Richtungen und sozialer Schichten mitschaffen geholfen. Heute ist die Schule unter seiner Präsidentschaft modern ansgebaut und ideologisch wie materiell auf eine feste Grundlage gestellt. Seit 45 Jahren wirkt Szereszowski im jüdischen sozialen Aufbau, 1892 half er das jüdische Hospital erbauen, später half er die Bildungsgesellschaft „Daat“ (Wissen) mitbegründen, welche viele Schulen, Lesesäle und Bibliotheken ins Leben gerufen hat. 1908 gründete Szereszowski die jüdische kooperative Darlehens- und Spargenossenschaft, die den jüdischen Kleinhändlern und Handwerkern eine starke Stütze ist und heute 3000 Mitglieder zählt. Als bei Ausbruch des Weltkrieges zehntausende jüdische Heimatlose aus den evakuierten Ortschaften nach Warschau strömten, betätigte sich Szereszowski führend in der Gesellschaft für Hilfe an die Kriegsopfer, deren Präsident der Esperanto-Schöpfer Dr. Ludwig Z am e n b o f, deren faktischer Leiter aber er, Szereszowski, war. 1916 wurde Szereschau, dem er bis heute angehört; 1922 wurde er zum Senator gewählt. Auf Befragen des JTÄ-Vertreters äußerte sich Szereszowski über die aktuellen Fragen des jüdischen sozialen Aufbaus in Polen. Szereszowski hält zunächst eine systematische Berufsumschichtung, die Hand in Hand mit det Reformierung des Fachschulwesens zu gehen hat, für notwendig. Gemäß dem neuen Schulgesetz wird man jüdische Handwerkslehrlinge entsprechend ausbilden müssen; das Gesetz schreibt vor: elementare Bildung für das einfache Handwerk, Mittel- oder Hochschulbildung für qualifizierte Fächer. Hiefür wird eine einmalige Investition von 200.000 Zloty und ein jährliches Budget von 40.000 bis 100.000 Zloty erforderlich sein. Ak ion „Rettet die Jagend" Herr Julius Ste'nfeld antwortet auf Aufforderung des Herrn Dr. Leon Preis mit S 5.— und lädt zu Spenden ein: Osias Steinfeld, J. Fleischmann, Otto Weihs, Otto Lansrfelder, Ernst Kohut, Siegfried Mehler, Ing. Kurt Ewald Hecht, Dr. Karl Revesz. Chassene in Tfise Da« Bestreben Sevilla Pastors, der so vielseitigen Künstlerin, sich dem Wiener Publikum in verschiedenen Genres zu zeigen, verschafft den Stammgästen der „Jüdischen Künstlerspiele“ ab Freitag, den 17. d., eine überaus interessante Premiere. ..C h a ssene in Tfise“ (Hochzeit im Arrest), dieses spannende Stück von Sigel (zwei Akte und vier Bilder), war in Warschau durch volle zwei Jahre ein einzig dastehender Erfolg. Bier in Wien wird es zum erstenmal gespielt, denn die von Sevilla Pastor jetzt dargestellte Hauptrolle stellt besondere künstlerische Anforderungen. „Chassene in Tfise“ war auch schon deshalb überall ein großer Erfolg, weil wieder Obchanetzky als Komponist zeichnet, dessen Fähigkeiten wir erst kürzlich bei „Motke fyn Slabotke“ zur würdigen wußten. Die Novität, bei der da« ganze Ensemble mit Erna S i e g- 1 er nnd Dolly Nachbar an der Spitze beschäftigt ist, wird bi« Sonntag, den 19. d., vorläufig auf dem Repertoire bleiben (Abendvorstellungen beginnen um halb 9 Uhr), überdies auch Sonntag, den 19. Dezember, nachmittags um halb 4 Uhr bei kleinen Preisen gegeben. Das Wochenrepertoire lautet: Montag, den 20. und Dienstag, den 21. „Motke fyn Slabotke“, Mittwoch, dem 22 „Juki kriegt Petsch“, und Donnerstag den 23., als Werbevorstellung „Die Schicberte“. Freitag, dem 24., bleibt das Theater geschlossen. „Die Sehlckerte“ als Werbevorstellung. Wie von uns bereits angekündigt, gelangt das berühmte Paradestück Sevilla Pastors, „Die SoMckerte“, Donnerstag, den 23. d„ halb 9 Uhr abends, als Sondervorstellung zu besonders ermäßigten Preisen zur einmaligen Wiederholung. Der Kartenvorverkauf für die Feiertagsnovität „Die kleine G a n e f t e“ (die Premiere findet diesmal nachmittags Samstag, den 25. d.. statt), und die folgenden Aufführungen wurde an der Theaterkasse der Jüdischen Künstlerspiele. H, Praterstraße 84 (Reservierungen auch telephonisch R 45-4-94), bereife eröffnet. Die Porträtausstellnng Bojko in den Räumen der WIZO, Scbottenring 25, ist noch bis inklusive Sonntag, den 19. d., geöffnet. Zionistischer Veranstaltungsholender Samstag, 18. Dezember. 2. Bez., Histadruth Iwrit, Cafe Zentral, H-, Taborstraße 8, US Uhr abend«, Bialik-Abend. Dr. David Rotblum: „Misichstai in Bialik.“ M. Ungerfeld: „Bialik Haad a m.“ H 7 Uhr abends: Literaturseminar (Agaf) HO Uhr abends: Bibelseminar (Doktor Schächter). 1. Bez., WIZO, Schottenring 25, 5 Uhr nachmittags, Onegg-Sabbath. Vortrag: Dr. Zwi Kanner: Jüdische Inseln l m Arabischen Mee r“. 2. Bez., WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 4 Uhr nachmittags, Onegg-Sabbath für Kinder unter Leitung von Frau Rachel Aschkenasy. 2. Bez„ Jungsektion II, Praterstraße 13, 8 Uhr abends, Heimabend, Pressebericht und Diskussion. 12. Bez., Jungeektion Meidling, Sechshauserstraße 52, 5 Uhr nachmittags, Vereins- und Gesellschaftsahend 16 Bez., Jungsektion XVI/XVII, Fraueng. 9, Vereins- und Diskussionsabend. Montag, 20, Dezember. 2. Bez., Sektion und WIZO Prater, Stuwerstraße 1, HO Uhr abends, Vereinsabend. 2. Bez„ Klub Erez Israel, Praterstraße 13, 8 Uhr abends, Vereinsabend. 4. Bez., Sektion und WIZO IV/V, Hauslabgasse 2, 8 Uhr abends, Zusammenkunft der WIZO-Mitglleder. 9 Uhr abends, Ausschußsitzung der Sektion. Erscheinen Pflicht! 12 Bez., Sektion und WIZO Meidling, Sechshauserstraße 52, HO Uhr abends, Vorführung des Palästinafilmes. 18 Bez., Sektion XVlii, Weimarerstraße 7, 8 Uhr abends, Generalversammlung. Vortrag Dr. Richard P o k o r n y, Vizepräsident des Zion Landesverbandes. Bez., Sektion Zwischenbrücken, Universometr. 62, HO Uhr abends, Vereinsabend. Dienstag, 21. Dezember. 2. Bez., WIZO n im WTZO-Heim, Sehotten- Beh konz Realbüro Ing. M. Mühlbauer Nau| und Verkauf von Redlltalen. Hypotheken II und Hl hätte, Bau- und Zwisdienkredtt«- Gebäudeverwallung * Büro . Franz-Jovep-Kai 11 I et R-25-Ö-44 Wohnung II. Vorganemtr 150. lei R-41-ö-Kh ländern und zur Förderung der Ausszowski Mitglied des Stadtrats von Warring 35, 8 Uhr abends, Vereinsaöend, Llebeswerk für jüdische StelnhoS* I Pfleglinge I In der Heii- und Pflegeanstalt „Am Steln- | hof“ läßt die Kultusgemeinde sed Juni ' des Jahres regelmäßig Gottesdienste abhalten. Der Besuch des Gottesdienstes wächst ständig und bei vielen der Kranken ist es offensichtlich, daß der seelische Einfluß, der da durch auf sie ausgeübt wird, sich günstig auswirkt. Einige Leute, denen das Schicksal die-! ser sich einsam fühlenden Juden nahegeht, haben sich zusammengofunden und beschlossen, , abwechselnd diesen Gottesdienst zu besuchen und bei der Gelegenheit Kontakt mit den Kranken zu nehmen, ihre Wünsche, soweit sie mit der Außenwelt Zusammenhängen, entgegenzunehmen, sie nach Tunlichkeit zu erfüllen und an den jüdischen Feiertagen durch Veiabreichung kleiner Liebesgaben ihnen zum Bewußtsein zu bringen, daß ihrer gedacht wird. Jüdische Menschen, die sich an diesem Liebeswerk beteiligen wollen, werden gebeten, ihre Anschrift dem Anstaltsseelsorger Bela Fischer, XIII., Biraghigasse 55, bekannt-! zugeben. Liköre Schau ra feinst, Beverendin &!a Benediktine, Maraschina de Zara. Weinbrand, 1 Liter S 4‘40, Sliwowitz 40"/„, i Liter S 4 —. XVI., Koppstra8e34, XV , Mariahilferstr. 147, JII., Haidingerg. 27 England und IsraeL Die im Verlag R. Löwit, Wien-Jerusalem, erschienene Broschüre „England und Israel“ aus der Feder eines prominenten Zionisten ist von höchster Aktualität. Der englische Teilungsplan für Palästina hat eine Situation geschaffen, die die zionistische Bewegung und das Judentum überhaupt vor schwerwiegende Entscheidungen stellt. Die sehr bedeutsame Schrift bringt in knapper, überzeugender Weise neue Gesichtspunkte von höchster Wichtigkeit, mit denen sich jeder Jude* auseinanderzusetzen haben wird. Es ist nicht daran zu zweifeln, daß diese Darlegungen besondere Beachtung in jüdischen und englischen Kreisen finden werden. Eindrucksvolle Barmizwah - FeieT. Sonntag, den 12. d., fand in den Räumen des Bethauses Beth Jakob Josef die Barmizwah-Feier des Sohnes des sei. Großrabbiners Jakob Josef T w e r s k y .‘j'XT Jochanan, Nachkomme der großen rabbinischen Dynastie Trzernobyl, statt. Unter den Anwesenden bemerkte man die Herren Großrabbiner Friedmann -Ozortkow, Großrabbiner Friedmann -Sadagora, Großrabbiner H e s c h e 1 - Kopyczynce, den Herrn Rabbiner Josef Babad, sowie verschiedene Persönlichkeiten der ehassidischen Welt, wie auch Kultnsrat Dr. Mendel Kosenberg. Die Feier wurde durch den Präsidenten dieses Bethauses, Herrn Heinrich Käufer, mit der Begrüßung aller Anwesenden eröffnet. Sodann hielt der Barmizwoh zum Staunen und zur Ergriffenheit aller Anwesenden einen meisterhaft gehaltenen talmudischen Vortrag, der fast eine volle Stunde währte. Es sprachen sodann der Präsident der Misrachi in Wien Rabbiner Salomon Friedmann, sowie HerT Rabbiner Moses Blech, weicher in seinen Ausführungen die besonderen Leistungen des Präsidenten des Bethauses Heinrich Käufer, des Präsidenten«tellverteter David Steigmann und des Herrn Adolf M e i s e 1 s hervorhob, die alle ta selbstloser, aufopferungsvoller Weise keine Mühe und kein Opfer scheuten, um der Mutter zu ermöglichen, dem Barmizwoh die ihm gebührende Erziehung zn geben. Es sprachen sodann noch die Herren Rabbiner Schmerler und Kultusrat Dr. Rosenberg, sowie Prof. Dr. Weinstock, welche eich in ihren Reden im besonderen Lob über den Barmizwoh aussprachen und ihm viel Glück für seinen weiteren Lebensweg wünschten. Jüd. akad. Philosophenverein. Dienstag, den 21. d„ spricht cand pbil. G. Burg über das Thema „Moderne jüd. Literatur“ in unserem Heim, Alsterstraße 26. Beginn präzise 20 Uhr. Skikurs des Brith Zion. 75 cm Altschnee und 15 cm Neuschnee meldet das Standquartier unseres Skikurses. Wir fahren je nach Schneelage nach Hüttau bei Bischofshofen oder nach Flecken bei Kitzbühel. Im Preis von S 85— für 9 Tage ist die Fahrt Wien—Wien, vier reichliche Mahlzeiten, Übernachten in Zimmer mit elektr. Heizung, natürlich Betten. Ebenso iet der Skikurs inbegriffen. Die Kurse stehen unter der Leitung unsere« Sportlehrers. Nur noch beschränkte Teilnehmeranzahl möglich. Anmeldeschluß gleichzeitig mit Erlag einer Angabe spätestens Sonntag, den 19. Dezember, 12 Uhr mittags im Zion. Landeskomitee (Brith Zion), Tel. U 22-2-11. Ernst FinkeL _ Eta herrliches Puder. Seit längerer Zeit hat sich das ganz hervorragende Puder von LES PARFÜMS FORVIL in Paris sehr beliebt gemacht. Es besitzt alle Vorteile, die eine Dame an ein erstklassige« französisches Reispuder stellen muß. 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