Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 706 (15.12.1937)
- Date
- 1937-12-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3053752-3054431-3054463--7136-3520305- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 2 Nr. 706. — Wen, Mittwoch, Iß. Dezember 1887. alles verzweifelte, ein großes Verdienst dadurch um Österreich erworben, daß sie durch ihre Beziehungen half, __ Wirtschaft wieder in ein normales Geleise zu bringen. Die Juden haben auch nie gegen den Staat konspiriert und sind unverdrossene Arbeiter an einem starken Österreich. Sie mengen sich nicht in die Angelegenheiten der katholischen Mehrheit, verlangen aber Selbst bestimm ungerecht in jüdischen Angelegenheiten und gleiches Recht für sich in der Praxis. Sie verlangen ihre Gleichberechtigung, die ihnen nach der Verfassung zusteht, so kompromißlos, wie sie kompromißlos zu Österreich stehen. Die beste Sicherung für den Weg Österreichs ist das harmonische Zusammenwirken aller seiner Bürger, das nur gefördert werden kann durch gleiches Recht. Verjudung erwünscht! Die österreichischen Bischöfe haben an die katholischen Bischöfe im Dritten Reiche einen Hirtenbrief gerichtet, in dem deutschen Kirchenfttrsten, die dem Ansturm des von den staatlichen Machthabern protegierten Neuheidentums heldenhafte Abwehr entgegensetzen, warme Worte dee Trostes und der Ermunterung widmen. Unter diesen Worten befinden sich nicht nur solche aus dem Neuen Testamente, sondern auch ein Zitat aus Jesajas, und zwar einer jener Aussprüche unseres Propheten, aus denen wir Juden seit vielen Jahrhunderten bis auf den heutigen Tag in Zeiten der Bedrängnis, dies» mag von Moskau, von Berlin oder von — Ohio ihren Au.-gang nehmen, moralische Stärkung und neue Zuversicht schöpfen. Wenn die österreichischem Repräsentanten der katholischen Kirche ihren reichedeutschen Standesgenossen in einer Stunde der Not solch ein gut jüdisches Trosteswort zurufen, dann tun eie dies in erster Linie gewiß wegen seiner an uns erprobten neren Kraft; darüber hinaus aber handelt es sich auch um eine schon äußerlich erkennbare Demonstration gegen die vom Nazismus angeordmete Ausschaltung des Alten . Testamente aus dem christlichen Religionsunterricht. Die österreichischen Bischöfe legten durch Aufnahme eines Jasajas-Zitats in ihren gewiß sorgfältig vorbedachten und redigierten Hirtenbrief ein nicht zu übersehendes Bekenntnis zu den sittlichreligiösen Triebkräften ab, mit denen das Judentum die abendländische Kultur befruchtet hat und denen die Schriftgelehrten und Pharisäer dee Hakenkreuzes lediglich destruktive und zersetzende Wirkungen schreiben. Dieses kulturelle Bekenntnis eines christlichen Ständestaat sicherlich maßgebenden Berufsstandes sollte von jenen Faktoren nicht mißachtet werden, denen gerade jetzt die Angleichung der österreichischen Kultur an die reichsdeutsche von Staate wegen obliegt. In dem zitierten Hirtenbriefe der österreichischen Bischöfe an die deutschen heißt es: „Wir nehmen auch darum innigen Anteil an Eurem Schicksal, weil viele bemüht sind, solche Zustände, wie sie sich bei Euch herausgebildet haben, auch in unserem Staate erstehen zu lassen.“ Wie weit aber eine solche kulturelle Angleichung schon gediehen zu sein scheint, verriet jüngst das „Wiener Montagblatt“ durch seine Mitteilung, daß eine staatliche Lehrkanzel für darstellende Kunst unbesetzt gelassen wurde, weil alle zur Erteilung von Besetzungsvorschlägen befugten Fachleute einstimmig eine J üd i n empfohlen hatten. Österreich ist bekanntlich ein Ständestaat, in dem den Benifsständen das entscheidende Wort in allen Zunftfragen zusteht. Aber in einer künstlerischen Frage, also auf einem Gebiete, wo die zum Mitreden befugten eine beruflich 'besondere exklusive Elite bilden, darf ein antisemitischer Schmock, dessen Heimatbercchtisrung in geistigen Bezirken bloß durch die Fähigkeit, auf die Juden schimpfen, erbracht wird, das einstimmige Urteil der Fachleute als „merkwürdig“ verächtlich machen und an deren Kandidaten, dessen zunftmäßig erbrachter Befähigungsnachweis von den staatlichen Faktoren ignoriert wird, auch noch private Kunde n ab t r e ibu ng versuchen. Das „Wiener Montagblatt“ erklärt einfach, daß der von den künstlerischen Fachmännern gewagte Besot.zunos Vorschlag ins Kapitel ..Überfremdung des Kunstlebens“ gehört und damit sind alle Fragen des Wiener geistigen Lebens samt dessen stolzen Traditionen aus früherer Zeit von einem ..höheren“ Standpunkt aus erledigt. Der Nationalsozialismus ist bei der Wahrung dieses „höheren Standpunktes“ wenigstens konsequent. Für ihn bedeutet der WIZO meldet: Die Arbeit geht unbeirrt weiter erneut Die letzten Wochen brachten schwere Heimsuchungen für den Jk__ Erez Israel. Das radiale Eingreifen def Regierung nach der Ermordung dee Distriktekommissäre Andrew« wurde durch eine Kette von Terrorakten beantwortet. Alles Grauen und aüe Trauer dürfen jedoch den Aufbauwillen nicht lähmen. Unbeirrt durch die schwierige Situation im Lande, hat die Palästina-Föderation der WIZO intensivste Organisation«- und Werbe-Arbeit als Parole der neuen Arbeiteperiode ausgegetoen. Ihr Vertrauen in das Verständnis der Frauen für die Festigung des Zusammenschlusses und Verstärkung der Tätigkeit gerade im gegenwärtigen Augenblick erwies sich als vollauf gerechtfertigt. Wo die Aktion bisher eingesetzt hat, konnte sie ermutigende Erfolge verzeichnen, viele wertvolle Frauenkräfte neu auf das WTZO-Programm verpflichten. Pünktlich begannen die Sitzungen wieder, sowohl die der Exekutive wie die des Land es Vorstandes der Palästina-Föderation, zu denen die Frauen trotz der Unsicherheit auf den Landstraßen aus allen Teilen des Landes Zusammenkommen, Die Organisationssekretärin bereiste in Begleitung verschiedener Vorstandsmitglieder die Ortsgruppen, die als erste für die Werbearbeit ausersehen worden waren. Die Instruktorinnen gingen ihrer Arbeit nach wie immer, und die Institutionen funktionierten alle normal, auch wenn die Lehrfarm Afuleh zweimal das Ziel von nächtlichen Beschießungen war. In vielen Ortsgruppen fanden die WIZO-Frauen die Energie zur Veranstaltung von Vorträgen und künstlerisch-geselligen Abenden. Auch die Touristenkomiteas der WIZO konnten fast den ganzen Monat ziemlich rege arbeiten, da erfreulicherweise auch in diesem Herbst nicht Wenige zum Besuch im Lande weilen und gerade jetzt besondere Eindrücke von der Haltung und der Kraft des Jisohuw empfangen. Selbsthilfe von Siedlerinnen Eine bemerkenswerte Aktion wirtschaftlicher Selbsthilfe der Siedlerinnen von B e n- , zu der sie durch die derzeitige schwere ökonomische Lage veranlaßt wurden, ist, der Beschluß, einen eigenen, Marittstand zu errichten und dort Erzeugnisse ihrer Wirtschaften — Gemüse, selbstgemachte Backwaren und Marmeladen — zu verkaufen, die bisher nach Benjamina eingeführt worden waren. Der Zusammenschluß der Ortsgruppe hat die Voraussetzung geschaffen für dieses organisiert« Vorgehon. Hausfrauen und Hausgehilfinnen müssen einander verstehen «rlerat lu _ _ _ Kleidern Einrichtuagseeganetä&dsn beseitigen, verstehen Schuhe und Lederwarm Sicht nur zu reinigen, sondere auch auf neu re färben, Metallwaren auf Glanz re patzen, sie wasehen und plätten tadellos, sie haben ihre Kochaufgaben gelöst und servieren, deren Ergebnisse an hübsch gedeckten Tischen den Expertinnen aas dem Aufeichtsrat dar Schule und Mitgliedern der Exekutive und des Lehrstabes; billige Tageemenils für kleine Familien und solche für Großgemeinschaften von SO Personen, einfache Mittagessen von 25 Milim und feine bis zu 70 Milim. Diätspeisen und Bewirtungen zum Tee mit Sandwichs, Torten und Kleingebäck. Das Interessanteste dieser Prüfungsempfänge ln der Haushaltungsschule ist aber die Aussprache nach dem Essen zwischen den Gästen und den Absolventinnen, wenn diese über die Ergebnisse ihrer Lehrzeit und ihre weiteren Arbeitspläne berichten. Fast alle waren früher Büroangestellte, nun wollen sie im nenerworbenen Beruf arbeiten. Sie haben in der Schule eine hohe Auffassung von ihrer Arbeit als wirklicher Facharbeit gewonnen, und sie wollen diese auch als solche eingesohätzt wissen. Da dies im Privathaushalt aber nach ihrer Meinung nicht der Fall ist, wollen sie möglichst Stellungen in Anstalten annehmen. Diese Ansichten führten zu nachdenklichen Gesprächen: man kam überein, dafi eine Erziehung der Hausfrauen zu einer adäquateren Wertung der Hausgehilfinnenarbeit ebenso nottäte wie eine besondere Einführung der Absolventinnen der Haushaltungsschule in die Arbeit des Privathaushaltes durch mehrmonatige Praxis bei Hausfrauen, die „Meisterinnen der Hauswirtschaft“ sind. Auf jeden Fall — so wurde es im Laufe der Debatte formuliert — ist es eine Kampfposition, die die Mädchen zu beziehen hätten, und sie mögen durch ihre Leistungen mithelfen, den Kampf zu führen, um die Anerkennung der hauswirtschaftlichen Arbeit als einer gelernten Facharbeit . Siebes Jahre ist esher, seit WIZO hausivfrtsebaftliChe Anleitung in den Klbte&im als eine der wichtigsten nationalen Aufgaben erkannte und zu ihrer Tätigkeit hinzunabm. Bis zum vorigen Jahr war sie allein bewegende Kraft auf diesem Gebiet Sie empfing die S.-0.-S.-Rufe der Kibbuzim nach einer „Madricha“ (Instruktorin), sie wählte jene Punkte aus, die nach ihrer Meinung der Instruktion am dringendsten bedurften und die sie mit ihren Instruktorinnen betreuen konnte. Es ist eine weitere Entwicklungsstufe, daß sich nun drei große Kibbuzgemeinschaften (Kibbuz ha- Versueh, christliche Germanen mit einem Jesajas-Zitat geistig aufzurichten, genau eine „Überfremdung“ wie die Besetzung •gend eines Postens — gleichgültig ob in einem künstlerischen Institut oder bloß bei der Auslandsvertretung eines deutschen „Koofmichs“ — durch einen Juden. Aber die bodenständigen Österreicher ans Ohio, Zlin usw. sind keine Nationalsozialisten, sondern Hüter der Lueger-Tradition. Das heißt, ihr Antisemitismus ist nicht rassisch, sondern religiös determiniert. Eigentlich müßten sie also das Judentum bloß religiös ablehnen, während sie die profanen Leistungen von Juden ruhig gelten lassen könnten. Sensationeller Weise erleben wir aber gerade das Umgekehrte: Dieselbe „Reichspost“, die das Bestreben der Juden, sich als Künstler, Wissenschafter, Kaufleute oder Gewerbetreibende fortzubringen, als „Überfremdung“ Österreichs brandmarkt, empfiehlt jetzt ihren katholischen Lesern, sich an dem religiösen Leben der Juden ein Beispiel zu nehmen. Anlaß hiezu gibt das Weihnadhtsfest. Das Gesetz gestattet dee Lebensmittelhändlem, ihre Geschäfte an diesem Feiertag drei bis vier Stunden offenzuhalten. Die „Reichspoet“ redet ihnen aber zu, darauf zu verzichten, hat aber, wie es scheint, wenig Vertrauen zu der Bereitwilligkeit der katholischen Geschäftsleute, darauf einzugehen: „Schon die Ungewißheit, wie es die anderen, die Konkurrenten in der Nachbarschaft, halten werden, wirkt als Nötigung. Weser standzuhalten, dazu gehört schon einiger Heroismus, Opfermut, Abwesenheit aller Mensohenfuroht und aller Sehen vor der Meinung der Gasse.“ Schon ein paar Tage vorher hatte das Blatt darauf hingewiesen, daß die Juden am „langen Tag“ alle diese Tuenden entfallen. Es mag Antisemiten keineswegs leicht gefallen sein, darauf hinzuweisen, daß just die angeblich feigen Juden den Heroismus aufbrmgen, aller Menscbenfureht und aller Scheu vor der Meinung der gerade gegen sie immer wieder aufgehetzten Gasse zu entsagen, und daß ausgereohnet die als materialistische Geldfanatiker verschrienen Juden den Opfermut besitzen, den Forderungen der Religion vor dem Hang, Geld zu verdienen, den Vorrang zu lassen. Diesem Urteil schließt sich in einer Zuschrift an die „Reichspoet“ auch der aus dem national betonten Lager stammende Gehilfenobmann der Handelsangestellten Hans Prodinger an: „Die katholischen Kaufleute können eich gerade in Wien an den jüdischen Firmeninhabera ein Beispiel nehmen, die fast zur Gänze ohne gesetzliche Verpflichtung die hohen jüdischen Feiertage durch Geschloesenhaiten der Geschäfte und vollkommene Anbeitsruhe feiern.“ Man kann ruhig hinzufttgen, daß viele Juden, und zwar vorzugsweise die als „Zugereiste“ besondere diffamierten, allwöchentlich am Sabhath ihre Geschäfte geschlossen halten — ohne Rücksicht auf die Konkurrenz in der Nachbarschaft und auf den gesetzlichen Zwang, auch am darauf folgenden Tage, dem Sonntag, feiern zu müssen. Sehr amüsant und lehrreich ist in diesem Zusammenhang auch die Zuschrift eines biederen_ nalsere an das katholische „Neuigkeits- Weltblatt“ (veröffentlicht am 21. November m der Rubrik „Der Leser bat das Wort“): „In Wien konnte man am 15. November (dem Namenstag des katholischen Landespatrons) vielfach sehen, daß jüdische Firmen den Tag als Feiertag hielten und geschlossen blieben, während betont christliche Firmen Werktagsarbeit leisteten und ihre Geschäfte den ganzen Tag offen hielten.“ Aus all diesen betont katholischen Feiertagsbetrachtungen erhellt die unausgesprochene, aber nichtsdestoweniger deutliche Sehnsucht, die katholische Bevölkerung möge sich durch einen tüchtigen Schuß Verjudung in den Rahmen des christlichen Ständestaates so gut ednfügen, wie es die Juden schon lange tun. Dr. H. Sp. Meuehad, Kibbuz harArzi und Chever hä- Kibbnz) zu einem zentralen Küchenrat zu- Mumnengaschlossen haben. Diese Waadath ha-Mitbachim merkasit nimmt der WIZO den Hauptteil der Vorbereitung ab. Kodun als Beruf Zu den Kochkursen der WIZO liegen in diesem Herbit ungewöhnlich viele Anmeldungen vor. Frauen, de In diesen Zeiten wirtschaftlicher Bedrängnis gezwungen sind, mitzuverdienen, wählen mit Vorliebe Kochen nie Beruf, Frauen, die in ihrem Beruf arbeitslos geworden sind, versuchen sich «ff die Hauswirtschaft im eigenen oder im fremden Haushalt umzusteilen. In Tel-Aviv sind drei Kochkurse eröffnet worden: zwei für Hausfrauen mit 17 Teilnehmerinnen, ein intensiver abendlicher Fachkurs für 16 Teinehmerinnen. Anmeldungen liegen jedoch in vielfacher Anzahl vor. Auch in den Ortsgruppen der HNZ ist in diesem Jahre die Nachfrage nach Kochunterrieht stark gestiegen, und es sind Kurse festgesetzt worden für Kf&r Saba, Nathania, Benjamina, Pardeß Chana und Chedera, außer den Kochkursen, die in der Umgebung von Haifa erteilt werden. Cafe Prinz Eugen I., OPERNRING n Täglich Abendkonzert / Normale Tagespreise / Angenehmer Aufenthalt / Treffpunkt der besten Gesellschaft / Sämtliche in- und ausländischeZeitungen liegen auf Des Cagoulards- und Naziagenten Poterre Wiener Tätigkeit Wie französische Zeitungen melden, hat die Pariser Polizei einen Zusammenhang zwischen der antisemitischen Tätigkeit deutscher nationalsozialistischer Agenten tu*» den auf Umsturz Unarbeitenden Element#! in Frankreich fätgestellt Sid fahndet^' nach dem nationalsozialistischen Agenten Baron de Poterre, der unter dem Verdacht steht, Verbindungsmann zwischen der Gestapo und den Cagoulards re sein. De Poterre ist einer der 26 Naziagenten, die auf der im Hause Toedlis in Bern von der Schweizer Polizei entdeckten Liste figurieren. Er arbeitete mit deutschem Geld unter den Decknamen Meikert, Farmer und Lecleuq in verscMedenen Ländern als antisemitischer Propagandist. Eine von der Polizei durchgeführte Untersuchung ergab, dafi de Poterre der Drahtzieher hinter den Kulissen des Berner Prozesses um die „Protokolle der Weisen von Zion“ war. In der letzten Zeit weilte de Poterre wiederholt in Wien und hielt in verschiedenen antisemitischen Vereinen, insbesondere im Antisemitenbund, wo er sich als Vorkämpfer des panarischen Gedankens vorstellte, Vorträge. Er spielte auch im „Lumen-Klub“, der die Verwirklichung der panarischen Idee zum Programm hat, eine Rolle. Der wahre Charakter dee österreichischen Antisemitenbundes als einer verkappten Naziorganisation kann nun kaum mehr bezweifelt werden. Wir bitten für unsere alten und arbeitsunfähigen Blinden um Spenden. Für die blinden Musiklehrer, Klavierstimmer, Korb- und Sesselüechter sowie Bürstenmacher bitten wir um Arbeit HIIfJve'Ein der indischen Bünden Wien, II., Bembrandtstraße 18 TetaphM A 47-S-TT - Psttssarksssm-Kosto Nr. A 1M.213 Die Wahlaussichten der indischen Reichspartei In Rumänien Bukarest, 14 Dezember. (JTA.) Wie bereits mitgeteilt, hat die Jüdische Reichs partei anläßlich der Parlamentswahlen in 50 Bezirken des Reiches — überall, wo Juden in ansehnlicher Zahl wohnen — jüdische Listen hinterlegt Die Partei rechnet — falls die Regierung gemäß ihrem Versprechen freie Wahlen ohne Terror sichert — mit Gewißheit mit einer Mindestquote von 2 Prozent aller abgegebenen Stimmen, somit ist mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß folgende Kandidaten gewählt weiden: Dr. Theodor Fischer, Doktor Mayer Ebner, Vdv. Mischu Weißmann, Doktor Samuel Singer und Adv. BenvenistL