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Die Stimme · 1937-12-10 · Heft 704 (10.12.1937) · page 7

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 704 (10.12.1937)
Date
1937-12-10
Page
– (sequence 7)
Language
German
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?fr. 7*04. — Wien, Freitag, 10. Dezember 1987. DIE STIMME Seit« 7 YIVliElll Eliret das Andenken Eures Lehrers und Führers Prof- Z. P. Chajes durch JUDEIl! Gold-Buch-Spenden fUr den KEREN-KAJEMETH! Silbernes Buch des Keren Kajemeth. (Sali Orenstein — Bernhard Aptowitzer durch die Bechzeitsgäste (Nr. 761); larad Epstein durch Wall Seiler (Nr. 768). Monatsschau de» Keren Kajemeth. Alle Gruppen werden dringendst gebeten, bei Bestellung der Monatsschau die Gebühr im vorbwein zu bezahlen, um dem Büro, da* außerordentlich belastet ist, Buchungen und Mahnungen zu ersparen. Richtigstellung. Beim letzten Ausweis ist uns ein Irrtum unterlaufen, den wir hiemit richtigstellen: Vom Bethausverein Beth Jizchak, Wolmutatraß* haben 3 58.87 erhalten (statt angegebener S §8.68 vom Bethaus Stuwerstraße). Relief die Jugend! Jahrzehntelang haben die Allgemeinen Zionisten in selbstloser Weise für die e-haiuzisohe Jugend in der Galuttt und in Erez Israel gesorgt. Heute, wo die Allgemeinen Zionisten Ihre eigene ohaluzisohe Jugend haben, die bestrebt ist, die allgemein-zionistischen Ideale in Erez Israel zu verwirklichen, wäre es doch selbstverständlich, daß sie alles daran setzen würden, um ihre eigene Jugend zu fördern. Leider trifft das nicht zu. Es Ist der groteske Fall eingetreten, daß die Allgemeinen Zionisten, di« immer und immer wieder die chaluzis&ho Bewegung gefördert haben, der Chaluziuth ihrer eigenen Kinder gewöhnlich wenig Interesse entgegenbringen. So kommt es, daß die allgemein-zionistische Jugend, auf sich allein gestellt, in der Galuth und in Erez Israel oft bittere Not leidet und in ihrem Existenzkampf einsam dasteht. Die allgemein-zionistische Öffentlichkeit muß wachgerüttelt werden. Es muß ihr zur Ehrenpflicht gemacht werden, endlich einmal für ihre eigene Jugend zu sorgen. Es gilt, hungernd« .Jugendliche zu verpflegen und zu bekleiden, ihnen Haoheeharah-Piätze zu verschaffen und sie kulturell heranzubilden und säe handwerklich und landwirtschaftlich umzusohulcn; es muß ein Fonds aufgebracht werden, um die Reisekosten der Olim nach Erez Israel sicherzustellen und ihre wirtschaftliche Einordnung in Erez Israel zu erleichte«. . Zu diesem Zwecke beginnen wir heute unsere Aktion „Rettet die Jugend“. Die .^Stimme“ wird alle Spenden veröffentlichen. Die Einzahlung erfolgt ausschließlich auf das Poetsparkaseenkonto des Zionistischen Landesverbandes für Österreich. Wien, I., Marc-Aurel-Straße 5, Nr. C-113.448. Erlagscheine werden den zu Spenden Aufgerufenen zugesendet. Über telephonische Aufforderung (U 22-2-11) stehen weitere Erlagscheine zur Verfügung. Zur Intensivierung unserer Aktion beginnen wir in unserer heutigen Nummer mit einer Spendenkette und fordern alle diesmal aufferufenen Gesinnungsgenossen auf, mit Spenden (mindestens S 1,-=-) zu antworten und ihrerseits selbst eine Spendenkette in der „Stimme“ zu verlautbaren. Die Not der allgemein-zionistischen Jugend ist groß. Doppelt gißt, wer rasch gibt. Spendenkette für die Aktion; „Rettet die Jugend“ Dr. Oskar öriintuum spendet 8 10.— und ladet zu Spenden und zum Beginn je einer neuen Kette in der „Stimme“ ein: Dr. Dulder Friedmaun, Dr. Jakob Ehrlich, Dr. I. H. Körner, Dr. J. Klaber, Kommerzialrat Arthur Albere, Dr. Michael Steinberg, Rudolf Böhmer, Dr. N. Frey, Frau Sabine Paßweg, Dr. Richard l’okorny, Dr. Leon Preis, Dr. Ludwig Rosenheck, Karl Schwarz, Graz, Dr. Phöbus Tuttnauer, Dir, Hermann Apter, Dr. A. Groß, Dr. Josef Grünberger, Frau Dr. Henny Liechten*tein Rappaport, Ignatz Müller, Dr. E. Paehtmajm, Dr. A. Rothenberg, Dr. D. Rybaczoweky, Prof. Dr. Wilhelm Stein. Dr, Paul Berger spendet S 10— und ladet zu Spenden und zum Beginne je einer neuen Kette in der „Stimme“ ein: Dr. Moritz Tischler, Dr. Max Roeenzwoig, Prof. Dr. Max Meißner, Dr. Otto Gersoni, Doz. Dr. Albert Blau, Doz. Dr. Georg Stein, Dos. Dr. R, Stnsower, Ing. Hugo Werthelm, Ing. Gustav Ledrer, Dozent Dr. Felix Mandl, Siegmund Rlntel, Prim. Dr. Kurt Stiaßnv, Dr. Hugo Groß, Julius Altmann, Ing. Walter Schwadron, Frau Anna fvederer, Dr. Marcel Friedmaun, Dr. Otto Kirsehner, Dr. Alfred Vogel, Otto Weiß. Dr. Leon Preis spendet S 5.— und ladet zu Spenden und zum Beginn je einer neuen Kette in der „Stimme“ ein: Direktor Igo Morgen. Redakteur Josef Löwy, Fabrikant Theodor Koller, Pr. Kurt Grimm, Dr. Samuel Schlesinger, Dr. Paul Stern, Mariam Moritz, Max Hübler, Dr. Fritz Oberländer, Dr. Heinrich Klwe, Dr. Robert Brunner, Oäiaa Premlnget, Dr. Oskar Teller, Samuel Salzroann, Nathan Meiert, 8. Heller, Julius Steinfeld, Dr, ftudor Billig, Dr. Siegfried Bader. Dr. Mauriozy Selzer, Kleiderhaus Steiner, Chanukkahfeiern Das Fest der Votitwcbai* der Kultusgetnelnde In seiner Ansprache betonte der Obmann der Schulkommissjoa Pr. Klaber, daß man bei den Darbietungen auf der Bühne des Theatersaales im „Bayrischen Hof“ keine Stars sehen werde, denn jedes der mitwirkenden Kinder habe alles, was vorgetragen oder gesungen werden soll, gelmrnt. Und der Schulleiter, Oberlehrer Jellinek machte in seiner Rede aufmerksam, daß die Volksschule der Kultusgemeinde zwar bemüht »ei, die Individualität zu entwickeln, dabei aber die Disziplin nicht vernachlässige, die in Selbstzucht und in Einordnung in die jüdische Gemeinschaft bestehe. Beide Behauptungen wurden durch das Programm vollinhaltlich bestätigt. Ob nun die Kleinen oben _ auf der Bühne sprachen oder sangen, ob sie hebräisch, oder deutsch vortrugen, immer spürte man, daß die Kinder ein starkes Band der Zusammengehörigkeit und der gegenseitigen Hilfsbereitschaft einte, und daß jedes von ihnen am Gesamtarfolg interessiert war, so daß keines von ihnen sich vordrängte. Ein charakteristisches Detail: Belm Vortrag eines hebräischen Liedes duoh die Knaben der zweiten Klasse platzte ein Kleiner wahrend einer Pause zwischen zwei Strophen vorzeitig los. Sein Stimmehen schwirrte allein durch den Saal. Unten im Zuschauerraum begannen einige Leute zu kichern, aber die Büblein auf der Bühne verzogen keine Miene, keiner lächelte, im Gegenteil, alle waren bestrebt, den Fehler zu vertuschen und sangen frisch und unbekümmert weiter, auch der Bub, der sich geirrt hatte. Bewundernswert war aber auch, mit welch einfachen Mitteln de Eindruck eines echten Theaters hervorgezaubet wurde. Die Kinder bedienten sieh mit viel Geschick der ihnen zur Verfügung stehenden Requisiten und spielten, daß es ein Vergnügen war. Besonderes Entzücken erregten „Chanukkahtraum“, aufgefütet von der ersten und zweiten Klasse der Mädchen, „Chanukkali in der Schule“, ein deutsches Theaterstück, dargestellt von der dritten Klasse, und „Palästinensische* Stimmungsbild“, das die Mädchen der zweiten Klasse vorführten. Es war vorigen Sonntag eine Chanukkahfeier, auf welche die Lehrer der Schule, vor allem der Hebräischlekrer 11 erzberg, stolz «ein können. Dem Fest wohnten der Präsident der Kultusgemeinde, Staatsrat Dr. Friedmann, Oberrabbiner Dr. T a g 1 i c h t, Kultusvorsteher Dr. Steinberg, sowie Vertreter verschiedener Korporationen bei. Im Versorgungsheim Lainz Eine Bescherung im Anschlüsse an eine Chanukkahfeier fand bei. den jüdischen Insassen des Versorgungsheimes in Lainz am letzten Sontag statt. Im Tempel fanden sich Kultufivomteher Kommerzialrat A. A1 b e r s mit dem Vorstande des jüdischen humanitären Vereine« Lainz unter Führung des Obmannes Chefarzt Dr. Schafranek, ein. Im diehtbagetzteu Saale eröffnet« die Feier Oberkantor Rabino witsch mit rituellen Gesängen. Rabbiner Dr. Zimmels hielt eine tief zu Herzen gehend© Ansprache. Der Obmann des Vereine* richtete einige freundliche Worte an die anwesenden Pfleglinge, Kommerzialrat Alber» begrüßte sie als Delegierter der Kultusgemeinde. Dann fand die Beteilung der Pfleglinge in sämtlichen Pavillons statt, Makkabi-Hazair G’dud-Innsbruck Die vorigen Sonntag stattgefundene Feier war eine der gelungensten Veranstaltungen dieser Art, die an den letzten Jahren der hiesigen Judensehaft geboten wurden. Sie war ein Zeugnis des Zusammengehörigkeitsgefühls und Opfereinnes der im Jugendbund vereinigten Kinder, die ähr Bestes zum Gelingen hergegeben hatten. Vom Zusammenbau der Bühne angefangen bis zu den kleinsten Einzelheiten der Ausstattung war alles das Werk der Kinder unter der Leitung ihrer Führer, der Herren Viktor Schwarz und Fritz Berger. Ihnen zur Seite stand das Komitee unter der Führung von Richard und Frau Magda Schwarz, welche die Regie besorgten, von Rabbiner Dr. Rimalt, Frau Berta Neumann, Josef Schenkel und Ingenieur Adler unterstützt. Das Ehepaar Sanders machte sich um die technische Durchführung sehr verdient. Bundesführer Viktor Schwarz eröffnet« die Feier mit einer Begrüßung. Dann folgte dag Liohteranzünden. Bei den letzten Worten der von Felix Adler gesprochenen Broehe verdunkelte sieh der Saal, die Bühne öffnete sieh und im hellen Lichte der Scheinwerfer erstrahlte eine lebend« Menorah, dargestellt von neun weißgekleideten Mitgliedern des Jugendbundos, während die Klänge des Moauß-Zur ertönten. Es war ein äußerst stimmungsvolles und packendes Bild, mit einfachen Mitteln nach den Ideen von Herrn Felix Adler geschaffen. Nun stellte sich Fritz Berger als Conferencier vor, der kn Verlaufe des Abends in sehr launiger Weise die Ankündigung und „Erklärung“ der einzelnen Nummern besorgte, Felix Adler brachte selbstverfaßte „Chanukkabgödanken“, vor, au» denen da* tiefe Empfinden eines jungen Juden sprach, der vom zionistischen Ideal erfüllt ist. und der mit »einer Begeisterung alle Anwesenden mitriß. Iler Höhepunkt des Abends war da* Auftreten Bobby Weiser», der Ernstes und Heiter«» au* «einen Werken vartrug. Seine «Darbietungen lösten eBezettrlreten Beifall aus. Zionistischer Veranstaltung^i Holender i duelle Eigener! sehem Gebiete Samstag, 11. Dezember. ] zeichnete und 1. Bez., W1ZO, Schottenrmg 85, 5 Uhr nachhinauf d mittags: Onegg Sabb&th. Vortrag: Mathilde Vogelbaum-Weidenfeld „Großmutter» Gebetbuch,“ 1. Bez-, Jung-WIZO Mirjam, Ehrbarsaal, %9 Uhr ahendsr Aufführung der Revue ..Rassisches und Klassisches“ von Bobby Weber und Vicky Schlesinger. 2. Bez., W1ZO Prater, Stuwerstraße 1, 4 Uhr nachmittags: Onegg Sabbath für Kinder. 2. Bez.. Hiltadruth Ivrith, Cafe Zentral, Taborstraße 8, %9 Uhr abends: Dr. Eli Strauß: Lekorot hanegidut b’ Israel“; H7 Uhr abends; Literatursemiuar (Agaf): H8 Uhr abends: Bibelsenjinar (I)r. Schächter;. 4. Bez., Sektion und WIZO IV/V, IV., Hausiabgasse 2, H0 Uhr abends: Gesellig« Zusammenkunft der Sektion*- und WIZO-Mitglieder. Allerlei Spiele stehen zur Verfügung. 8. Bez., WIZO VIII, Sehottenring 25. 145 Uhr nachmittags: Vorführung de» neuesten Paiästijutfilm*. 9. Bez., Sektion VUI/IX und Jung-Sekti V1II/IX, Währingerstraße 6-8 (Eingang Hörl- H9 Uhr abends: Sohlomo n Tag v bach: „Dis Ge i. Die g fanden 17. Bez., Jungsektion XVI/XVII, Fr« gas»« 9. 8 Uhr abends: Vereinsabend. 00. Bez.. WIZO XX, im WIZO-Heim, Schotnriog gö, 8 Uhr abends: Empfang mit A’ Sonntag, 12. Dezember. Graz, WIZO Graz: Aufführung der Revue „Rassisches und Klassisches“. Mitwirkend das gesamte 'Wiener Ensemble. Montag, 13. Dezember. 1. Bez., Jung-WTZO. Mirjam, Jordangasse 7, HS Uhr abends: Palästinafilm. Bez.: WIZO, Sehottenring 25, %7 Uhr abends: Diskussionsabend. Thema: „Weshalb Tid wir Zionisten?“ Referent: Dr. Henny 2. Bez., Sektion und WIZO Prater. Stuwer- Straße 1, >/t9 Uhr abends: Dr. Martin Welt: „Unfälle des täglichen Lebens.“ 2. Bez.. Klub Erez Israel, II., Praterstraße Nr. IS, 8 Uhr abends: Vereins- und Vortragsabend. Bez., Sektion und WIZO, IV/V. Hauslab- ,,...; 2, 548 Uhr abends: Zusammenkunft der WIZO-Mitglieder, )49 Uhr abends: Zusammenkunft der Sektionsmitgiieder. Professor Doktor Rappaport: „Jüdische Frauen 15. Bez., Jungsektion Breitensee, XV., Akkonplatz 7, 8 Uhr abends: Vereins- und Geselligkeitsabend. Dienstag, 14. Dezember. Jung-WIZO Mirjam, Jordangasse 7, 8 Uhr abends: Diskussionsabond: Chajes, Assimilation. 2. Bez., Sektion und WIZO Prater, Stuwerstraße 1, 149 Uhr abends: Lichtbilde r- Vorführung de» neuesten Palästinafilms. %. Bez.: WIZO II, im WIZO-Heim, Schottenring 26, 8 Uhr abend*: Verein&abend. Klub Zionistischer Kaufleute, IT., Prateratraße 7- Cafe ContinentaJ, 140 Uhr abends: Oberflnanzrat Dr. Hugo Benedikt: " rufsprobleme der österreiehien Juden schaft.“ .. Bez., Jungsektion VIII/TX, Währingerstraße 6--8, 8 Uhr abends: Vereins- und Geselligkeitsabend. „_, Sektion und WIZO Hietzing, Hietainger Hauptstraße 22, K9 Uhr abends: Gesellige Zusammenkunft. (Bridge, Rummy 20. Be?., Sektion und WIZO XX, Jägeräteaße 80, 8 Uhr abends; Dr. Z. F. Fink ölst ein; „Von Balfour big Peel.“ ad fesselnden Befall. Die Porträtausstellimg des Malers Bojko, die in den Räumen der WIZO, I.. Schottenring 25. stattfindet, bleibt bis 19. Dezember von 11 bis 1 und 4 bis 7 Uhr geöffnet. Chajes-Gedenkfeier. Samstag, den 27, November, veranstaltete die Zionistische Bezirks- Sektion VUI/IX eme Chajc-(*‘dH!kfe.cr. Nachdem Primarius Dr. Meißner die zahlreich erschienenen Gäste begrüßt hatte, folgten, von Frl. Goitein meisterhaft, interpretiert die „Baal sebem-Suite“ von Eruest Bloch und das „Eli EU" von Schallt. Hierauf ergriff Doktor Raibach das Won, zur Gedenkrede, in der er Dr. Chajes als Menschen, Gelehrten, Rabbiner und Zionisten pries. Mit Rezitationen aus den Reden des verewigten Oberrabbiner?, von .Mario Gang vorgetragen, schloß die würdige und eindrucksvolle Feier. Makkabäerfeier in Baden. Die diesjährige Ma-kkahäerfeier, veranstaltet vom jüdischen Klub und der WIZO, Ortsgruppe Baden, fand am 28. November statt. Nach dem Lichteranziinden durch Oborkantor Margolies hielt Herr Obmann des Zionistischen d den fee Festrede, panwcE- und Abendlandes, Hebräisch-Kurse Literatur-Kurse, Leiter H. Elias R u _ ... _ für jüdische Geschichte, Leiter Dr. Mordete Schleicher. Anmeldung täglich im Sek tionsheim, von 8 bis 10 Ute'. Chug Jwri, Beerlkssektion VIII/IX, Hörlgasee 2: Leitung' Prof, Kftstenbaum. Dienstag, den 14. d„ präzise %8 Ute: Schlomo Auerbach, Neu-Hebräische Literatur (Agnon-hanidachl, V\9 Uhr: Prof. Kästenbaum Tnach (Tehilim). Bücher mitbringen. - .... . ... Beifall fanden _uch die ergreifende« Rezitationen des Herrn Martin Müller und die wunderbaren hebräischen palästinensischen Lieder, die Oberkantor Margolies vortrug. Unter den Klängen der Hatikwah wurdedie schöne und vornehme Feier geschlossen, deren Reinertrag für den auf den Namen dos Obovkantors Mar* fteten Garten dem jüdischen NV tionalfond« zufloß. Im Verein für jüdisch« Geschichte und Literatur hielt Frau R. B. Bar di einen Vortrag über das Thema: Ein Disput aus dem Mittelalter. Frau Bardi ist Verfasserin eines Buches, das unter dem Titel „Der Kaiser, die 1“ erschienen ist. Die Hauptgeslalten dieses Werkes sind der Stauf« ''dedrieh JI., der „atheistische Kreuzfahrer f dem römisch-deutschen Woitkaiserthron“, nische und deutsche KirclienfUrst-en. ein griechischer Gesandter von Byzanz, ei tischer Leibarzt, ein Dichter und ein epanisi Rabbiner. Am Hofe des Kaiser* einander Vertreter der Weltind Repräsentanten dos Morgen» arides, die in geistreichen Gesprächen und Disputen die Probleme von den ersten und letzten Dingen erörtern. Eine große und wichtige Rollo spielt, der Vertreter' de« Judentums, Ben Aron, der von den Kirehenfürsten mit heiklen Fragen bestürmt, wird und als Träger eine« kidvotlen Schicksals erscheint. Frau Bardi las im Rahmen des Vortrages aus ihrem Buch einige Proben vor. Besonders packend war da« Stück „Ahasver“; man fragt den Rabbi in einem Disput, ob er Ahasver sei. Hiebei wird die Ahasver-Legende in besonders reizvoller Art dargostellt. Frau Bardi, die di« einzelnen tiefsinnigen Dispute in vollendeter künstlerischer Form wiederzugeben verstand, fand beim Publikum starken Beifal. Dr. Josua Horowitz, Sektion Meidling. Montag, den 18. d., 9 Uhr abends, Cafd Mariens&le, Sechshausoretraßc 52, Generalversammlung. Vortragender: Red. Julius Löwy. Jüdisch-Kultureller Elternbund, I., Seitenstettengasse 2. Dienstag, den 14.,!49 Uhr, im Saale des Lchrlingsheimes „Zukunft“, IX. Bez.. Grüne Torgasse 20, Elternversammlmig, Red- «er: Kultusvorsteher Dr. Isidor Klaber über „Zweck und Ziele des Elternbundes": Prof. Dr. Albert. Weißkopf über ...Jüdische, Erziehungsprobleme“. Lese- und Redehulle jüd Hoclischuier. -m» tag, den 11. d., findet präzise 8 Uhr alnnids in der „Halle“ ein Trauerkonvcut für den Gründungspräses A. H. Dr. Josef Bin rer statt. Alle A. H. A. H. sind hiezu eingeladcn. Jüdischer Volksliederahend, Samstag, den Vortrag Dr. Rappaport in der WIZO lm Rahmen des Vortragszyklus der WIZO über „Palästina in der Geschichte des Orients' hielt Prof. Dr. S. Rappaport ein« überaut interessanten Vortrag über das Thema ,.D i e Kultur Palästinas im Lichte 'des alten Orient Nach einem allgemeinen: Überblick über die Geschichte der Ausgrabungen und Funde im Vorderen Orient beleuchtete der Vortragende die Zusammenhänge zwischen den Kulturen Palästina«, insbesondere der vorisraolitischen Epoche, und den großen Kulturen Ägypten», Babyloniens und Assyrien«. Durch Besprechung wichtiger Funde, zum Beispiel des Hammurabi-Gesetzes. der T e 1-ei-Amaraa-Briof e, der Mete- und Biloah-Iaiehrift u. a-, zeigte er einerseits den Einfluß, den die geistige und materielle Welt B a c (War bes«L,, Daal j II o sehen Volks Wirkung hervoragender Knnstkräfto. reichaltige.n Programm «cj besonder Einakter die Stellung ....... ... Kulturstelle, Franz Josefs-Kai 3. Zcntraüiotel, II., Taboratraßc 8, Hotel Cominental, Große. Mohrengasse. Vortragszyklus Dr. Martha Hoi'mann, Wien, IX., Dollfußplatz 13, Dienstag, den 14. il. 18 Uhr 30: „Jeremias bei Werfel, Kastein und Stephan Zweig." JÜDISCHER KALENDER 10. bis 16. Dez, 1937. 6. bis 12. Teweth 5698 Freitag (10.) Sabbath-Elngang 4(5 Uhr, Samstag (11.) Sabbath-Aasgang 45! Uhr, WodieiabiAaltt: Wajigasch

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