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Die Stimme · 1937-12-10 · Heft 704 (10.12.1937) · page 5

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 704 (10.12.1937)
Date
1937-12-10
Page
– (sequence 5)
Language
German
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m. VH -- Wien, Freitag, 10. Dezember 1037. BITTE DAVIS tn ihrem preisgekrönten Film Die gezeichnete Frau Ein Sittengemälde aus dem Nachtleben Burg-Kino, I. Imperlal-Kino, I. » . Ein Warner Broe.-firaßfllm. n e zk y als Präsident, Kommerzialrat Arthur Albere und Ing. Gustav Lederer ate Vizepräsidenten. Weiter gehören dem Vorstande an: Regierungsrat Dr. Anton Sattler- Dorabacher, Delegierter der Kammern für Handel, Gewerbe und Industrie, Arnold Edelstein, Dr, Jakob Fischler, Leo Friedländer, Robert Gltlcksnmnn, David Kleiner, Kammerrat Moriz Kohn, Dr. Kurt Offenbeiger, Börserat Richard Pappenheim, Prokurist Ludwig Planer, Sigmund Rintel, Direktor Hane Wallie, Direktor Julius Weiß, Gustav Wilder, Sandor Wolf. Die ehrenamtliche Geschäftsführung hat wie bisher Rechtsanwalt Doktor Hugo Groß übernommen. Der Jischuw hungert nach Musik Die Badener Knozer und Stadtgewerberat Knozer Wir erhalten von den Herren Friedrich und Norbert Knozer in Baden, Weilburgstraße 4B, eine Zuschrift, in der es heißt: „1. Die in Baden wohnhaften und tätigen Friedrich und Norbert Knozer, Alleininhaber des Photographengeschäftes „F, Knozer's Söhne, Baden, identifizieren sich In keiner Weise mit der von Ihrer Zeitung beanständeten Oktoberrede des Photographen und Stadtgewerberates Nikolaus Knozer in Wien. 2. Die Gefertigten mißbilligen grundsätzlich Pauflchalverdächtigungen von Religionsgemeinschaften oder Nationen. 3. Die Gefertigen stellen fest, daß seit dem Tode der Mutter das Wiener Photographengeechäft des Herrn Nikolaus Knozer ein vollkommen selbständiges und von Baden unabhängiges Unternehmen ist, so daß die Gefertigten nicht in der Lage sind, einen wie immer gearteten Einfluß auf die Gesinnung des Stadtgewerberates Nikolaus Knozer m Wien ausznüben.“ Aus einer diesem Schreiben beigelegten photographischen Wiedergabe des Trauungsseheines des Herrn Friedrich Wilhelm Knozer, der 1877 heiratete, ist ersichtlich, daß die Braut Frl. Leopoldine Olga Stockmann zur Zeit der Trauung katholischer Religion war. Seit einiger Zeit hält sich, wie wir schon berichtet haben, Kammersänger Marcel Nos, der 13 Jahre lang Syririscher Tenor der Staatsoper in Berlin war, hier in Wien auf. Noe, der wegen seiner „Rassenzugehörigkeit“ aus der Berliner Staateoper auseoheiden mußte und bei diesem Anlasse ein für ihn als Künstler und als Menschen sehr schmeichelhaftes Schreiben Furtwänglere erhielt, ging nach Erez Israel, wo er zunächst beim Straßenbau und im Pardeß tätig war. Dann erst war es ihm möglich, gelegentlich als Sänger Verwendung zu finden. Herr Noe erzählt uns über .die musikalischen Verhältnisse in Erez Israel: Die jüdischen Menschen in Erez Israel hungern nach Musik. Orchesterkonzerte und Opernaufführungen haben stete den besten kommerziellen Erfolg. Man kann v ‘ Gruppen von Zuhörern bei alkalischen Darbietungen unterscheiden: erstens eine kleine Schar von Leuten, die es in jedem Lande gibt, nämlich solche, die bloß hingehen, um gesehen zu werden, zweitens wohlhabende MusikMobhaber, die kein Konzert und keine Opemaufführung aualassen, drittens zahlreiche Angehörige der Arbeitexschichte, die sich lieber das Essen versagen, ehe eie ein Konzert versäumen, viertens eine nicht geringe Anzahl von Menschen, die gerne Musik hören, jedoch zu den Veranstaltungen in den Städten nicht kommen können, zu denen man daher hinausgehen muß, die Menschen in den Kibbuzim und in den Kwuzzoth. Es ist bekannt, daß Palästina dank der Initiative Hubermans über ein ausgezeichnetes Orchester verfügt. Huberman gebührt dafür ein Denkmal. Die Oper — ein Sorgenkind Aber leider vergißt man dabei an die Pflege der 0 p e r, die als Stiefkind behandelt wird. Solange Dizengoff Bürgermeister der Stadt Tel-Aviv war, wurde Moskau und in Petersburg sämtliche Opern mit Sohaljapin dirigierte und vor siebzehn Jahren nach Erez Israel kam, auf sich allein angewiesen. Golenkin ist ein Idealist und opfert stets von neuem sein eigenes Geld, um Opernaufführungen zu ermöglichen. Sobald er genug Geld beisammen hat-, veranstaltet er eine Art Stagione. _ Ist das Geld aufgebraucht, dann verschwindet die Oper wieder für einige Zeit. Das ist kein erfreulicher Zustand, um so unerfreulicher, als ein reges Bedürfnis nach einer Op besteht, was sich darin zeigt, daß, we Golenkin eine Oper aufführt, das Publikum ... Massen herbeiströmt. Tel-Aviv braucht gewiß das Geld gegenwärtig für wichtigere Dinge, Straßenbau, Kanalisierung, Schule, Fürsorge, aber es müßte doch durch wohlhabende Leute und durch Institutionen ein Fonds geschaffen werden können, um den dauernden Bestand einer Oper zu sichern. überhaupt wird der Vokalmusik in den musikalischen Veranstaltungen zu wenig Raum eingeräumt. Das Palästina-Orchester, mit dem ich unter Michael Taubers Leitung im SommeT sang, gewährt zu selten Gelegenheit für gesangliche Darbietungen. Das Bedürfnis nach guter Vokalmusik wird auch durch die Tatsache dokumentiert, daß ein von einem unternehmenden Mann im ehemaligen Habimah-Theater eingerichteter Schallplattensaal, in dem man internationale Sender und Kurzopem hört, stet,! sehr gut besucht ißt. Radio arbeitet viel zu viel mit Schallplatten Leider läßt in dieser Hinsicht auch das Radio viel zu wünschen übrig. Jeden Ta^ wird jüdische, das heißt hebräische Musik und von Juden oder den Juden nahestehenden Komponisten geschaffene Werke, sowie arabische Musik gesendet. Aber es wird auch hier die Instrumentalmusik auf Kosten d" Vokalmueik forciert und zweitens wird vd zu viel mit. Schallplatten gearbeitet. Dadurch wird die Verdienstmögliohkeit der in Erez Israel lebenden jüdischen Künstler stark eingeengt. Es gibt im Landr eine ganze Schar von Künstler: mit blendenden Stimmen, die mangels einer geeigneten Beschäftigung buchstäblich hungern. Es ließe sich für diese Menschen bei etwas gutem Willen manches tnn, insbesondere durch das Arrangieren von Gastspielen in den Kibbuzim und in den Kwuzzoth. Ich habe auf diesem Gebiet die besten Erfahrungen gemacht. Wenn ich in den Kibbuzim und in den Kwuzzoth hebräische Lieder sang, erweckte ich dort ungeheure Begeisterung; die Leute baten, daß ich und andere Künstler so oft wie möglich kommen mögen. Natürlich könnte vor allem das Radio Abhilfe schaffen. Mein Auftreten im Radio zum Beispiel, wo ich, begleitet vom Leiter der musikalischen Abteilung Karl Salamon, die „Winter- | WINTERSPORT | | IN DEN WEIHNACHTSFERIEN || | Kinderferienu.Wintersportheiir „A T I D“| Für 0- bis 18jährige - (lernst — Bitneil — Erst- I rangig — Faehl. Skiunterricht H I Direktion: ll.,RembrandtstraBe12,Tel.A43-849 [| reise“ sang, fand viel Anklang und rief in weiten Kreisen den Wunsch hervor, das Radio solle jüdische Sänger in größerem Maße als bisher zur Mitwirkung hcTänzieben. Franz Werfel Gast Im Herzl- Klub Der Dichter Franz Werfel wohnte als ast de« H e r z 1-K 1 u b s in Wien einer vou diesem veranstalteten Makkabäer- Feier bei. Werfel wurde vom Vorsitzenden des Klubs als „treuer Sohn des heimatlosen Gottesvolkes“ feierlich begrüßt. Nach der Saison in Marienbad Die Saison ist vorbei, also kann man den antisemitischen Gefühlen freien Lauf lassen, denkt sich die „Marienbader Zeitung“ und veröffentlicht einen Artikel über das Palästinaproblem. der von Gehässigkeit gegen die Juden diktiert ist, Nur zwei für die „Objektivität“ dieser Zeitung charakteristische Stellen aus dem Aufsatz seien erwähnt: Die | Juden, heißt es, hätten „den Arabern ihre Felder für ein Butterbrot abgekauft“ und dann ward behauptet, in Palästina werde wenig gearbeitet; bei den Arabern sei dies verständlich, weil Pie „mit ihren Kräften hauszuhalten verstehen“, die Juden dagegen faulenzen, weil eie „lieber ihr Kapital arbeiten lassen als ihre Arme“. Diese Kostproben genügen wohl, um zu zeigen, wie unvoreingenommen man die Juden in gewissen Marienbader Kreisen nach der Saison beurteilt, wenn jüdische Kurgäste nieht mehr anwesend sind. Wer von diesen Gästen liest, im Winter die „Marienbader Zeitung“? Niemand. Man kann daher ruhig inzwischen in Antisemitismus machen — bis wieder die Juden da sind und ihr Geld ausgeben. Jung WIZO Mirjam „Rassisches und Klassisches“ ©ginger komme den Mitgliedern der Jung WIZO M Der Deulsdie Von Scholem Alejchem. Als Dnaisahna Eisen! >ahnst.a/tkxn wurde, hat «ras die ganze Weit beneidet. Eisenbahn — Kleinigkeit!... Man glaubte, es würde eine Goldgrube werden, man würde das Gold mit volle® Händen schöpfen, man würde einfach glücklich werden! loh stand eines Tag* auf dam Bahnhof, sorgenvoll, als gerade der Persoaenzug abgehen sollte. Die dritte Glocke war bereits ertönt, die Lokomotive hatte wiederholt gepfiffen, aus dem Schornstein stieg eine dicke Rauchwolke... Ich warf einem Bliok auf den Perron und bemerkte einem vornehmen Herrn, groß gewachsen, schlank, mit schwarz-weäßkairierten Beinkleidern, einen steifen Hut aiuf dem Kopf und mit großem Reisegepäck. „Ein gutes Jahr wünsche ich euch“, sagte ich zu mm halb deutsch, halb jiddisch und den Rest mit dem Händen. Iah fragte ihn, von wo er käme. Darauf entgegnete er mir, ob ich ihm nicht ein passendes Quartier, ein Hotel empfehlen könne. „Gewiß“ erwiderte ich, halb deutsoh, halb jiddisch und den Rest mit dem Händen. „Warum sol ich * Ihnen nicht empfehlen können? Wenn. Sie wollen, mein Herr, Lassen Sie nehmen einen Fuhrmann, da werd’ ich Sie führen nach dem besten Hotel, einem Hotel ersten Ranges.“ Als der Deutsche das hörte, war er sehr erfreut und zeigte mit der Hand auf den „Gibt es dort auch au «äsen? Kann o dort speisen?“ „Die besten Speisen", erwiderte ädh, „Sie werden mit Gottes Hilfe Vergnügen haben, Herr Deutscher, denn meine ,plante', das heißt meine Frau, äst eine ausgezeichnete Wirts®... Sie ist berühmt wegen Ihres Kochens und ihres Backens... Ihre Fische könnte der, ,Melecb‘ eeeen, will sagen der König Ahasvern.“ , .. „JawoM“, erwiderte der Deutsche freudig mit leuchtenden Augen und einem Gesicht, das wie die Sonne strahlte. Ein schlauer Mann, dieser Deuteohe, dachte ich mir und bestellte ohne lange Umstände einen Wägern, in dem ioh ihn direkt in mein Hai« brachte. Als Ich m Hause amgalamgt, war, teilte kh meiner Frau mit, daß Gott mär edne-n ganz besonderen Gast, einen Deutschen, zugeschickt halbe. Aber was versteht eine Frau davon? Sie fing auch wirklich an zu schimpfen, weil wir zur ungelegenen Zeit kamen, ala die Stube gerade aufgeräumt wurde. Mit der größten Anstrengung gelang es mir endlich, ähr klarzumaohen, daß es kein Gast für umsonst war, sondern für Gold, daß man sogar schön an ihm verdienen konnte. Jetzt erst verstand sie, was Ich meinte. Wir stellten ihm unsere Schlafstube zur Verfügung. Meine Frau wärmte sofort den Samowar und begann, das Abendessen zu kochen. Als der Deutsche die Schlafstube «sah, rümpfte er die Nase, als wollte er sagen: Es könnte schöner sein! — Aber was versteht solch ein Deutscher davon?! Nach dem Tee begann ioh mit ihm ein Gespräch, was ihn hieherführte, womit er handele, ob er vielleicht etwas kaufen oder verkaufen wolle. Aber es stellte sich heraus, daß er nichts benötigte. Er bemerkte nur flüchte, daß er Maschinen zu befördern habe. Wir rodeten hin und her, bis endlich der Tisch gedockt war und das Abendessen vorgeeetzt wurde. „Gesegnete Mahlzeit“, sagte ich, aber er antwortete mit keiner Silbe und stürzt» sich auf das Huhn, Wie nach einem Fasttag. „Guten Appetit“, sagte ich wieder, er aber schlürfte seine Suppe mit Wohlgefallen. Hätte er wenigstens eine Silbe gesagt, edn Wort dos Dank*! Aber wo! Ein Grobian! dachte ich, ein verfressener Kerl! Schließlich hatte er fertiggegesße®. steckte eine lange Pfeife an und saß lächelnd da. Ich sah, Wie eich der Deutsche nach allen Seiten umblickte und wahrscheinlich nach einem Platz suchte, wo er den Kopf niederlegen wände, denn die Augen fielen ihm zu. Meine Frau machte tat dae Bett zurecht, I mit vielen Kissen, bäs zur Decke hoch, ein König hätte darin liegen können!... Meine Frau kann alles, wenn sie will... dann verabschiedeten wir uns von ihm, wünschten „Gute Nacht“ «nid gingen schlafen. Am nächsten Morgen rief mein Deutscher „Guten Morjen“, lächelte wieder, paffte wieder seine Pfeife und ließ sich wieder Essen kochen. Zum Tee bestellte er sich weiche Bier... Wae glaubt ihr, wieviel Eier?,.. Extra zehn Stück... Dazu trank er seinen Schnaps und bot mär auch einen an. Ein feines Leben! —-- Am nächsten Morgen stand er auf, bot uns wieder sein „Guten Morjen“, paffte seine Pfeife, lächelte wieder, aß mit Appetit, trank einen Schnaps dazu, bot mir ebenfalls ein Glas an — und so ging es mehrere Tage hintereinander, biß der Tag kam, an dem er a/breisen sollte. Als die Stunde seiner Abreise nahte, und der Deutsche setae Sachen zu packen begann, sagte er mär, ich möchte ihm die Rechnung geben. „Was ist das viel zu rechnen, Herr Deutscher“, erwiderte ich. Die Rechnung ißt sehr einfach. Sie schulden mär rund fünfundzwanzig Rubel.“ Er glotzte mich an, als wollte er sagen: Was?... Ich verstehe nicht! Da sagte ich zu ihm auf deutsch: „Sie werden die Güte haben und bezahlen einen Fünfundzwanzigex! 25 ,Kerblech1, das heißt fünfundzwanzig Rubel.“ Dabei zeigte ich ihm mit den Fängern: zehn, noch einmal zehn und dann fünf... Glaubt ihr etwa, «laß er überrascht war? Gott -behüte! Er paffte seine Pfeife ungestört, lächelte und sagte, er möchte nur wissen, wofür er fünfundzwanzig Rubel zu bezahlen habe. Hiebei nahm er einen Bleistift zur Hand und bat mich, für jedes eine besondere Aufstellung zu machen. Du bist sicher ein schlauer Kopf, dachte ich, aber Verstand habe ich mehr als du! In deinem ganzem Kopf steckt nicht «so viel, wie bei mir in meinem kleinen Finger! „Schreiben Sie, bitte, Herr Deutscher“, sagte ich zu fern: „Logfe: sechs Tage zu I anderthalb Rubel macht stemm Rubel; sechsmal zwei Samoware macht, zwölf Samoware zu einem halben polnischen Gulden — macht 90 Kopeken; sech-mal ungefähr zehn Eier des Morgens und ungefähr zehn Bier des Abends sind 120 Eier, also zwei Schock, zu einem Rubel das Schock — macht zwei Rubel; sechs Suppen, sechs Hühner zu fünf polnischen Gulden (75 Kopeken) ausschließlich der Graupen, der Mandeln, der Petersilie, diesem und jenem und allerlei anderen Zutaten macht rund sechs Rubel; sechs Abende — sechs Lampen macht 60 Kopeken; Schnaps haben Sie vom Ihrem eigenem getrunken — macht zwei Rubel, zusammen vier Rubel; Bier wurde überhaupt nicht getrunken — macht 70 Kopeken. Also alles zusammen für Getränke ungefähr fünf Rubel und fünfzig Kopeken. Nun, Herr Deutscher, maoht das zusammen nicht fünfundzwanzig Rubel?“ sagt» ich zu ihm ganz ernst. Glaubt ihr, er hat mir mit einer Silbe geantwortet? Gott behüte! Er paffte seine Pfeife weiter, lächelte, nahm fünfundzwanzig Rubel und warf sie mir hin, als ob es drei Ruhe! wären, verabschiedete sich sehr herzlich und reiste ab. Nach drei Tagen kam der Briefträger und brachte mär einen Brief, für den er vierzehn Kopeken Porto verlangte. „Warum muß ich vierzehn Kopeken zahlen?“ fragte ioh. „Der Absender vergaß, eine Marke aufzuklesben“, antwortete der Briefträger. Ioh zahlte die 14 Kopeken und öffnet» den Brief. Et war deutsch geschrieben. Ich konnte kein Wort entziffern. Ich trag den Brief von einem zum anderen. Aber kein Mensch konnte deutsch lesen. Ein wahres Unglück' Nathdem ich das ganze 'Städtchen abgenamnt hatte, fand ich mit größter Mühe endlich einen Apothekerprovisor, der deutsch lesen konnte. Er las mir den Brie! vor und erklärte mir, daß der Brief von einem Deutschen kam, der mir für das vortreffliche und ruhige Logis und für die liebenswürdig» Gastfreundschaft, die er bei uns gefunden und die er niemals vergessen würde, herzlich danke. (Fortsetzung folgt.)

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