Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 704 (10.12.1937)
- Date
- 1937-12-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 4 NE STIMME Nr. 704. — Wien, Freitag, 10. Dezember 19CT« Prof. Max Eisler gestorben Donnerstag vormittag» Dt Uniwersitätsprofftssor Dr. Max EisiCT auf dem Zentralfrtedhof zu Grabe getragen worden. Dienstag abends war er im Alter von 55 Jahren einem Anfall von Angina pectoris erlegen. Eisler, der an der Wiener Universität, über neuere. Kunstgeschichte las, war ein Kunsthistoriker von internationalem Ruf. Seine Hauptarbeit, die dem Wirken de« alten Rembrandt gewidmet war, galt allgemein als einzigartige Bereicherung der kunstgeschichtlich«! Literatur. Eislers Interesse wandte sich jedoch allmählich immer mehr von den Niederländern und Flamen die er am Beginn seiner Karriere stilkritisch bearbeitet hatte, der modernen Kunst zu, für die er wiederholt mutig eine Lanze brach. Der neuen jüdischen städtebaulichen Kunst schenkte er freilich erat in den letzten Jahren Aufmerksamkeit, aber dann mit der ganzen Vehemenz und der feinen Einfühlungsfähigkait seiner künstlerischen Seele. Tief religiös veranlagt, stand er zunächst der Agudab gesinnungsmäßig nahe, aber eine Palästinareise, die er vor zwei Jahren unternahm, wandelte ihn zu einem begeisterten Zionisten. Unvergessen werden vielen Zionisten seine in verschiedenen Bezirkssektionen gehaltenen Lichtbildervorträge bleiben, in denen er den blutvollen Rhythmus des neuen jüdischen Lebens in Enez Israel in formvollendeter, klarer und bis zum letzten Wort und Bild fesselnder Weise schilderte. Noch in der vergangenen Woche sprach er bei der Makfcabäerfeier das Herzl-Klubs über das Thema „Das Antlitz Jerusalems“. Dieser feinsinnige, gute Mensch ist nicht mehr da. Bescheiden ist er bis in den Tod geblieben. Seinem Wunsch entsprach es, daß an seinem Sarg keine Reden gehalten wurden. Er konnte es jedoch nicht verhindern, daß sich alle, die ihn gekannt und verehrt hatten, daß sich die vielen Freunde und Schüler und Schülerinnen zu seinem Begräbnis einfandon, In der Trauergomeinde, die seinem Sarg folgte, sah man den Präsidenten der Kultusgemeinde, Staaterat Doktor Friedmann, Amtsdirektor Dr. Löwe.nberz, in Vertretung des*Zionistischen Landeskomitees und der WIZO Vizepräsidentin Frau Paßweg, Prof. Dr. Geiger, Prof. Dr. Elias, Vertreter der Agttdah, Vertreter des Bethausvereins des III. Bezirks und zahlreiche andere Persönlichkeiten. Junger Bursche od. Mädchen aus gutem Hause für neuerrichtetes Zahnatelier gesucht. Zusehr, unter „Verläßlich“ an die Adm. d. Bl. Das religiöse Judentum und der Aufbau von Erez Israel Die außerhalb des Zionismus stehenden Kreise des religiösen Judentums haben ate Grund ihrer Nichtbeteiligung an den nationalen Fonds den Umstand angegeben, daß auf dem Boden des KKL. religiös freie Mensche® angesiedelt werden. Die religiösen Juden könnten vom religiösen Standpunkt aus für diese ©religiösen Elemente nicht die Verantwortung tragen. Dieser von der „Aguda“ verteidigte Standpunkt ist falsch, weil er schließlich auf dio Spaltung des Judentums hinaueläuft, das lebendige religiöse Judentum aber immer e i n Judentum anerkannte und den Glauben hatte, daß auch die areligiösen zum Religiösen heimfinden werden. Nun wuchs in den letzten Jahren auch in der Aguda eine chaluzischeingestellte Jugend heran, die die tiefe "Sehnsucht hatte, am Auf bau von Erez Israel persönlich teilzunehmen, auch aus dem Grunde, um das religiöse junge Element im Lande zu stärken. Der größt© geistige Führer der Aguda, Dr. Breuer aus Frankfurt, übersiedelte nach Erez Israel und übernahm die Führung der agudisfisohen Arbeiterschaft. Er entwarf einen Plan der Vereinigung der misr ach i st i sehen und agiidistischen Arbeiterschaft, die voneinander nichts als eine künstliche Schranke trennte: Das Niehtanerkenne n w o 11e n der Bedeutung der zionistischen Weltorganisation seitens der Aguda und der Notwendigkeit, innerhalb derselben am Aufbau des Landes teil* unehmen... Die Aguda schuf eine eigene Siedlung in Erez Israel. „Machne Jisrael“, die sich jedoch ans Mangel an Verständnis und Förderung seitens der „Aguda“ nicht halten konnte. Nun sah die Aguda-Jugend, wie der Hapocl Hamisrachi dank seinen eigenen Kräften und dank der Förderung durch die zionistischen Fonds sich immer mehr im Lande verwurzelt. Sie sahen immer mehr die Dringlichkeit ein, mit dem Zionismus Fühlung zu bekommen. Diese prozionist ieche Stimmung innerhalb der Aguda-Jugend kam heuer auf der Marienbader Aguda-Konferenz klar zum Ausdruck: Die Jugend denkt an den Eintritt in die Gemeinden des Waad Leu ml dort, wo agudistlsche Sondergemeinden nicht bestehen; sie verlangt die Erlaubnis, Keren Kajemeth-Boden pachten zu dürfen, sie spricht von dem Abschluß eines Vertrages mit der „Hlstadruth“, wie er zwischen Hapoel Hamisrachi und der Hlstadruth besteht. Diesen Strömungen kommt der Keren Käjemeth entgegen, indem er,zuletzt in Erez Israel und in Polen mit dem Mierachi einen Der Chronist, der in monatlichen Abständen über das Leben in Erez Israel berichtet, steht wieder einmal vor der traurigen Aufgabe, von Opfern zu sprechen, die auf jüdischer Seite im Ringen um das Land gefallen sind. Nach einer kurzen, trügerischen Ruhepause hat der arabische Terror erneut eingesetzt, besondere in und um Jerusalem. Es kt außerordentlich schwer, die wahre Stimmung und das wahre Laben Erez Israels in dieser Zeit den Juden draußen in der Welt nahezubringen. Scheint es im Lande einmal etwas ruhiger zu sein, so besteht die Gefahr, daß man sich draußen in der Hoffnung wiegt, es sei schon alles überstanden. Viel gefährlicher aber ist es noch, wenn so trübe Tage, wie wir sie letzthin durchlebten, draußen den Eindruck erwecken, als stände das Leben bei uns still, gelähmt, paralysiert vom Schrecken. Der Jischuw aber wird sich durch den Terror nicht lähmen lassen. Er verlangt heute stürmischer denn Je, nicht vor ihm geschützt zu werden, sondern sich selbst vor ihm schützen zu können. Seine Lebensimpulse werden durch Terror nicht geschwächt, sondern gestärkt. Und so sollten auch die Juden draußen in der Welt sich nicht durch die Kunde vom Terror lähmen lassen, nicht fragen: Was wird das werden?, sondern ihre Kräfte verdoppeln, um dem kämpfenden Jischuw die Mittel zu geben, sein Leben des Aufbaues fortzusetzen. Sir Arthur geht... Der bevorstehende Wechsel im Amte des High Oommiseioners ißt von der jüdischen Bevölkerung als eine unvermeidbare Folge der politischen Entwicklung im Lande seit längerer Zeit erwartet worden. In der abschließenden Beurteilung Sir Arthur Wauchopeß mischen sich Respekt und Sympathie für die menschlichen Qualitäten des Scheidenden mit der Erkenntnis, daß seine Politik ein Fehtechlag war, dessen schwerste Folgen der Jißchuw und im weiteren Sinne die zionistische Bewegung und das jüdische Volk zu tragen haben. Nichts kennzeichnet das Ergehn» seiner allzu nachgiebigen und unentschlossenen Politik besser, als daß zum Schluß seiner Amtszeit ein berühmter „Spezialist der Bekämpfung des Terrore“ nach Palästina berufen werden mußte und daß ein Wechsel in fast allen maßgebenden Regierungsstellen stattfindet. Die Citrus-Ernte Der 20. November ist für das Land ein bedeutsames Datum gewesen, da an diesem Tage die Verschiffung von Oran- Der Keren Käjemeth und seine Bodenpolitik haben eich beredte am Beispiel des Emek Hefer als ein politischer Faktor ersten Ranges erwiesen. Seine politische Bedeutung trat aber noch klarer im Laufe des letzten Jahres hervor, als er gemeinsam mit. dem Keren Hajessod in schneller Folge eine ganze Reihe neuer Siedlungen im Jordantal, im Beisan und in anderen, ähnlich isolierten und exponierten Gegenden gründete und damit Tatsachen schuf, die bei der kommenden politischen Auseinandersetzung von größter praktischer Bedeutung sein werden. Diese Politik des Keren Käjemeth ist möglich gewesen durch das Vorhandensein einer größeren Bodenreserve, die aber durch die Zuteilungen des letzten Jahres so gut wie erschöpft, ist. Sie beträgt zur Zeit nur etwa 2500 Dunam, während weitere 30.000 Dunam dem Keren Käjemeth zwar schon kontraktmäßig zugesichert, aber formell noch nicht in seinen Besitz tibergegangen sind. Darüber hinaus aber wäre der Keren Käjemeth bei vorhandenen Mitteln in der Lage, weitere 50.000 Dunam, die ihm angeboten sind, zu erwerben. Insgesamt besteht ein aktuelles Kaufprogramm von 80.000 Dunam, deren Erwerb 760.000 Pfund erfordern würde. Vertrag schloß, wonach die von religiösen Judentum aufgebrachten Beträge ausschließlich für die Ansiedlung thoratreuer Elemente verwendet werden sollen. Dieser Schritt des Keren Käjemeth ist besonders bedeutungsvoll, weil er mit der Zeit im religiösen Judentum ein starkes Echo finden wird. Er wird die Mitarbeit der religiösen Kreise für den Keren Käjemeth und sicherlich auch für den Keren Hajessod intensivieren. Er wird aber auch zur Schaffung einer jüdischen Einheitsfront für une in Erez Israel führen. Die Macht deT Tatsachen und der Wahrheit werden sich stärker erweisen als die ausgeklügelten Trennungsideologien.. Dr. Chaim Tartakower. gen begann, während Grapefruits, die früher reifen, eohon seit einigen Wochen exportiert wurden. Wae dae Ergebnis der Citrus-Saißon für das palästinensische Wirtschaftsleben bedeutet, braucht nicht näher außgeführt zu werden, die schlechte vorjährige Ernte hat ee une allen ßchmerzlieh zu Bewußtsein gebracht. Um so erfreulicher ist es, konstatieren zu können, daß die diesjährigen Aussichten günstig zu «ein scheinen. Die ersten Grapefiuitsendungen haben auf dem englischen Markt gute Preise erzielt. Und da wir bereits in der letzten Woche — sehr zeitig — ausgiebigen „Frühregen“ hatten, «o werden auch schon die ersten Orangensendungen von bester Qualität sein. Es liegt auf der Hand, daß die Transport- und Vereohiffungsfrage bei der Verwertung der Citrueemte eine hervorragende Rolle spielt.. Auf diesem Gebiet werden in diesem Jahre zum erstenmal zwei neue Faktoren zu voller Auswirkung kommen: der Hafen von Tel-Aviv und die neue Küatenetraße zwischen Liköre Schaplra feinst, Reverendin 5 ia Benediktine, Maraschiaa de Zer*. Weicbrand, 1 Liter S 4 40, Sliwowitz 40%, 1 Liter S 4-—. XVI., Kopp- 8traße34, XV., Mariahilferstr. 147, IH., Haidingerg. 27 Tel-Aviv und Haifa. Drei große Ladehallen warten im Tel-Aviver Hafen auf Millionen von Orangenkieten, der Leichterhafen ist fertiggestellt,, eine große Anzahl Boote auf eigener Werft gebaut, und die Hafenbelegschaft, die heute schon an tausend Köpfe zählt, wird während der Citrussaison um weitere 250 Menschen vermehrt werden. Die neue Straße aber — sie heißt heute echon im Volksmuad die „Orangenstraße“ — ist in erheblichem Maße ein Ge-sehenk an das Land durch da« nationale Kapital. Denn eie wäre wohl kaum je Wirklichkeit geworden, hätten nicht Keren Kajemeth und Keren Hajessod durch Erwerb und Besiedlung des Emek Hefer jene Lücke im jüdischen Landbesitz geschlossen, die zwischen den jüdischen Scharon und die Siedlungen südlich von Haifa ein Vaouum schob. Erst der Aufbau diese« Gebietes durch das nationale Kapital hat zwischen Tel-Aviv und Haifa eine ununterbrochene Kette jüdischen Bodens geschaffen und so nicht nur tausenden jüdischen Menschen neue Siedlungsmöglichkedten geschaffen, sondern auch die Voraussetzung zum Bau der neuen, in wirtschaftlicher wie in politischer Hinsicht gleich wichtigen Küstenstraße. Es gibt heute keine wichtigere Aufgabe für das Judentum in aller Welt, als die, dem Keren Käjemeth die Mittel zur Beschaffung einer neuen, großen Bodenreserve zu geben. Jeder Dunam Nationalfondsland hat immer schon die Grundlage für die Ansiedlung jüdischer Menschen gegeben. Heute ist zu der wirtschaftlichen Bedeutung die politische hinzugetreten. Die wirtschaltliche Situation Wenn wir am Anfang unseres „Palästina- Briefes“ sagten, daß Im großen jüdischen Publikum falsche Vorstellungen über den politischen Zustand im Lande und insbesondere über die Sicherheiteverhültaisse herrschen, so trifft das im weiten Maße auch für die wirtschaftliche Situation zu. Auch hier ist in vielen Fällen ein Zustand, dessen ernster Charakter in keiner Weise afcgesehwächt oder gar verschwiegen werden soll, in etwas viel Schlimmeres umgedeutet worden. Es wäre töricht zu bestreiten, daß eine Wirtschaft wie die palästinensische, die so sehr auf eine dynamische Entwicklung angewiesen ist, durch die Herabsetzung der Einwanderung auf den sogenanntem „politiechen Pegelstand“, durch die Ungewißheit Uber das endgültige Schicksal des Landes I und durch die politischen Unruhen berühr! I worden sei. Aid dem Gebiet der privaten Wirtschaft macht sich, soweit Neu Investierungen in Frage kommen, eine deutliche Zurückhaltung bemerkbar, und gewisse Industriezweige, die mit einem schnellen Zranehmen der jüdischen Bevölkerung oder .mit großem Absatz in den arabischen Nachbarländern rechnen müssen, machen schwierige Zeiten durch. Aber demgegenüber muß doch auch festgestellt werden, daß alle Wirtschaftszweige, die mehr oder weniger autarken Charakter haben, nicht nur die kritische Zeit bisher gut ttberstanden haben, sondern sogar einen gewissen Aufschwung nahmen. Eine symptomatische und im Lande viel beachtete Ziffer findet sich in der Statistik des Verbrauches an Elektrizität, der von einem Monatsdurchschnitt von 1'9 Millionen Kilowatt im Jahre 1935 während des Unruhejahres 1936 auf 2'2 Millionen Kilowatt stieg und sich auch im laufenden Jahre auf dieser Höhe gehalten hat. Gleichzeitig sind die Exportziffem von 336.000 Pfund im Jahre 1934 auf 495.000 Pfund im Jahre 1936 gestiegen. Es ist zweifellos richtig, daß diese Ziffern klein sind gegenüber denen, die bei ruhigen Verhältnissen und normaler jüdischer Einwanderung erreicht worden wären. Aber gleichzeitig zeigen sie doch deutlich das gesunde Beharrungsvermögen der Wirtschaft Erez Israels auch in kritischen Zeiten und sollten geeignet sein, eine sehr oberflächliche Auffassung zu bekämpfen, die aus den ökonomischen Schwierigkeiten, die zweifellos bestehen, eine „Krise“ zu machen geneigt ist, gegen di© sich die palästinensische Wirtschaft bisher mit bestem Erfolg gewehrt hat. Französische Kulturpolitik Der Eintritt der kühleren Jahreszeit hat auch den Beginn der kulturellen „Wintereaieon“ gebracht. Ihr Auftakt war diesmal — französisch. Das „Centre de Culture Franga-ise“ eröffnet© sein diesjähriges Programm mit einem Vortrag des bekannten französischen Nationalökonomen und Soziologen Prof. Andre Siegfried vom Collegp de France, der außerdem auch in der Hebräischen Universität und im „Cercle Franfaie“ in Tel-Aviv sprach. Gleichzeitig wurde bekannt, daß die französische Regierung die Errichtung eines Lehrstuhls für französische Zivilisation an der Universität Jerusalem beschlossen hat und der Jüdischen Nationalbibliothek eine reiche Zuwendung französischer Bücher machen will. Das jüdische wie das gebildete arabische Publikum machen von den Bildungegelegenheitem de« „Centre de Culture Frangaise“ reichen Gebrauch. Von englischer Seite wurde bisher noch kein Versuch gemacht, die Bewohner Palästinas der englischen Sprache und dem angelsächsischen Kulturkreis nahe zu bringen — ein unbegreiflicher Mangel, der nicht nur verschiedentlich im englischen Parlament, sondern mit Nachdruck auch im Bericht der Königlichen Kommission gerügt worden ist. * Österreichs Export nach Palästina Kürzlich fand unter dam Vorsitze dee Präsidenten Josef Kremenezky die Generalversammlung der österr e i c h i s c h - palästinensischen Wirtschafte- und Handelskammer statt. Dem Geschäftsberichte ist zu entnehmen, daß der Export Palästinas kn laufenden Jahre wiederum gestiegen ist, was vornehmlich auf eine erhöhte Ausfuhr von Citrusfrüchten zurück’zuftthren ist. Die Aufnahme österreichischer Waren in Palästina hat infolge der derzeitigen Stagnation in Palästina und teilweise auch wegen mangelnder Konkurrenzfähigkeit österreichischer Waren gegenüber den früheren Jahren bedeutende Einbußen erlitten. Während in den Jahren 1934 und 1935 der Export aus Österreich nach Palästina 8 Millionen Schilling überschritten hat, betrug er im Jahre 1936 bloß die Hälfte und dürfte auch in diesem Jahre, soweit die Ziffern schon bekannt sind, keine Steigerung erfahren. Österreich muß die größten Anstrengungen machen, um sich den palästinensischen Markt zu erhalten, welcher nach Eintritt normaler Verhältnisse auch als Umschlagplatz für die angrenzenden Länder von größter Bedeutung werden kann. Die Tätigkeit der österreichisch-palästinensischen Wirtschafte- und Handelskammer in Wien hat im abgelaufenen Jahre wegen dar schwierigen Verhältnisse in Palästina und der sich daraus ergebenden Störungen noch in viel größerem Maße als früher angenommen, da österreichische Kaufleute die Intervention der Kammer wiederholt angerufen haben. In den Vorstand wurden nachfolgende Harzen gewählt: Direktor Josef Krem». Palästina, wie es wirklich ist Von C. Z. Klötzel. Das derzeit Wichtigste: Bodenreserve