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Die Stimme · 1937-11-10 · Heft 693 (10.11.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 693 (10.11.1937)
Date
1937-11-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seit* 4 Ml STIMM! Nr. 686. — Wien, Mittwoch, 10. November 1837. Zum Hingänge Bernhard Tags Als eine Schar von Freunden, Weggefährten, Verwandten dem am 22. Oktober dahingegangonen Schriftsteller Bernhard Tag das letzte Geleite gab, kam es wohl allen zum Bewußtsein, welch eine seltene jüdische und menschliche Erscheinung — obwohl in der lauten Welt wenig bekannt — da aus ihrem Leben geschwunden war. Er war 1863 in Przeinysl geboren, in streng jüdischem Milieu, das zur Welt des „Zaddik“ noch Beziehungen hatte, aber auch vom Getriebe der altösterreichischen Militärstadt umbrandet war, in einer Zeit, als noch nicht die ersten Spuren jener Umwälzungen bemerkbar waren, welche im folgenden Halbjahrhundert das ganze Ostjudentum durchrütteln sollten. Vor allem beschäftigten ihn schon soit seinem jungen Jahren das religiöse Problem auf der einen, das wahrhaft sozialer Menschengemeinschaft auf der anderen Seite: sie waren für ihn keine theoretische, sondern Herzensangelegenheit. So war er äußerlich in frühen Wiener Jahren den sozialistischen Kreisen nahagekammieai. Das Erwachen der zionistischen Bewegung jedoch wies ihm den natürlichem Platz wieder, wenigstens seelisch, in seiner Heimatwelt, jetzt aber im HoffnuingBiichte der Verjüngung gesehen. Vox allem zogen ihn die Kreise der kulturellen Renahssancebewegung, die man damals als „jungjüdische“ bezeichnet«, in ihren Bann, zumal in der Form weckender Gedanken, wie sie von Nathan Birnbaum ausgingem. Später trat Tag, der sich auch als Österreicher fühlte und im Wien seine zweite Heimat, liebte, jener repräsentativ diurch Hermann Kadisch vertretenen Richtung nahe, welche eine Synthese von Jungjudentum und Jungösterredoheirtum erstrebte. Zugleich hatte sich im „Kulturpolitischen Diskusöionsklub“, den er durch Jahrzahnte leitete, eine Stätte freier Aussprache, wie sie Tag so sehr liebte, ergeben unter Vertretern der jüdischen Moderne und auch miohtjüdischar Persönlichkeiten. Hier verkehrten in wechselnden Zeiten zum Beispiel auch Martin B u b e r, Franz K o b 1 e r, Paul W e i s e n g r ti’n, Otto Lang, Robert Scheu und Julius Wilhelm. Eine schwere persönliche Lebenswende, die er I philosophisch trug, trat für Bernhard Tag in den Krfegsjaliren ein. Nachdem er im Zusammenhänge mit einem Unternahm,em, an dem er teilhatte, einige Jahre in dem sonnigen Abbazia verleben konnte, verlOT er bald darauf mit seiner Lebensgefährtin zugleich auch fast jede äußere Lebensb&sis. Aber unermüdlich, ja mit noch größerer Intensität, lebte er von da ab ganz seinen geistigen und sozialen Bestrebungen. In positivem Sinne aber äußert sich diese seine immer irgendwie über den Realitäten schwebende Eigenart in seinem dichterischen Nachlaß, vor allem in den schlichten und sehr samgvoll-en, sein ganzes Leben begleitenden lyrischen Gedichten, welche die großen Lebens- und Zeitprobleme, die ihn bewegten, leise antönen lassen, nur in der so zeitgemäßen Vision: „Der apokalyptische Reiter“ zu mächtigem Ausdruck sich steigernd. Der Band „M orgenlied und Morgenland“ enthält außer den Gedichten noch die in jüngeren Jahren entstandene romantische Prcusadiohtung „Ben- Adi“, welche auch das Problem: Morgen- und Abendland in persönlichster Form anklingeo läßt, sowie den „Jungen Moses“ der ursprünglich als eine Art Vorspiel eines großen Mososdram&s geplant war. Und wie einen Traum, der ihn — ähnlich wie bei Bialik — durch sein Leben begleitete, trug er den „Garten d e r K i n d h e i t“ in sich, den er bis zum reifen Jünglingsalter literarisch gestaltet hat und der als Manuskript noch der Veröffentlichung harrt, Emst Müller. kannten Pädagogen Ohaim Harari, eines der' wuoth, 4. Tamus-Aw, Zerstörung und Erersten und erfolgreichsten Lehrer-Pioniere in lösung, 5. Roscfc-Hasehanah, Jom-Kippur, Erez Israel. Es werden 5 Bände erscheinen: 1. Chanukkah, 2. Neujahrsfest der Bäume, 3. Pesach, Lag-Baomer und Scha- Sukkoth und Simbhath Thora. Der erste Band über Chanukkah ist bereits in Erez Israel erschienen. JUDEN! Beschäftigt die ChaliMim des Zionistischen Landesverbandes! Anfällige Aufträge werden vom Büro des Zionistischen Landesverbandes. L.Marc-Aurel-Straße 5, Tel. U 22-2-1J, und vom Stadtkibbuz, 11., Rueppgasse 8, Tel. R 45-1-66 B, entgegengenommen. Hillel „Moadim“ Eine Buchserie zu den Volksfesten. Der Keren Kajemeth. war bekanntlich die erste Institution, die sich bemüht hat, den Sinn für das jüdische Fest in der zionistischen Bewegung zu wecken. Er hat zu den verschiedenen Festen besondere hektographierte Hefte herausgegeben, die in Jugend-, Lehrer- und anderen Volkskreisen dauernd Anerkennung erweckten. Nun ist der KKL im Verein mit dem hebräischen Verlag „Omannth“ darangegangen, die reichen Erfahrungen, die er im Laufe der Jahre gesammelt, hat, unter kundiger Leitung in einer Buchserie zu verwerten. Die Redaktion liegt in der Hand des be- Der Begründer des rabblnischen Judentums. Am 21. Oktober d. J. fand eine Generalversammlung des Maimonides-Instituts statt, in der Rabbiner Dr. Kaminka einen Vortrag über Hillel hielt. Es kann hier nur auszugsweise einiges aus dem Vortrag wiedergegeben werden. Die Persönlichkeit Hilleis wird selbst in den ausführlichen und wissenschaftlich fundierten Gesehiohtswerken, wie von Grätz und Dubnow, hauptsächlich auf Grund legendärer Nachrichten dargestellt, wobei ganz Nebensächliches und Unwahrscheinliches in den Vordergrund tritt und das Wichtigste und Sicherste oft unerkannt geblieben ist. So wird breit erzählt, daß er wegen einer scharfsinnigen rituellen Entscheidung zum Oberhaupt des Synhedrions gewählt wurde, während die betreffende, das Pessachopfer am Sabbath betreffende Entscheidung au! einer 150 Jahre später stattgefundenen, rein theoretischen Diskussion beruht. Ebenso wird seine Abstammung von David hervorgehoben, während die Forschung ergeben hat, daß erst 200 Jahre später sein Urenkel Jehuda ha-Nassi bemüht war, einen solchen Stammbaum für seine Familie im Antagonismus zu den Exilsfürsten aufzustellen. Auch seine Einwanderung aus Babylonien wird als sicher dargestellt, während sie fraglich erscheint und Gründe dafür sprechen, daß er aus Alexandrien nach Jerusalem gekommen und mit dem Gelehrten P o 11 i o n identisch ist, den Josephus neben Sameas beim Prozeß des Herodes erwähnt. Zu den von Forschem für die Identität von Sameas mit Schammai (gegen Schürer, Grätz u. a.) bereits angeführten Gründen kommt noch folgender, bis jetzt unbeachteter hinzu. Im erwähnten Prozeß sprach das Synhedrion Herodes von der Anklage wegen der Morde frei; wenn auch Feigheit im Spiele war, so muß doch ein formaler Grund für den Freispruch gewesen sein, während anderseits Sameas, der die Verurteilung forderte, doch ebenfalls sein Votum juristisch vertreten mußte. Nun finden wir tatsächlich im Traktat Kidduschin die These: Wenn einer einen anderen Menschen veranlaßt, einen Mord zu begehen, so ist nur dieser als Mörder zu verurteilen; „der alte Sohammai aber sagte, der Urheber und V eranlasser des Mordes ist zu verurteilen“. Von Herodes konnte die Anklage nicht behaupten, daß er in Galiläa mit eigenen Händen jemand ermordet hätte; er hat ja nur Hinrichtungen anbefohlen, darum stand Sohammai mit seinem Votum allein. Es wird auch von allen Darstellern der Sanftmut Hillels mit Recht die Legende von der Wette erzählt, die eingegangen wurde, um ihn in Zorn zu bringen. Aber das wesentliche wird dabei übersehen. Die wunderbare Erzählung ist nur Teil eines didaktischen Vortrages, in welchem die stoische Tugend der Gemütsruhe unter Anführung wahrer oder sagenhafter Beispiele gelehrt wird. Aber das Material, das der Vortragende verwendet, ist bemerkenswert» Als was wird Hillel in der Vorstellung des Volkes aufgefaßt? Nicht als Gesetzesdeuter oder Dezisor in rituellen Fragen, sondern als Weltweiser von universellem Wissen, zu dem man mit Fragen kommt, warum in Babylonien Künder mit schiefen Köpfen, in Palmyra viele Augenkranke und in Phrygien Plattfüßige herumgehen. Dadurch wird nur eine andere, direkte Überlieferung bestätigt, wonach er tatsächlich Sprachen und Naturwissenschaften, Botanik, Zoologie und Völkerkunde in großem Maße beherrschte. Wir können uns danach nicht wundern, daß viele seiner Lehren und ethischen Maximen genau mit Sentenzen übereinstimmen, die uns vom griechisch-römischen Stoizismus bekannt sind. So zum Beispiel die „Ataraxie“, die Unerschütterlichkeit des Weisen, die als Tugend seit Demokritos bekannt und von Epiktet wie von Seneca gerühmt wird, oder der Gedanke: „Nichts bin ich, wenn ich nur an mein eigenes menschliches Wohl denke“ (in Seneca« Naturales Quägtiones mit den Worten ausgedrückt: Homo contempta res est, nisi supra humana surrexerit) und zahlreiche ähnliche Sätze. Wir begreifen dann auch, daß er aufmerksam die Vorgänge in seiner Zeit betrachtete, und manche seiner bekannten Worte finien in der Zeitgeschichte die beste Erklärung. So geschah es zu seiner Zeit, daß nach der Schlacht bei Pharsalus der „große“ Pompejus, der seit zwanzig Jahren in Palästina und in ganz Vorderasien als der mächtigste Mann angesehen wurde, auf der Flucht vor der Landung in Alexandrien von einem Schiffsknecht ermordet wurde. Dieses schmähliche Ende wird nicht nur späteT von Seneca als warnendes Beispiel für das Prunken mit einem stolzen Beinamen, „cognominis jactatio“ (die Bezeichnung „Magnus“) angeführt, sondern der Zeitgenosse Hillels. der Verfasser der pseudepigraphischen „Psalmen Salomos“, führt in einem Liede die abscheulichen Bluttaten des römischen Feldherrn in Jerusalem an und fügt tröstend hinzu: „Dann zeigte mir Gott, wie der Leichnam dieses Übermütigen durchbohrt, verachtet, von den Wellen davongetrieben und nicht einmal bestattet wurde.“ Es darf nun angenommen werden, daß auf dieselben Ereignisse sieh Hillels Worte beziehen: „Wer seinen Namen noch größer machen will, verliert ihn ganz“ und „Er sah einen Leichnam in den Fluten schwimmend und sprach: Nachdem du viele ertränkt hast, bist auch du ertrunken“ (ein Hexameter: „al deatepht atiphueh, we-soph metiphajcjch jetuphun“). Als Kern seines religiösen Werkes ist das von ihm überlieferte Bestreben vollinhaltlich zu würdigen: „Erliebte die Kreatur und bemühte sich, sie für Gottes Lehre zu gewinnen.“ Man war der Meinung, daß der Begriff „Kreatur“, vom griechischen „ktisis“, alle Menschenwesen umfassend, zum erstenmal im Markus-Evangelium in dem Satze vorkomme: „Gehet hinaus und verkündet die Botschaft der gesamten Kreatur (pase te ktisei).“ Nun stammt das Wort aber vom hebräischen „brioth“, und etwa 50 Jahre vor Auftreten der christlichen Botschaft ist der Begriff der universellen Religion bei Hillel klar. Ebenso ist religionsgeschichtlich zu beachten, daß seine Liebe zu allen Menschenwesen hervorgehoben wird. Es läßt sich nämlich auch nachweisen, daß Paulus in seinem berühmten Hymnus auf die Liebe im 13. Kapitel des ersten Korinther-Briefes einen Gedanken dichterisch bearbeitet, der von seinem älteren Zeitgenossen Rabban Jochanan ben Sakkai, dem Schüler Hillels, stammt und dessen Genealogie über Hillel noch viel weiter in das zweite vorchristliche Jahrhundert zurüokftthrt, da die Septuaginta, die bereits das Hohelied allegorisch verstand, die göttliche Macht der Liebe in einen prophetischen Satz Habakuks hineindeutete. Und schließlich ist das Ziel seines Werbens um alle Menschen, der Inhalt der Lehre Gottes, ja genügend gekennzeichnet dadurch, daß er die schon vot ihm aus dem Buche Tobit bekannte Formulierung des Gebotes der Nächstenliebe in den Mittelpunkt rückt. Man muß sich den Heiden, dem er diese Lehre erteilte, als einen jener gebildeten Römer vorstellen, die damals nach einer höheren Religion lechzten und von den eitlen ägyptischen Mysterien-Lehrem enttäuscht, die nach langen Vorbereitungen ihren Adepten keinen überzeugenden Gedanken mitzuteilen hatten, von Hillel verlangten, daß er da« Wesentliche seiner Religion sofort („stehenden Fußes“, das ist „stante pede“) formuliere. Eime richtige Erkenntnis des Wirkens Hillels und seiner Schüler zerstreut manche nebelhaften religionsgesobichtlichen Vorstellungen des folgenden Zeitalters. Haganah, IX., Hörlgasse 14. Montag, Donnerstag, 19 bis 20 Uhr, obligater Hebräisch-Kurs, 20 bis 22 Uhr sportliche Übungen, Samstag abends gesellige Zusammenkünfte! Tagung des Keren Kajemeth Am Sonntag, den 7. November fand in der Marc-Aurel-Straße 5 die Tagung des Keren Kajemeth statt. Der Vorsitzende, Herr Adolf B ö b in, erteilte als erstem das Wort zu seinem Referate „Die gegenwärtige Lage-des Keren Kajemeth“ Gg. Dr. E. M. Zwei g. Dieses Referat, das sachlich und sehr rarschöpfend war. bringen wir besonders. Sodann referierte der Leiter des österreichischen Keren Kajemeth Dr. Cfcaim Tait a k o w e r, über die Keren-Kajemeth-Arfeeit des vergangenen sowie die des neuen Jahres. Er führte u. a. folgendes aus: Organisatorisches. Da« Präsidium des Keren Kajemeth, das regelmäßig einmal in der Woche zusammentrat, : arbeitete sachlich und klaglos. Die Vertreter I aller Jugendbünde bilden die „M a c h 1 e k e t b | H a n o a r“, welche während des ganzen Jahres! regelmäßig einmal monatlich zusammenkam und die laufenden Agenden des _ Keren Kajemeth besprach. Die K e r e n-K a j e m e t h-R eferenten der Gruppen (auch WIZO) traten entweder als Mitglieder der Landeskommissdon | oder bei besonderen Anlässen speziell zusam- ' men. Der Keren Kajemeth bemühte sich, die jüdischen Lehrer zusam-cenzufa&sen, um sie über die geistige Arbeit de« Keren Kajemeth zu informieren und zur Keren-Kajemeth- Arbeit heranzuziehen Die Vertrauensmänner des Keren Kajemeth in den verschiedenen Bethäusern wurden ebenfalls zu besonderen Besprechungen vor den Feiertagen eingeladen, und der Kontakt mit ihnen aufrechterhalten. Selbstkontingentierung. Die Zahl der Selbstkontingentier stieg von I 483 im vorigen Jahr auf 605 im Geschäftsjahre, i Diese brachten S 58.000 auf gegen S 39.000 im i Vorjahre. An Büchsen wurden in diesem! Jahre zirka 1700 neue aufgestellt. Was die Propaganda anlangt, so war auch heuer der Keren Kajemeth mit Erfolg bemüht, die Ehrungen innerhalb der zionistischen Bewegung sowie auch außerhalb derselben in den Formen des Keren Kajemeth durchführen zu lassen. (Goldbuch, Silberbuch, Sefer Hajeled und Schollenspende. Geistige Arbeit. Wir haben uns überzeugt, daß für die Dauer die direkte Keren-Kajemeth-Propaganda nicht ausreicht. Aus diesem Grunde wurde immer mehr die Kraft darauf konzentriert, die Beschäftigung mit der hebräischen Literatur aller Zeiten in das Zentrum der Aufklärung zu stellen. Der Keren Kajemeth hat mit einer Reih« von Jugendbünden Besprechungen wegen der Art der Durchdringung der Jugendbttnde mit wirklichem hebräischen Geiste gepflogen und ihnen auch entsprechende Vorschläge gemacht. Vorerst seien diese Besprechungen mit den Jugendbünden Makkabi Hazair, Haschomer Hadati und Gordonia gepflogen worden. Der Tenor dieser Besprechungen lautete: Das Erlernen der hebräischen Sprache kann nur gewährleistet werden, wenn die Jugendbündler täglich an der Hand der hebräischen Originale und unter Leitung kenntnisreicher und verantwortungsbewußter Lehrer lernen. Der Referent berichtete auch über die in verschiedenen Bethäusem gehaltenen Vorträge, in denen ebenfalls auf den Keren Kajemeth indirekt hingewieseae wurde. Schließlich wies er auf die Schaffung der Brith „Bnai Menachem“ hin, der Menschen alieT Lager umfaßt, die zu täglichem Lesen hebräischer Originale und wenn sie können, guter jüdischer Bücher, zur Erfüllung von Selbstkontingentierungspflicht sowie der anderen zionistischen Pflichten verhalten sind. Fast alle Mitglieder haben ihre Pflicht, im Jahre mindestens ein hebräisches Buch zu kaufen, erfüllt. Sodann ging der Referent zur Besprechung der Eingänge des Keren Kajemeth im letzten Jahre hin im Vergleich zu denen des Vorjahre«. Er hob diejenigen Gruppen hervor, die ernste Keren-Kajemeth-Arbeit im letzten Jahre geleistet haben Bezüglich der Arbeit des neuen Jahres gab er an: Die Selbstkontingentierung werde wieder in das Zentrum der Arbeit gestellt werden. Die Ausbreitung des Vertrauensmännersystems in den B e t h ä us e r n werde systematisch fortgesetzt werden. Die G e 1 ege n h e i t s sp ende werde auch in der Jugend besonders gepflegt werden müssen. Edne große Büchsenaufstellungsaktion sowie diePessachaktion werde auf Grund der Erfahrungen der letzten beiden Jahre weiter ausgebaut werden. Ais erste große Aufgabe dieses Jahres sei die C h a j e s-A k t i o n in Angriff genommen worden, die bei der feierlichen Eröffnung der Keren-Kajemeth-Konferenz durch Gg. Dr. E. M. Zweig proklamiert worden war. Die erste Sitzung der neuzuwählenden Landeskommission werde zugleich mit einer Besprechung der Keren-Kajemeth-Kommissäre abgehalten werden; den Gegenstand dieser Besprechung wird die Chajes-Aktion bilden. Nach dem Referat Dr. Tartakowers wurden seitens der Teilnehmer verschiedene Anregungen vorgebracht, die der neuen Landeskommiesion übergeben wurden. Die Konferenz -wurde durch Gg. Gesang, den Ehrenpräsidenten der zionistischen Olga- JUDEN WIENS! Zahlt den freiwilligen 207»lgen Zuschlag zur Kultussteuer raschestens! Das Ist Jüdische Pflicht, denn die Not der Jüdischen Nassen ist groß.

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