Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 690 (3.11.1937)
- Date
- 1937-11-03
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 4 DII STIMME Nr. S90. — Wien, Mittwoch, 3. November 1987. werden — England dankbar für alles, was es für das jüdische Volk getan bat, und wir wollen nicht die Hoffnung aufgeben, daß das englische Volk, das auch nach den Unruhen des Jahres 1929 gegen die mandatswidrige Politik der englischen Regierung Stellung genommen hat, uns auch diesmal in unserer gerechten Sache beistehen wird. Wir können aber nicht schweigen und müssen flammenden Protest dagegen erheben, daß die englische Regierung jetzt daran ist, unter Verleugnung des Sinnes und des Wortlautes der Balfour-Deklaration uns Transjordanien zu entreißen, den ■verbleibenden Teil Palästinas zu zerstückeln und die Einwanderung noch weiter au drosseln. Das soll die Krönung einer mandatswidrigen Politik sein, die jahrelang Sabotage und Terror hat anwachsen lassem. Gegen dieses Unterfangen müssen wir im Bewußtsein unserer zweitausendjährigen unverzichtbaren Rechte auf das Land unserer Väter einen Kampf unter Einsatz aller unserer moralischen und materiellen Kräfte führen. Innerhalb des jüdischen Volkes müssen wir aufklärend arbeiten und denen, die eine „Politik des nächsten Vorteils“ treiben, begreiflich machen, daß sie nicht das Recht haben, Millionen Juden preiszugeben. Unsere unveräußerlichen Rechte auf ein ungeteiltes Erez Israel sind, wie es auch die Königliche Kommission festgestellt hat, durch die Balfour- Deklaration verbürgt. Das jüdische Volk muß es daher vor aller Macht klar machen, daß es eine Zerstückelung des uns von Gott verheißenen und den Mächten dieser Welt feierlich zugesicherten Landes nie als eine feststehende Tatsache anerkennen wird. Wir werden nicht ruhen und rasten. Wir werden es nicht zulassen, daß der Zionismus dadurch verwässert wird, daß er nur einen „Beitrag zur Lösung der Judenfrage“ liefern soll. Wir wollen die Judenfrage lösen und rufen alle Völker dazu auf, uns in diesem Kampfe beizustehen, denn der Judenstaat, wie wir ihn wollen, ist ein Welthedürfnis. Eine Botschaft Lloyd Georges: Balfour-Deklaration — eine historische Gerechtigkeit Dr. Grünbaum verlas an dieser Stelle folgende Botschaft Lloyd Georges, die der Premier des seinerzeitigen Kriegskabinetts an die zionistische Organisation gerichtet hat: „Seit Veröffentlichung der Balfour-Deklaration durch die Regierung, der ich als Ministerpräsident angehörte, sind zwanzig Jahre vergangen. Die Deklaration erschien in einer Zeit noch nie dagewesener Bedrängnis und Sorge für das britische Volk; sie war jedoch ein Dokument, das vom Ministerrat aufs genaueste und eingehendste erwogen worden war. Sie erhielt die volle Zustimmung sämtlicher Alliierten Mächte sowie der Vereinigten Staaten von Amerika. Ich bin stolz, daß ich an der Gründung einer Politik beteiligt war, die einen Akt historischer Gerechtigkeit einem alten Volke gegenüber darstellt, dem die Menschheit so viel verdankt. Diese Politik hat bereits in der bemerkenswerten wirtschaftlichen Wiederanfiebung des Heiligen Landes Frucht getragen. Es ist eine Politik, deren volle Bedeutung, wie Ich glaube, erst dunkel erkannt werden kann. Großbritannien, als Treuhänder der Kulturvölker der Welt, hat in Palästina ein großes und edles Unternehmen übernommen, und es ist undenkbar, daß es seine Aufgabe nur halb erfüllt. Die Juden haben bewiesen, daß, wenn ihnen die Möglichkeit dazu gegeben wird, sie imstande sind, ihrer nie vergessenen Heimat die Fruchtbarkeit zurückzugeben und ihre Wüsten in Gärten zu verwandeln. Die Leistungen des Keren Hajessod (Palästina- Gr ündungs-Fonds) ais des Hauptinstrumentes der nationalen Aufbauarbeit in Palästina, sind mir wohl bekannt, und ich bin überzeugt, daß in den kommenden Jahren das jüdische Volk selbst, das bisher sämtlichen Anforderungen, die an es gestellt worden sind, in so mustergültiger Welse entsprochen hat, auch weiterhin alle Klüfte daran wenden wird, um sein Unternehmen zu einem erfolgreichen Abschluß zu bringen. Die Arbeit muß und wird weitergehen. Churt, 27. Oktober 1937. David Lloyd George.“ Der Redner fuhr sodann fort: Unser Ruf gilt vor allem dem englischen Volk, das uns schon so viele Beweise werktätiger Sympathie gegeben hat. Wir möchten hier daran erinnern, daß in der Sitzung des Unterhauses vom 4. Juli 1922 ein Abgeordneter zur 'Palästinafrage fundamentale Sätze ausspraoh, deren Beobachtung England nur zur Ehre gereichen kann. Er 6agte: „Es wäre eine absolute Ehrlosigkeit für unser Land, die Balfour-Deklaration zurückzunehmen ... Die Kampagne gegen die Balfour-Deklaration ist eine antibritische und darf daher von englischen Politikern nicht unterstützt werden.“ Dieser Abgeordnete hieß Ormsby- G o r e und ist derzeit Koloniemminis t er. Ein Bollwerk gegen Rassenwahn Noch eines wollen wir an diesem Gedenktage dem englischen Volke sagen: Es gereicht ihm zur Ehre, daß es einen Mann mit einem weiten Blick wie Lord James Arthur Balfour hervorgebracht hat. Er hat die Gefahren des aufkommenden Rassenwahns für die Menschheit klar vorausgesehen. Im Jahre 1924 sagte er einem Freunde unseres so früh dahingegangenen Oberrabbinere Zwi Perez Chajes: „Ich bin aufs tiefste bekümmert, weil der Menschheit in nicht zu ferner Zeit ein Kamp! droht — der Rassenkampf. — Es ist noch ungewiß, wo er aushrechen wird ... Nur das ist sicher, daß ihr Juden die ersten Opfer sein werdet. Beeilt euch daher, euch schleunigst eine starke Heimstätte zu sichern.“ In diesen Sätzen offenbart sich Balfouns warmes Herz und seelische Größe. Heute am Tage der Wiederkehr der Balfour-Deklaration verneigt sich das jüdische Volk vor dem Grabe Balfotrre in Ehrfurcht und Dankbarkeit, denn Balfour eröffnete uns wie einst. Cynt6 die Befreiung aus der Gefangenschaft. Der Balfour-Wald in Erez Israel ist ein bescheidenes Zeichen unserer Dankbarkeit. Arabische Banditen haben ihn niedergebrannt. Wir werden ihn wieder aufforsten. Balfours Rede anläßlich der Eröffnung der Hebräischen Universität lebt in uns fort. Balfours Name ist mit goldenen Lettern in das Buch unserer Geschichte eingegraben und wird fortleben in den kommenden jüdischen Generationen. Der Judenstaat wird, was immer uns jetzt bedrängt, uns die Erfüllung unserer zweitausendjährigen Sehnsucht bringen. Wir werden es nie vergessen, daß Balfour uns den Weg zur Freiheit geebnet hat. Wir danken ihm dafür, daß es in seiner Deklaration heißt, „daß nichts geschehen soll, was die Rechte und die politische Stellung der Juden in irgend einem Lande beeinträchtigen könnt e.“ Der kommende Judenstaat wird unsere Dankbarkeit beweisen. Der Judenstaat, den wir erstreben, wird ein wertvoller Beitrag sein zur Sicherung des Weltfriedens und zur Erhöhung der menschlichen Gesittung. Schweizer Frontisten aus formalen Gründen freigesprochen Die Fälschung der „Protokolle“ bestätigt Das Berner Obergericht hat in dem Prozeß um die „Protokolle“ am Montag das Urteil gesprochen. Die Angeklagten Silvio Schnell und Fischer, die Führer der Schweizer Hakenkreuzler, wurden mangels ■ eines gesetzlichen Tatbestandes ohne Entschädigung freigesprochen. Von den Kosten der ersten Instanz wird dem Angeklagten Fischer ein Betrag von 100 Schweizer Kranken auferlegt, Dia übrigen Kosten sowie die Gebühren für die zweite Instanz werden auf die Staatskasse überwälzt. Das Gericht folgte bei seinem Urteil den Darlegungen des Staatsanwalts L o d e r, der ausführte, niemand im Gerichtssaale werde den aufhetzerischen Charakter der „Protokolle“ in Frage stellen, aber es sei Sache der Regierung, Maßnahmen gegen solche Hetzschriften zu treffen. Das ändere nichts an der Tatsache, daß die Verurteilung in der ersten Instanz auf Grund des Artikels 14 des Gesetzes gegen die Schundliteratur erfolgt ist Dieses Gesetz beziehe sich aber nicht auf politische Schriften. Die „Protokolle“ seien, weil sie zu parteipolitischen Zwecken ausgeschlachtet worden sind, als politische Schrift zu bezeichnen. Sie fallen darum nicht unter dieses Gesetz. Nach der Schweizer Verfassung habe der Jude wie jeder andere Bürger gleiche Rechte. Das Urteil könne nnr auf dem Boden des bestehenden Rechtes gefällt werden. Dock ist wichtig, daß das Urteil des ersten Gerichtes, das die Fälschung der „Protokolle“ feststellte, nicht aufgehoben worden ist. In der ersten Instanz war in ausführlicher Verhandlung der Beweis erbracht und durch das Gericht bestätigt worden, daß die „Protokolle der Weisen von Zion“ eine Fälschung sind, die von der zaristischen Geheimpolizei zu antisemitischen Propagandazwecken und zur Entfachung von Pogromen benutzt wurden. Auch in der Berufungsverhandlung hat der Staatsanwalt iestgestellt, daß die Schrift die jüdische Bevölkerung dem Haß und der Verachtung der Mitmenschen preisgibt, wenn man ihre Echtheit annimmt, daß aber kein Zweifel daran bestehen kann, daß sie eine Fälschung darstellt. Diese Fälschung ist nach dem Schweizer Strafgesetz juristisch nicht faßbar, und unter „Schund und Schmutz“ versteht das Schweizer Gesetz etwas anderes, als eine politische Fälschung. * Das Schweizer Gericht ist aus formalen Gründen zu einer freisprechenden Erkenntnis gelangt. Die nationalsozialistische Presse verschweigt selbstverständlich die Begründung und jubelt über den Freispruch. Trotzdem ist eine Änderung der Lage nicht eingetreten, ebenso wie sie auch durch eine neuerliche Verurteilung nicht bedingt worden wäre. Der Nationalsozialismus hat das Ergebnis des ersten Prozesses nicht zur Kenntnis genommen, hat vielmehr damals von einem formalen Urteil gesprochen. Er wird mich jetzt nicht akzeptieren, daß das Gericht die Fälschung der „Protokolle“ von neuem ausgesprochen hat Außerhalb der Nationalsozialisten glaubt niemand mehr an die Echtheit dieses Machwerkes, nachdem L o o sli schon während des ersten Prozesses die bezüglichen Stellen im Original der Schrift Jolys und der Fritschschen Ausgabe nebeneinander aufgestellt hatte. Es ist aber trotzdem nicht ohne Wert, eine schwerwiegende Enthüllung festzuhalten, die der Vertreter der Privatbeteiligten, der Advokat B r u n s c h v i g, in seinem Plädoyer vorgenommen hat. Die Angeklagten, so führte er aus, waren nicht in der Lage, einen Experten zu stellen. Schließlich brachten sie den Leiter des , U. Bodung-Veriages in Erfurt, Herausgeber des „Welt-Dienstes“ und Vorkämpfer! des internationalen Antisemitismus, Oberst- ' leutnant a. D. Ulrich F1 e i s c h h a u e r, als Sachverständigen herbei. Damit griff nun die von Deutschland geleitete antisemitische Organisation in den Prozeß ein. Wie diese die „Aufklärung“ Fleischhauers in dem vorliegenden Prozesse auffaßt, ergibt sich aus einem bei den Akten liegenden „Geheimen Rundschreiben“, wonach die Organisation bezwecke, „die Angeschuldigten herauszuh a u e n“. Bruneohvig zitierte nunmehr unter lebhaftester Aufmerksamkeit des Saales eine Anzahl von geheimen Dokumenten, die die Art und Weise der Expertentätigkeit Fleischhauers aufdeckten. Er verlas den Schriftwechsel mit einem gewissen Boris T ö d 11 i. dessen gesamter Briefverkehr durch das Eingreifen der Berner Bundesanwaltschaft beschlagnahmt wnrde, weil Tödtli unter Spionageverdacht , stand. Tödtli aber ist kein anderer als der | Vertrauensmann Fleischhauers für die ' Schweiz. Es ergibt sich aus diesen Briefen eindeutig: 1. daß Fleischhauer, obwohl zum Experten bestellt, den Prozeß, der sich gegen die Angehörigen Schweizer Fronten richtete, mit Geld, das aus Deutschland kam, bezahlt hat; 2. daß die Entlastungszeuge® von ihm ausgesucht und vor der Aussage, zu der es allerdings au« prozessualen Gründen nicht gekommen ist, „bearbeitet“ wurden; 3. daß die Zeugen Gelder von Fleischhauer erhielten; 4. daß FleischhaueT den Zeugen durch seine guten Beziehungen zu deutschen Behörden Paßvisa und dergleichen beschaffte; 5. daß es überhaupt höchst fraglich ist, ob und wieweit Fleischhauer sein Gutachten überhaupt selbst hergestellt hat; 6. daß hohe Stellen des Dritten Reiches ansehnliche Gelder für den Prozeß zur Verfügung gestellt haben. Besondere Beachtung fand ein Schreiben des Gauleiters des Kantons Bern der Nationalen Front, Ubajd von Roll, an das „Braune Haus“ in München, datiert vom 19. Oktober 1934, in dem das „Braune Haus“ um Geld, um Material und um einen Sachverständigen für den bevorstehenden Prozeß ersucht wurde. Auf diese sensationellen Mitteilungen hat die Vertretung der Angeklagten kein Wort zu erwidern gewußt und sie hat es auch unterlassen, de® Herrn Fleischhauer auftreten zu lassen. Die Chajea-Feier des Keren Rajemeth Eröffnung der Landeskonferenz Am Montag, den 1. d., wurde vor einem gefüllten Saal im Militärkasino auf dem Schwarzenbergplatz die Feier eröffnet. Den Vorsitz führte der Präsident des Keren Kajemeth Österreichs Adolf Böhm. Die Konferenz wurde namens des Hauptbüros von Dr. E. M. Zweig begrüßt, der die Chajes-Aktion proklamierte, die darin bestehen wird, daß jede zionistische Gruppe Oberrabbiner Chajes anläßlich seines 10. Todestages ins Goldene Buch des Keren Kajemeth eintragen wird. Dr. Zweig teilte mit, daß das Hauptbüro einige Seiten im Goldenen Buche für die Sondereintragungen des Oberrabbinens reserviert hat. Sodann folgten die Begrüßungen. Für die Kultusgemeinde sprach Präsident Staaterat Doktor Desider Friedmann, für die Jewish Agency und B. B.-Vereinigungen Direktor Emil Kraus, für den Keren Hajessod Doktor Heinrich Goldschmied t, für das Zionistische Landeskomitee Dr. Richard P o k o r n y, für die WIZO Frau Sabine Paß weg, für den Misrachi Dr. Mendel Roeenberg und schließlich für den Ring der A. H. Dr. Singermann. Sodann führte Herr Adolf Böhm folgendes aus: In Palästina wurde uns von der Peel-Kommission das zugesproehen, was wir durch eigene Arbeit uns erworben haben. Die großen Chancen, die nach der Balfour- Deklaration bestanden, bat unser Volk nicht ausgenützt. Wenn der Judenstaat geechaffsp werden wird, werden wir in der Lage sein, durch Schaffung von besonderen Gesetzen das Bodenproblem gründlich anzufaasen. Die Aufgaben des Keren Kajemeth werden jedoch noch außerordentlich steigen, weil unser Staat ein a'rmer Staat sein wird. Der Redner führte vergleichende Zahlen an, um nachzuweisen, wie in den letzten zehn Jahren trotz aller Hindernisse unser Werk gewachsen sei: Im Jahre 1927 besaß der Keren. Kajemeth 177.000 Dunam, im Jahre 1937 besitzt er 375.000 Dunam. Im Jahre 1927 gab es 116.000 jüdische Einwohner in Erez Israel, 1937 420.000. Die Einnahmen de® Keren Kajemeth betrugen im Jahre 1927 218.000 Pfund, im Jahre 1937 brutto 500.000 Pfund. Der Redner erinnerte an die große Rede des verewigten Oberrabbiners Chajes anläßlich der Zehn-Jahres-Feier der Balfour- Deklaration, in der er darauf hinwies, daß die Balfour-Deklaration den Judenstaat bedeutete. Diese Ansicht wurde durch die Peel-Kommission nach zehn Jahren zur Gänze bestätigt. Sodann ergriff Direktor Viktor Kellner das Wort zur Schilderung der Persönlichkeit des verewigten Oberrabbiners Dr. Zwi Perez Chajes. Er schilderte in einer in Form und Inhalt geradezu vorbildlichen Darstellung die vielseitige Persönlichkeit Dr. Chajes’ als Lehrer, als Wissenschaftler, als treuen Sohn des jüdischen Volkes, als echten Freund der Jugend, als den Mann, der an die Zukunft des jüdischen Volkes unerschütterlich glaubte und dessen Leben nur dem Volke und seiner Renaissance gehörte. Zum Schluß gelangte der „Luach 5696“ von Malka Locker zur Aufführung, der von Prof. J e s e n e r inszeniert worden war und für den Dr. Alfred Werner den Prolog geschrieben hatte. Die Musik schrieb Herr Wilhelm G r ä t z e r, die deutsche Übersetzung besorgte Michael Kienbein. Die Regie führte Siegfried Hacker. Die ausf ährenden Jugendgruppen waren: Akiba, Haschomer Eaaati, Hasohomer Hazair, Makkabi-Hazair, Mirjam, Nachmania, Ne* zach. Die Fortsetzung der Konferenz Am Sonntag, den 7. d., findet im Sitzungssaal des Zionistischen Landeskomitees, Wien, I., Maro-Aurel-Straße 5, die diesjährige T a*