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Die Stimme · 1937-10-27 · Heft 688 (27.10.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 688 (27.10.1937)
Date
1937-10-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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S#lt» 4 Nürnberg. — Aus den Hügeln, Rebenhängen und Wäldern Frankens stieg sie auf, die Stadt mit ihren grauen, steilen Türmen und tausend spitzen Giebeln; stolz, hart und versunken bot sie sich dem Beschauer dar, der, von ganz anderen Bildern bedrängt, hier ankam. Hinter ihm lag Berlin, das fiebertolle und hungerkranke Berlin von 1932, das Schweigen der zähen, dunkeln Reihen vor den Arbeitsämtern und der Massenschrei der Versammlungen, stumme Schläfer auf den Bänken im Tiergarten, das Geheul der Polizeisirenen. Gab es das alles auch in dieser Stadt? Man vermochte es nicht zu glauben. Während man die dunkle Wölbung des efeuumwachsenen Tores durchschritt, war es, als bleibe alles Gegenwärtige jenseits der alten Ringmauer. Man ging durch enge, dunkle Gäßchen, dämmrige Winkel, zwischen schmalen, hohen Häusern, schräge bedacht und bunt beschildert, seltsam verziert, man blickte von den wuchtigen Steinbögen der Brücken hinab in das grünschwarze, unbewegte Wasser der Pegnitz, man saß unter den Weiden der Burgwälle und die Stille rührte einen an, sanft und verwandelnd. Man stand auf weiten, hellen, sonnenbeschienenen Plätzen, aus denen Brunnen wuchsen von spröder Anmut und tiefer, reiner Einfalt der Formen; man stand vor der dunkeln Wucht der Dome ihren harten, klaren Bogen und dem geheimnisvollen Gespinst ihrer Kreuzrosen. Man schaute, schaute und wurde nicht müde und nicht satt: das steinerne Blütenwunder des Sakramenthäuschens, das lebende, atmende Holz der Veit-Stoßfiguren, die schmiedeiserne Pracht des Sebaldus-Grabes. Und dann die beiden kleinen, finsteren, dumpfen Stuben, in denen Albreeht Dürer lebte, stets gebeugt unter der zu niedrigen Decke, wie zu lesen stand, und daneben sah man eine Welt, die er hier in ihrer Farbe, Weite und Fülle gebildet hatte. Stunden und Stunden wanderte man umher, wie im Traum. . . Wo war die Zeit, ihre kranke Rastlosigkeit, ihr verstörtes Gelärme, ihre drohenden Schatten? Dieser Zeit schien sich die Stadt entgegenzustemmen, mit ihren mächtigen, ver- Die Ausgrabungen von Lachisch dentistischer Betätigung vom rumänischen Gericht zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden ist, die er auch abgeeeesen hat. Die Magyaren, für die er gelitten hat, antworten auf seine sechs Jahre in Ungarn und in Siebenbürgen mit Ohrfeigen und mit dem Zurtickstoßen der ausgestreckten Hand . . . Andreas Arato ist noch jung und schon darum kann schämen Da» dritte Nürnberg man ihm nicht böse sein. Mich hat,' ehrlich gesagt, die Lektüre des Artikels erschüttert. Und ich bin nicht nur denen böse, die tot Andreas Arato den Kopf verdreht haben, ich bin auch uns selbst böse, weil wir uns so manchen Andreas Arato entgehen lassen. So lange junge Juden so sprechen, müssen auch wir uns Jehuda. witterten, grauen Quadern, mit all ihrem Bau- und Bildwerk, mit ihrer ernsten, strengen, gläubigen Schönheit und ihrer heiteren, holden, märchenhaften Versponnenheit. Nürnberg — als das deutsche Gesicht, als das echte, unverstellte, trotz aller Wirrnis und Verzerrung, rein und klar bewahrte, begriff man sein Bild und gab ihm Liebe. Man war Jude, doch das hatte kaum Gewicht damals. Konnte das dieser Liebe entgegen sein? Vermochte es zu hindern, daß man glaubte, kraft des Rechtes solcher Liebe, teilzuhaben an den Domen und Brunnen, an den Bildern und Figuren, an ihrem Wesen und Sinn? Das schien keine Frage, nicht einmal eine Frage, damals. Doch die Zeit steht nicht still, ein efeuumwachsenes Tor und eine alte Ringmauer halten sie nicht auf und sie hatte sich lange wohl schon eingenistet zwischen den grauen Quadern, in den dämmrigen Winkeln. Nürnberg. — Wie ein Ring liegen um die stolze, harte, versunkene Stadt tausende von Zelten, ziehen sich neue, breite Asphaltstraßen, dehnen sieb weite Paradeflächen, erheben sich gewaltige Hallen; die Türme, die Giebel, das graue Gestein, sie verschwinden unter der grellen Mauer von Fahnen, Wimpeln, Anschlagkasten, Plakaten; durch die dunklen, engen Gassen, über die weiten, hellen Plätze, da marschiert es, Stiefel an Stiefel, Uniform an Uniform, Kinder, Männer, Frauen, Kolonne um Kolonne; in die Stille hinein hallt der Takt der Schritte, schmettert die Blechmusik, sausen die schweren Kraftwagen, surren die Flugzeuge, und all das übertönen die Stimmen aus den dröhnenden Lautsprechern. Und was hat jenen Ring um die Stadt aufschießen lassen, was bewegt die Kolonnen: Haß; was künden die Fahnen, die Musik, der Marschtritt: Haß; was rufen die Stimmen aus den dröhnenden Lautsprechern: Haß; wem dient die ganze ungeheure, vieltausendgliedrige Maschine: nur dem Haß. — Nürnberg, dieses, sein Bild steht nun nah, deutlich und lebendig neben dem anderen, das fern und blaß wird. Und I RUNDSCHAU I AN JENER STELLE DER KÄRNTNER- STRASSE, die zum Zentrum deutscher „Verkehrs“-Werbung geworden ist und infolge des Benehmens der Weißbestrumpften ein schwerer Schaden für unseren eigenen Fremdenverkehr zu werden drohte, weil Fremde gern unbehelligt durch die Straßen der Städte ziehen wollen, in denen sie zu Besuch sind — an jenem Brennpunkt Wiener Lebens also ereignete sich, als noch ein großes Porträt in der Auslage prangte, dieser Tage folgende Szene: Es standen zwei sehr südlich aussehende Herren vor dem Bild und unterhielten sich in einer fremden Sprache. Sie fielen z~ü patrouillierenden Weißbestrumpften auf, die sich „unauffällig“ an sie heranmachten und krampfhaft die Ohren spitzten, um etwas von den zweifellos sehr üblen Dingen aufzufangen, die die beiden Herren da, lebhaft gestikulierend, sagten. Aber ee war nichts zu verstehen. „Höret, die reden mir scheint hebräisch“, sagte der eine, „i versteh’ ka Wort.“ Resigniert meinte auch der andere, es könne sicher nur „palästinisch“ sein, denn welche Sprache könnten Menschen, die so anesehen, schon reden?! Da kam ein dritter Herr, ebenfalls sehr mediterran aussehend, dazu Jetzt kriegten unsere Weißbestrumpften aber etwas zu sehen, daß ihnen, wie man im Land ihrer Sehnsucht und Begeisterung zu sagen pflegt, glatt die Spucke wegblieb. Die Herren grüßten einander, indem sie die rechte Hand emporstreckten! Die Burschen schauten eine Weile wie erstarrt drein. Diese Frechheit, dieser Hohn! Dann lief der eine weg, um alsbald mit noch zweien zurückzukommen. Nun drängten sich die vier an die diskutierenden und gestikulierenden Fremden heran. Die drei, die anscheinend in sehr wichtigen Angelegenheiten konferierten, hatten die Burschen bisher nicht beachtet. Überrascht sahen sie sich plötzlich von vier fremden, vor Aufregung roten Gesichtern, in denen die Augen unheildrohend blitzten, umzingelt. Die Passanten, von denen einige stark belustigt die Entwicklung der Dinge beobachtet hatten, machten Platz, um die kommenden Ereignisse nicht zu stören. Aber es geschah nicht viel. Nur so viel, daß der eine der Fremden seinen Fuß hob und damit dem lästigsten der Weißbestrumpften einen Tritt versetzte. Diese Bewegung begleitete er mit einem aus zwei Worten bestehenden Ausruf. Der lautete: „Porco Dio!“ Das ist nun ein Ausdruck, den auch der erkennt, der sonst keine Ahnung von mittelmeerländische® Dingen hat. Daß auch sie über dieses Minimum an Spracbkenntuissen verfügten, bewiesen die Weißbestrumpften im nächsten Augenblick, indem sie nicht mehr da waren. DIE WARSCHAUER TECHNISCHE HOCH¬ SCHULE hat, wie gemeldet wurde, das-System der Ghettobänke eingeführt. Aus diesem Anlaß hat, wie berichtet, der Sohn Michael Wawelbergs, des jüdischen Stifters und Gründers der Anstalt, einen offenen Brief an den Rektor gerichtet, in dem er gegen die Brutalisierung der jüdischen Hörer protestiert. Der Brief wird natürlich keine Folgen haben, höchstens unangenehme Folgen für den Schreiber. Bestimmt wird sich der Antisemitismus nicht schämen und er wird weder die Verfolgung der jüdischen Hörer einstellen noch werden die nichtjüdischen Hochächüler etwa in einer Aufwallung des Eassenstol'zes erklären, daß sie in Hinkunft von der jüdischen Stiftung nicht mehr Gebrauch machen wollen. EIN MAGYARO-JUDE aus Siebenbürgen schreibt in einem Zeitungsartikel über seine Stellung zum nationalen Problem folgendes: „Wir fühlen uns selbstverständlich und einfach als säebenbflrgische Magyaren jüdischen Glaubens und indem wir die uns wegen unseres Judentums zukommenden Ohrfeigen buchen, sagen wir: aus Wut und Leidenschaft können wir doch nicht Zionisten sein und für Palästina schwärmen Uns bedeutet das Magyarentum nicht materiellen Nutzen, wir verlangen nichts, wir wollen nur geben und wir geben auch, bis man auf unsere ausgestreckte Hand schlägt. Aber auch dann ziehen wir unsere Hand nur zurück, aber uns anderswohin wenden oder anderen geben, das können wir nicht, denn das wäre falsch, das wäre gezwungen, das wäre eine Lüge.“ Der Briefschreiber ist ein junger Mensch, der wegen magyarisch-irre- Seit fast hundert Jahren bemühten sich Archäologen, Lachisch, die Festung des alten Judäa, zu finden. Vor 33 Jahren glaubte der berühmte englische Archäologe Flinders Petrie, in dem von ihm untersuchten Hügel Tel-el-Hesi das alte Lachisch gefunden zu haben, besonders als eine keilförmige Tafel ausgegraben wurde, die in derselben Sprache abgefaßt war wie die Funde von Tel-el-Amana, in denen Lachisch öfters erwähnt wird. Einige Jahre später begann der englische Forscher Starkey seine Grabungen an einem anderen Hügel in Judäa, Tel-el-Duweir. Es gelang ihm, die Festung bloßzulegen, die in ägyptischen Dokumenten aus der Zeit vom Beginn des zweiten Jahrtausends vor Christi erwähnt wird, eine große Rolle beim Einbruch der Israeliten in Kanaan spielte, dann von Sanherib erobert und von Nebukadnezar niedergebrannt wurde. Schichten auf Schichten wurden bloßgelegt, die auf eine Geschichte der Stadt von 1200 Jahren hinwiesen, und man fand auch Dokumente in hebräischer Sprache aus der Zeit der Propheten, die ersten in ihrer Art. Diese Dokumente wurden von Professor Harry Torczyner von der hebräischen Universität in Jerusalem entziffert. Sie sind entweder mit einer Feder oder mit einem scharfen Tonscherben auf Ton geschrieben und stammen aus der Zeit Nebukadnezars. Es handelt sich um Berichte von Offizieren der Vorposten an den Kommandanten von Lachisch und erzählen außerordentlich lebhaft von der Geschichte bei Jeremias, Uber den Propheten Uriah, der Botschaften verbreitete, „die nicht gut sind und die Hände des Landes schwächen“. Ungefähr 100 Zeilen wurden entziffert. Sie weisen verschiedene Handschriften auf, ein Beweis, daß das Schreiben damals schon eine verbreitete Fertigkeit war. Es handelt sich um eine blumenreiche Sprache im biblischen Hebräisch. Dem Charakter nach sind die Schriftzeichen unmittelbare Vorläufer des samaritanischen Hebräisch unserer Zeit. Die „Briefe von Lachisch“ wurden von Professor Torczyner veröffentlicht Die Scherben wurden zusammen in einem Raum unterhalb eines persischen Hauses gefunden, das auf den Ruinen der von Nebukadnezar zerstörten Stadt stand. Außerdem wurden die Mauern und die Tore der Festung ausgegraben, die aus der Zeit der Hyksos-Könige in Ägypten stammten (1700 his 1500 v. Chr.), dann der Grundriß und Trümmer von ägyptischen Tempeln, ferner Gräber aus der Zeit der achten und neunten Dynastie (1650 bis 1200). Im vergangenen Jahr fand man, abgesehen von Schmuckstücken auch Skarabäen und Siegel. Einer trägt die Inschrift: „Gedaljah, der Vorsteher des Hauses.“ Er stammt möglicherweise von dem ersten jüdischen Gouverneur nach der Zerstörung des ersten T •-'eis. Schließlich wurde unter der verbrannten Schichte ein Platz bloßgelegt, der uns das Bild einer jüdischen Stadt gibt Der Platz ist von Geschäften umgeben, in denen man noch Waren fand. Da gab es einen Töpfer, einen öl- und Weinhändler. Im Geschäfte eines Webers fanden sich noch die Gewichte des Webstuhls zusammen mit einem Trog zum Färben der Wolle. In einem anderen Laden _ fand man Schleudersteine, wie sie die arabischen Kinder jetzt benützen, und Geräte, wie sie heute noch bei den arabischen Bauern zu sehen sind. Es ist zu hoffen, daß weitere Ausgrabungen in Lachisch noch wertvolle Funde zutage fördern werden. nun ist es vorbei mit der Fraglosigkeit. Man fragt, fragt und findet kein Ende. Welches von den beiden Bildern ist wahr? Wie konnte das eine und das andere wachsen auf demselben Grund? Wie ist es mit dem Recht, der Liebe und des Teilhabens an jenem blassen, fernen Bild bestellt, einem Recht, das von dem deutlichen, lebendigen* nahen mit der ganzen Kraft seines Hasses bestritten wird? Und über all den Fragen bekommt die eine wieder ihr volles Gewicht, die man sich so lange zu leicht machte: Das Judesein. Und als man sie auf den Schultern spürt, die schwere und stolze Last, da fängt man sich an zu erinnern. Denn der Jude muß immer zuerst zurttckgehen, wenn er sich selbst finden will Nürnberg. — Die Burg, noch nicht von Weiden umwachsen, wehrhaft, drohend hockt sie mit ihren steilen Bastionen und fensterlosen Rund türmen über der Stadt. Aber nicht die Fahne des Burggrafen oder des Reiches weht in diesen Tagen von der Zinne. Die sich hier mit ihren letzten Kräften verschanzt haben, besitzen und braudien keine. Ein kleiner Haufen bleicher, bebend entschlossener Menschen, gegen die das ganze Frankenland ringsum aufflammt, in Mordlust und Raubgier. Rindfleisch heißt der Mann, der die Brandfackel führt, der aufgerufen hat, das gottverfluchte Geschlecht der Fremden vom Erdboden zu vertilgen. Schon brennt es lichterloh in Rötungen, in Würzburg, in allen Städten. Main auf- und abwärts, und wie in den anderen Orten, so sterben die Menschen auch hier in der Burg: Die Männer mit der Waffe, die Kinder durch die Hand der Mütter, die Mütter durch die eigene. Es waren Juden, die hier so starben, vor vielen hundert Jahren. Ein sandiger Plan, in der Nähe der Stautmauei, umdrängt von zügellos erregter Menge, mit Kreuzen, Kirchenfahnen und Geißeln. Fromme Gesäuge ertönen, von ferne knarren die Pestklappern dazwischen. Ein Scheiterhaufen ist getürmt, auf ihm winden sich gequälte Leiber. Das sind jene, die stets die Schuld tragen müssen, für alle Not, alle Verwirrung der anderen. Heute lastet man ihnen den schwarzen Tod an, der in der Stadt wütet, morgen wird ihnen eine neue Bürde aufgeladen werden, ebenso grund-, wähl- und urteilslos. Es waren Juden, die hier so verkohlten vor vielen hundert Jahren. Auf einem hellen, weiten Platz, wo sich heute eine schöne Kirche erhebt, Paraden abrollen: die Synagoge. In ihr vor den Schöppen der Stadt vergammelt die Gemeinde derer, die immer wieder ähre Wohnstätten aufschlagen am Rande des Vulkans, Ist der Ausbruch vorüber, sammelt sich der Rest und beginnt zäh und geduldig von neuem um einen schmalen Streifen Lebensraum, einen schmalen Streifen Wurzelboden, um das Traumbild einer Heimat zu ringen. Doch auch damit ist es jetzt vorbei. Vor Rat und Schöppen der Stadt müssen sie feierlich schwören, binnen kurzer Frist auszuwandern und nie zurückzukehren. In denselben Tagen, geschieht es, da Stoß, Viecher, Dürer schaffen, da eine neue Zeit anhebt Für die hier in der Synagoge gibt es keine neue Zeit, nur ein immer gleiches Schicksal. Und so ziehen sie, lassen hinter sieh ihre Häuser und Gärten, ihre Tempel und Gräber und jenes blasse Traumbild einer Heimat; haben vor sich nichts als die Straße und eine randlose Fremde. Es waren Juden, die von hier so ins Randlose wanderten, vor vielen hundert Jahren. Nürnberg. — Diese fernen, einst vergessenen Bilder sind uns jetzt nah und wirklich. Nein, nicht Dome und Brunnen, nicht Bildwerk und Figuren, nicht Schönheit und Traum — Blut, Asche, Tränen, das ist unser Nürnberg. Kein Haß kann uns das Recht darauf bestreiten. Das Nürnberg von gestern grüßen wir, aber es gehört nicht uns und wir nicht ihm. Das Nürnberg von heute kennen wir und fürchten es nicht; denn wir wissen wieder, woher wir kommen und wohin wir gehen, wir wissen wieder um den schmalen, steinigen Weg der Treue und Erlösung. Gesellschaf tsaben d des J. K. J. Noch vor Eröffnung seines neuen Klubheims veranstaltet der Jüdische Klub der Jungen (J. K. J.) zu Beginn seiner neuen Saison einen großen Gesellsehaftsaibeod. Dieser findet am Samstag, den 30. Oktober d. J., um J-$9 Uhr abends, im Goldsaal des Cafö Silier, Schwedenplatz, statt. Aus dem reichhaltigen künstlerischen Programm seien erwähnt: Trude Roth, Kurt Bry und die Theatergroppe des J. K. J. Zum Tanz spielen die Elite KMdies. Feierliche Eröffnung der Landeskonferenz des Keren Ka|emeth: MiHi»rrKm.tr„ro^fLhw.r>.nb^pi«i> 1 {Adolf Bfthm, Direkter Dr. Viktor Kellner, Aufführung »Luadi 5696«)

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