Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 685 (20.10.1937)
- Date
- 1937-10-20
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Salt« 2 Wien, Mittwoch, SO. Oktober 1087. — Nr. 688. vention der auswärtigen arabischen Staaten geduldet hat Die zionistische Organisation kann dies nicht berühren. Der Jischuw hat alle Angriffe abgezehrt, er hat wieder Todesopfer au beklagen und die jüdische Bevölkerung, die mitten ln ihrer friedlichen Arbeit von dem neuen überfall heimgesucht wird, bleibt auf ihrem Entschluß, ihr Recht nicht einschränken zu lassen. Äußerungen des Bundeskanzlers Das Brüsseler Blatt „Llndependanoe Beige“ veröffentlicht ein Gespräch des Chefredakteurs Fast mit dem Bundeskanzler Dr. von Schuschnigg über österreichische Fragen. Nach dein bisher ln Wien vorliegenden Bericht hat der Bundeskanzler auf die Frage nach der Stellung der Juden in Österreich erklärt, man müsse unterscheiden zwischen den in Österreich ansässigen und den fremden Juden, die z u g ewandhrt seien. Das sei aber so wie überall ein Problem der Nationalität bezüglich der zugewanderten Juden und nicht ein solches der Rasse oder der Konfession. Die hier ansässigen Juden unterlägen keiner Diskriminierung. Die Äußerung ist ziemlich unklar wieder* gegeben und der genaue Wortlaut ist abzuwarten. Doch muß darauf hingewiesen werden, daß die meisten der „zugewanderteu Juden“ durch Option Staatsbürger geworden sind, ebenso wie die aus den Sukzessionsstaaten nach Österreich gekommenen Christen. Eine Änderung des Standes wäre nur nach einer Revision des Friedensvertrages möglich. Eine gesetzliche Diskriminierung ist ausgeschlossen und die Bundes regierung wahrt allen diesbezüglichen Bemühungen gegenüber ihre korrekte und verfassungstreue Haltung. Doch greift im wirtschaftlichen Lebern die antijttdische Bewegung, angestachelt durch fremde Einflüsse, um sich und dde jüdische Bevölkerung muß immer wieder die Regierung auf diese Praxis des Alltags aufmerksam machen. Von weiterem Interesse ist die Erklärung des Bundeskanzlers, daß die Frage der Restauration nicht aktuell ist. Schließlich sagte Dr. von Schuschnigg: „Ansehluß? Nein! Absolut und sehr, klar: Nein! Unsere Rasse, unsere Sprache, unsere Kultur und unsere Geschichte sind deutsch. Das ist sicher. Aber Deutschland ist ein Land und Österreich ist ein anderes Land. Wir wollen den Anschluß nicht, und unter keinem Vorwände. Wir halten vor allem an unserer unbedingten Selbständigkeit fest, an unserer vollkommenen Unabhängigkeit. Die Ideologie der beiden Länder ist v e r s o h i # den, so daß von einer Fusion nicht gesprochen werden kann. Die Österreicher sind fest entschlossen, ihre Ideologie nicht aufzngeben. Wir unterhalten gute Beziehungen mit allen Nachbarstaaten, wir wollen als guter Freund an der Seite Deutschlands leben und Berlin j weiß das auch sehr wohl-“ Importierte Bodenständigkeit und blutmäSIge Geistesauslese Von Zeit zu Zeit verkünden die Führer der verschiedenen autoritären Großmächte] zur Beruhigung des Auslands, daß ihr Re-j gienmgsaysteo kein Exportartikel sei. Da*' gegen ist noch keinem jemals eingefallen, zu erklären, daß Bodenständigkeit kein Importartikel ist Auf den ersten Blick erschiene eiDe solche Erklärung auch absurd und überflüssig. Denn was könnte sieh selbst als größeren Widerspruch im Begriffe deklarieren, als importierte Autarkie des Blutes? Wie verhält es sich aber damit in der Bücken wir ins Dritte Reich, dessen fundamentaler Staatebegriff die Verbundenheit von Blut und Boden ist: Als Mussolini jüngst nach Deutschland kam, oblag seine offizielle Begrüßung an der Grenze des autarken Staates einem — Ägypter, dem Herrn Heß aus Kairo. Dieser führte ihn bei dem Österreicher Hitler ein, der ihm als seine bewährtesten Mitarbeiter bei dem Aufbau des ,,Blnbo“-Reiches den Brasilianer Darrt und den Balten Rosenberg vorstellte, so daß der Duce später] beim Anblick der vieltausendköpfigen Volksmenge, die zu seinem Empfange die Straßen füllte, gesagt haben soll; „Na, hoffentlich sind wenigstens da ein paar E i ngeborene darunter!“ Im kleinen Österreich stebt es in dieser Hinsicht nicht anders. Die lautesten Ver-j fechter der Bodenständigkeit sind hierzu- Aus der Häuslidikeit der polnischen Antisemiten Aus Warschau wird uns geschrieben: In seinem Streben, die nationaldemokratische und die nationalradikale Jugend für seine Einheitsfront zu gewinnen, betraute Oberst Koc den Führer der aus dem radikal-nationalistisohen Jugendbund ausgeschlossenen faschistischen Jugend gruppe Faiaas, Rutkowsky, mit der Leitung ] des Jugendsektors der Einheitsfront. Er gab dem Chef des Jugendsektors vollkommen freie Band, was Rutkowsky Gelegenheit gab, sieh im Namen des Obersten Koc öffentlich zum wüstesten Antisemitismus zu bekennen. Eine seiner ersten Taten nach der Gründung des ,Bundes des Jungen Polen“, der den Jugendsektor der Einheitsfront darstellt, bestand darin, sofort bei Beginn des Schuljahres an der Technischen Hochschule ' i Warschau antisemitische Exesse zu organisieren. In der letzten Zeit wurde «ul Rutkowskys Betreiben der Jugendsektor des Obersten Koc immer mäir der Kern aller antisemitischen Propaganda, Vor allem wandt« sich Rutkowsky g«g«n die jüdischen Bucbhandlungen. Die sogenannten „Schutzabteilungen“ des „Jungen Polen“ trieben sich tagelang vor den jüdischen Buchladen herum, um Käufern den Zutritt zu verwehren. Aber Rutkowgkys Aktion brachte_ tragikomische Verwirrung ins Lager der Warschauer feeobietisehen Jugend. Bisher hatte die natkmalradikale oder die nationaldemokratische Jugend das Alleinrecht au! antijüdische Exzesse gehabt. Dieses Monopol raubte ihnen Rutkowsky, der Abtrünnige, der zu Koc übergeiaufen war. Deshalb begann ihre Presse eine wütende Kampagne gegen das konkurrierende „Junge Polen“, wobei das Organ der Radikalen, „ABC“, den [Ton angab. Die Angriffe verschärften sich Srfich Eines Tages antwortete darauf das unge Polen“, indem eine der Schutsabteilungen einen Sturm auf die Redaktion des „ABC“ unternahm, nachdem das Gebäude von allen Seiten umzingelt worden war. In der Redaktion wurde altes kur? und klein geschlagen. Einige Stunden später erhielten alle anderen Zeitungen ein CommuaiquA in dem das „Junge polen“ erklärte, es habe „eine Strafexpedition gegen die Redaktion de» ,ABC‘ unternommen, und zwar im Zusammenhang mit den fortwährenden Angriffen dieses Blattes.“ Die Mitteilung war mit „Schuteabteilung“ unterzeichnet. Am darauffolgendes Sonntag gab aa drei Bombenanschläge, die alle den „Jungen Polen“ zugeschrieben werden, incr gegen einen sozialistischen Aufzug, lande Imigranten ans Zilin upd Podjebrad und man ist durchaus berechtigt, das jüngst vom Bundeskanzler Dr. Bchuschniggj in einer Versammlungsrede ausgesprochene Urteil, daß Emigranten nirgends eine glückliche Politik machen, auch auf diese Harren zu beziehen. Vor kurzem hatte sich das österreichische Bundeskanzleramt mit dem Projekt des ungarischen (!) Staatsbürgers Emil Ritter v. Meißner zu befassen, der in Österreich eine deutsche Wanderbühne Pflege bodenständiger Theaterkultur gründen will. Auf Grund eines polizeilichen Gutachtens wurde diese Gründung nicht gr stattet, weil die Behörde „Anlehnung an d] Ideenrichtung des Nationalsozialismus, also einer Partei, die in Österreich als staatsgefährlich verboten ist“, besorgte. Der Bundesgerichtshof hat aber jetzt der Beschwerde des Abgewiesenen Folge gegeben mit der Begründung, daß in jedem einzelnen Falle einwandfrei geprüft worden müsse, ob wirklich Grund zur Annahme staatsfeindlicher Tendenzen vorliege. Gerade da# ist aber in bezug auf Kunst, die auf Wiener Boden von Leuten aus Ungarn produziert wird, keineswegs leicht. Wir haben ja schon unsere Erfahrungen mit der einstigen „Budapester Orpheumgesellscbaft“. Daß sie dem Antisemitismus Vorschub leistete, nicht zu leugnen. Trotzdem wäre es Zeit ihrer Blüte niemandem eingefallen, sl« ) o s i t i v e r Anlehnung an die Ideenwelt [es Nationalsozialismus oder, wie man damals sagte, des rasseurelnen Alldeutsch turne zu verdächtigen. Und doch sind aus diesem Ensemble nicht nur heutige Größen der nazistischen Filmkunst, wie Hans Moser, hervorgegangen, sondern der Sohn Heinrich Eisenbaehs hat es sogar zum S.-A.-Stan4artenfübrer gebracht, jjg ist dies wohl ein besonders eindrucksvoller Beweis für die Gefahren, die sieh hinter' eingeschleppter Bodenständigkeit bergen, Gefahren, die wohl nur deshalb so üppig in die Halme schießen können, weil die Gralshüter der Hakenkreuz-Ideale vorläufig ihre Wachsamkeit auf ein anderes Gebiet konzentrieren: das der blutmäßigen Überprüfung der bisher für die deutsche Kunst] als repräsentativ gepriesenen Geistesgrößen- Diese Überprüfung erfolgt durchaus nieht bloß vom Rassenstandpunkt, sondern auch von allgemein-hygienischen Gesichtspunkten aus und hat schon einige sensationelle Resultate gezeitigt. So veröffentlichte jüngst die „Deutsche Allgemeine Zeitung“ recht) beachtenswerte Enthüllungen über Franz' Schubert: „Gewöhnlich wird Schubert nach seinem Geburtsort Lichtental bei (i) Wien für einen Niederösterreicber gehalten. Die Ahnenforschung hat aber ergeben, daß] er rein sudetendeutsohen Blutes ist.“ Das Blatt nennt einen Ort in der Tschechoslowakei, wo noch heute Angehörige der Familie Schubert als kerngesunde Erbbauern leben. Der Liederkampoaiet war leider nicht kerngesund, sondern starb in jugendlichen Jahren als Opfer einer vermutlich durch erbliche Belastung erworbenen Krankheit, Er stellt also aas entartete Produkt rassenscbädlicher Familien* entwicklung dar, und der Ruhm, den er bisher als Schöpfer einer, wie sich nunmehr zeigt, entarteten“ Kunst genoß, gebührt von rechtawegen seinen erbbiologisch einwandfreien Verwandten im Sudetenland. es Wolfgang von Goethe ebenso ergeht Ein Hamburger Univergitätaprofeseor der Psychiatrie hat entdeckt daß der bisher als der größte deutsche Dichter Gefeierte nicht nur selbst Alkoholiker war, sondern auch seine Frau Christiane zum Trinken verleitete. „Er war ausgesprochen cyklothym, hatte Zustände hypermanischen Schaffensdranges und andere schwerster Depression. Sein Vater war ein schrulliger Sonderling, seine Schwester wurde geisteskrank, wahrscheinlich bat auch seine Mutter, die immer Adele, leicht bypermanische Frau Aja, gern ein Gläschen getrunken.“ Von seinen Kindern gilt dies sogar ziemlich bestimmt Sie starben alle frühzeitig in Folge von Säuferj degeneration. Wie man sieht, eine nette* 1 Familie! Und deren Mitglied wurde bisher als ein ragender Gipfel im deutschen Kunstleben gewertet! Das war die Folge der verijudetea Kunstkritik! Ein abschreckendes Beispiel... ’■ Welch ein Glück für die deutsch« Kultur, daß der Nationalsozialismus endlich reinigend in diesen Augiasstall eindrang! Er sorgt nicht nur verdienstvoll für die Entlarvung falscher Götzen im Bereich der Kunst, sondern auch für deren Ersatz durch wirklich gediegene Größen. Mag Goethe fallen — dafür steigt Horst Wessel zum wahren Idealbild deutscher Dichtkunst empor- Sein dreißigster Geburtstag war jüngst der Anlaß für di« ganze gleiehg »schaltete Fresse, ihm endlich jenen Plate im deutschen Musenhain zuzubiHigeu, den ihm der frühere Einfluß der Juden zugunsten erbkranker Seheingrößen vorenthalten batte. Er litt nicht an hypermanischem Schaffensdrang, sondern hat sein Parteüted, durch das er unsterblich wurde, den gesunden Natur- Instinkten seiner Weltanschauung gemäß' einfach — susammengetragen. Das tat nicht etwa das Urteil jüdischer Mißgunst, sondern die Feststellung eines ordentlichen Gerichtshofes tm Dritten Reiche. Dieses für Nationalsozialisten einwandfreie Forum kam m dem Ergebnis, daß sich das „Horst-Wessel- Lied“ aus Teilen der Gassenhauer „Fischer und »ein Liebchen“, „Seefahrt in Afrika“ und „Der Mann, der in »eine Heimat reisen wollte“, zusammansetze. Es sei ein Plagiat, da es aber in der jetzigen Fassung mit einer; bestimmten Stimmupgsabsicht gesungen werde und einen politischen Charakter kommen habe, könne man es als Originalwerk anspreoheu. Wohingegen der jetzt als erbbiologisch entarteter Säufer erledigte Goethe bekanntlich die Ansicht vertrat: „Politisch Lied — ein garstig Lied!“ Schon an diesem einen Beispiel zeigt sich, wie' weit der entthronte Weimarer Olympier von dar wahren Erleuchtung nordischen Waihallagektes entfernt war. Zum Glück schreitet die Aufklärungsarbeit des Hakenkreuzes langsam, aber sicher fort. Leider fehlt es dabei nicht an bedauer lieben Rückfällen. Sogar ein so geeichtes Organ, wie die „Essener Nationale eitang“ pries jüngst als einen historischen Vorzug des Hauses, in dem Mussolini in Berlin gewohnt hat: „In diesem Hause spielten vor einem kunstverständigen Publikum Liszt] und _R u b i n s t_e i u.“ Also zwei Nichtarier: ein Magyar und »opr ein Jude, als Ob*, jekte deutschen Stolzes, mit denen das Görlng-Blatt da paradiert! Da hat offenbar . j der „Scheibenwischer“, sonst den Au*-, Die Österreicher, die sich nur schwer in | blink der Essener fchriftleiter auf die jü-, diese Degradierung eines ihrer Ltebltogel dlscbc Minderwertigkeit reinbäft, nicht gut ' fügen können, mögen sich damit trösten, daß' funktioniert... Dr, H. Sp. ' einer gegen das Lokal der jüdisch-sozialistischen Arbeiterorganisation „Bund“ und der dritte gegen die Druckerei des jüdischen Tagblattee „Piata Rano" Selbst konservative Zeitungen, die der Einheitsfront sympathisch gegenüberstehen, verurteilen nun das terrbristische Auftreten des Jugend sektors der Elnheit-sfront und »eine» Führers aufs entschiedenste. Darauf ist es wohl zurttckzuführen, daß in den letzten Tagen Hausdurchsuchungen bei der „Falanx“ und bei Mitgliedern dieser Organisation vorgenommen wurden.* Arrrparagraph im polnischen Aerzteverband Posen, 19. Oktober. (JTA.) Auf einer außerordentlich« gaasstutlichaa Kauferenz des Verbandes polnischer Ärzte, die auf Antrag der nationaldemokratisch«! Ärzte einberufen worden war, wurde eine Resolution angenommen, die das VeriMBdsstatut in der Richtung abäodert, daß künftighin Mitglieder des Verbandes nur mehr polnische Staatsbürger, die von Geburt «n der katholischen Religion «»gehören, werden können. Ärzte, die dieeen Bedingungen nicht entsprechen, können Mitglieder des Verbandes nur dann werden, wenn ein Sonderbeschloß des Zentralausschuases vorliegt. Die Jüdischen Mitglieder des Xrztev er bände«, eowie zahlreiche demokratische Mitglieder waren der Konferenz fern geblieben. Wie wird man Millionär? Kann man denn Millionär werden? Gewiß kann man es. In der neuen 38. österreichischen Klassenlotterie beträgt der Hauptgewinn 1 Million Schilling, welche in barem Gejde ohne jeden Abzug ausgezahit wird. Ferner sind zu gewinnen: S 200.000, 100.000, 60.000, 50.000 usw. Zweimal monatlich Ziehungen: A-Ziehungen in der ersten Monatshälfte und B-Ziehungen in der zweiten. Loepreise pro Klasse für A- und B-Ziehungen zusammen: V, Los S 6 —, H S 12'—, % S 24—, lU S 48---. Schon durch Zahlung des halben Losprejses, also mit S 3-— für % Los, kann man sieh an der A-Ziehung beteiligen. Beachten Sie die in unserer heutigen Auflage enthaltene Beilage der „Glückstelle Stein“ an der „Hohen Brücke“. Bestellungen auf Klassenlose aus den Bundesländern sind per Postkarte zu richten an dl«; „glücke stelle Stein“, Wien, I., Wiptfingerstraße 21, an der „Hohen Brücke“, wiener Filialen: I., Kärntnerstraße 34, H„ Taborstraße 20, VI., Mariaäilferstraßa 85, X., Favoritenstraße 101. „Kürschner“ streicht die jüdischen Namen In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung“ berichtet Otto Schmidt über den soeben im Verlag Walter de Gruyter & Co. in Berlin erschienenen „Kürschners Deutscher Literaturkalender“, 48. Jahrgang (1937/38), wie folgt: „Der neue Kalender ist rin ganz neuartiges Buch. Wurden doch in seinem SchriftstelJerverzeiehms die Angaben erstmalig auf die Namen beschränkt, deren Träger mit den Bestimmungen der Reiebssebrifttumskammer im Einklang stehen und zum größten Teil in Deutechiana selbst ihren Sitz* haben.“ Demnach wurden die Namen sämtlicher nlcbtarischer, sowie die der ausgewanderten arischen Schriftsteller ausgemerzt Trotz | vieler Neuaufnahmen Bank dadurch die Zahl der angeführten Schriftsteller von 10.000 im ] 47. Jahrgang auf 8500- PortuglesiiehM W«*k üh«r Antisemitismus In Lissabon iet dieser Tage ein stattliches Buch von Adoifo Benarus „O Antisemitismo“ erschienen. Es iet darin von der Leidenszeit der Juden in Spanien die Rede, von den gegen eie erhobenen Anschuldigungen, von den Härenen, von dem Schicksal der Juden in Portugal und im übrigen Europa, von den Ghettos und «chlieilioh von der Emanzipation. Die bürgerlichen und politischen Rechte werden behandelt, der Kampf um die vollständige Emanzipation, die Widerstände dagegen, daß ProWem der Konstituierung als jüdische Minderheiten. Ein ganzes Kapitel gilt dem Haß gegen die Juden. Die Freimaurer, die Assimilation, der Rituahnord, der Wucher und die Protokolle von Zion werden behandelt. E6 folgt eine Auseinandersetzung mit der Rasaenfrage, wobei besonder» interessant der Anteil der Juden an den portugiesischen Entdeckungen iet. Nicht vergessen fest das Jiddische und auch ein Kapitel über die Judentaufen fehlt nicht- Dem Zionismus ist ein besonderes Kapitel gewidmet Die dem Buch beigegebene Bibliographie zeigt, daß der Verfasser eich um vielseitige Dofcumen« tierung bemüht hat