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Die Stimme · 1937-10-13 · Heft 682 (13.10.1937) · page 4

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 682 (13.10.1937)
Date
1937-10-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Sei!» 4 Dil STIMMI Nt. 682. —Wien, Mittwoch, 18. Oktober 1937, roten Anstrich bi« Mannshöhe zu versehen, die Türen rot zu bemalen und Kleiderhaken anzubringen. Der Tischtennismeister In spe Durch den Speieeraum, in dem die Kinder in drei bis vieT Schichten ihre Mahlzeiten einnehmen, gelangt man in den S p i e 1 s a a 1, dessen eine Seite eine Bühne einninunt. Im Parterre, wo sonst die bald entzückte Kinderschar kleinen Theatervorstellungen oder Gesangsvorträgen lauscht, steht ein Plng-P Tisch, an dem gerade ein zukünftiger Matador des Tischtennis spielt, der kleine Josefsberg, Schüler der vierten Hauptschulklasse. Er hat, obwohl er das begreifliche Bestreben an den Tag legt, ebensolchen sportlichen Ruhm einzuheinisen österreichische Tischtennis-Meister mann, der gleichfalls Besucher der Tageßheimetätte war, den Ehrgeiz, wie er ver sichert, die Hauptschule gut zu beendet und dann... Ja, was dann? Welchen Beruf eoll er ergreifen? Wo findet ein jüdisches Kind heutzutage so bald die Möglichkeit, ein Handwerk zu erlernen oder als Praktikant unterzukommen? Zwei kleine Akrobaten Der kleine Josefsberg macht sich v< läufig darüber nicht viel Gedanken, aber noch weniger zerbricht sich das Zwillingspaar Korn darüber den Kopf. Diese beiden Schüler der dritten Volkaschulklaese, zwei reizende Knirpse, Söhne eines Arbeitslosen, haben vor dem Kopfzerbrechen überhaupt keine Angst. Sie machen Purzelbäume und Handstand, gehen in die Brücke, voltigieren übereinander, schlagen das Rad, daß es eine Lust ist, ihnen zuzuschauen. Zwei geborene Akrobaten. Der zartere von ihnen, der um ein halbes Kilogramm leichter ist aks sein Bruder, beweist staunenswerte Geschmeidigkeit und Wendigkeit. Aber geistig ist er auch so flink und schmiegsam, er ist ein guter Schüler. Der Leiter Piper strahlt übers ganze Gesicht, wenn er seine Schützlinge zeigt und sehen läßt, was sie alle® können und wie brav eie ihre Schulpflichten erfüllen. Vor allem aber ist er zufrieden, daß sie anständig futtern und ihn in seinem Bemühen unterstützen, Gewichtszunahmen zu erzielen. Bitte um gute Bücher Nur eine® macht ihm Sorgen: . Die Tagesheimstätte hat keine Bibliothek, die belehrende und unterhaltende Lektüre enthält. Und die Kinder sind doch so lesehungrig. Er wäre, sagt er, für jedes Buch dankbar, das man seinen Kindern zukommen ließe, in erster Linie selbstverständlich für gute jüdische Bücher, aber auch für andere, die Wissen vermitteln und den Horizont erweitern. Jeder aber, der das Heim besichtigt, fühlt Bedauern, daß nicht schon in mehreren anderen Bezirken Wiens nach dem Muster der Tageeheimetätte in der Aspernbrückengasse, um' die sich die Leiterin der jüdischen Fürsorge Fräulein Ros! Schwarz große Verdienste erworben hat, Heime für Kinder der leider so zahlreichen bedürftigen jüdischen Eltern bestehen. E. R. der Privatwirtschaft, die politische Situation natürlicherweise hemmend aus, so ist für die landwirtschaftliche Kolonisation, aber insbesondere für die nationale Kolonisation des Keren Hajessod, gerade diese politische Situation ein Ansporn. Wird dieses politische Verantwortungsgefühl zur beunruhigenden, treibenden Kraft Keren Hajessod-Aktion zusammen mit dem Keren Kajemeth in viel höherem Ausmaße als in normalen Zeiten zu einer politischen Rettungsaktion — kat exochen. Die politische Offensive der Araber gegen die Einverleibung des Nordens in einen jüdischen Staat ist nicht beendet. Sie beginnt jetzt erst recht. Das wichtige Argument in diesem Kampfe ist — das der Keren Hajessod-Aktion, so wird diese ist die Sprache der Tatsachen — der Be- Aktion — über die normalen, sozusagen sitzstand. Oft genügen Oasen, Stützpunkte, mechanischen Anforderungen des Tages Bestehen diese, dann kann die Politik hinaus — einen dreifachen Erfolg zeitigen, manchmal zwischen ihnen Brücken schlagen Dann werden Sie wie Soldaten das Bewußt- und so für unsere Zukunft größere, gesein haben, an den Grenzen des Judenschlossene Landesstreifen politisch retten. Staates in schwerer Zeit mitgewirkt zu Das gilt nicht nur für das Huleh-Gebiet, für haben. Diese friedliche Soldatenunsere neuen Punkte im Tal des Beth-Schan pflicht bleibt für uns als Keren Hajessod- und Jordan, aber auch für die weiteren Zahler bestehen, und zwar für jedepolidringenden Pläne, die dem Keren Hajessod tische Konstellation, gleichgültig dieser schicksalsentscheidenden Stunde 1 wie diese von den einen oder von den anvorschweben. Wirkt sich in der Stadt, in I deren beurteilt wird.“ Journalistische Falschmünzerei Im Kunsthistorischen Museum in Wien ist iit einigen Wochen eine Ausstellung „Gefälschte Kunstwerke“ zu sehen. Die ganze! gebildete Weit hat von ihr Notiz genommen und sie als das behandelt, was sie in Wirk-; lichkeit ist, nämlich als einen interessanten; und lehrreichen Einblick in den Unterschied; von echter und betrügerisch naehgeahmter Kunst. Eine Ausnahme macht nur der, anonyme Berichterstatter der nationalsozialistischen Zeitung „Bayrische Ostmark“. Denn er allein signalisiert Die staatsbildende Aufgabe des Keren Hajessod Der Präsident des W’eltverbandes der Allgemeinen Zionisten, D. J. Schwarzbart, richtete, wie wir bereits berichtet haben, an die Palästina tagung des österreichischen Keren Hajessod ein Begrüßungsschreiben, in dem die Größe der des Keren Hajessod gerade in der heutigen Situation noch harrenden wichtigen Aufgaben hervorgehoben wird. In dem Schreiben heißt es u. a.: Das Projekt der Teilung des Landes hat sich über unsere historischen Rechte leider hinweggesetzt. Die Teilungslinie deckt sich — ob wir nun wollen oder nicht — im großen und ganzen mit der Linie unseres faktischen Besitzstandes. Nur im Norden gelang es der Politik, die projektierten Grenzen über die Grenze unseres Besitzstandes hiuauszuschieben. Aus diesem Tatsaehenkomplex ergeben sich auch für unsere Keren Hajessod-Aktion wichtige Schlüsse. Der Beschluß des Völkerbundes verzögert die endgüRige Entscheidung. Gerade diese Verzögerung gibt uns die Möglichkeit, unseren Besitzstand zu vergrößern und dadurch die Entscheidung, die auf Grund unseres Besitzstandes fällt, noch in letzter Stunde zu korrigieren. Jeder neue Punkt, der jetzt im Lande aufgebaut wird, hat in erster Reihe politische Bedeutung. Dieser Umstand macht die gegenwärtige rl angeführten Liste einen Namen herausgreifen würde, um, gestützt auf ihn, das ganze Volk, dem er entstammt, als Fälschervolk zu verleumden? Würde dieser üble Herr ein solches Verfahren nicht als das bezeichnen, was es ist, nämlich als journalistische Falschmünzerei? Es ist eine unerquickliche Sache, sich mit solchen Schäbigkeiten zu befassen. Aber ein oder das andere Mal muß man es tun, Wien nach Bayreuth gerichtete Meldung sch0n um an einem eklatanten Beispiel dienstbeflissen mit der Überschrift „Juden nachzuweisen, wie das Kulturabkommen als Fälscher“. . _ _ : zwischen Österreich und Deutschland von Wie steht es mit dieser diffamierenden einer gewissen Presse erniedrigt und miß- Behauptung? Nun, an den ausgestellten, braucht wird. Fälschungen sind die verschiedensten Nationen Europas beteiligt, 14 Fälscher sind mit Namen genannt, unter ihnen ein Jude. Aber dieser Tatbestand ficht den ritterlichen Mann der Feder selbstredend nicht an. Im Gegenteil. Dieser eine Jude unter den 14 geirflj|.0| nannten und allen anderen, genauer nicht feststellbaren Fälschern gibt ihm den Durch die Zerstörung der Leitung in frechen Mut, die durch nichts erwiesene, Transjordanien, deren Schäden natürlich durch nichts erweisbare Verleumdung sehr bald ausgeglichen sein werden, leidet auszusprechen, daß „das Gebiet der allein der englische Ölanteil einige Tage, da Kunslfälsctaung großenteils eine jüdische der. französische Anteil vollständig durch Domäne“ sei. . j die Linie nach Tripoli aufgenommen wird. Um die Begründung dieser Lüge ist er; Pe“ samten englischen Ölbedarf kann die natürlich nicht verlefen. „Erblicken doch Leitung durchaus nicht decken. Wenn >" die Juden“, so schreibt er. „im Fälschen Haifa TaV"- “twa 9 T™ Oberhausmitglied Dr. Samuel Glücksthal gestorben Am 8. Oktober starb in Budapest Dr. Samuel Glücksthal, Mitglied des Oberhauses und Präsidentstellvertreter der Pester Israelitischen Kultusgemeinde, im 73. Lebensjahr. Dr. Glücksthal wurde'1903 zum Repräsentanten der Stadt Budapest gewählt und gehörte seither ununterbrochen der hauptstädtischen Munizipalversammlung an, die ihn 1927 in das Oberhaus entsandte und 1931 zum Stadtrepräsentanten auf Lebensdauer wählte. Tagung der österreichischen WIZO Zum erstenmal seit ihrem zwölfjährigen Bestände wird die österreichische WIZO- Föderation an Stelle einer einfachen Generalversammlung eine größer angelegte T ag u n g in den Räumen des WIZO-Heimes, Wien, I., Schottenring 25, veranstalten, an welcher Vertreterinnen sämtlicher Wiener Bezirksgruppen und aller Provinzgroppen teilnehmen werden. Das Programm der eineinhalb Tage umfassenden Veranstaltung ist das folgende: Samstag, den 16. d., M8 Uhr abends: Die Kulturaufgabe des Zionismus in der Gegenwart. Bericht über die IX. WIZO-Konferenz in Zürieh. trale. Korreferat einer Provinzdelegierten. Referat über Hachscharah, Jugend und Jung-WIZO. Keren-Hanascbim-Referat, Tozereth Haarez. Keren Kajemeth. — 3 Uhr nachmittags: Bericht über den XX. Zionisten-Kongreß. Korreferat über Hachscharah. Generaldebatte. Resolutionen, Neuwahlen, Eventualia. Aus aller Weil Jahr etwa 2 Millionen Tonnen öl eine bequeme Methode raschen und 1 verschifft werden, so genügen diese Menhältnismäßig mühelosen Gelderwerbes, und fen. dem englischen ölhunger nicht, der so warfen sie sich von jeher mit Vorliebe Aljs<Iroek kommt, daß die durchauf dieses .Geschäft' mit der ganzen sehmttliche Tagesemfuhr an Öl m Groß- Skrupellosigkeit und Geschicklichkeit, ihrer bntannien auf über 30.000 Tonnen geschätzt Rasse.“ So weit der famose Gewährsmann.: wlr<L Praktisch also deckt heute die Irak- Man wird ihm mit seinen eigenen Worten,LlIue 0111 viertel des britischen Ölbedarfes, antworten müssen. Fürs erste: was die („Berliner Börsenzeitung“) „bequeme Methode“ betrifft, ist er den Juden ohne Zweifel turmhoch überlegen, Kenessio Gedaulo denn aus einem Einzelfall die Beschimpfung einer ganzen Rasse konstruieren, das trifft * * * Sekretär. des Rabbiniscnen Rates nicht leicht ein jeder. Fürs zweite: auch im Lat sogar drohend in Aussicht gestellt, die Punkt der „Skrupellosigkeit“ stellt er Weltorganisation des orthodoxen Judentums seinen Mann, denn ohne Fachkenntnis : werde sich letzten Endes auch an den Völnimmt er den Eingeweihten, verfälscht —! kerbund wenden, um sich über die Verdurch das, was er behauptet, noch mehr j letzung der Religionsgesetze des Judentums durch das, was er verschweigt — den Sachj beschweren. verhalt und schlägt so der Wahrheit ins j Damit hat der eifernde Oberrabbiner dem Gesicht, dies alles nur, um seinen fernen, j wohlbegründeten Verlangen einer breiten ahnungslosen Lesern ein Zerrbild zu liefern, I Weltöffentlichkeit nach einer unterhaltsamean dem sie ihr Mütchen kühlen können.; ren Abwechslung in der bisherigen Ein- Filrs dritte: die jüdische „Domäne“ der; tönigkeit jüdischer Beschuldigungen, die Kunstfälschung. Daß schon die Wiener Aus-1 hauptsächlich immer gegen das unbotmäßige lese mit ihrem Verhältnis 1:14 diese Unter-! Deutsche Reich gerichtet waren, in danstellung in ihrer ganzen unbedenklichen, kenswerter Weise Rechnung getragen. Eng- Bösartigkeit entlarvt, genügt nicht. Denn j land, dem erst vor einiger Zeit von der es bliebe ja noch immer die Möglichkeit, j arabisch-palästinensischen Tageszeitung „Fedaß jene Wiener Auslese — angewiesen auf j lestin“ bescheinigt worden war, daß der die Stücke, die für sie erreichbar waren — | Einfluß der Juden auf die britische Regiekein zutreffendes Bild vom allgemeinen Zu-, rang nicht zu unterschätzen sei und daß in stand der Dinge liefert. Man wird deshalb, | Genf wie in London starke jüdische Mächte um den Mann aus Wien und seine Bay-; hinter den Kulissen tätig seien, wird sich reuther Leser objektiv zu informieren, die ’ also nach dem Willen des Rates der Rabbi einschlägige Literatur zu Rate ziehen wegen Sakrilegs und Verstoßes gegen die müssen. Wir wählen aufs Geratewohl das; Gebote Jahves vor dem Tribunal des Völ- Kapitel über Münzen und Medaillen, das kerbundes zu rechtfertigen haben, auch auf der Wiener Ausstellung eine wich- , „ .au . tige Rolle spielt. Wie heißen die Fälscher, | (”Der AnSnff ’ BerIm-) die da besonders hervorgehoben werden?; «..j _ Nun, fürs 16. Jahrhundert: Giovanni und;®**0 *“* uerun Vioenzo Cavino und Allessandro Bassiano,! Um das Geld für die Finanzierung des rrpn^nnt. Pa/W-mp ttoUpr, Prozesses um die zionistischen Protokolle genannt Padovano in Italien, und Guillaume du Choul und Antoine Le Pois in Frankreich, fürs 17. Jahrhundert: Cogornier, Dervieu und Laroche und der Holländer Carteron, fürs 18. Jahrhundert: Carl Wilhelm Becker aus Speyer, und fürs 19. Jahrhundert: Gigoi aus Udine, Dauven aus Birmingham und Edward Doubleday aus London. Wo bleiben in diesem Bezirk der „jüdischen Domäne“ die Juden? Was würde der Rezensent der „Bayrischen Ostmark“, geeicht auf Treu und Glauben, dazu sagen, wenn jemand, je erlangen, führten die schweizerischen Frontisten einen ausführlichen Briefwechsel mit einer _ antisemitischen Zentralstelle in Erfurt. Diese Geldforderungen wurden so dringlich, daß sich die deutschen Stellen schon über den Ton beklagten, mit dem von Bern immer wieder Geld geheischt wird. Daß die Bestimmungen über die Devisenwirtschaft auch für Propagandagelder gelten sollten, wollten die Frontisten nicht glauben und meinten, dies wäTe lächerlich und eine bloße Ausrede. Diese Feststellungen betreffen zwar zunächst nur die Schweiz, verdienen aber auch in Österreich ernsthafte Beobachtung. Weil sie Österreicher sind, unsere österreichischen braunen Brüder, kennen wir sie und wissen genau, wie gesotten .sie sind. Daher wissen wir auch, daß ihr ganzes nationalsozialistisches Getue das Ergebnis einer sehr schlauen, sehr intensiven und unaufhörlichen Propaganda ist. Propaganda kostet Geld, sogar sehT viel Geld. Unsere jungen Burschen aber, die doch das Gros der österreichischen Nationalsozialisten darstellen, haben praktisch kein Geld, weil die meisten von ihnen noch nicht im wirtschaftlichen Leben stehen oder höchstens in den durch ihre Jugend bedingten Anfangsstadien. Sie sind unmöglich imstande, sich ihre Bewegung zu finanzieren. Daher fragt jeder denkende Österreicher: Woher haben diese Burschen das viele Geld? Woher? In der Schweiz wurden jetzt Feststellungen gemacht, die eine sehr plausible Antwort zu geben scheinen. („Salzburger Chronik.“) Betont-national« Zeitungsprobleme Seit die in Österreich erlaubte reichsdeutsohe Presse über eine sehr scharfe Weisung ihrer Vorgesetzten Behörde nichts mehr über Österreich bringen darf, machte sich da und dort ein nicht unbeträchtlicher Rückgang einiger reichsdeutscher Blätter in Österreich bemerkbar. Gewissen jüdischen Methoden sehr ähnlich, versuchte nun das eine oder andere reichsdeutsche Blatt, diesen Schwund durch Verdächtigungen gegen nationale Blätter Österreichs zu kompensieren. Es braucht nicht erst betont zu werden, daß ein solcher Vorgang auf das tiefste zu bedauern ist. („Freie Stimmen“, Klagenfurt.) Das biblische Manna Der bekannte englische Romancier Louis Golding, der Verfasser von „Magnolia Street“ ist soeben von einer Studienreise durch das Heilige Land zurückgekehrt, auf der er Material zu seinem neuen Buch „Aul den Spuren Moses’, des Gesetzesgebers“, gesammelt hat. Wie er erzählt, fällt auch heute noch das Manna vom Himmel, jene göttliche Speise, die einst das Volk Israel vor dem Hungertode rettete. „Ganze Haufen kann man in der Wüste davon finden“, berichtet Mr. Golding. „Während eines guten Jahres fällt das Manna in so großen Mengen, daß es unter den Tamarindenbäumen kniehoch liegt. Die Eingeborenen sammeln und essen es. Es schmeckt so ähnlich wie der Kandiszucker, den mir meine Mutter gab, als ich ein kleiner Junge war.“ („Neue Freie Presse“.)

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