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Die Stimme · 1937-10-01 · Heft 678 (1.10.1937) · page 6

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Journal
Die Stimme
Volume
11 (1937-1938)
Issue
Heft 678 (1.10.1937)
Date
1937-10-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seit« 6 Nr. 878. — Wien, Freitag, JÜDISCHER SPORT Die dritte Makkabiah Im April des nächsten Jahres .wird die dritte Makk abiah in Erez Israel abgehalten werden. Sie wird, heißt es in einem Aufruf des Makkabi-Weltverbandes, ein Sportfest, keine politische Demonstration sein. Sie bringt Hunderte und wahr? ' ' lieh Tausende aufs neue in engste p liehe Berührung mit dem Lande^ihrer sucht und unserer Zukunft, mit un Lande Erez Israel. Sie bedeutet weit mehr als nur ein Sporterlebnis. Sie hilft, die lebendige Verbindung zwischen der gesamten Jugend der Galuth und des Jischuws herstellen. Der erste Schwimm-Länderkämpf in Erez Israel Nach dem großartigen Abschneiden der Schwimmer Erez Israels gegen ein syrisches Auswahlteam wurde eine griechisch ‘ Läadermannschaft zu einem Start Palästina verpflichtet. Mehr als 3000 Menschen überfüllten dit. Tribünen des Makkabiah- Sehwimmetadions von Bath Galim. Stürmisch begrüßt, betraten die Mannschaften Schwimmstadion, voran die prachtvollen Athletengcetaltem der Griechen, die jüdische Nationalfahne tragend, gefolgt vom Team Erez Israels, das griechische Banner tragend. Zum erstenmal stand eine Ländermannschaft Erez Israels offiziell im Kampf, ein bedeutender Augenblick in der Geschichte des nationaljiidischen Sporte. Das Gesamtergebnis des Kampfes lautete 40:35 für Griechenland. Der Mannschaftskapitän der Griechen erklärte, er wäre über die guten Leistungen der jüdischen Mannschaft außerordentlich überrascht gewesen. Ober 400 m Freistil siegte Provatopulos vor Vago (E. I.) mit Handschlag in der neuen griechischen Rekordzeit von 5Ü3. Bei 200m Brust ging mit dem Startsprung Arzi CE.I) in Führung und gewann das Rennen unangefochten in 3.05.3. über 100 m F r e i a1 i 1 wurde Tins CE. I.) mit 63 Sek. (neuer pal. Rekord) Zweiter. Das Wasserballspiel endete 5:2 für Erez Israel. Tore: Vago (3) und Flesch (2). ges macht es jedermann mäglksh, -dem Schwimmklub Hakoah beizutreten. Sportsiege von Lord Melchetts Sohn. Derek Mond, der Sätest« Sohn des Ehrenpräsidenten des Makkabi-Weltverbandes Lord Melchetf, scheint das Zeug m sich zu haben, sich im britischen Sport einen großen Namen zu machen. Im Eton College, der bekannten Public School, gewann er im Rudern der jüngeren Schüler '‘L— c . - _wobei e Schulrekord siegte dann Sprung. DIE KINDER-STIMME ——— REDIGIERT VON LILIAN GRtl 11W rill l ■■■■■■ Eine sme Witwe, £ Klar Hamakkabi gedeiht Die Makkabi-Siedlung KfarHamakkal , die zur Zeit, da die Unruhen ihren Höhepunkt erreichten, in einer damals exponierten Gegend errichtet wurde, entwickelt sich ausgezeichnet. Al« die Arbeit begann, lebten die Makkabim in Zelten, und die einzige Straße, die sie mit der Stadt verband, war durch den Regen völlig unbenutzbar geworden. Jetzt, nach zehn Monaten, hat die Kwuzah bereits da« - Land in Bearbeitung genommen. Auf 3 . _ nam wurde bereits geerntet, weitere 300, die mit Mais angesät sind, wurden im Laufe des September geerntet. In den letzten Tagen haben die Siedler 600 Hühner gekauft. Zwei steinerne Wohnhäuser und vier Wohn-Zrifim sind fertiggeetellt, außerdem ein Speiseraum mit Küche, eia Kuhstall, der für 50 Kiihe Platz bieten wird, sanitäre Anlagen und Lagerräume. Mit dem Bau des dritten Wohnhauses wurde begonnen. Die Kwuzah besteht heute aus 45 Bachurim, 25 Bachuroth und 7 Kindern. Ferner hat die Kwuzah S Chawerim des Makabbi Hazair Erez Israel zur Hacbscharah aufgenommen, die halbtägig arbeiten und die andere Hälfte des Tages der geistigen und sportlichen Erziehungsarbeit widmen. Sportlich verfügt die Kwuzah über eine gute Fußball- und Handballmannschaft und einige Leichtathleten. Leider fehlt die nötige Ausrüstung und selbstverständlich gibt es auch noch keinen Sportplatz. Nichtsdestoweniger pflegt die Kwuzah einen intensiven Sportverkehr u‘ nachbarten Siedlungen und hielt sioh allen Wettbewerben sehr gut, großenteils erfolgreich. Erweiterung des Traintagsbetriehes des Schwimmklubs Hakoah. Ab 1. Oktober beginnt im Dianabad der vergrößerte Traiwngebetrieb des Schwimmklubs Hakoah, und zwar Dienstag von 'Al bis 8 Uhr und Donnerstag von A7 bi« K9 Uhr. Erwähnt sei, daß jedes neue Mitglied sofort nach Anmeldung einem Trainer zugewiesen wird, der ttr die Ausbildung seiner Schiller im Rennschwimmen sorgt. Auch eine Seniorengruppe wurde geschaffen, wo ältere Mitglieder vollkommenes Training und gründliche Ausbildung erhalten. Die Erfolge der Hakoah, des größten jüdischen Schwimmklubs der Welt, sind nicht zum daransetzt, die ihr anvertraute Jugend rechten Juden und fairen Sportlern __ - ziehen. Nicht nur die neue, günstige Einteilung der Badestunden, auch die Ermäßigung, bezw. die Pauschalierung des Mitgliedsbeitra- Zlonistisches Seminar des Hechaluz Haklal Zioni. Der Hechaluz Haklal Zioni veranstaltet in seinem Zentralheim, H., Novaragasse 29, jeden Mittwoch abends um 8 Uhr einen zionistischen Vortragszyklus. Einstweilige Vortragsfolge: 13. Oktober, Eröffnung: Dr. Oskar Grünbaum: „Die Bilanz des 20. Zionistenkongresses“; 20. Oktober, Dr. Eli Strauß: „Palästina seit dem Eindringen der Araber“; 27. Oktober, Dr. Michael Steinberg: „Cbibath-Zion - Bewegung“; 3. November, Dr. Nuasenblatt Tuto: „Herzl und der Judenstaat“; 10. November, Dr. Michael Steinberg: ..Richtungen im Zionismus“; 17. November, Prof. Dr. Wilhelm Stein: „Der Zionisdem Tode Herzl bis zur Balfourdekla- •ouvu , 1. Dezember, Erwin Rotter: „Das Palüsttoamandat“; 15. Dezember, Prof. Dr. Leo Menczer: „Kultur und Erziehungsarbeit in Erez Israel“; 22. Dezember, Dr. Eli Strauß: „Die Araberfrage“; 5. Jänner 1938, Dr. Siegfried Schmatz: „Der Zionismus seit der Balfourdeklaration im Spiegel der Kongresse“, 1. Teil; 12. Jänner: Dasselbe Thema, 2. Teil; 19. Jänner, Dr. Cbaim Tartakower: „Die Kolonisation Palästinas von 1881 bis 1917“; 26. Jänner: Dasselbe Thema, 1917 bis 1937. Diese Vorträge sind allen über 18 Jahre alten zionistischen Jugendlichen zugänglich. Akademischer Verein jüdischer Mediziner. er vor 56 Semestern gegründete Akademische Verein jüdischer Mediziner, die offizielle ” ' ' ’ r jüdischen Medi- , _ .. den Universitätsbehörden und der Fachgruppe, verfolgt zwei Ziele: die Wahrung und Förderung studentischer Interessen, anderseits die Arbeit auf kulturellem und gesellschaftlichem Gebiet. Der Verein füjrt über eine Bibliothek, die 2000 der i vollsten und für jeden Studierenden unentbehrlichen Werke umfaßt. Abgeschlossen an den Bibliotheksbetrieb ist die Ausgabe von Sezierbestccken und ausgezeichneten Mikroskopen. Ferner werden bedürftigen Kollegen über Anweisung des Fürsorgereferate« vom „Hochsehuiaueschuß“, der Dachorganisation über sämtliche Fakultätsverbände, Inskription«- und Prüfungstaxenzuschüsse und Darlehen gewährt. Durch zahlreiche Exkursionen in Museen, medizinische Institute um! industrielle Betriebe wird den Mitgliedern Gelegenheit geboten, ihr AEgemeinwiseen außerordentlich zu bereichern. Diese Leistungen verdienen es, daß die jüdischen Mediziner dem Verein durch aktive Mitarbeit oder wenigstens durch die Einzahlung des ringfttgigen Mitgliedsbeitrages mithelfen, furchtbaren Not unter der jüdischen Studentenschaft wenigstens teilweise — - Die Judenkirsche Hoteteigtctam darüber,- Die Unterseite des Rahmens wird raft einem gut verzinnten, engmaschigen Drahte geflecht straff gespannt, das mit breitköpfidaß die Essrogim aus Erez Israel kommen? Gesundtieitsecke Die Heilkraft des Obstes Jetzt ist die Obstzeit. Da dürft und sollt' nZTnlÄÄ __ ,, . , t-v. TTaii i wird. Wenn man noen außen eine Deelueiste 'f’phait aufnagelt, die die Geflechtenden überdeckt l al Hll «ad die Hände vor Verletzung schützt, und an organBchen Saur^ an Zuckerstoffen nett arbeitet5 s0 balten <^1^* jkhre- Der i.Ntah Zionistischer Kaufleute“ in Wien und» Je* Rammen C^tumne «md lang. Und die Mutter wird vie! Freude daran Klublokalitäten des Cate Continental, II., Praterstraße 7, zuverlässig zu erscheinen. Beginn A 9 Uhr abends. Dienstag, den 5. d„ ist Präsident Dr. Oskar Grünbaum bei der Sitzung anwesend und wird auch das Wort ergreifen. naeimHttassheim _ . d. Wr. Kinder-Udo * Sport wmill U 14*008 nur t. 8-9 Ohr abds. SpTOltll lieu können für das Wir machen unsere geschätzten Leser auf das Inserat der Buchhandlung Rath & Co„ II., Taborstraße 20 a, ganz besonders aufmerk- Diana ln der Schule. Lehrei (in der Mythologie-Stunde): „Welcher von euch weiß, wer den Namen ,Diana“ trägt? Der hebe seine Hand.“ — Die ganze Klasse «treckt den Finger in die Höhe. — Lehrer: „Bravo! Also ein jeder schreibe die Antwort auf ein Stückchen Papier und. dazu seinen Namen.“ — Nach fünf Mmuhat der Lehrer die Antworten der 35 Schüler gesammelt und geprüft gehabt. — Das Ergebnis: Keiner der 35 Schüler schrieb, daß Diana die Göttin der Jagd war, sondern alle schrieben: „Diana-Franzbrannt- Text HL „Maus, Maus, komm heraus, sonst krätz’ ich dir die Augen aus!“ „Ich will nicht!“ Es geht um Ihr kostbarstes Gut, „Ilwe i Augen“! Lassen Sie sich fachmännisch unver- . bindlieh beraten von Optiker Karl , S e i d n e r, L, Franz-Josefs-Kaii 33, und IL, , Hollandstraße 7. (Siehe Inserat!) Unsere geschätzten Leser werden auf die ____ i jüdische Buchhandlung Hermann Tuchner kleinsten Teil auf das zielbewußte Arbeiten (siehe Inserat!) besonders aufmerksam ge- _ . ol> i)jb diob,« der Leitung zurückzuführen, welche alle« macht, wo für alle Lehranstalten sämtliche ” ' ’ — —Schulbücher erhältlich sind. Reichhaltiges Lager antiquarischer Lehrbücher zu sehr ermäßigten Preisen. Leihbücherei eröffnet. Ge- , bühr 10 Groschen pro Tag. Keine Nebeh- gebühren! Für Anfragen Tel. R 44-4-20. Windfretsde des Jungen Im Herbst Von Paula Dehmel. Wenn der Wind über Wiesen und Felder rennt, Renn’ ich mit! Da denk’ ich, daß ich fliegen kann, Und guck mir lustig die Vögel an: Susewitt! Susewitt! Wenn der Wind durch die Sträueher und Bäume fegt, Feg’ ich mit! Die Blütenblättchen feg’ ich zu Häuf Auf Ausflügen habt ihr vielleicht manch- Und setz’ mir vom Ahorn ein Nasenhütchen al schon eine große, merkwürdige, auf: zinnoberrote Beere angetroffen, die dichtj Susewitt! Susewitt! gedrängt an Zweigen hängt. Es ist die so-' genannte Judenkirsche (Physalis), aus i Wenn der Wind durch die Turmlucken singt der Familie der Solaneen. Sie wird auch! und pfeift, Schlotte, Blasenkirsche, Boberelle, Korallen-‘Pfeif’ ich mit! kirsche genannt. | Sein Jodler fällt mir gar nicht schwer, Die Frucht, die von großen, zinnoberroten' Und den Brummbaß lern’ ich so nebenher: Blättern umschlossen ist, ähnelt einer Kir-j Susewitt! Susewitt! sehe, aber auch einem ganz kleinen Paradeis- ______ apfel. Sie ist süß-säuerlich und wird auch' manchmal auf den Märkten feilgeboten. Die C* _ D__*_/__£_/* Judenkirsche wird auch als Zierpflanze und LlfTm UfläUflOiUKU als Trockenstrauß benützt. i Hürden ObSttrOCkneSl Als Dessert und Kompott ward die ““»“tu ****** Judenkirsche, speziell in Arabien und Spaj Viele unter euch haben wahrscheinlich nien verwendet. Jetzt seht ihr sie häufig als einen Obst- oder Schrebergarten. Da gibt es Herbststrauß mit ihren brennend roten, nun Obst in Fülle. Alles kann man nicht auf zipflig endenden Früchten in Vasen stehen! einmal essen, auch nicht einkochen, da ist es und niemand weiß, daß säe so heißt. recht praktisch, den Überschuß an Obst zu trocknen. Wie macht man das? Zuerst bauen wir uns die Hürden. „ „ ... , , ... Vier Holzlatten (zwei je 75 cm, zwei je Der Essrog wird m Stücke geschnitten 45 cm lang; alle g bis 10 cJm brejt und 1 Zoll und emgekocht und schmeckt dann wie kanwerden zu einem Rahmen genagelt, dierte Orangen Zu Ctmmischah assar - dem WollVihr im Backrohr dörren, so müßt ihr Frthlmgsfest der Bäume, wo siebenerlei euer Rohr von innen ausmessen und da- Früchte gegessen werden — wird dann das die Rahmen zuschneiden. Damit die kostbare Eingemachte verzehrt. Ihr wißt ja Ecken recbt balten und nicht auseind*ß 8.« uw™™» ,,,» Er** Tora.pi knm™«n? andergBben, gibt man Btechstreifenoder äm Dreieck gestellte i mittete), die teils in den Schalen der Früchte, teils aber auch in den Kernen enthalten sind. Darum soll man Obst mit der Schale (nach vorhergegangener Abspülung Rätselecke Auflösung des Kreuzworträtsels. cht: 1. Erzvater. 5. Behörde. 8. Viele Erwachsene wissen das noch , .. _ _ n__ _ nicht, darum sollt ihr euch das besondere ■ Prophet.0 9. Jüdischer Monat.’ 1Ö. österr. Ergut merken und auch anderen Kindern wei- Ander. 12. ägyptische Gottheit. 13. Quantitätstersagen. I begriff. 14. Vorsilbe. 15. Persönl. Fürwort. 17. Besondere reichhaltig an Vitaminen sind Zeitbegriff. 19. Vorwort. 20. Gebetwort. 22. Be- Tomaten (Paradeiser), Kohlrüben, Karotten, Z£ais‘- Stockwerk. 26 Aggregate ganz junge Eitaen, ■milde, grün’e Paprika, “d- 27‘ *- das alles kann man roh "r'A “ Sinnsprüche Von M. v. Ebner-Eschenbach. Viele Leute glauben, wenn sie einen Fehl«: erst ewige«fanden haben, brauchen 's ihn nicht mehr abzulegen. Wenn jeder dem andern helfen wollte, wäre »Men geholfen. Raumbegriff. 20. Böse. 21. Kunst (fremdsprachig). 22. Zahlungsart. 23. Schwur. 25. Chem. Zeichen t Titan. Druckfehlerberichtigung. In der Beschreibung der Bastelarbeit sollte eg selbstverständlich heißen: Die Fransen sollen 2 mm (und nicht cm) schmal sein. 27. Spiel: Maus, Maus komm heraus! Wir bilden einen Kreis und fassen einander I drinnen. Mit unseren geschlossenen Händen und dabei an den Händen. Einer ist die Katze, die Annen bilden wir Tore, durch die später Katze steht außerhalb des Kreises, die Matts steht I und Maos durchlaufen. Die Katze spricht: Text H. Text L z« achblr min hachor im ls tezs, ejnejchä e «jni rozsh lazst Die Katze rennt nun in den Kreis, die Maus] Katze . __ _ au« demselben hinaus, um den Kreis darf nur spielt, daß die Tore vor der Katze gescl ’ ' ’ ’ ' * ’ dauert das Einsen, das heißt, die Arme gesenkt werden, Unn je naag mx ljr$ »p.Rxn R1? a« rmb nxln zählt. Das Spiel wird auch eo ge- Abschluß des Geschäftsjahres des Keren Kajemeth — Ende September 1937 Die Gruppen und Selbstkontingentler werden gebeten, die bei ihnen vorhandenen Gelder mit dem KEREN KAJEMETH abzuiechnen.

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