Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 677 (24.9.1937)
- Date
- 1937-09-24
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3053752-3054431-3054434--6945-3520084- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr.€77. Wien, Freitag, &i. September 1997. Besuchern für kurze Ausflüge besucht werden. Der Herr Regierungspräsident, der Herr Polizeipräsident, der Herr Oberbürgermeister der Stadt Königsberg, di« Herren Landrätc von Königsberg-Land und Fwchhausen, die Direktion der Deutschen Qetmesse sowie die Bezirksgruppe des Gaststätten- und Beherbergungsgewerbes haben Abschrift di Schreib«« erhalten. Heil Hitler! "e Richtigkeit: gez.: gcz.: Gatipropagandaleiter. „Aus bestimmten Gründen muß dafür gesorgt werden“ — die Herden Nazi brauchen Zloty, Lit, Kronen, Schilling, Pengö Francs, Dollar, Pfund sehr dringend, da darf es eben ,,auf keinen Fall passieren, daß Juden während der Qstaesee irgendwie wegen ihrer Raseezugehörigkeit, kompromittiert werden". Eltern dl« für ihr Kind einen jüdischen (deutschhebralschen) Kindergarten wünschen, geben Ihre Adresse bekannt unter „JälSd“ Hotal Central, Taborstraße Nr. 8 Die Palästma-Taennir in Wien Am 2. und 3. Oktober 1937. Wie bereits berichtet, beruft der Österreichische Keren Hajessod (Aufbaufonds der Jewieh Agency for Palestine) für den 2. und 3. Oktober eine Tagung aller Mitarbeiter und Förderer des Palästinaaufbaues ein. Bei dieser Konferenz sollen die durch die gegenwärtige Lage im Lande und innerhalb der Judenheit geschaffenen Bedingungen erörtert und die Methoden der Arbeit beraten werden, welche die zur gesicherten Fortsetzung des Palästinawerte notwendige große Kraftanstrengung der Gesamtheit gewährleisten. Die großangel egten Vorbereitungen für die Palästioatagung, an der Delegierte aus ganz Österreich teilnehmen werden, nähern sich dem Abschluß, sie versprechen einen Verlauf der Beratungen, der dem bedeutsamen, für das Aufbauwerk historischen Augenblick entspricht. Als Referenten den bisher gewonnen: der Präsident der Wiener Kultusgemeirwie, Staaterat Doktor D oeider F’riedmann, Mitglied des Couacflg der Jewish Agency; der Abgeordnete des tschechoslowakischen Parlaments, Dr. Angelo G o 1 d s t. e i n, Mitglied des Zionistischen Aktionskomitees; deT Präsident des Zionistischen Landesverbandes, Doktor Oskar G t ü n b a u m, Mitglied des Zionistischen Aktionskomitees; der Großpräeident der tschechoslowakischen Bnai Brith-Logen und Präsident des Oberstem Rates der Kultusgemeinden der Tschechoslowakei. Doktor Ludwig Popper. Mitglied des Councils der Jewish Agency; der derzeitige administrative Leiter des österreichischen Keren Häjessod, Dr. Siegfried Schmitz, im Aufträge des Direktoriums des Keren Häjessod, Jerusalem. Die Palästinatagung wird am 2. Oktober 1937 um 8 Uhr abends in den Räumen des Österreichischen Ingenieur- und Architektenvereines in Wien, I-, Eschenbachga-sse 9, im Zeichen des Gedenkens an Obernabbiner Dr. Z. P. C h a j e s s. A., den ereten Präsidenten des österreichischen Keren Hajessod, eröffnet werden: Staatsrat Dr. Friedmann wird im Rahmen seines Referates die Persönlichkeit des unvergeßlichen geistigen Führers der Wiener jüdischen Gemeinde, dessen Todestag sich demnächst zum zehnten Male jährt, würdigen. Die übrigen Referaten behandeln den 20. Zionistenkong t e ß und den 3. Council der Jewish Agency, die nächste Entwicklung Palästinas und die Möglichkeit des Aufbaues, die Aufgaben des österreichischen Judentums für das Aufbauwerk. Soweit es die Raumverhältniese gestatten, soll die Tagung allen Freunden und Förderern des Palästinaaufbaues zugänglich sein. Vormerkungen auf Ga st karten nimmt das Bureau des Keren Häjessod, Wien. I., Marc-Aurel-Stnaße 5 (Tel. U 22-2-17) entgegen. Die Zeit unserer Freude Von Shmarya Levin Die Halb-Heiligkeit der fünf Zwischentage I Lippen und dem Samt, und statt der heides Laubhüttenfestes war für die Kinder ligen Rolle küßt das Mädchen die Hand von Swislowitz nicht ohne Reiz. Die Syneines unverschämten Jungen. Dann bricht agoge war während dieser W7oehe so fest-1 in der Synagoge schallendes Gelächter aus lieh beleuchtet wie nie während eines an-I und das Gesicht des kleinen Mädchens wird deren Feiertags. Das Laubhüttenfest ist ein I feuerrot vor Scham. Manchmal speit sie den fröhlicher Feiertag. Die Erwachsenen waren ’ ■ . iicher als sonst, und kein Abend verging, ohne daß nach dem Gottesdienst Zuckerwerk und Kuchen unter die Kinder verteilt wurden. Wir durften solange aufbleiben wie die Großen, und am Tage war kein — oder so gut wie kein — Glieder. Ihren Gipfel aber erreichte die Fröhlichkeit natürlich zu Simchat Thora, dem Tage der Giesetzesfreude. An diesem Tage ist der letzte Abschnitt des Pentateuchs zu Ende gelesen und der Beginn der neuen Runde für das Jahr gemacht worden. Sollten da nicht freuen?... Bei dieser einen Gelegenheit durften die Frauen aus den isolierten Galerien in die •abteilung heruntergehen, und da® war für die Jungen da® Signal, daß alle alltäglichen Gesetze aufgehoben waren. Denn an diesem einzigen Tag des Jahres geschieht es, daß die Thora, die Gesetzeslehre, diese strenge Herrin, die während aller übrigen dreihundert und etlichen Tage eine so unnachgiebige Herrscherin ist, sich zu ihren Anhängern herabläßt und ihnen ihre freundlichere, zärtlichere Seite zeigt. Sechshundertzehn Gebote, Vorschriften und Verbote erlegte sie ihren Anhängern auf, und die Übertretung jeder einzelnen Bestimmung ist große Sünde. Um jede Situation, jeden ■Schritt ihrer Anhänger hat die Thora einen Zaun errichtet, und keine einzige tägliche Handlung, von der wichtigsten, bis zur geringfügigsten, liegt außerhalb ihrer Kompetenz. Das trifft alles zu. Aber sie tut das zum Heil ihrer Anhänger, wie eine Mutter ihren Kindern zu deren eigenem Wohl Beschränkungen und Pflichten auferlegt. Und wie eine Mutter hat sie ihre Stunden der Weichheit und Zärtlichkeit, und dann, tanzen ihre Kinder, wild vor Freude-, herum. Am Vorabend des Freudenfestes genießt jeder Bürger, vom Raw angefange herab zum niedrigen Wasserträger, e sonderes Recht: er darf sich dem Umzug um die Kanzel anschließen und — wenn die Reihe an ihm kommt — die großen Pergame-ntrollen in ihren mit Glöckchen und Granaten verzierten Samtmänteln tragen. Die Knaben folgen lärmend der Prozession und schwingen ihre Fahnen, auf denen Löwen und Hirsche gemalt sind: „Sei flink wie ein Hirsch und stark wie ein Löwe, auf daß du die Befehle der Thora durchführen kannst.“ Auch die Mädchen mischen sich unter die Jungen und tanzen und singen. In einem traditionellen symbolischen Ritus sind sie eifriger als die Knaben: flink drücken sie Küsse auf die seidenen und samtenen Mäntel der Thora-Rollen, die am ihnen vorbeigetragen -werden. Aber die Knaben, in deren Instinkten schon der Vorgeschmack Mädchenkusses halbwach ist, haben ihren eigenen Kniff. Sie passen gut auf; und sobald ein Paar Mädchenlippen den Mantel der Thora-Rolle berühren will, schiebt, sich ganz flink eine Knabenhand zwischen die Dem Tage der Freude geht ein Abend der Freude voran, denn es tanzt der Bräutigam mit der Braut, das auserwählte Volk mit der Gesetzeslehre. So steht es in den Büchern geschrieben: die Thora ist die Braut, und die Gemeinde von Israel ist der Bräutigam, und Gott seihst ist der Heiratsvermittler, der bald die Braut und bald den Bräutigam zum Altar führt. Die Braut trägt eine Krone aus Silber und ein Kleid aus ■Samt und Seide, und der Bräutigam legt seine Arme um sie und führt sie im Tanz im die Kanzel. Und der göttliche Heiratsvermittler lacht und wendet sich an die Anwesenden: „Eine wundervoll passende Partie, nicht wahr? Zwillingsseelen, Geistes- ■erwandtschaft...“ Der Tag der Freude war nicht so vergnügt wie der Vorabend, denn das Tageslicht nahm den festlichen Handlungen die Intimität und Zartheit und beleuchtete zu grell unsere geheimnisvollen seelischen Regungen. Die Nacht Ist Delila und der Tag ist Mephisto. Die Nacht ist zart, der Tag ist brutal. Und obwohl die Zeremonien des vorigen Abends in allen Einzelheiten wiederholt wurden, war die Wirkung nicht die gleiche. Dieselben Umzüge um die Kanzel, dieselben Mädchen, die die Mäntel der Thora-Rollen oder die Hände frecher Jungen küßten, aber nicht dasselbe Tempo, nicht dieselbe Begeisterung. Von Stunde zu Stunde flaute die Stimmung ab, und zwischen den Nachmittags- und Abendgebeten war die Lustigkeit schon gezwungen und erkünstelt. Zum Schluß kam die alte Schwermut der Juden zum Durchbruch; die Melodien gingen in Moll über, und statt der fröhlichen Lieder des Vorabends schlichen n unbestimmter Sehnsucht und ewiger Verlassenheit erfüllte Gesänge durch die Synagoge und hallten von den WTänden ,w|der. Am Tage der Freude ist es verdienstvoll zu trinken — und die Juden von Swislowitz gehorchten dem Gesetz und tranken. Aber ich entsinne mich nicht eines Juden, der sieh betrunken hätte. Wohl gab es manche, die vorgaben, betrunken zu sein, und die eich in der Synagoge possenhaft aufführten. Juda, der Sohn des Predigers, spielte gern diese Rolle, aber der Witz bei der Sache war, daß er — wie viele andere — niemals einen Tropfen Alkohol zu sich nahm. Tatsache ist, daß, als der Kantor drei schwere Schläge — das Zeichen zum Abendgebet — auf das Pult abgab, die Gemeinde augenblicklich in ernste Stimmung verfiel und das Wochentagsgebet so trocken und gelassen wieder aufnahm, als ob es ein beliebiger Tag im1 Jahre gewesen wäre. Mit einem Schlage erstarb di® Fröhlichkeit auf dien Gesichtern und die alten Runzeln, die alten Sorgen, erschienen wie durch Zauber auf ihnen. Das Fest der Freude war vorüber. Der müde Lauf der Tage begann wieder. ter, Film, Gemeinschaftsempfang, Schulfeiern, sieht er sich auch im täglichen Leben durch eine unüberschreitbare Schranke von allen arischen Kameraden geschieden, er merkt, daß er überhaupt nicht mehr im Unterricht zählt und vorhanden ist. Der Lehrer kann jetzt ohne Scheu und ungeschminkt alles Notwendige erörtern, ja selbst, woer nur andeutet, trifft sein Blick nicht mehr entschuldigend das Judenkind, sondern er liest in den Augen seiner deutschen Schüler Zustimmung und Begeisterung, auch ohne, daß es vieler Worte bedarf. Es ist großartig, wie gerade der kleine Pimf (Mitglied der Hitlerjugend) hier viel sicherer und taktvoller das einzig richtige Verhältnis herausfühlt, als vielp vorbildliche Erwachsene.“ Todesurteil gegen Chaskielewicz in lebenslänglichen Kerker umgewandelt Warschau, 19. September (JTA.) Über die Berufung, die gegen das über den 33jährigen Jua Leib Chaskielewicz wegen Ermordung des Sergeanten Jan Bujak verhängte Todesurteil eingelegt worden ist, hat die Verhandlung stattgefunden. Im Verlauf der Verhandlung zeigte sich wieder, daß Chaskielewicz, der völlig verwirrte Aussagen machte, für seine Tat nicht verantwortlich gemacht werden kann. Er erklärte aber mit Bestimmtheit, daß nur seine Erfahrungen während seiner Militärdienstzeit, nicht jedoch politische Motive ihn zu der Tat veranlaßt hätten. Der Staatsanwalt erklärte, er gebe zu, daß Chaskielewicz nicht völlig normal ist, dennoch sei er für seine Tat verantwortlich. Weiter stellte der Staatsanwalt fest, daß er keine jüdische Partei für da® Verbrechen verantwortlich mache. Chaskielewicz begnügte sich in seinem Schlußwort damit, Gerechtigkeit für sich zu verlangen. Das Gericht änderte das in erster Instanz gefällte Todesurteil in lebenslänglichen r ab. Als Advokat Dombrowski das Gericht ver- :ß, versetzte ihm ein Mann einen Schlag it dem Rufe: „Du Judenknecht! Das hast du dafjir, daß du einen Juden verteidigst!“ Der Mann, ein Nationalradikaler namens Kazimierz Dunajski, wurde verhaftet, Hakenkreuz*Sndelei In Balfour-Feiern Am 2. November jährt sich zum zwanzigsten Male die Verlautbarung der Balfour- Deklaration. Aus diesem Anlaß veranstaltet der Zionistische Landesverband für Österreich eine Gedenkfeier, die am 2. November im Festsaal des Hotel Continental stattfindet. Es geht um Ihr kostbarstes Gut, „Ihre Augen“! Lassen Sie sieh fachmännisch unverbindlich beraten von Optiker Karl Seidner, I., Franz-Josete-Kai 33. und H., HoHaodstraße % (Siehe Inserat!) Das neueste Nürnberger Gesetz Berlin, 20. September. (Privat.) Der diesjährige Nürnberger Parteitag konnte keine „Judengesetze“ mehr annehmen, weil alle die Juden entrechtenden und diskriminierenden Gesetze bereits von früheren Parteitagen beschlossen wurden. Die Koxlondenz der National 60ziaisehen Partei verkündet nun im Zusammenhang mit dem jetzigen Parteitag das folgende Gesetz: ,Jeder Deutsche kann, wenn er es für richtig hält, einen Juden ablehnen, kann ihm den Verkauf von Lebens- oder anderen Artikeln des täglichen Bedarfs oder die Vermietung eine Wohnraum- - ’ " Zunächst wird die Ausübung dieses ,,Rechtes“ dem Deutschen freigestellt, allein in Anbetracht der bisherigen nationalsozialistischen Praxis ist zu befürchten, daß im Wege der Praxis dieses „Recht“ zu einem Zwang werden wird. I Lehrer und Kinder Im Dritten Kelch In der Berliner Zeitung „Der Weltkamp f“, die von Alfred Eosenb dem Reichsschulungsleiter der NSDAP., begründet wurde, schreibt Dr. Walther Scharrer in einem Artikel „J u n d < Gegnerschaft und höhe Schulen“: „Der Junglehrer zieht mit Feuereifer frisch vom Leder und nennt die Dinge beim richtigen Namen. Zitiert den Talmud, erörtert die Geschichte der Erzväter, streicht bei allen sich bietenden Gelegenheiten die Verbrecherrolle des Juden in der Geschichte und Politik hervor, hängt Stürmerbilder aus, kämpft gegen das Märchen vom sogenannten „anständigen Juden“ pflanzt allenthalben Haß Verachtung für den fremdrassigen Schmarotzer in die Kinderseelen... Der jüdische Schüler wird so in die Rolle des vollkommen lüssigen Gastes gedrängt. Ausgeschlossen von allen Höhepunkten Schullebens, Landheim, Wanderfahrt, Thea¬ U lm. X.. P SIMCHAT-THORA-FEIER *de Dr« Oskar Gr&nbauat,Präsident des Zionistischen Land h. Dr. Albert Welser: Prolog: Koftaaa; Gesang: Obe London, 21. September. (Privat.) Die Umfassungsmauern des Wohnhauses des Ministers für öffentliche Arbeiten, S a s s o o n, sind heute über Nacht mit riesigen Hakenkreuzen und der Aufschrift „Juda verrecke!“ übermalt worden. Meir Großmann über den Teilungsplan Auf Einladung des Ringes der Alt-Herren- Verbände der zionistischen Verbindungen sprach im Mittleren Konzerthaussaal der Präsident der Judenstaatspartei Meir Großmann. Der Vortragende erörterte nach einer Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Zionismus die durch den Teilungsplan erzeugte Situation und begründete ausführlich die Haltung der ,Juden® taatspart.ei, welche die beabsichtigte Teilung und den auf diese Weise zu schaffenden Judenstaat aufs entschiedenste ablehne. Die zweite Teilung Palästinas, erklärte Großmann, wäre noch verhängnisvoller als die erste Teilung, die anläßlich der Loslösung Transjordaniens erfolgte. Der jüdische Zwergstaat, der so entstünde, würde für da« Judentum ein zweifaches Unglück sein, erstens für den neuen Staat selbst, weil er sehr bald seine Pforten vor den herandrängenden Massen schließen müßte, und dann für die Juden im Galuth, die nicht mehr nach Palästina gelankönnten und dadurch den Judenfeinden willkommene Argument liefern würden, daß die Juden gar nicht nach Palästina gehen wollten. Im übrigen wiederholte Großmann die ans seinen Artikeln und Kongreßreden bekannte scharf ablehnende Kritik der Politik Weizmann. Kol Nidre auf dem „Steinhof“ Wie seit einigen Jahren alljährlich, so wurde auch heuer am Jom Kippur für die Kranken der Heäl- und Pflegeanstalt „Am Steinhof“ ein Gottesdienst abgehalten, wieder unter der bewährten Leitung des Rabbiners Dr. Böla Fischer. Auf Pavillon W wurde ein größerer Saal zur Verfügung gestellt und Dutzende von Männer und Frauen füllten ihn bis auf den letzten Platz. Andächtig lauschten sie den Gebeten, die vom Vorbeter teils hebräisch, teils in deutscher Sprache und mit Erläuterungen gesprochen wurden. Das Bild,' das sich dem Zuschauer bot, war ebenso psychologisch interessant wie menschlich ergreifend. Die Kranken verhielten sieh durchwegs ruhig und geordnet, wofür allerdings die überaus verständnisvolle Führung Dr. Fischers der Hauptgrund war. Jedenfalls ist der Beweis dafür erbracht, daß auch diese Ärmsten der Armen echten religiösen Erlebens fähig und geeigneter religiöser Führung hadfl3%