Die Stimme
- Journal
- Die Stimme
- Volume
- 11 (1937-1938)
- Issue
- Heft 677 (24.9.1937)
- Date
- 1937-09-24
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Wien, Freitag, 34. September 1937. — Nt. 677. Seit« 7 Laubhütte Von Morrit Rotenfeld Auf 4m fremden Boden ist sie wfgebmt, Durch das fremd« Reisig fremder Himmel bloui, Und ei» steht so ängstlich scheu ln Wird und Zeit, Bis an ihre Türe drängt sich Not und Leid. Aber drinnen zittert hehnMch Kerzenschein Und mm freut sich, freut skh, gottgeliebt m Draußen geht ein Frösteln und dts Wett ist müd', Längst, längst ist des Sommers Feuer abgeglüht. Nach dm reichen Tugen — dieser schmale Rest, Nach dm stolzen Tagen — dieses stille Fest, Nach dm Siegestreumen —• dieses , Nach der Wettenwette — diese Bretterwelt. Werden feucht die Augen? Fremde, klaget nicht! Freut euch dieser Stunden! Seht, hier kt’s so Ikht! Bringt die FmtesbroU, bringt den Fcstcswein! Fühlt der Tage Weihe! WolPt zufrieden sein! Sk vergehen, daß Ihr’s wie im Traume denkt, Wem uns wieder erst das alte Helm umfängt. Die Arbeit des Keren Kajemeth Tho iläßli hohen Feiertag«! AH« Freunde des K. K. L., di« bei der Abführung ihres Nedarium durch ihre Bethüuser Schwierigkeiten beben, werden dringend ersucht, i h r e S p e nden direkt an den K, K. L. abzuführen, Bieber haben wir bereite von einer Reihe von Gg. Berichte über die Erfolge in ihren Tempeln erhalten. Es hat eich wieder einmal gezeigt, daß, wo unsere Freunde mit Ernst und Hingabe für den K. K. L. eingetreten waren, der Erfolg eich von und ganz eingestellt hat. Manche Gg., die noch vor Jahren Schwierigkeiten zu Überwinden hatten, berichten, daß, dank d«r systematischen Arbeit, alle Herzen fitr den K. K. L. gewonnen werden. Der materielle Erfolg war auch ein entsprechender. Materielle Ergebnisse (bisherig© Meldungen): Tiuraertempel S 850, Storchentempel S 880 (ohne Jiakor-Aktion, die besonders und mit großem Erfolg durchgeführt wurde). Döblinger zirka S 500, Floridsdorf S 150, Münchnernof S 100, Auge Gottes S 103, Tomehej-Jeschurun S 18. Jiskor S 24, Sektrrrr rrv e* 144 r* *\> **AtZUüg näch- ___ Jiskor-Spenden: Der K. K. L. wird die Jiskor-Spenden namentlich, und zwar ohne Rücksicht auf die Höhe au s weisen. Telegramme des K. K. L. Alle Freunde des K. K. L. werden daran erinnert, daß neue künstlerische Formulare ersah jenen sind, die zum Preise von S 1 erhältlich sind. tion VIH/IX S 144. F o‘ St e; Sefer Hajeied des Keren Kajemeth. Immanuel Schieber zum ersten Geburtstag, durch die Eltern Dr. Chaim und Hilde Schieber. Friedrich Haber, anläßlich seiner Bar Mlzwafc, durch Verwandte und Bekannte. Bisher wurden ln Österreich 61 Sefer-Hajeled-Eintragungen durchgeftthrt. Silbernes Buch des Keren Kajemeth. Dr. Gustav und Bella Weiseberg durch Hoehzeitsgäete (Nr. 715). Simoha Lawentmaon durch „Akiba“ (Nr. 716). Seew Bronn er durch „Akiiha“ (Nr. 717). Chewra Kadischa Hohenau (Nr. 718). Josef Mordechaj Eosnsr, anläßlich seines 60. Geburtstages, am Hoscbanah Rabba, durch seine Kinder Mosche und Hedi (Nr. 719). Ein vielseitiger Hausfreund ist Diana- Franzbranntweia mit Menthol. Gleichviel ob man ihn zur Mund- und Zahnpflege gebraucht oder als Zusatz zum Wasch- und Baaewasser, ob er zu Massagen (Einreibungen) verwendet wird, immer leistet er die besten Dienste, ln überaus vielen Haushalten mag man Diana nicht mehr missen, denn wer ihn nur einmal erprobt hat, bleibt ela treuer, well zufriedener Freund. In allen besseren Geschäften erhältlich. Unsere geschätzten Leser werden auf die jüdisohe Buohhandlung Hermann Tuchner (siehe Inserat!) besonders aufmerksam gemacht, wo für alle Lehranstalten sämtliche Schulbücher erhältlich sind. Reichhaltiges Lager antiquarischer Lehrbücher zu sehr ermäßigten Preisen. Leihbücherei eröffnet, Gebühr 10 Groschen pro Tag. Keine Nebengebühren! Für Anfragen Tel. R 44-4-20. Wir machen unsere geschätzten Leser auf das Inserat der Buchhandlung Rath & Co., H., Taborstraße 20 a, ganz besonders aufmeTkil ü EIHBEKSTIMB Die Freude des Wasserschöpfens Eia alter Brauch im Tempel zu Jerusalem. MMgeteilt von Ch. Frärikel. In den Sukkothfeiertagen wer es üblich, nach dem täglichen Opfer Wasser auf den Altar zu spritzen. An allen anderen Tagen des Jahres Wunde aus einem Kruge wein auf den Altar gespritzt. Zu Sukkoth wurde der Öpferaltar mit Wein auch mR Waseer besprengt. Bei diesem Anlaß wurde am Vorabend des zweiten Tages ein großes Fest im Tempel veranstaltet. Eine große Anzahl riesiger Leuchter — zu denen man auf Leitern hinaufetelgen mußte, um sie anzuzünden — wurden mit vielen Litern Öl aagefttllt. Diese Arbeit verrichteten die Kinder der Priester und stiegen mit Krügen diese Leitern hinauf. Man machte Dochte aus Gewandstreifen, die aber nur von den Kleidern der Priester genommen werden durften. Es war eine so starke Beleuchtung durch diese Flammen, daß alle Häuser und Höfe Jerusalems beleuchtet waren. Die Frommen und Adeligen tanzten im Tempel, Lobpreisungen singend und mit Fackeln in den Händen, Die Lewilm (Tempeldiener) spielten auf Harfen, Lauten, Kastagnetten und Trompeten zur Begleitung. „Wer die Freude des Waaserschöpfens nicht gesehen hat, der hat nie eine Freude gesehen“, pflegte man zu sagen. Ein hübscher Schmuck für die Laubhütte (Sukkah) Nun sitzt jeder von euch schon in der festlich geschmückten Sukkah. Da habt Ihr Girlanden, Bilderchen, Inschriften, Kränze und Mögen Dovids verfertigt, daß es prächtig a-ussieht. Nun zeige ich euch ein reizendes Körbchen, es sieht beinahe wie ein Lampion aus, das könnt Ihr immer als Aufputz verwenden. Ich nenne es japanisches Körbchen. Ihr nehmt ein rechteckiges Stück Papier, es kann gewöhnliches Packpapier, sogar Zeitungspapfer sein, am schönsten ist natürlich Glanzpapier. Das Rechteck kann 7 :11 cm, aber auch ein beliebiges Ausmaß haben. Das Rechteck wird der Länge nach in die Hälfte gebogen, genau Ecke auf Ecke legen! Der Bug wird mit dem Fingernagel recht feet niedergedrückt. Dann werden mit einer geraden Scheere Fransen geschnitten. Die Fransen sollen gleichlaufend, nicht schief und schmal (2 cm oder noch feiner) geschnitten werden. Nun dürft Ihr aber die Fransen nur Ms zur Hilfslinie B schneiden (siehe Zeichnung), sonst zerschneidet Ihr das Papier und habt gar nichts. Da nicht jeder von euch ein verläßliches Augenmaß hat, zeichnet Ihr euch die Hilfslinie B vor. Wenn die Fransen geschnitten sind, drückt Ihr den Bug nochmals recht scharf nieder und zeichnet in der Mitte jeder Längsseite (adle o) einen Punkt, öffnet das Rechteck, bestreicht eine Kante der Breitseite, und klebt sie auf die zweite Breitseite. Das müßte Ihr afber in der Luft machen, damit In Hütten sollt Ihr wohnen sieben Tage . . . Damit wissen eure Geschlechter, daß ich in Hütten habe wohnen lassen die Kinder leraeis, als loh sie hersusfuhrte aus dem Lande Miirajlm, ich bin der Ewige, euer Gott. A13}> f j *]:*; Myrtenzweig die runde Form nicht zerstört wird. Probiert es nur, es ist gar nicht so schwer, wie ee j hier in der Beschreibung vielleicht aussieht. Wenn es schon geklebt ist, wird der Bug (in der Luft) zusatnmeugedrückt, daß die Form entsteht. Dann schneidet Ihr einen schmalen Streifen von zirka 10 ein Länge und klebt ihn als Henkel inwendig beie und gegenüber an. Wer dem Körbchen auch einen Boden machen will, mißt den kreisrunden Durchmesser «b, schneidet zwei schmale Streifen, von; denen jeder 1 am länger ate der Durchmesser ist, biegt an den Enden jede« Streifens H cm scharf um und pickt sie von innen, kreuzweise, hinein. Darüber kann auch noch zur weiteren Versicherung ein Sternchen geklebt werden. Man kann auch ein zweites Körbchen aus anders gefärbtem Papier in das erste stecken, da schimmert dann die andere Farbe, durch. Oder aber einen andersfarbigen Papierzylinder hineinkfeben, der niedriger als das Körbchen geschnitten wird, wodurch eine andere Form entsteht. Ine Puppeimmmer könnt Ihr das Körbchen als moderne Lampe hängen. Mischirej Erez Israel MS ,*Mn bs ,y: ’s*> , yr 's1? tüuwmn tt*e&n btt! ap-ny 717M rrniyni wp rr *7161 17 ’jJÖJD Drin j'S loh schlief wohl nicht die ganz« Nacht: Mein Herz hüpfte, mein Herz sprang; sehnt sich nach der Sonne Pracht: „Steh auf! Komm doch! Leuchte!“ flehte «ein Gesang. Bist du endlich aufgestanden! — Tollen, strahlen — wandern wollen wir dann beide zwischen Tälern, tief geheimnisvollen — zwischen zauberhaften Bergen in die Weite. Gesundheitzecke Zum Schulbeginn faßt ihr sicher alle gute Vorsätze. Da sollt ihr euch unter anderem auch vornehmen, in diesem kommenden neuen Jahr recht auf eure Gesundheit zu achten. Der Körper ist zwar nur das Gefäß für eure Seele, aber wenn dieses Gefäß zerbricht und zerfällt, hat die Seele keine Wohnung mehr, habt ihr das verstanden? Um diese Wohnung gut zu erhalten, muß man auch genügend schlafen. Schlafen ist so wichtig wie Essen und Trinken. Mit drei Jahren braucht ein Kind noch 12 Stunden Sohkf, bis zu zehn Jahren 10 Stunden, mit zwölf bk vierzehn Jahren 0 bis 10 Stunden. Nun rechnet einmal nach, ob ihr so viel schläft, als euren Jahren entspricht. Kinder brauchen mehr Schlaf, als die Erwachsenen, die mit 8 Stunden Schlaf smbkommen können, weil der Körper auch kn Schlaf weiter wächst und sich entwickelt, und weil die kn Wachsen verbrauchtes! Kräfte ersetzt werden müssen. Nehmt euch vor, zu einer bestimmten Stunde jeden Tag schlafen zu gehen. Wer zu spät, einechläft, dessen Gedächtnis leidet. Man hat Untersuchungen mit Zahlen rechnen gemacht, mit Personen nach genügendem Schlaf, und mit Personen nach verkürztem Schlaf. Je ausgeruhtor der betreffende Mensch war, umso besser konnte er Zueammenzählem und Auhwendiglemen. Achtet selber darauf, ob in eurem Schlafzimmer gute Mt herrscht. Jetzt könnt, ihr noch bei offenem Fenster schlafen. Bei «ehr kaltem Wetter kann man da« Bett vom Fenster wegrüeken, falls eis gerade dort steht. Nun, wer von euch wind den gutem Vorsatz in die Tat Umsetzern und dabei auch aiusharren? Kreuzwortrittei Von Rudolf Weinberg 17 | |,8 Waagrecht; 1. Erzvater. 5. Behf Prophet. 6. Jüdischer Monat. 10. Oete Ander. 18. Ägyptische Gottheit,. 18, Qua begrif. 14. Vorsilbe. 15, Persönl. Fürwi Zeitbegriff. 10. Vorwort. 20. Gebetwort. kanntet Zionist. 84. Stockwerk. 86. Aggregat- Zustand. 27. Besitzanzeigendes Fürwort. 28. Kante. Senkrecht: 1. Stadt in Palästina. 2. Englisches Bier. 3. Behältnis. 4. Landstrich in der Wüste. 5. Vorsilbe. 6. Französischer Revolutionär (f). 7. Gangart. 9. Baumbepflanzte Straße (Mehrzahl). 11. Meer, 16. Vorwort. 18. Raumbegrif!. 20. Böse. 21. Kunst (freundsprachig). 22. Zahlungsart. 23. Schwur. 25. Chem. Zeichen für Titan. Auflösung der biblischen Rätsel: 1. : Saul (Samuells 14, 83, 89, 44). 2. : Dem Hohepriester Josua (Sach., 3, 5). 3. : Gideon und sein Knabe Purim (Richter, 7, 9).