Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 6 (1918-1919)
- Issue
- 2 (9.1918)
- Date
- 1918-09-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Rosch-Haschana «nd Iom-Haklpp»r!m aus dem Midrasch. Nabbi PinchaS und Nabbi Ehelkijah berichten im Namen von Nabbi Simon: ES begaben sich alle dienenden Enget vor den Heiligen, gepriesen sei sein Name, und sprachen zn ihm: Herr, der Welt, wann ist Nosch-haschana? und er sprach zn ihnen: Mich fragt ihr? Ich und ihr,' foir wollen den Gerichtshof unten fragen. — Lehrt Nabbi Hoschajah: Es beschloß der Gerichtshof unten und sagte: Heute ist Nosch-haschana! Sprach der Heilige, gepriesen sei sein Name, Zn den dienenden Engeln: Stellet eine Erhöhung auf, und es sollen sich anfstellen die Sagenorim, die da die Engel der Verteidigung'sind, und es sollen sich aufstellen die Kategorim, die da die Engel der Anklage finddenn es sprachen meine Kinder: Heute ist Nosch-haschana. — Fiel es dem Gerichtshof ein, auf morgen zu verschieben. Spricht der Heilige, gelobt sei sein Name, zn den dienenden Engeln: Schaffet die Erhöhung fort, und es mögen die Sagenorim fortgehen und es möge:: die Kategorim fortgehen, deng meine Söhne haben es auf morgen verschoben. Uitb welches ist der Grund? Es steht geschrieben. Denn ein Gesetz für . Jisrael ist er, eine Vorschrift für den Gott Jakobs. Und wenn er kein Gesetz für Jisrael ist, dann ist er auch keine Vorschrift für den Gott Jakobs. II. Erzählt Nabbi Tauchuma: Die Geschichte eines Schneiders in Nom, der am Erew-Jom-Hakippurim auf den Markt gipg, um einen Fisch zu kaufen. Aber er fand dort mrc einen Fisch. Stritt er sich mit dem Diener des Senators um den Preis. Dieser bot mehr ititb jener bot mehr, bis zu 12 Dinaren, da erwarb ihn der Schneider. Zur Stunde der Mahlzeit fragt der Senator semen Diener: „Warum brachtest du mir keinen Fisch?" Antwortete der: „Herr, warum soll ich dich täuschen, ich ging auf den Markt und es war dort nur ein Fisch, da geschah es, daß ein Jude und ich ihn wollten, und so überboten wir uns bis zu 12 Dinaren. Nun, wolltest du etwa, daß ich dir einen Fisch um 12 Dinar brächte? Behüte!" Sprach der Senator: „Wer ist er?" Der und der. Schickte er nach ihm. Er kam. Sprach der Senator: „Was fällt dir ein, Judenschneider, daß du einen Fisch um 12 Dinare - ißt?" Antwortete der Schneider: „Herr, wir haben einen Tag, der entsühnt uns aller Vergehen, die wir an allen Tagen des Jahres begangen haben, und wenn dieser Tag herankommt, sollen wir ihn nicht ehren?" Antwortet der Senator: „Weil du einen Grund für dein Handeln erbracht hast, bist du frei". Wie vergalt ihn: aber der Herr, gepriesen sei sein Name? Ging der Schneider und zerschnitt den Fisch, und da bescherte ihm der Heilige, gepriesen sei sein Name, darinnen einen guten Edelstein, und er hatte sein Einkommen davon für alle Zeiten. m. Der da sagt: Ich will sündigen und ich will Buße tun, dem gibt man nicht nlehr die Möglichkeit, Buße zu tun. — Der da spricht: Ich will sündigen und der Jom-Hakippurim wird sühnen, den sühnt nicht der Jom-Hakippurim. — Sünden zwischen dem Menschen und Gott sühnt der Jom-Hakippurim. Sünden zwischen Mensch und Mensch, sühnt der Jom-Hakippurim nicht, bis der Mensch verziehen hat. Dies lehrt Rabbi Eleasar ben Azurjah: es steht geschrieben: „Von allen euren Ver- 4«