Blau-Weiss-Blätter
- Journal
- Blau-Weiss-Blätter
- Volume
- 6 (1918-1919)
- Issue
- 1 (6.1918)
- Date
- 1918-06-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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und wandte sich den wesentlichsten Erziehungs fragen unserer Gemeinschaft zu. Er forderte ein neues, engeres Verhältnis zu den Dingen und ein aus dieser „Verdinglichung" entspringendes, reineres und zweckfreieres pflichtbewußisein. Schließlich verteilte Glaser die Nadeln an die von den Bünden vorgeschlagenen Gefährten. Nun fand das wettsingen statt; der Eindruck, den es machte war mäßig. Am besten gefielen die pofener. Als Preise gab es die ersten fünf numerierten Exemplare des neuen, endlich erschienenen Liederbuches mit einer Widmung der Bundesleitung. Die Wettspiele, die jetzt folgten, brachten den üblichen Blau-Weiß-Dreikampf, Barkauf, Völkerball und Ltafettenlauf. Ueberall siegte Berlin. Aber auch die anderen haben gelernt und werden Hoffentlich auf der nächsten Treffahrt noch stärker sein. Das Feuer abends in der tiefen Zandmulde mit den hoben, schräg ansteigenden wänden brachte wunderschöne Bilder und eine leider reichlich sentimentale Stimmung, die erst durch die kräftigen Reden Lalvarys und Leib Lichtingers- Stuttgart zerstört wurde. Dann ging's durch die Flamme, erst als Schlange, einer hinter dem anderen im Lauf, dann im Sprung und schließlich im langsamen Schritt unter dem Gesänge mehr oder minder schöner Lieder. — Nur wenige gingen in dieser Nacht ins Stroh. Am nächsten Tage war die Sitzung der Führerschaft. Glaser hielt das Referat der Bundesleitung, das in seinen wichtigsten Teilen in der nächsten Nummer unserer Blatter zum Abdruck kommen wird. Die Debatte war recht inlereffant und führte zu einer Klärung der Anschauungen über den wert des Blau-Weiß und die Bindungen, die uns stärker als alle Gegensätze der religiösen und sonstigen Am schauungen Zusammenhalten. Der Nachmittag gehörte einer Debatte über Berufs« Umschichtung, die mit einem Referat von Walter Moses begonnen wurde. — Gegen Abend verließen wir Groß.Obisch. — Sowohl über die ostdeutsche als auch über die süddeutsche Treffahrt, die in Hemsbach stattfand, und über 200 Blau-Weiße vereinte, wird noch manches zu sagen sein. Sie waren Symptome unserer erfolgreichen Arbeit, die sich auch in der Aufnahme der jüdischen wanderdünde Hannover, Glogau und Hindenburg (letzteres als Untergruppe von Kattowitz) manifestierte. Einiges zu diesen Erfolgen mögen auch die Reisen beigetragen haben, die in letzter Zeit im Aufträge der Bundesleitung unternommen wurden. Karl Glaser, Hans Oppenheim, Gerhard Jacodsohn und eine Anzahl Berliner Wanderer besuchten Posen, Berliner waren in Stettin, ein Besuch, der später erwidert wurde, Karl Glaser, Hans Oppenheim und Gerhard Iacobsohn bereisten die schlesischen Bünde, Walter Moses fuhr nach Hannover und Leipzig. Die Reifen werden fortgesetzt werden. Edith Hirsch - Henschel beteiligt sich wieder an den Arbeiten der Bundeslsitung. Grete Brock wurde kooptiert und hat die Kaffe übernommen. Mitteilungen der Vnndesleitnng Da» nere« Li«-«rhr,ch tft ersetzten«« und zum Preise von Mark 2,75 im Jüdischen Verlag Berlin W (5, Sächsische Str. 8 zu erhalten Die Bünde werden gebe len, Sammelbestellungen aufzugeben.