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Blau-Weiss-Blätter · 1918-06-01 · 1 (6.1918) · page 27

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Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
6 (1918-1919)
Issue
1 (6.1918)
Date
1918-06-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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in erster Linie ^deu augenblicklichett Forderungen der jüdischen Gegenwart gemäß" auf eine solche Bilhüüg verzichten, sich ihrer körperlichen Ertüchtigung und der Mitarbeit am xolitischen Leben widmen solle, Aber außer diesen grundsätzlichen Auseinandersetzungen wurden mannigfaltige andere Themen, so insbesondere die Frage nach den Wirklrngen der sogenannten ^Buber'schen Richtung", der Unterschiede von Vst und West und aller Iugendfragen mehr oder weniger ausführlich gestreift. Montag, den 20. vereinigte sich die Jugend von verschiedenen Wegen her. unterkommend bei klarstem Frühlingswetter auf der Gießhübler-heide in der Nahe Mödlings und bot in den mannigfaltigen Gruppen der Lchomnm, die ihre Zelte anfgefchlagen hatten und Geländespiele aufführten und der Blau-weißen, die jüdische Lieder sangen, und der riesigen Schar der anderen, die in buntem Areise an den hängen saßen, plauderten und spielten, ein wahrhaft festliches Bild. Mas im Saal bei der Diskussion fast wie Parteiung und Feindschaft aussah, fand sich hier wahrhaft brüderlich und freundlich vereint. Alle Gegensätze der Theorie waren verschwunden durch die verbindende Rraft jugendlichen Ledensgefühls und jüdischer Bewußtheit. 3n der späten Nachmitragsstunde kamen die Delegierten von ihrer Konferenz und Dr. Bernfeld konnte der gespannt aufhorchenden Menge die erfreuliche Mitteilung machen, daß zu Mittag einstimmig alle Iugendaruxpen sich zu einem verband der jüdischen Jugend Westerreichs zusammengeschloffen hätten und daß als vorläufige geschäflsführende Leitung einstimmig gewählt worden waren: Dr. Bern seid, Aren, Dr. Aramer, Dr. Tisch, Arrur Engländer, Dr. Baron, 5. horowitz und Reretz. In kaum endenwollenden hcdadrufen bekundete dir Jugend ihr Einverständnis mit den Beschlüssen ihrer Delegierten. In einer ergreifenden Ansprache drückte Dr. Buber seine Freude über das schöne Bild der Einheit der jüdischen Jugend, die zur Erneuerung des Judentums alle Scheingegensätze wie wst und West und Intellekt und Rörper wahrhaft überwinden müsse, aus. Mit dem klaren Empfinden, daß trotz aller Unzulänglichkeiten, trotz aller Gegensätze und Schwierigkeiten in diesen drei Tagen etwas dauernd Fruchtbares und Verbindendes geschaffen wurde, verließen die Teilnehmer in großen Gruppen nach und nach die Heide. Aus der Bewegung Bericht der Deutschen Br»nd«sl«itirns Die wichtigsten Ereignisse der Berichtszeit waren die Treffahrten von Groß« Mbifch bei Glogau und in Hemsbach. In Groß-Wbisch waren beinahe 200 Gefährten aus Berlin, Posen, Gnesen, Glogau, Breslau, Ratibor, Rattowitz, hindenburg und Guben versammelt. Für Euartiere war dank der Fürsorge der Glogauer, besonders Wftectags und dem Entgegenkommen der Bevölkerung bestens gesorgt. Auch Lebensmittel waren in genügender Menge vorhanden; überhaupt klappte die wrganisation ausgezeichnet. — Am Montag, den 20. Mai eröffnte Walter Moses auf dem Burgberg, einem alten finnischen Aingwall, die Tagung, indem er aus die Erfolge unseres Bundes hmwies, der, die Gefährten im Heere und die Angehörigen der freien, dem Blau- Weiß nahestehenden Bünde eingerechnet, in Deutschland rovtt Wanderer und Wanhrcrmnen zähle. Dann sprach Gstcrtag, begrüßte namens der Glogauer die Bünde

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