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Blau-Weiss-Blätter · 1915-05-01 · 1 (5.1915) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Blau-Weiss-Blätter
Volume
3 (1915-1916)
Issue
1 (5.1915)
Date
1915-05-01
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Mrs den Wnndeebün-en Verttn. wir haben unseren Führer Alfred Steinfeld durch den Tod verloren. Er war der Führer unseres 6. Inges und har mit Eingabe und Pflichttreue in unserem Wanderbunde gearbeitet, wir alle, Führer und Wanderer, betrauern in ihm einen lieben Kameraden und treuen Freund, der die besten Jahre seines jungen Lebens der Mitarbeit für die körperliche und geistige Wiedergeburt' unseres Volkes widmete. Er starb am 6. April an einer schweren Krankheitwenige Wochen nach seinem Eintritt ins Heer. Durch Einberufung zum Heeresdienst wurden uns im letzten Monat wiederum drei Führer entzogen: unser Führerschastsleiter Sommer, ferner Bartfeld und Lev^. Unser Hilfsführer O p p e n h e i mhat Berlin verlassen; aus München ist Werner Senator zu uns gekommen. Unsere Wandrerin Grete Eckstein wurde zur Hilftsührerin ernannt. Die Beteiligung an den Wanderungen ist mit Beginn des Frühlings reger geworden, wir hoffen, neue Führer zu gewinnen und den wanderbetrieb aufrecht «chatten zu können. — Die Wanderungen und Heimabende der Mädchengruppen stad zufriedenstellend besucht. Unser Heim in Drewitz wurde neu hergerichtet; anstelle von Oppenheim hat MannbeLm das Amt eines Heimwärts übernommen. Beeslan. Jetzt ist wohl überall Frühling geworden, was soll ich da. viel von der Schönheit unserer Fahrten schreiben? Ihr wißt ja alle selber, wie schön ste sein müssen! — Freilich, nur die. die oft milkommen, können die wahre Freude haben. Sie sehen, wie alles allmählich die Augen auftur und sich der Sonne zuwendet. Und ihnen wird es sicherlich am leichtesten werden, ihrem selbsterwablten vorbilde, der Natur, zu folgen. Einige gibt es jetzt auch bei uns, die drei- oder vier- oder fünfmal im Monat wandern. Und ich glaube, ihren Schilderungen muß es gelingen, die Faulpelze, die nur ihre Pflichtwanderung machen, zum häufigeren Mitkommen zn bewegen. — Außer den SonnLagsfahrten gab es «ine viertägige Jungenfahrt nach der „Schlcsisch-Posenschen Seenplatte*, ein vom Führer ftei erfundener Name für die schöne Glogauer Gegend, und eine zweitägige Fcchrt ins Eulengebirge für den ersten Zug der Mädelgruppe. Beide haben — trotz ziemlichen Regens bei den einen und liefen Schnees bei den anderen — allen F^ude und Zuftiedenheit gebracht. — Unsere Rasten finden im Freien, unsere Heimnachmittage bei den verschiedenen Führern und Führerinnen statt. — vom Magistrat wurden hier Stücke bisher brachliegenden Landes ä joo qm verpachtet. Diejenigen Blau-Weißen, die fich an deren Bearbeitung beteiligen, haben zwar schwere und ungewohnte Arbeit damit, aber auch ungeheure Freude! Schon jetzt, wenn wir nur sehen, wie ein Beet nach dem andern fertig wird — und wenn wir dann erst Erntefest feiern . . . 1 €lfc Kober ESlrr. Bericht fehlt. $amfeitrg. Bericht fehlt. Ccifiig, Bericht fehlt. MaarrheirrT. wir führen den Wanderbettieb ungehindert weiter, wenn« §J*ü$ die Einziehung fast aller Führer zum Heere uns sehr große Schwierigkeiten' verursacht.

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