Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 30-31 (12.4.1900)
- Date
- 1900-04-12
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
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2 .omor H'b Sn , cnnc d'iwjdS pro ,-ftl I®V >1!55? in1??’ -~13 H1D :NPS «njio .yrn ,T|ö .fiy. .VZ^Z ,fCTp : ns-jj Sin Am Sabbat wird Und cs ward Abend nnd es ward Morgens der sechste Tag. Und es waren vollendet die Himmel und die Erde und all ihr Heer. Und Gott vollendete am siebenten Tage sein Werk, das er gemacht hatte, und er ruhete am siebenten Tage von allem seinem Werke, das Er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an ihm hatte er geruht von allem seinem Werke, das Gott erschaffen hatte, um fortzuwirken. Wenn p"' an einem hier Kiddusch angefangen: 4! :^n DV (^P3) ■>?« ™ 2-« 'ni (nob) | b5'i :dn32 Srn pani czrpEti V21 j: npy i¥’n iripaSp'yaffn' dtp ü'HSn dn5ö"S3p T3t?n Dip rocn ypi&n dttik dtiSk "Hin :ntby irpKSp-Ssp ria^' o ’? ins : nifrjß dtiSk Wochentage fällt wird hier angefangen. Gclobi seist Du, Ewiger, unser Gott, Köntg I P'ilSit " HflN 1P3 '12L der Welt der Du die Frucht des Weinstockes > T T T erschaffen. I |E>^ *T!13 denn in Wirklichkeit verliert man Vas Peßachfest fast das ganze Jahr hindurch nicht aus den Augen. Schon in den ersten Sommertagen, wenn die Erdbeeren anfangen zu reifen, beginnt manche sorgsame Hausfrau — das Peßachfest ist kaum vorüber — für das kommende Fest die köstlichen Früchte „einzumachen"; dann kommen die Kirschen, die Aprikosen, die Reineclauden; dann wird der Weizen für die Schemurah- Mazzoth geschnitten; die Aepfel, Birnen, Pflaumen, Zwetschgen werden für Peßach getrocknet, der Wein wird für ct gekeltert, der Trester oder Zwetschgen-Kern-Branntwein wird gebrannt, und ehe man eS sich versieht, beginnen schon die Mühlenbesitzer die gründliche Reinigung der Mühlen, und die Bäcker fangen an, die Mazzoth zu backen, die oft in weite Fernen wandern müssen. Aber erst nach Purim beginnt die eigentliche Vorbereitungszeit. „Die Peßacharbeit" steht jetzt im Vordergruude bei jeder gewissenhaften, jüdischen Hausfrau; alle Räume werden einer gründlichen Reinigung unterzogen, der Inhalt aller Schränke, Kisten, Kasten, Kommoden k. wird gehörig „geschüttelt", denn es gilt ja, jedes Atom von „Chomez" auf das Sorgfältigste zu entfernen. Die Kinder dürfen nicht „krümeln", es darf kein Buch und keine Zeitung mehr auf den Eßtisch gelegt werden, damit kein Krümelchen Chomez daran haften bleibe. Endlich naht der große Moment, daß die gründliche Reinigung der gesummten Wohnung vollendet ist, und nun vollzieht der Hausherr, am Abend vor dem 14. Nissan, die ofsizielle Revinon, pvn npns. Was er noch findet, wird sorgsam weggeschlossen, um am andern Morgen verbrannt zu werden. Und nun naht das Fest selbst! Der Vater, seine Söhne, und die andern männlichen Mitglieder kommen aus der Synagoge, und in wunderbarer Pracht, im Glanze vieler Lichter, strahlt ihnen der sorgfältig hergerichtete Sedertisch entgegen, reich bedeckt mit den schönsten Gefäßen des Hauses. Betrachten wir denselben ein wenig näher. Weinflaschen und Becher mancherlei Art dienen zu den „vier Bechern der Erlösung", die an diesem Abend von jedem Einzelnen, Männern und Frauen, Knaben und Mädchen, getrunken werden müssen. Die „Seder- Schüssel" enthält in ihrem Innern die drei ungesäuerten Brode. Am Sabbat und an den andern Festen genügen zwei Broderuvo cnS; heute bedürfen wir deren drei. Auf der Seder-Schüssel befinden sich allerlei Dinge, die wir einzeln betrachten: grünes Kraut dbic und daneben ein Näpfchen mit Salzwasser oder Essig, ein gebrannter Knochen zum Andenken an das einstige P.ßach Opfer, die bitteren Kräuter inv, die zu den Mazzoth gegessen und das Charoßeth, in welches sie getaucht werden und endlich das gesottene Ei, ein Symbol der Trauer um das zerstörte Heiligtlmm in Jerusalem. Alle nehmen Platz rings um den Tisch herum; auch die Dienstboten, selbst wenn sie sonst im Jahre nicht mit der Herrschaft an einem Tische essen. Und nun beginnt der Seder mit dem Kiddusch, der Heiligung