Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 30-31 (12.4.1900)
- Date
- 1900-04-12
- Page
- – (sequence 41)
- Language
- German
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— 1 ♦ ■ppn npna Am Abend des vierzehnten Tages *) im Monat Nissan, untersucht man die Winkel des Hauses, um alles gesäuerte Brod wegzuschaffeu. Vorher wird folgender Segen gesprochen: :ppn -RJT5 Tji UM7Y1M3 -H^'8 D^iyn "'PP in? Gelobt seist Du, Ewiger, unser Gott, König der Welt, der uno durch seine Gebote geheiligt und besohlen hat, das gesäuerte Brod herauszuschaffen. Illach dem Ausräumen sagt man Folgendes: nr^l 7'yy7 nrnyj? nnpq *0“ ’niErp «ytn «jj’pni trrpn"^2 : ^7^7 Aller Sauerteig und Alles gesäuerte welches sich unter meiner Botmäßigkeit befindet, das ich nicht gesehen und nicht weggeschafft habe, soll vernichtet und dem Staube der Erde gleich gehalten sein. Das gefundene Brod wird alsdann sorgfältig verwahrt und am andern Tage gegen zehn Uhr Morgens verbrannt. Nach dem Verbrennen wird folgender Spruch gesagt rrnso“ nnpn «pp nnprn ,nnr''p «yin Kjj’pqi NTprp? «qBÄ? 7'py^ nrnjz? Aller Sauerteig und Alles gesäuerte, welches sich unter meiner Botmäßigkeit befindet, das ich gesehen oder nicht gesehen, das ich weggeschafft oder nicht weggefchafft habe, soll vernichtet rmd dem Stande der Erde gleich gehalten sein. *) Fällt der Vierzehnte auf einen Freitag, fo geschieht das Ausräumen am Abend des Dreizehnten Wenn der Vierzehnte am Sabbat ist, so wird das pcn am Freitag verbrannt, das NTPH 7g aber erst am Sabbat um zehn Uhr gesagt. Wenn Sabbat gleich auf G'G GV folgt, wird GIG cv ggj? Abends Gny gemacht und Folgendes gesagt: innj?. b)i wjp 7M abtyn rsnbi* ” rrn# -p-n -bs N2WH miß uch-ich, ruyych, rr?'y^ NA prp : ntf?n tjq K2B rryny wins Gelobt seist Du, Ewiger unser Gott, König der Welt, der Tu uns durch Deine Gebote geheiligt und uns gegeben das Gebot des Erub. Durch dieses Erub sei uns erlaubt, am Festtage auf den Sabbat zu backen, zu kochen, die Speisen warm zu erhallen, Lichter anzuzünden und überhaupt alles Nöthige zu verrichten, sowohl uns als jedem, der an diesem Orte wohnt. ftt unserm an gemüthlichen und erziehlichen Momenten so reichen, religiösen Leben nimmt die Feier des Peßach^FesteS und in diesem die feierliche Begehung der beiden ersten Abende des Festes, der Sedernächte, eine Hervoragende Stelle ein, und da hinwiederum bildet die „Hagadah" den Mittelpunkt. Diese letztere hat ihren Ursprung in dem göttlichen Gebote, daß der Vater verpflichtet ist, seinen Kindern von dem Auszuge aus Aegypten und den dabei stattgehabten Wundern zu erzählen. Sind keine kleinen Kinder vorhanden, so erzählt-man den Erwachsenen; ja wenn man ganz allein ist, so muß man sich selber erzählen, damit die Erinnerung an die Befreiung Israels aus dem Sclavenjoche und die Erwählung der Nachkommen Jakobs zum Gottesvolke stets frisch und lebendig erhalten werde. Schon die Vorbereitungen für das Peßachfest tragen dazu bei, daß wir den hohen Feiertagen in der geziemenden Stimmung entgegengehen. Schon dreißig Tage vor dem Feste hat die engere Vorbereitungszeit begonnen; wir sagen: die engere,