Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 41 (1900)
- Issue
- Heft 30-31 (12.4.1900)
- Date
- 1900-04-12
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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(548 Turngeräthen ausgestatteten Spielplatz für die Kinder. Hier ist auch die neue Quelle der Anstalt erbohct, die qualitativ 6,1 pCt. Soolgehalt hat und deren durch Selbst-Hochdruck aus einer Tiefe von 44 Meter zu Tage sprudelnder Strahl 112 Liter Soolwasser in der Minute liefert. Links vom Wirthschaftshofe erhebt sich im selben Stil wie das Hauptgebäude, ein zweites Haus, in dem im Verein mit Wirthschaftsräumen (Waschküche, Roll- und Plättstube u. a. m.) die Badeanstalt mit 16 Wannen und einem Quell- und Reinigungsbade sich befindet. Ein schöner Vorgarten und ein großer Garten binter den geräumigen Höfen, dessen schöne Anlagen eine Schöpfung des städtischen Gartenbauinspectors tigkeit aufgebracht. Ferner sind aus dem angesammelten Fonds des Baukomitees ungefähr 8700 Mark Zinsen erwachsen und mehr als 46,000 Mark gemäß dem Beschluffe der Anstaltsorgane und des Baukomitees aus dem Vermögen der Anstalt für den Bau verausgabt. Für die Verzinsung des Baufonds sind wir Herrn Generalkonsul Eugen Landau in Berlin besonders dankbar. Wenn sämmtliche Rechnungen vorliegen, wird der Rechnungsabschluß des Neubaues dem Kuratorium sowie dem Baukomitee zur Prüfung und Entlastung vorgelegt und im nächsten Jahresberichte verössentlicht werden. Der Anstaltsbetrieb währte in 1899 vom 26. Mai Hiicho. Herrn Martens in Kolberg sind, umrahmen und vervollständigen den überaus gelungenen Bau. Tie Kosten des Neubaues und seiner inneren Einrichtung und Ausstattung können beim Schlüsse dieses Berichtes noch nicht genau festgestellt werden, weil noch nickt sämmtliche Rechnungen vorliegen. Doch kann schon jetzt gesagt werden, daß der im Aufrufe des Baukomitees vom November 1896 vorgesehene Anschlag von 226,000 Mark zum mindestens erreicht, wenn nicht gar um ein Paar Tausend Mark noch überschritten ist. Zur Deckung dieser Kosten sind vom Baukomitee 177,661 Mark 80 Pfg. durch seine dankenswertste Thä- bis 26. September. Der höchste Personenstand im Hause war vom 21. Juli bis 10. August mit 80, der niedrigste in der letzten Betriebswoche mit 40 Pfleglingen. Sämmtliche Pfleglinge gehörten den armen oder unbemittelten, sogen, verschämt armen Volkskreisen an und empfingen ganz unentgeltlich sämmtliche Wohlthaten des Hauses, als Qbdach, Verpflegung, Bäder und sonstige Kurmittel zum Gebrauche einer Sool- und Seebadekur. Heber das Weihe- und Jubelfest berichteten wir bereits früher ausführlich.