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Wiener Morgenzeitung · 1925-02-10 · Heft 2146 (10.2.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2146 (10.2.1925)
Date
1925-02-10
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Hü. $146 Men, ^renskag Wiener Morsen-ett««s. V w Fr-Hmar 1926 I Ztm Schutte gegen Ansteckungen Bestes Schutz- und Desinfektionsmittel fflr Prauen Beseitigt üble Oerüche Wudeform Gegen übermässige Schweissbifdnng Als Zusate zn Bädern Angenehm riechend Nur in edelgrünen Originalflaschen Ein Arzt ans Bordeaux, Derault, will sogar dic Cchwindsucht musikalisch heilen, und Pierre Bourtzcklet (1610 bis 1686) berichtet in seüwr „Histoire de la musiqu-e et seS cffets", daß er einmal „«ine mit Nymphomanie behaftete junge und häßliche Weibsperson durch Konzerte, die MS lauter sanften Stücken bestmsten und dreimal täglich auSgoführt würben, gehellt habe." Daß diese rncdizinische Einstellung der Musik gegenüber bis in die Neuzeit hineinreicht, beweist die vcur Dr. F. A. Weber unter dem Titel „Von dem Einstuß der Musik Es den menschlichen Körper und ihrer medizinischen Verwendung" nn März 1802 m der „Allgemeinen Musikalischen Zeitung" vew-ffentlichte MhaMnng. Diese im Verlag Breickcpf und Har teil m Leipzig herauSgegebene Wochenschrift war damals die anerkannteste und verbreitetste MusiÜzeitschrift. Weber sucht der Frage wissenschastilich ans den Grund zu gehen, untersucht und foitiiftert die ihm vorliegenden einschlägigen Schriften und koinint zum Schluß, daß die TmMnst „'ihre eigene materia inedkca, ihre eigene Pharmacia" habe. Dr. Weber Mt von der Voraussetzung MS, daß die Musik rein körperlich aus die Hörorgane und indirekt auf daS gairze Nervensystsrn wirke. Diese physische WwkMvg kann nach seiner Meinung bedeutender als die psychische sein. Die Stärke der Wirkung hängt von dem Musikstück, aber auch von der Beschaffenheit (gemeint ist wohl die Musikalität) des Zuhörers ab. Die folgenden Beispiele ntogen zeiget!, zn welch imglanblichvn Ergebnissen Dr. Weber bei seiner zweifellos ernst geuwinten Arbeit' kam. Dabei ist zu beachten, daß die Talsache, daß Webers Aufsatz in einem Fachblatt erscheinen konnte, eine deutliche Sprache für die allgemeine Einstellung jener Zeit zu diesen Dingen spricht. Raserei: „Mauchen hat eine angenehme Musik in einer Wut besänftigt. Ein Weib, das ins Fetter und ins Master spv'mgen wollte, ward Ms Anraten eines KapiMners durch Geigen 'und Gesang geheilt." Schlechte Verdauung: „Diese ist tekamMich nicht feilten eine Folge kranker Magennerven. Der Zusammenhang derseWen mit den Gchövnevden ist anatomisch erwiesen. Folglich liegt schon theoretisch der Gedanke nahe, Musik zur -Heilung der Dyspepsie zn verwenden. Zudem beweist die tägliche Erfahrung die Richtigkeit solcher Theorie. Studenten, Mönche und Handwerksburschen singen zum Trinken, nm mehr trinken, aber Mch nm die Getränke bester verdaten zu können. Und wer hat es noch nicht erprobt, daß bei einer guten Tafelmusik das Esten bester mundet und leichter veadauLich ist — seLbst wenn diese Tafelmtüsik nur aus lustigen Liedern besteht?" „Auch der Blasenkrampf P durch MusA heilbar, wie ich ans Grund der von Soaliger, Boyle^ Donet und Goulard gepriesenen harntreibenden Kraft der Musik feststelleu idavf. Ich seilbst war einmal zu der Zeit, als ich noch taurste, bei «mar Tanzpartie Mf dein Lande, woselbst man sich -in Ermanglung Mderer Spttkleute eines SackpfeiferS bediente. Die Sackpferfe bewies bei den F«men in kurzer Zeit die hier angeführte Kraft. Daß die Harmonika harntreibende Wirkung hat, kann man allgemein beobachten." ,Ms EvwärimuwgKmittÄ erkaltender ehelicher Zärtlichkeit mag Marsik in Konkurrenz mit aatdoren lockenden Umständen immer vieles leisten. Daß das Glockenläuten die NiedsMrnft befördern könne, zeigt Hühnerwoff am Beifpietl einer Frau, die viermal nacheinatrder nicht gebären lotmt«, bevor in der Kirche gelautet wurde." Zum Schluß der Abhandlung spricht Dr. Weber sein Bedauern aus, daß -bisher Mf dem so bedeutungsvollen Gebiet der medizinischen Musik zu wenig gea-rbektet wurde, uud er fordert seine jüngeren Kollegen auf, sich diesen Fragen mehr zu widmen. Er dürfte aber lvohll wenig Nachfolger gefunden lhaiben; die Wistenschaft des 19. Jahrhunderts konnte mit diesen Phantastsreien nichts mehr Mfangen. Wierr, Io. Fcibvuar. * Der Bundesvrasident — Wiener Ehrendoktor. Die vechts- und staatswissenschaffliche Fakultät der Wiener Universität hat einstimmig beschlosten, d>.m Bundespräsidenten Doktor der Recht« Michaeil Harnisch -in Würdigung seiner literarisch-wissenschaftlichen Arbeiten und seiner Tätigkeit auf dem (Äebl'ote der volkswirtschaftlichen Praxis sowie seiner hörvorragenden Verdienste unt das krMurelle Gedeihen Oesterreichs das Ehrendoktorat der StaatSwissenschasten zu verleihen. Dieser Beschluß wurde vom Akademismen Senat einhellig bestätigt. Die feierliche Promotion des Bnndespväsidenten z>nm Ehrendoktor dürfte Ende Februar oder anfangs März nn großen Fcstfaal der Universität Wien stattfinden. * 70. Geburtstag des Hofrates Prof. Niehl. Anläßlich des 70. Geburt st ag.'s des Vorstandes der ersten . dermatologischen AUinif, Hofrat Prof. Dr. Gustav Rieht, fand oestern im neuen Hörsaale der dermatologischen Klinik des Allge«neinen Xlrankenhauses eine Feier statt, der außer den Vertretern der Fakultät, der Gemeinde uud des Staates auch Bundespräsident Hämisch 'beiwohnte. * Jubiläumsfeier. Der Jsnaslitif-che Dempetlverem für die Besivke Wiedett-Marga-reten feiert se-men ülljÄirig-'n Bestand. Aus diesen! Anllasie -findet am Sonntag den 1b. d. -um 10 Uhr vormittags ein feierlicher Gottesdienst unter Mitwirkung hervorragender Kantoren statt. Alle Freunde nnd Gönneir des Vereins werden ei-ngeladen. sich recht zahlreich an dieser Feier zu beteiligen. Die restlichen EinirittSkartelt sind in der V-ereinWain-siei, 5. Bez., Siebenbrunnengass.e 1a (Dell. 39.785) zu behüben. * Kontrolle der NadioanMeldungen: Div Oester,reichifche Radiv-DsrkehrSÄ -G. hat mit einer Kontrolle der Häuiftr begonn«n und ftftgestellt. datz viele Teilnehmer a n tiinn-dspvuche ihre Cnrpfaniässtaiwnen bsim zuftäMa-n AbgabcPostMut.e twch wA\ mkammob «nab daher auch be-me TMwhmergMlhreüt entrichtet haben. Di« Ravag hat in ihrem Rundspruch vor- 'läniftg mir die Straßen bekanntacaaben und gegen di« nichtterechiigten Toiilnehmer bei der Telegraphenbehörde die Amts Handlung oingeloitat, welche nach den Beitimmungen des § A tes TesegwpherrgesetzeS durchgefÜhvt werden wird. * Folgen der Hundevermehrung. Die Zahl der Hunde hat in Wien stark zugvnommen. Im Jahre 1914 i»ur®en nur rund 40.000 Hunde versteuert^ während im Jahre 1964 für 86.203 Hunde die Steuer entrichtet wurde. Diese starke Vermehrung der Hundezahl ist' auch mit einer Gefährdung der Bevölkerung verbunden. So berichtet die Wiener Postdirektion, daß im Jahve 1924 34 Postaugcstellte bei der Zuste'llu.ng von Sendungen vo-n Hunten anyefallen und verletzt wurden. Im Jahre 1924 sind in der Schutzimpfungsanstalt mtf dem Reunweg 678 Personen, davon 197 Kinder, die von wutverdächtrgen Hunden gebissen wurden, gemchft worden. In das Justitnt für Wnibehandluirg kommen jetzt fast täglich 20 bis 100 Menschen, um sich H undeb i ß wunden unterfnchen zu Lasten. Di« Genwindeverwallung hat für das Jahr 1925 di« Hnndesteuer von 50.000 auf 100.000 K. gesteigert; ez hat sich aber gezeigt, daß dies« Verdoppelung der Abgabe nicht di« geringste Mirkmrg aus e:w Vevunnderung der Zahl der Hunde gehabt hat. * DaS Wetter. Im Gebirge ist wieder Schnee gefallen. In der Niederung regnet «s. Die gc-fallenLn Nirde-rfchlagsmengen find unbedeutend. Das Wetter ter nächsten Tage wird zu raschen Aenderungen neigen. Die Voraussage meldet: Verändevlich, bewölkt, rn den Nordalpeniländern stellemveif« Niederschläge, zunächst mitte. * Die Lebensmitirlmärtte. Der Berkcihr Ms de« gestrigen Mirkten stand inn Zeichen des eingeschräüktrrn Bedanffes, dsr sich gewöhnlich bei Wochenibeainn jiuMar macht. In der Großmarkthallä, wo gestern 14 Waggons verschieteusr Fleifchavten ei!nila.u>gten, war die KäuferbetoNiguing sowohl im Großals auch im, Memhandel eine spärll'iche. Der Berühr hielt sich bei gegen S-amsitag unveränderten Preisen in lyescheidcimn Grenzen. Der Nafchmarkt wurde wie goloohirlich au emenr Montage in Ms Gä^uerzougniisse z'rva-r schwächer beschickt, allem angesichts deS oingefchrän-ki-e-n Bedarfes, konnte mit don vorlMdeuen Vormten das Auslaimen gefuudm werden. Hmg«>!wn wußten Kartoffeln verlschiedener Hevlunft wie auch Kvaut, Zwie^böln uerd Kuöbloch in ^rvößcren Mengen ans dem Markt .gsbracht. Die Kavtoffeilpwrs.e haten sich mäßig verbilligt. Boi allen anderen Gemäsefovten haben Pvövsveräutenimgen von Belang gegenüber der Vorwoche nicht stattgesunidou. Auf dem O'bftmayKe, der genügende Zufuhrm Mswies, bogoqueten Orangen und Mandarinen ziemlich reger Nachfrage. Butter und Eier, die in »nähr als lbodawsieckenden Mengen auf den Märkten cchäMch waren, wurde gestern wen'iger gekauft. * Der Mann mit den 57 Romen. Wer sich heute als dunkler Ehrenmann in verschietenen Läutern heruurtroibt. der muß vor allen Dingen darauf bedacht sein, daß er geomgend Papier« hat, um immer wieder Nennen mrd StMd wechseln zu können. Eine RekoMeilstung in dieser Beziehung hat kürzlich ciin Mann aufgestellt, ter in Lärm in der Tschecho-Slowaksi verhaftet tourte und dessen wahren NMren man noch nicht kennt. Dagegen hatte er nicht weniger als 67 verschiedene ftvlsche Namen auHuweisen. So groß war die Anzahl der verschieden lMtenten ÄuSweisPapieve, die er bet sich hatte. Die tschechische Polizei scheint mit diesem Unbekannten einen guten Fang gewn zu haben. Der Mann spricht nicht weniger als Dorn Sprachen: tschechisch, deutsch, französisch, bulgarisch, russisch, serbisch, rumänisch. Er selbst gibt M, Ms Wien geflohen zu sein, well unm ihn dovt wegen Spionage zugunsten Ungarns verhaften wollt«. Weitere Auskünfte verweigert er. * Zwei Einbrüche bei Leopoldstädter LÄerhandlern. Sonntag nachts tourte das Ledergefchaft F. Freund u. Ko-vrp-, Negerlegass« 6, vom Keller MS erbrochen. Gestohlen wurden größere Mengen Leder im Werte von 6V bis 70 Millionen. Aus dem Tatort blieben ein Bohrer und ein Stück einer Grmer Zeitung zurück. — In der nämlichen Nacht drangen Einbrecher nach Demolierung einer Gipswand vom Nachbargefchäft ans in das Geschäft des Leterhandlers A. Nacht!gal. Leopoldsaaste 16, und stahlen Chevreauleder im Werte von 11 MÄ- Nonen. * Ein redlicher Cimsfenr. Em Chanffsur hat am 8. d. beim Volizöi'kommisiariat Floridsdorf eine Mentasche hiuterldgt, dr« er in seinem Auto gchuuten hat. Sie enthieü 68 Aiil-- lionen Kronen. * Ein Wiener Tourist tot anfgefnnden. Am 1. d. verunglückt« im Schneesturm im Rargebvet der Wiener Bankbeamte 'Ferdinand Schuster. Nunmehr wurde sein« Leiche geborgen. * Von eklem Eisenbahnzng getötet. Gestern früh wurde ter 90jährige Schaffner Franz Schweiger nächst dem Tunnel i&eiim Fvachlen'bahnhof Huttengasse von einern Personenzug, der aus ter Richtung Breitenfee angofahven kain, erfaßt imd nietergestoßen. Er erlag seinen Bvrl«tzung:n. * Der Tod zweier Matrosen. Sonntag gegen 7 Uhr früh stürmt« ter 49jährige Mairos« Ferdinand M«i«r aus Budapest im Winterhafen auf ernenn Schlepper ter Donau-Dampfschiffahrtsgesellschatt -infolge Herzschlages to« zusanmlcn. Während em« Konmlist'ion des Praiierkonmlistariats die Leiche besichtigt«, stürzte der bei ter gleichen Gesellschaft bodrenstet« 56jährige Äkatros« Jstvan Ginko, gleichfalls e'm Ungar von «ilnem anderen Schlepper, tvahrscheinlich iuf-obge ter Aufregung Mch vom Herzschlag getroffen, tot zusaim/men. * Die Lebensmüden. Sonntag abends hat sich die 16jährige Hausgehilfin He-l-ene Herbert in ter Küche ihves Dienstvrtes, 14. Bez., Br-mmhirschengasse, mit Leuchtgas, vergiftet. Sie wurde im Bette tot aufgefunjten. — Die 39jährige Comp» toiriftin Erna R. versuchte sich vorgestern abends mrt Leuchtgas zu vergiften. Si« wurde bewußtlos ms Spital g>'bracht. — Di« 17jährige Verkäuferin Rudol-fine 8hat sich ans Lebens- Überdruß im>t einem Rasiermesser Schnittwunden zugefügt. * Ein gesunder Magen. Bergangenen Samstag mutzte «in Asähriger Sträfling der Strafanstalt Korneuburg wegen heftiger Magenschmerzen im Stockvrauev KronkenhMS einer Operation uniterzogon werten. Dabei wurden 29 Dekagrmnm unverdatlliche Gegenstände, darunter zivei Tai^eumesser. vier Mauierha-ken, ein Lösfel-stiel und Drahtspiralen im Magen teS Patienten, der di« Operation gut überstandsn hat, vor-gefundon. * Eine Quote für die Einwanderung nach Mexiko., AuS Danzig bedichtet I. T. A.: Bin-gesichts der verstärkten Eml'goation rutsfifcher und Mn-ischer Staa-l'sa-N'<whö-rvger -wach Mex.iko vevsüp« der moxikausiä)« jvonsil'il in Danzig tee Ebnsühruu-g von Mon a 1 sgu o t en bei ter Ausgabe von Visen. Es werten in Dan-ig st'ten Wtouat im ganzen 15 Einreisev i f-o.itfür Emisirauteil. di« oin polizeiliches .LeuntundSzeugniS ^beitzubvi'.lgrn in ter Lage find, auSgagchen. Pereine. BorttSsr «nt Srrsa»»Nms«. Jüdische Tischgesellschaft Innere Stadt. Heute im Cafe Silier. 1. Bez., Schwedenplatz (MeMNin). mn 8 Uhr abends. Dovtvchz Genwvntevat Dr. Leop. PlaschreS: „Arierparagraph und Nmnerns olaufus — die knWnrellen Nachkriegserrungenschasiteu Mittel- und Osteuropas." Gäste willkommen. — ^Zianistische Sektion 6. bis 8. Deabends, ft ter -VuwuW. ><unA»i, w»-u, ""v nrT'*“" schließend Vorträge des Hakoah-Quartetts. — Frauengruppe der Zio nrst ifchen Dezi rkssektian dringende ,,. .. r r . der Alsergrund. Heute um Ausschußsihung mr Nr. 11. Epschtzinm Mich sek tion Brigittena^. -- —. .Haltern, 20. Bc'.. Gautzplatz 11, Ehamis<tech-Astar^Lier. Festrede: Dr. Jsr. Wattenann. Mitwirksnte: Oberckantor Mter nnd noch arckiere KarnsKräfte. — Zionistisch« Knilturgruppe 20. Bezirk. Kavl-Meihl-Stratze 5, Tür 1. Heute mn halb 8 Uhr Bssuch ter Chamischah-Astar-H'Schwatferer ter Bezirkssektion. Cafe Halpern, 20. Bez., Ganßpsatz. Wogen ter Frauenverlsammlirng heute kein Einlaß für mamZlrche Mn- Weder in da« BeremAokail. Morgen um Wb 8 Uhr un DercinNokale Vortrag Leo SendrownA: „Palästina und die zu bische Jugend". Für Mitglieder Grschemen Pfticht. Gäste herzlich willkommen. — Zionistische Fraue ngruvpe Briaitlenaru Heute um halv 8 Uh« im Lokak« ter Kukturgrüppe. 20. Dez.. Kartl-Meitzl-Stratze 5, Dür 1, Heimabend mit buntem Programm. Gäste yerKichst wlllkommen. — Akademischer Landesverband. Honte um 8 Uhr cfceitte auf ter Bude der I. A. B. Jordania (9. Bez., Servitengassc Nr. 4a) Sitzung. — Handelsvertreter-Trefftag morgen um 6 Uwe abends im 6ase Landsmann. „Die Mische Dersönlichkeit des 19. Jahrhmlterts." In folge des überaus starken Bchuches teS Dartragszykinä von Frau Dr. Martha Hofmann finden dre wichsten Borträge im großen Saal« des H»rein3hermS, 8. Be^, Bemroplatz 1, statt. Dr« Zeit mußte aus Donnerstag von 7 viS 8 Uhr abends abaeäntert werten. Diese Woche kein Vortrag. Nächster Vortrag: „Der Kritiker und RevotutionSr Lutevrg Börne" Donnerstag den 19. d.. 7 Uhr abends. Leopold HSSner. das Opfer ter BluMgo. wendet sich wieder durch uns an die jüdische OeffentsichSeit um HMe. Er ist in großer Not und von aller Wat tevlasten. Wrr bÄten, i-hnl beiMtehen und teilen seine Adresse mrt: Wien, 18. Bez., Hevbeckstraße 31. „Buchenland". Schutzbund ter Bukowinaer te Oesterreich (Sitz: 20. Beg.,. Mostevnvuhuvgerslvaße 40, TÄephon 48^0-68), veranstaltet wie alljährlich Mch houer einen Reprasentationsabe nb. ter am 14. d. nn Zeremonien- und Rrtterfoal ter Hofburg statlftnten wird und für den die Einfoor + its neriendet werten Bühne und Kunst. 8Ine antike Lper anfgefnnden. Irr dem soeben eLfchieneneu Jännecheft ter Prager ^rufikMchvift ^Der Auftakt bevichkot rteitevsiitÄK- Professor Dr. Hermann Isteich (Berlin) von tem Funde einer altägyptifchen Oper. Der BeÄmer Aogypivlogc erklärt, es -wäre für die G^isteSgefchichte ter Merrschhsrt eine große Entdeckung geweftn («ine gvötzeive vielleicht, <üs die des Grabes Dutanchamens), als endlich die erste antüke Oper in tem heutigen ägyptischen Flecken Behuefa, dem hellenischen Oxychynchos, gchmdon wurde. Aber wie wenige wissen von diesem mvgcheuerVichen Fund. Dieser Papyrus und diese Oper entstammen dem zweiten Jahrhundert noch Christus, als schon längst nicht mehr die alten Pharaonen, auch nicht sie griechischen Ptoilomäsr an ihrer Stabt « Aegypten rrgievten. sondern die römischen Kaiser. Das Textbuch dieser ersten antiken Oper evmneut an Mozarts „Entführung aus dem SovaA", sowsil: man es aus dem vevstümmeLen PapyvuS «Wunen kann. Das Er - stMwlliche aber, was bisher «och immer nicht genügend bedacht ist, war, daß dieser MmvnS sich fo fchr ter Oper «ähevt. Die Heldin dieser Oper. Charitio«, tkq, schönes griechisches Fräulleirr, ist, viÄ'Leilcht irach einem Schiffbruch, mit chvem Diener in die Gewallt eines indischen Königs geraten. Ws Gefangen« «lebt sie in einem Tempel am Stvante des Indischen Or«ms; -u chror Rettung kommt ihr Brüter zu Schiff herbei. Bei ei,vom hohen, Prunkvoll geseiertein GSttecheste macht er den indischen König nnd sein MmzeS Gefolge mit schwerem gviechijchen Weine toum&n, wie Odysseus den Polyphän, wirft chn in Fesseln «und fährt daun glücklich mit ter befroÄeu Schwester davon. Es ist eine Art Parodie ter Jphigeniie auf Tauris, eme ernste HandLmg, reichlich untermischt mit komischen Intermezzi und Glownerien. Der MmmS von OxyrhyuchoS, der »ns imn endlich das bunte BAd ein«: antiken Bollsoper vor Augen führt und aine Micke Entführnng ans tem Sera« stellt, dies« aufregende MlmuSfund wird in ave« kommetten Geschichten der Siteratur wie ter Mist! und ter Oper m all* Zukunft eine erstaunliche Roll« spielen An de« Theater«. Morgen. 7 Ahr: „Ein Somme«. Morgen, halb 8 Uhr: „Bor Bn rgth enter, nachks träum". Akadem ie th eater. dem Sündenfall". __„ . BolkSover. Heute tritt Frau Kosmuersangexin El«,e Elizza m Berdis „Troubadour" att Leonore auf. Deutsches BolkStheater GamMm ten 14. b. und Sonntag ten 16. d.: „Der weitze Hei land^DrenSwg ten 17. d.: „Der lebende Leichnam." mck Moisfr ÄS Gast. Dilla Dnvioux PPM Wir mehr hocke w.Lwdv Fanny mch die Dierffktetenßvage" und verabschiedet sich Donnerstag ,n '*** Cntt *^««4««. DaS GMvteL tes Mischen Revuetheaters findet nur noch bis eickMießffch Donnerstag den 12. d. statt. Ab ,Freitag „W ienbeiN acht". Theater in der Josefstadt. He»kte brs DmmerSlaa „Ein Svmmernachtstraum". SamSta«. hald t Uhr nachmittags: Tawpnatmee Eve Gervais. Sonntag den 16. d., halb 12 Uhr nntlags: TanWnatinve ter neunjährigen Tänzerin Susi Mirjam. x Ä Modernes Theater. Morgen «m Mb S abends tettmat »Wer Liltt Emily? (Mease Wv

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