Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2146 (10.2.1925)
- Date
- 1925-02-10
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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SBfnt, m. MßE IMS «ft B ft-—! .. rin Flirt ht«, drei Misn von H. M. Haarwood. prr Erstausflchrvnq. Die Rolle der Em: ly gibt Charlotte Ander. Robert-St ol,i-Bühne. Das EnsenMegastspiel des Dearvschen Bo-lks-cheaters beginnt ftrefctafl den 13. d. \m 8 Whr mH der beutftfien UrauGührunp der Komödie „p ilse! — Diebe? — L iebe!" von Sacka Guitry. Die Gildene Paw « (Verein Freie indische Volksbühne). 1. 33 e*. Rienvevgasse 11. Heute nn^> morgen. halb 8 Uhr abends, sindon die nächsten Ausführungen der Gkidenon Pawe statt. Radrypro^ramm: Dienstag de« 10. Februar. 9 Ubr: Mark'br-richt. — 11 bis 1 Uhr rktonzeriSilvtng. — 1 Uhr b Min. r Urcininzeit. — 1 Ubr 20 Min: Wetteransage. — V-4 Uhr: Wiener B8rke. 4 bis 6 Uhr : Teekonzert Silving. — 6 bis V,7 Ubr: Stunde der Frau. '/,7 Uhr: Bortrag Dr. Lamberg: „Erste Hilfe bei Unfällen*. — 8 Uhr r RadiobShoe r^HauS-Sachs-Abend*. Aus der Staatsoper. Die Uraufführung der Oper von Marco Frank: „Das Bfidnis der Madonna" wird hwj’n ein* getretener Befetzutysschwierigkeiten auf kurze Zeit verschöbe » und wird spav.stens anfangs März staÄfindeii. Die Premiere des „Sanotiffimnm" von Wlhs'm Kienzl findet jedoch definitiv am Samstag den 14. d. mfier Mitwirkung des Herrn Otto Treßler vom Bu,rgthsat«r statt. Vorher wird die Over „Biolanta" gegeben. Tanzabend Sufi Mirjam. Somttag den 16. d. findet im Theater in der Josefstadt eine Tanzmatinee der fugend!ich«n Tanzkünstlerm Sufi Mirjam statt, sric bei ihrem ersten Auftreten Än verflossenen Sommer durch ihre eigenartige tänzerische Begabung großes Aufschen erregte. Di« Folgen eines Schlüsselromans. Der Berliner Bühn-nverein und dte dortige „Loge der Prominenten" haben über Felix Holländer wegen seines in der .berliner Illustrierten Zeitung" erschienenen Romans „Der Demütige und die Sängerin" den Boykott verhängt. Holländer wurde aus dom Bühnenverein ans beschlossen. In der Mitteilung über diesen Ausschluß wird darauf verwiesen, daß Holländer entgegen den Satzungen des Bühnenvoreins „int-vne Einrichtungen um Gebräuche der Bühnen und Mitglieder der -Oeffentlichk.'it bekanntgomacht" habe Man müsse fürchten, daß sich durch Veröffentlichung dieses Romans bei den nächsten Engagements- Verhandlungen Schwierigkeiten ergeben werden. Er habe ,^>ie SympaHie der Massen zugunsten blutii.'ier Anfänger a.'gen erprobt« Prominente boein/lüßt". — Kein Prominenter darf mit Holländer einen Vertrag abschließen. kein Mitglied des Bühnenvereins und der Prominentenlog? darf in Lokalen verkehren, in welchem das Blatt aufligt, das Holläirirecs Roman veröffentlichte, und allen Prominenten ist Vorboten, „Fabrikate der in fraglicher Zeitung inserierenden Firmen Pr konsumieren" —'Dieses Dokument ist wirklich kostbar „Der Romantiker der Freiheit. Heinrich Heine." Im Rahmen der Vorträge, welche die?ümistisHe Frauenovganisation obhält, sprach verflossenen. Mittwoch Frau Praiessor Dr. Martha Hoffmann im Salon Ackermann überaus anregend über dieses Thema. Sie zeigte, wie Heinrich Heine sich schon frühzeitig gedrängt fühlte, i'-.ine Phantasie in morgenländisches Gewand zu kleiden, wie er allmählich Fühlung zu dem naHmendelschnischen Berliner Kreis geistvoller junger Juden gewann und lebhaften Anteil an deren jüdischen Kullturbeftrebungen nahm; wie er unter dem Drucke der Verhältnisse im damaligen Deutschland widerstrebend Ach zur Taufe entschließt und schwer darunter leidet, bis er nach den „heidnischen^ Pariser Jahren, die don Passionen der Schönheit und Freiheit gew'dmet sind, auf dem KranSenlager w'eder tiefe Liabe zur jüdischen Dichtung fJehuda Halevy) und Lehr« faßt. Die durch Rezitation auserlesener Verse unterstützte Darstellung war von nackckaWger Wirkung. — Glieensteins Balfour-Büste für dl« Jerusalemer Universität. Im Verlaufder Eröffnungsfeierlichkeiten in der Universität zu Jerusalem wird <mä) eine Browzebüste Lord B alsours, . die der bekannte jüdische Bildhauer Prof. Henry Glicenstein angefertigt hat, enthüllt weiden. Nack drr Eulthüllunfls'-eier wird die Büste von einer Gruppe Londoner Zionisten d.-r Universität sv erwaltung formell übergeben werden. Die Büste war im Vorigen Jahr in der Königlichen Akademie ausgestellt: der Kunstkritcker-'der „Times" bezeichnet« sie *[§ das beste Skulpturwerk der Akademie. Sericklskaal. Wegen Beschimpfung Rathenaus. Aus Breslau berichtet I. T. A-- Bor dem Großen Schöffengericht in Breslau hakte sich der LLjährige Sckriftleiter und Stadtverordnete Helmut Brückner sNatioNalsosialift) wegen Vergehens gegen das Republikschutzgosetz zu verantworten. Brückner hatte in einer Versammlung in Liegnitz über den ermordeten Minister R at h e n a u die Wor^e gebraucht: „Gott sei Dank, daß sich jemand gefunden Hai, der diesen Minister beseitigte." Aehnfiche grobe Beschimpungen gefeit Racheirau lefftete er sich in einem Artikel, der rm völkischen Wochenblart für Schlesien erschienen war. Der Staatsanwalt beantragte für beide Fälle zusammen vier Monade Gefängnis und 400 Ma>.k Geldstrase. Da sich die Zeugenaussagen widersprachen, wurde der Angeklagte nur wegen des Zeitungsartikels zu drei Monaten Gefängnis und 250 Mark Geldstrase verurteilt. Es wurde ihm jedoch für die Gefängnisstrafe eine B cwährungsfrist von öt«i Jahren bewilligt. Der Mörder Liuskers endgültig freigefproche». Aus Warschau berichtet I. T. A-: Das Oberste Miutärgericht verhandelte nunmehr gegen den Leutnant Hauke, der vor einigen Monaten in einem Eisenbahneoupe bei Lemberg den jüdischen Fabrikanten 2 i n s k e r nach einem kurzen Wortwechsel nieder geschossen hat. Obwohl die Zeugen des Zwischenfalles einstimmig ausscvAen, daß Linsker den Offizier m i t keinem Wort Provoziert hat und sich mir gegen einen tätlichen Angriff Haukes entschieden verwah'.te, wurde Hauke zweimal von militärischen KrckSgerichten '-täte* der Begründung fveiaesprochen, da«; er seine OffizieröchargL u-.-chren mußt«. Diese frei sprechenden Urtoist wurden nun durch das Oberste Militärgericht bestätigi, io daß Haute endgültio frei.vi'iprochen ist. Die Jnstandhaltuugslojteu für das Trottoir dürfen nicht auf die Mieter überwälsi werden. Der Hausbesitzer LvopoiÜ» Galner hatte die Kosten für die Instandhaltung «des Trottoirs vor seinem Hause im Prater auf die Mieter überwälzt, indem er die Gehsteiareparaturskchten in den von den Miet- Parteien zu bezahlenden JnstandhaltungssinS einbezog. Die HauSparteien verweigerten die Bezahlung, da das Trottoir körn BestandM des Hauses sei. Ter Hausbesitzer brachte daher bei der Schlicht-ungssielle der Gemeinde Wien den Antrag auf Er- Höhung des JnstandhailtungLzlnses im Simm des 8 7 des Miete ngefetzes ein, weil dem Haus best ">er nicht zivgsnvntet werden könne, die Kosten für die Gehsteigr'epavat'ur aus Eigenem zu bezahlen. Die Schbichtungsstelle hat diesen Antrag adgewielen weil aus dem Jnstaindpaltungszins, also ans den Loistungen der Mieter, nur die Auslagen für die Erhaltung und Verwaltung des Hauses zu bezahlen sind, der Gehsteig ober nicht als Bestands des Haufas. somit amch nicht wlIRKC WlUf||CRflffUlRfi als Mietobjekt anMfchen sei. Rach der Bauordnung ist der Eigentümer eines neuen Gebäudes verpflichtet, das Trottoir auf seine Kosten herzustellen «und bis m Ueborgabe an die Ge- 'memde zu echailden. ES sei daher die Herstellung des Gchsteches ein mit der Bauführung des Hauses verbundener notwendiger Aufwand» vor Mt der JrHtmVhÄliemg des Haufes mchts zu im hak. Dar gegen diese EntscheTm« vom Hausbesitzer eingcbrachte Einspruch wurde von der MmtkomaMflion borm Bezirksgericht Leopoldstadt iVovkitzeuder Bezirksvichter Dr. Langer) als irnbegründet adgöwmsen» tvoA das Trottoir nicht als Bestandteil des Hauses, sondern als eine ösferttliche Last anFrsehm fei, die anläßlich der Erba-mmg Änes Hauses zu leisten ist. Rach der Bauordnung ist der Hcmseiaentiumvr berechirgt, das Twttoir dar Gemeinde zu uLmgwen. Wenn er dies untevlaßt, so bmn dies nicht dm Miairm zur Last gereichen, viessmeHr sind die Kvktrn für Reparatur ves Trottoirs, da sie nicht Kosten der Gvhalt-ung eines H,msbestand- -tsrlor sind, nicht nach den Bestimmungen des Miotengesetzes zu behandÄn. Galtt» »ur bei Tag. Der WirtschaftsVesitzer Fritz R ü ckauf brachte gegen seiue Gattin Anna eme EhatvmmmrgMage WEN byshaften BevlasieuS ein, well sie allaboudlich die Wohnung verlasse, um rm GltMvhau.se M schlafen erst morgens wieder in die cheliche Wohnung Somme. Die Gc- Kcm'e motivrorte dies mit entstellLnden Hautabschürfungen Än Gesicht, die ihr Mann aus dem Kriege mit nach Hause gemacht habe und die eine derartige Abneigung Mgen den früher von ihr sehr güliebten Mann bei ihr hervovrnstn, daß sie es verliehe, die Nächte L,n Glterachause ziüübringen. Der Klag«r erwiderte, dieser Schönheitsfehler, der lewer nicht wegzubvingen fei, fei kein hinreichender Grund für das Vorgehen seiner Fron. Da die Hntstellung eine Kriegsfolge sei, wäre es um sv mehr Pflicht seiner Gcv'EM. bei ihm auszuharren. Die Gattin bestritt, daß 'boshaftes Vorlassen vorsiege, -La sie fa bei Tag zu Hause sei. Es gebe nur ein vollständiges, aber nicht ein teMve-ses „bosbaftcs Bevlassen". IMor Wabriurg dieses RechtHstandpunktes sei sie dennoch bereit, in die Ehetrennunig zu willigen, jedoch nur unter der BrÄinigung. daß die Ehe nicht aus ihvam BerschU'ldnr für getrennt erMrt werde. Denn sie trage tatsächlich kein VovschMen an ihrer MmbcrwiiMrchen ^libneiMug. Das AiL-rAandesgovicht sprach die Trennung, der Ehe aus dem alleinigen Verschulden der Gadtm aus. Dieses Urtoil .wurde von der GMagten, obwohl sie .ihre Bediiunuua nicht erfüM sah, nicht anigofochteir. Da-gchsen brachte der Ehe-bchrdsvovtieidiger pflichtgemäß die Geruifung ein, über welche gestern vor dem Obechandesgeirlchr unter Vorsitz des Hofrates Dr. H u e b e r die Verhandlung statEand. Der Ghebaudsvevteidiper Vovtrat die Anscha-mmg. daßdie bloße nächtliche Abwesenheit der Gattin kein „boshaftes Verlassen" fei, dem Manne stehen gesetzliche Akittel zur Verfügung, die Anwesenheit seiner Gatiin auch zur Nachtzeü zu erzwiugcn^ was er aber nicht getan habe. Der BeLu.ft'U.'Meuat gab der Borufung keine Folge und bestätigte das orstrichtcÄrche Urteil. . Volkswirt. Ile Mrrekchlschen Banderbahnen alr selbftSadlger Mrlschaftskörper. Für gestern hatte der neue Genera.lÄirLktor der Bustdes-- 'bahuen Dr. Josef M a sch a t eine PrefseSonfevLnz siii'Lrvusen, um auf driLsom Woge die OeffeniiHchlüeüt üi.er Hie Gobsvuiny Äer öPerreichi scheu Bundesbahnen seit ihnor EtabKevunH «ls selbständiger Wr-rtschaftskörper im iJuLi 1963 zu mtte-rrichtsn. Das ciLerste Bestreben der neuen Dvveis.tion war es, ohne woiielstgehende Zenit-wilfstition diu-rchWführen. Dies ist ihr auch Kvluingen. Das Bestreben geht ferner dahin, alle Anschaffungen der heim-ischon Industrie zugute kommen zu lassen. Aus der Beschaffung von 40.000 Tonnen Brmvnlkohke im Inland wu-rde eine Verbesserung -er Handelsbilanz um 40 Millionen GoMronen eWelt. WaS die Einnahmen der BmrdsLlivhwen anilangt, fo ist wphl jetzt im ZustmomenHang mit der allgemeinen WirffchoDVvise ein Rückgang der Güterbeförderung zu vergeichmn, doch wird dies in der Revstsansou durch die erhöhte Perisawensrieq.u«N8 wetigemacht werden. Rach den dorilänfigen Grvechnmngsn ergab sich für das BetriielbSjahr 1923 om Abgang Von 527 Milliarden, der aiber UMSONST erhält jeder Abonnent der »Wiener Morgenzeityng“ bei Vorauszahlung der BezugsgebOhr (Ur ein ganze* Jahr M’jesctldite der jilu in drei eleganten Halbleinenbänden Für VersandsDesen des „Ometz'* sind ausser der JahresbezugagebOhr noch 2G.000 öelerr. K. zu entrichten Rr. Nf« -r— ------ schon im .Jaihve 1964 auf 14 AMarden 'herabgkdvÜM Wunde und im Jahve 1965 einen Uebsrsthutz von 60 Milliarden Platz ^wachou soll. Als Ansgaben figJÄenen Lwtz der «ms-chMidenden Müaumaßnahmien die Person «allasten al's größse Post. Im Jahre 1928 trugen sie 2209,2 Milliarden und sollen im ,Jahre 1928 nur -mehr 1601 Milliarden bobragen. Gbensv wurden di« AuSfaben für LrLomotiivkoihise von 1022,9 Milliarden aus 667 Milliarden für 1926 röstringievt. Nach der letzten Erhöhung -haben die Tarife ans den östevteichifcheni Bundesbahnen ungefähr das 14.4 00fachc der Borkrregszeilt erreicht. Neu im Budget für 1925 ist die Pcst von 68 Milliarden für Erneuerungen und Ans'ckaf-fimgen. Der Bund hat für die Beförderung soiner AngestMe» ümd die Post für Beförderung ihrer Kolli S aufzukrmmsn, Nach der Abliefenrng eines Teiles des Wagerparkies an die Snikz-effionsstaa-ten (165 Siotowoiii'b'eit, 372 Pevsonenwa^ou und 4000 Güterlwa,gen) vertLörtben Oesterreich noch 2860 Lokomotiven (davcn 170 kasfisvungSvoif), 6036 Personenwagen, 1833 Prst-. und Dienstwagen und 33.700 Güterwagen. Die Wagen werden im Frühjahr geweroL geveinligt auslaufen, und etz wird Sache des fahvendm ^uWku'ins -fo:n, diefen Zustand ansrechtWerhMen. Usber die Elektrifizierung der Bundesbahnen äußerte sich dvr GeuovaDiiMor folgendermaßen: Die Strecke Steinach-JrdÄig—Aiitnang-Puchheim und die DeLstrecke Innsbruck—Landeck der ArM-ergbahn wu-rde schon, vor geraumer Zeit dem eloktviischen Betvielb übergen. Seit HuwMr wird auch der Arlberg'üunncil selbst elektv'sch befahren. Die Gv-ftmtbö'/stvecke Landeck—Bludenz wird 'in dvu arsten Monaten des Jahves 1925 in Betrieb kommen, da ni'it der Betrrebseröffil'ung gewartet werdm must, bis dev 'Dpullerfee nach der Schneefck-me''ze die notwendigen Wassermengen erhalt. Für die Jahve 1925 und 1926 ist die Fortführung der EloktrifisiLvung von Mudenz nach Buchs, 'beziehungsweise nach Bve^ong vorgesehen. Weilte rs ist die Elekivis'iA'orming der Strecken Jnnsibrück—Salzburg, Innsbruck—Bvomi-er und Wörgl—Kuffstsm sowie dev Südbahn st recke Gloggn-itz—MürMschlag gepland Der Geisamitaufwand für das siizzlierte Projekt würde jitB® 100 M:lliro>nen Goldkronen erfordern. Die BechaudtlunM! wegen der Aufbringung dieses Betrages wurden eingelevteL Die Du-rchführuing dieses Projektes würde einen ZsitrauM von zirka -drei iJaihren erfordern. Zum Schluß seiner Ausführungen kam GenevaildireLtor Dr. Maischst auf die Frage des Fremdünverlohrs zu sprechen, der allein gosiiAnot wäve^ die Bundes'bahnen dauernd zu .sawisren. Allerdings müßte sich erst die Bevölkerung auf diesen EvwevbSzwchg gvünd' Äch einstellsn. Die Mgemeine gnduftrlebimr vor de« Konkurs. Der bishevigo Gang des AuSgcketchsvevfahvms hat m geben, daß sich der Konkurs dieser Bank nicht wird vermeide«! Lassen. BekanmLich wurde im Ausgleichsverfahren' die BertLÄung einer Quote von 26 Prozent beschlossen. Nun zeigt sich, daß eine solche Quote unmöglich wird auSbezwhlt worden können. Die Hauptschu^ldnor der Bank haben bisher ihre Bev- PftichtM^en nicht wfüllt. Es sind dies: Der VevtoMun-gsrat Einhorn aus Amsterdam, welcher der Bank 16 Milliarden, der Butttipester Advokat Dr. Szasvary, wolchor 3L Milliarden,, der Advokat Dr. Robert Beiner aus Czernowitz. wolcher 3 Milliarden und der Inhaber des bekawwben Mobochaufes Pach, Jnlgottiour Otto Pack« aus Neutra, wckchar 1,2 MNttachen schu'Sdtzt. Alle diese Schuldner haben bisher ihre Verpflichtungen nicht erfüllt, welche sie noch als BerwaldungSrA« dieser Bank en>br!-ert haben. Wohl wurde der Tvouga di« Liqu-idieruing der Jndustveebank übcvtvagen, da aber die vorher genannten Aktiven nicht emgchen, ist der Bank die Liquidierung unmöglich geworden. Sie zieht sich infolge dessen von der Liqwldiovnng zurück. Es Weibt infolge dessen kein anderer Weg als die Konkursverhängung. Wie veirlau-te't, dürste im Zusammenhang mit der Verhängung des Konkurses auch das Stvafvevfahren gegen die obgencmnten VerwaltungSrAe oingsleit»" werden. Rückgang des englischen Pfund. Im Zusammenhang mit der vorübergehenden haussi-artigen Steigerung auf dem Welt- -getveidsmarkt sind in den letzten Tagen die westeuropäischen Zahlungsmitteln rückgängig geworden, da aus der steigenden Teuerung eine für Via europäischen Staate« ungünstige Haudslsbilanz resultieren dürft«. So ermäßigten sich gestern i« Zürich das englische Pund von 24.786 aus 94,74. Auch bis Devise Paris blieb ebenso wie Mailand rückgängig. Rur der Dollar besserte sich von 618,50 aus 618,70. Jttfolvenzen. Der Krediiorenvereiu meldet folgende Insolvenzen: Alfred Grün Wald, Kaufmann, Wven. 6. Be-., Damböckgasse 10; Nikolaus Kramer, Wien, 1. Beg., Woll-- zeil« 8: Sp ira, Weiser u. Co., G. m. b. H.. Wien, 2. Bez., Mcüzgass« L; Hans Klaar u. Co., Wien. 9. Bcz., Pevegrtugasse 3: Karl Ludwig, Trafikant in BbSlau; Anton Rie« ger. Galanterie und Papier, in Mollbrücker Feßl. Beleuch" tungsindustrie-A.-G. in Graz, Noutargassc 33: „G o t ab", Juhaber GottliSb A n z i u >q e r, m Braunau am Inn; Gustav Unterainer, Kaufmann in Stall im Mölltal«; Hotel „Traube", Emil Stocher, in Klagenfurt; Keller, Modell« ÄschlerLi in Guntvanlsdorf bei Wien. — Das Ansgle-ickSo^rfahren wurde eröffnet über Emil Lederer. 3. Bez.. Uniwr vevlsen Amsittätm >, t nol). Ooldeo. Belgrad I Dinar. Berlin .... . Brüssel I belgischer Frsnlc. . Budapest IO« ungar. Kronen . Bukarest 1 Lei. London I Pin«) Sterling . . Mailand I Llrf. ...... NevYotk I Dollar. Paris I Frank .. Prag Itschecho-slow, Krone, Devisen« und Balntenknrse vom S. Sevrnar 1SS8. Seid 28.180.- N.'.8.- IS8'0.- ^844.- °8.- m- 3390OO,- 2932.- 109:«.- 3817.- 2W«.- Waro 281)80. 1162. 16950 3656. i-8.80 367.— 3<rooo. 2944, ®: 2104.- 4oKg f Lewa. Stockholm I schwed. Krone . Warschau. Zürich l schwele Frank. . . Valuten Amerikanische (Noten .... tielgfecbe Noten 100 Frauken. Hulsarlacbe bäten zu 1000Leva Deutsche Noten ....... Englische Noten ....... OeM 5,4.- I^SV I36T5.. 13£85.- 7C460,. 56->0.- 498.- ,670V.- 3372<,0,- Ware 518.- 1911". 13705.- 13735. ■ 7086.1.- 3f30 5 6. 16820.- 338800,— Pransflslsche Noten . . . . HotlHndl8Che Noten . . . . . 'tallenleche Noten ineosiawische Noten. Polnisch? Noten ....... ttnndnlsc'ie Noten. Russische Noten (Rooion.) . . Schweizer Noten 101 Pranken Tschecho-slow. Noten. . . » TOrklscba Pfund-Noten ... . Ungarische Noten ...... 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