Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 31 (1890)
- Issue
- Heft 78-79 (8.10.1890)
- Date
- 1890-10-08
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
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1420 tag, 21. August) über Deck geworfen, wobei der eben Mitreisende Dr. A. Stein ein stilles Gebet verrichtete. Dr. Bettelheim, der ein Alter von 60 Jahren erreicht hatte, hat früher in Philadelphia, dann in Richmond und San Francisco als Rabbiner fungirt, worauf er nach Baltimore kam. Er hinterläßt Frau und sechs Kinder. Eine Tochter von ihm ist an Dr. Kohut in New-Uork, den bekannten Verfasser des “jnyn <p:D, verheirathet. Gaes. (Ungarn.) Dem „Pesther Lloyd" wird unterm 16. September geschrieben: „Herr Eduard Stricker, Bndapester Einwohner, Besitzer einer Tuchfabrik zu Gacs, feierte vor einigen Tagen die fünfundzwanzigste Jahreswende seiner Ehe. Diesen Tag verewigte er dadurch, daß er daselbst einen von ihm erbauten sehr hübschen Tenrpel der jüdischen Gemeinde schenkte. Die Einweihung des neuerbauten Tempels fand unter allgemeiner Thcilnahme der Bevölkerung und in Anwesenheit der hiesigen gräflichen Familie Fargach statt. Die Feier leitete Herr F. Rosenthal, Rabbiner aus Losoncz, ein, der in einer eloquent vorgetragenen ungarischen Festrede die Wichtigkeit und Bedeutung des Gotteshauses hervorhob und die Verdienste des Spenders würdigte. Nachdem noch der Redner ein inbrünstiges Gebet für das hohe Herrscherhaus, für das Vaterland und dessen Regierung, für den Spender, für die Gemeinde und alle Anwesenden vorgetrageu, wurde der Gottesdienst geschlossen. Später wurde das Jubelpaar in seiner Wohnung von Freunden und Verwandten begrüßt, worauf ein Festdiner stattfand." Frankreich. Naney. Unser neuer Oberrabbiner Herr Jsaac Bloch wurde vor den Feiertagen in sein Amt eingeführt. An demselben Tage wurde auch das neue Alterasyl eingeweiht. Amerika. New-Nork. Am ersten Tage mn^c wurde hier die prachtvolle neue Synagoge der Gemeinde „Zichron Ephraim" eingeweiht. Mit der Eröffnung dieser Synagoge hat das orthodoxe Judenthum einen glänzenden Triumph gefeiert, und Rev. Dr. B. Drachmann verdient die volle Anerkennung und Hochachtung eines jeden glaubenstreuen Jehudi; denn seiner Ueberzeugungstreue und seinem Opfermuthe danken wir diese herrliche Errungenschaft. Als nämlich vor zwei Jahren die Gemeinde „Bikur Cholim", deren Rabbiner er war, den Beschluß faßte, ihren Gottesdienst zu reformiren, resignirte Dr. Drachmann auf seine glänzende Stelle, und nun ist es der großen Opferwilligkeit seines Schwiegervaters, des für alles Edle und Erhabene begeisterten, weit und breit bekannten Menschenfreundes Mr. Jonas Weil, gelungen, ein Gotteshaus zu errichten, welches durch äußere Pracht und innere dem heiligen Gesetze entsprechende Einrichtungen eine wahre Zierde des orthodoxen Judenthums ist. Die Gemeinde, welche sich um die Fahne des Herrn Dr. Drachmann schaart, führt den Namen „Zichron Ephraim", zum ehrenden Andenken an den seligen Vater des Herrn Weil. Die Einweihungsfeier wurde von dem Präsidenten der Gemeinde Mr. I. Weil mit so trefflichen, vom reinen Glauben durchwehten Worten eröffnet, daß wir cs uns nicht versagen können, ans derselben folgende Stelle mitzntheilen: „Wenn ich mich im Geiste nach meiner Geburtsstadt Elnmendingen (Großherzogthum Baden) zurückversetze, wo mein seliger Vater, dessen Name dieses Gotteshaus trägt, lebte, da sehe ich ihn erfüllt von inniger Liebe zum wahren und unverfälschten Judenthnmc, rechtschaffen, redlich, gewissenhaft, seine Pflichten gegen Gott und Nebenmenschen erfüllend und unermüdlich bemüht seine Kinder im wahren Glauben zu erziehen, und offen gestehe ich es hier, daß sein thcures Bild der Schutzengel meines Lebens war. Ich wiederhole daher mein Gebet: 'n w Irma» Dy rrn iwd Der Ewige unser Gott sei stets mit uns, sowie er mit unfern Vätern war, ubd» bw uaijp ba so wird er uns auch nicht verlassen und nicht verstoßen. „Mit der Erbauung dieses Gotteshauses haben wir den ersten und wichtigsten Schritt gethan, und mit Recht können wir ausrufen: ’may xV Tirotc/ nch Wir haben Deine Gebote nicht übertreten und an deren Erfüllung nicht vergessen; die Sabbat- und Feiertage wurden beim Bau dieses Gotteshauses nicht verletzt, die Einrichtungen entsprechen den Vorschriften unserer heiligen Lehre, und in althergebrachter Form nach väterlicher Sitte wollen wir hier unseren Gott anbeten, und nicht nur beten, sondern auch selbst lernen und auch andere belehren. Diese heiligen Räume sollen auch eine Pflanzstätte für die Jugend werden , um dieselben zu guten, pstichtgetrcuen und religiösen Menschen zu erziehen, zu ihren: eigenen Wähle und zur Ehre des Judenthums." Nach Herrn Weil hielten Oberrabbiner Jacob Joseph, Rev. Dr. S. Morais, Affemblyman I. Blumenthal, Rev. Dr. B. Drachmann und Dr. G. Silbermann der Feier angemessene gediegene Reden. Rev. Dr. Ph. Klein, der sich hier die Herzen aller Gutgesinnten in Sturm erobert hat, war zum allgemeinen Bedauern durch ein anderweitiges Engagement verhindert an dieser Feier Tbeil zn nchmeu. Veritas. Baltimore. Der hiesige Rabbiner Herr Dr. Bettelheim ist auf dem Dampfer „Muenschen" während seiner Ueberfahrt von Bremen nach Baltimore plötzlich gestorben. Q 211 »9 vo an jci 3t: gc vo mi tie mi B. ha nu m! eit m sie bc nt bi Q id zn er ni n r bi fü ste G ick eii eit en an ge ar Ni eil fä bl sck m tet bc je! da sck